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EXTRA: BIS DANN, MEIN SOHN

Fr 15.11., 21:00 + So 17.11., 11:00

Ein Filmjuwel! Wang Xiaoshuais tief bewegendes Familienepos über mehr als drei Jahrzehnte chinesischer Geschichte von der Kulturrevolution bis in die Gegenwart. 

Silberner Bär für Wang Jingchun als Bester Darsteller und Yong Mei als Beste Darstellerin bei der Berlinale 2019!

Das aktuelle Programm vom 14.11.-27.11.2019

EXTRA: BIS DANN, MEIN SOHN (OmU)

Fr, 15.11., 21:00 und So, 17.11., 11:00, 185 Min.

Regie: Wang Xiaoshuai, CHN 2019, 185 Min., ab 6 J., OmU

Darsteller*innen: Wang Jingchun, Yong Mei u.a.

Ein Filmjuwel! „Wir warten darauf, alt zu werden.“ Ein bitterer Satz, der die Lebenswahrheit von Yaojun und seiner Frau Liyun in knappen Worten zusammenfasst. Einst waren sie eine glückliche Familie, bis ihr Sohn beim Spielen am Rückhaltebecken eines Staudamms ertrank. Yaojun und Liyun verlassen die Heimat, tauchen in die große Stadt ein, wo sie niemand kennt und sie nicht einmal den Dialekt der Einwohner verstehen.

Auch Adoptivsohn Liu Xing bringt nicht den erhofften Trost. Trotzig verweigert er sich den „fremden“ Eltern und verschwindet eines Tages ganz. Immer wieder werden die Eheleute von ihren Erinnerungen eingeholt und kehren schließlich an den Ort der verlorenen Hoffnungen zurück.

Das Familiendrama umschließt drei Jahrzehnte chinesischer Geschichte im Schatten der Ein-Kind-Politik. Privates und Politisches verschmelzen, das Individuum gerät ins Getriebe einer Gesellschaft im permanenten Wandel. So führt der Film vom Aufbruch nach der Kulturrevolution in den 1980er-Jahren bis in den prosperierenden Staatskapitalismus der Gegenwart und ist dabei Zeitkritik und Melodram zugleich. In großen Tableaus macht er die tiefen Narben unter der Oberfläche einer scheinbar bruchlosen Erfolgsstory sichtbar.

Das Highlight der diesjährigen Berlinale, ausgezeichnet mit den Silbernen Bären für Wang Jingchun als Bester Darsteller und Yong Mei als Beste Darstellerin: Wang Xiaoshuais tief bewegendes Familienepos über mehr als drei Jahrzehnte chinesischer Geschichte von der Kulturrevolution bis zu dem Umwälzungen des neuen Jahrtausends.

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DOKU: DER STEIN ZUM LEBEN

So, 17.11., 11:15

Regie: Katinka Zeuner, D 2018, 77 Min., ab 6 J.

Gemeinsam mit Trauernden übersetzt der Steinmetz Michael Spengler Lebensgeschichten in Stein. Da ist ein junges Elternpaar, das sein Kind verloren hat; eine Frau mit ihren zwei Söhnen, die sich gemeinsam mit Spengler dem Leben des Vaters und Großvaters annähern; und eine Frau, die nach dem richtigen Grabstein für ihren Ehemann sucht. Schritt für Schritt nehmen die Grabsteine Form an. Und in den Menschen wächst eine neue Verbindung zu ihren Toten – und zum Leben.

DER STEIN ZUM LEBEN zeigt eindrucksvoll, wie viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität Steinmetze wie Spengler in diesen Momenten benötigen. Dass sie mehr sind als ‚nur‘ handwerklich Tätige und Künstler, sondern ebenso zur Trauerbewältigung beitragen – und zu einer Art verbindendem Element, einem Medium, zwischen Leben und Tod werden“ (programmkino.de).

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EXHIBITION ON SCREEN: LEONARDO: THE WORKS

So, 17.11., 14:30

Regie: Phil Grabsky, GB 2019, 85 Min., OmU

Leonardo da Vinci gilt als weltweit beliebtester Künstler. Der Film präsentiert alle auf ihn zurückzuführenden Gemälde in Ultra HD-Qualität, wie man sie noch nie zuvor auf der Leinwand zu sehen waren. Mit seiner Veröffentlichung zum 500. Todestag Leonardos, ist der Film der erste, der die komplette Geschichte erzählt.

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DOK am Montag: DER ILLEGALE FILM

Mo, 18.11., 19:00

Regie: Claus Wischmann, Martin Baer, D 2016, 88 Min., ab 12 J.

Unsere Welt verwandelt sich in ihr eigenes Abbild. Wir filmen und fotografieren uns wie nie zuvor: Es entstehen mittlerweile an einem einzigen Tag mehr Bilder als im gesamten 20. Jahrhundert! Wer vermarktet alle diese Bilder, auf denen man selbst zu sehen ist? Und: Kann man einen Anblick überhaupt besitzen? Diesen und anderen (Urheberrechts-)Fragen gehen die Regisseure Martin Baer und Claus Wischmann in ihrem neuen Dokumentarfilm DER ILLEGALE FILM nach.

"Der Film oszilliert sehr einnehmend zwischen Abstraktion und Konkretion: Wer hat noch nicht erlebt, dass das Publikum bei einem Konzert die Performance nur noch durch den Apparat vermittelt wahrnimmt? Warum ist es ärgerlich, wenn man über dem Erleben von etwas Erstaunlichem vergisst, das Erstaunliche zu fotografieren, weil man staunt? <...> Für die Filmemacher steht fest: 'Wir sind dabei, das Bildermachen zu verlernen. Maschinen übernehmen das für uns. Apparate sehen uns, für uns, erklären uns die Welt." (filmdienst.de)

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LARA

Do 14.11. - Mo 18.11., 19:00, 16:45, 14:45 (außer So)

Mo 25.11.-Mi 27.11., 16:45, Mo + Di auch 21:15

Regie: Jan Ole Gerster, D 2019, 98 Min., o.A., 2./3. Woche

Darsteller*innen: Corinna Harfouch, Tom Schilling u.a.

Es ist Laras (Corinna Harfouch) sechzigster Geburtstag. Eigentlich hätte sie allen Grund zur Freude, denn ihr Sohn Viktor (Tom Schilling) gibt an diesem Abend das wichtigste Klavierkonzert seiner Karriere. Schließlich war sie es, die seinen musikalischen Werdegang entworfen und forciert hat.

Doch Viktor ist schon seit Wochen nicht mehr erreichbar und nichts deutet darauf hin, dass Lara bei seiner Uraufführung willkommen ist. Kurzerhand kauft sie sämtliche Restkarten und verteilt sie an jeden, dem sie an diesem Tag begegnet. Doch je mehr Lara um einen gelungenen Abend ringt, desto mehr geraten die Geschehnisse außer Kontrolle.

Der neue, gefeierte Film von Jan Ole Gerster (OH BOY), mit einer überragenden Corinna Harfouch in der Hauptrolle.

Auszeichnung für Corinna Harfouch als Beste Schauspielerin, Karlovy Vary Film Festival 2019. Auszeichnung der Internationalen Filmkritikervereinigung FIPRESCI für Regisseur Jan Ole Gerster, Filmfest München 2019.

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PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN

Do 14.11. - Mo 18.11., 16:15

Regie: Céline Sciamma, FR 2019, 122 Min., ab 12 J., 3. Woche

Darsteller*innen: Valeria Golino, Adèle Haenel, Noémie Merlant u.a.

Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne (Noémie Merlant) im Jahr 1770 auf eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Sie soll heimlich ein Gemälde von Héloïse (Adèle Haenel) anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge adelige Frauen verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Denn Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, um gegen die von ihrer Mutter (Valeria Golino) arrangierte Ehe zu protestieren. So beobachtet Marianne Héloïse während ihrer Spaziergänge an die Küste und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Portrait. Langsam wächst zwischen den eindringlichen Blicken eine unwiderstehliche Anziehungskraft…

In wunderschönen Bildern, die selbst Gemälde sein könnten, erzählt die renommierte Regisseurin Céline Sciamma (WATER LILIES, TOMBOY), eine unglaublich feine Liebesgeschichte und formt zugleich ein kraftvolles, modernes Statement über die Situation der Frau über die Jahrhunderte hinweg.

Der Publikums- und Kritikerliebling in Cannes, ausgezeichnet für das beste Drehbuch!

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PARASITE

Do 14.11. - Mo 18.11., 21:15

Mi 27.11., 14:00

Regie: Regie: Bong Joon Ho, KOR 2018 , 133 Min., ab 16 J., 5./6. Woche

Darsteller*innen: Song Kang Ho, Choi Woo Shik u.a.

Kim Gi-taek ist Familienvater, jedoch arbeitslos. Mittlerweile ist seine vierköpfige Familie verzweifelt. Doch Gi-taeks Sohn Gi-u hat eine Idee, wie er an Geld kommen kann: Er fälscht seinen Lebenslauf, um einen Job als Nachhilfelehrer in einer gutsituierten Familie zu bekommen. Er wird bei der Familie Park eingestellt, aber dann verläuft alles anders als geplant...

"Wie so oft bedient sich der südkoreanische Regisseur Bong Joon Ho (MEMORIES OF MURDER, SNOWPIERCER, OKJA) unterschiedlichster Genremuster, um von gesellschaftlichen Missständen zu erzählen. Einer der besten Filme des diesjährigen Wettbewerbs von Cannes, der verdient mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde." (programmkino.de)

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DEUTSCHSTUNDE

Do 14.11. - So 17.11., 18:45

Mo 25.11.-Mi 27.11., 14:15

Regie: Christian Schwochow, D 2018, 125 Min., ab 12 J., 7./8. Woche

Darsteller*innen: Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Johanna Wokalek u.a.

Mit DEUTSCHSTUNDE hat Regisseur Christian Schwochow („Bad Banks“, "Paula", "Die Unsichtbare", "Novemberkind") einen der großen Welterfolge der deutschen Literatur von Siegfried Lenz aus dem Jahr 1968 verfilmt.

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SYSTEMSPRENGER

Do 14.11. - Mo 18.11., 13:45

Do 14.11.+So 17.11.+Mo 18.11. auch 21:15

Mo 25.11. + Di 26.11., 14:00

Regie: Nora Fingscheidt, D 2019, 125 Min., ab 12 J., 9./10. Woche

Darsteller*innen: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister u.a.

SYSTEMSPRENGER, das Spielfilmdebüt der Braunschweigerin Nora Fingscheidt, gewann auf der diesjährigen 69. Berlinale den Silbernen Bären (Alfred-Bauer-Preis) und geht als deutscher Beitrag ins Oscar®-Rennen 2020 in der Kategorie „International Feature Film“. Hier geht's zum Interview mit Nora Fingscheidt.

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Kurzfilm der Woche

DER ERSTE SCHRITT

Regie: David Noblet, BE 2018, 3 Min.

Bambi ist eher schüchtern. Als er im Auto auf seine Mutter wartet, trifft er Anais. Die beiden kommen ins Gespräch - ganz ohne Worte.