Unser Programm vom 17.09.-23.09.202
NEU:
GENTLE MONSTER
tägl. 20:30 (Mo 21:15, Mi 21:00), 16:15, So auch 11:15
Regie: Marie Kreutzer, AT/DE/FR 2026, 115 Min., FSK 16. Mit Léa Seydoux, Jella Haase, Laurence Rupp | Bundesstart
Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich?
Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst. In einer prägnanten Nebenrolle ist übrigens Catherine Deneuve zu sehen.
“'Gentle Monster' von Marie Kreutzer mit Léa Seydoux und Jella Haase in den Hauprollen ist ein Erlebnis, weil er ein Reizthema bei den Hörnern packt und bei aller berechtigter Wut umsichtig und empathisch bleibt.” (spot media)
EXTRA:
WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST?
Mi, 23.9., 18:45
Regie: Annelie Boroș & Vera Brückner, DE 2026, 103 Min., FSK 6. Mit Katharina Stark, Dominique Devenport, Enno Trebs u.a.
Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild.
Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich Schauspielerin Katharina Stark auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Von Worpswede bis Paris folgt sie den Stationen eines außergewöhnlichen Lebens und begegnet den Menschen, die Paula Modersohn-Beckers Leben geprägt haben – darunter Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Clara Rilke Westhoff und Rainer Maria Rilke.
Je tiefer sie in das Leben der Malerin, ihre Bilder und ihre Gedanken eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus der künstlerischen Recherche wird eine Annäherung an eine Frau, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellte und kompromisslos ihren eigenen Weg ging.
Der Film ist keine klassische Künstlerbiografie und kein Museumsfilm. Er ist eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen – und die doch dieselben Fragen nach Freiheit, Identität und Selbstbestimmung bewegen.
In Kooperation mit dem Freundeskreis Bildender Künstler in Braunschweig e.V.
Unser Programm vom 24.09.-30.09.2026
NEU:
VON SCHAM UND GELD
tägl. 18:30 in OmU
Regie: Visar Morina, DE/XK/SL/AL/MK/BE 2026, 129 Min., FSK 12. Mit Astrit Kabashi, Flonja Kodheli u.a. | Bundesstart
Hatixhe und Shaban bewirtschaften einen kleinen Hof im ländlichen Kosovo. Sie haben drei Töchter und leben in einer Großfamilie. Durch den Verrat des Bruders verlieren sie über Nacht ihre Existenzgrundlage. Es bleibt nur der Weg in die Hauptstadt. In Pristina nimmt Hatixhes wohlhabende Schwester die Familie auf. Was wie Hilfe aussieht, entpuppt sich als stille Demütigung.
"Alles hat seinen Platz, auch jeder Mensch", erklärt der reiche Schwager. Mag sein, aber um den zu finden, brauchen Hatixhe und Shaban erstmal einen Vorschuss — für die drückenden Schuhe der Tochter, für die Medikamente der Mutter, die sie sonst halbieren muss.
Erst dann beginnt die Suche nach diesem Platz: im Nachtclub, den sie putzen und dafür kaum bezahlt werden; auf dem Arbeiterstrich, wo sich Shaban als Tagelöhner anbietet; in der Pflege des Schwiegervaters, der langsam vor sich hin stirbt. Leicht zu finden ist dieser Platz nicht. Vielleicht als Sicherheitsmann einer Gated Community?
VON SCHAM UND GELD zeigt, dass in einer Welt, in der Geld die Macht bestimmt, das Menschsein zum teuersten Gut wird.
“Packend wie ein Thriller inszeniert und überwältigend gespielt präsentiert sich ein Lehrstück mit den Klassiker-Qualitäten eines Bertolt Brecht: Arthaus-Kino, das unter die Haut geht! Zwei Oscar-Nominierungen hat das Regie-Talent bereits auf dem Buckel. Ein dritter Streich wäre absolut verdient – und vermutlich von Erfolg gekrönt!” (programmkino.de)
Ausgezeichnet mit dem Grand Jury Prize, Sundance Film Festival 2026, sowie als Bester Internationaler Film, Filmfest München 2026.
EXTRA:
DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN
Do, 24.9., 19:45
Regie: Christophe Cotteret, FR/BE 2025, 80 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
Im Anschluss: live Q&A mit UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese und Regisseur Christophe Cotteret im Livestream.
2025 feierte die UNO ihr 80-jähriges Bestehen – doch statt Jubel herrscht Ernüchterung. Seit Oktober 2023 war die internationale Gemeinschaft außerstande, den von Israel verübten Massakern an palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza Einhalt zu gebieten. Der Krieg glich und gleicht nach wie vor einer Bankrotterklärung des Völkerrechts, von Deutschland tatkräftig unterstützt im Namen einer “Staatsräson”.
80 Jahre nach ihrer Gründung im Zeichen des „Nie wieder“ stehen die grundlegenden Prinzipien der Weltorganisation auf dem Spiel. Die „palästinensische Frage“ – der am häufigsten behandelte Konflikt in der Geschichte der UNO – bleibt unlösbar und schürt weiter Spannungen in einer der explosivsten Regionen der Welt.
UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bezeichnete die Gewalt in Gaza bereits im März 2024 als Völkermord und setzte sich damit Sanktionen, Repressionen und Denunziationen durch die USA, aber auch hierzulande aus.
DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN führt von New York über Genf bis in den Nahen Osten und dokumentiert die humanitären und politischen Abgründe einer Region am Rande der Katastrophe – und einer Weltorganisation in ihrer tiefsten Krise.
DOK am Montag:
WISE WOMEN - FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN
Mo, 28.9., 18:30 - Im Anschluss: Gespräch mit Margarete-Valesca Zelm-Mengel, Hebamme im Kreißsaal Celler Strasse Braunschweig
Regie: Nicole Scherg, AT 2025, 92 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
In WISE WOMEN begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes.
Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess. Ob im modernen Krankenhaus, im selbstorganisierten Geburtshaus oder unter einfacheren Bedingungen in ländlichen Regionen: Die Hebammen bewegen sich zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, denn eine Geburt folgt keinem Drehplan.
Frauengesundheit, das wird in diesem Film schnell deutlich, folgt immer wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. WISE WOMEN zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für eine sichere Geburt sein können.
Der Dokumentarfilm begreift Geburt als Grenzerfahrung und findet dabei intime, kraftvolle Bilder für den Beginn des Lebens, der einer Naturgewalt gleicht. Er würdigt jene Frauen, die diesen Moment begleiten und damit die Zukunft buchstäblich in ihren Händen tragen.
Vorschau
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