Unser Programm vom 30.04.-06.05.2026
NEU:
ROSE
tägl. 21:00, 18:50, Fr - So auch 14:20
Regie: Markus Schleinzer, AT/DE 2026, 94 Min., FSK 12. Mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese u.a. | Bundesstart
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde.
Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen.
Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
ROSE – die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben.
Sandra Hüller gewann bei der diesjährigen Berlinale für ihre Darbietung in ROSE den Silbernen Bären als beste Schauspielerin.
NEU:
DER FROSCH UND DAS WASSER
tägl. 18:45 (außer Mo), 16:35
Regie: Thomas Stuber, DE/JP/CH 2025, 113 Min., FSK 6. Mit Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, Meltem Kaptan u.a. | Bundesstart
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schließt sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an.
Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
Als Stefan Busch, genannt Buschi, steht der Bremer Schauspieler Aladdin Detlefsen (BLAUMEIER ATELIER) zum ersten Mal in einer Kino-Hauptrolle vor der Kamera. Kanji Tsuda (ONODA - 10.000 NÄCHTE IM DSCHUNGEL) spielt seinen Reisebegleiter Herr Kitamura. In weiteren Rollen sind Bettina Stucky, Meltem Kaptan, Yuki Iwamoto, Cornelius Schwalm u.v.a. zu sehen. Der Film feiert im November 2025 seine Weltpremiere im Wettbewerb des 29. Tallinn Black Nights Film Festival.
Der neue Film von Thomas Stuber (DIE STILLEN TRABANTEN, IN DEN GÄNGEN).
"Märchenhaft und voller Poesie erzählt Thomas Stuber in seinem Roadmovie, das bis nach Japan führt, von einer ungewöhnlichen Verbindung, die ganz ohne Sprache auskommt." (epd Film)
DOK am Montag:
ERICH FRIED - FRIENDLY FIRE
Mo, 4.5., 18:45
Regie: Klaus Fried, DE/AT 2025, 114 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
Der Österreicher Erich Fried ist der bis heute meistgelesene, deutschsprachige Lyriker, auch wenn wir seine Liebesgedichte manchmal nicht mehr hören können. Seine Lebensumstände sind die eines traumatisierten, hochgebildeten und empathischen Unruhestifters und einem fast krankhaften Drang zur Versöhnung mit den Extremen politischer Überzeugungen, von RAF bis Neo-Nazi Michael Kühnen.
Ein Mann, selber 1938 vor den Nazis aus Wien geflohen, ein Sisyphos, der unverdrossen an Verständigung arbeitete. Sein Sohn Klaus Fried, der in England lebt und seinem Vater beklemmend ähnlich sieht, beklagt, dass er ihn mit einer Generation junger Deutscher teilen musste, die ihren eigenen nicht trauen konnten.
Das Haus in London war eine zum Bersten volle German Embassy of the left. Idealisten, Terroristen, die in der Küche eine Entführung planten und Horden kiffender Hippies gaben sich die Klinke in die Hand. Für seine Besucher ein Guru, war Papa für seine eigenen Kinder schwer zu erreichen. Ein Spielzeugmacher und Insektenretter, der alles reparieren konnte. Ein Sammler, der an keinem Müllcontainer vorbeikam, ohne Gegenstände herauszufischen, deren Leben aus seiner Sicht noch nicht zu Ende war.
Klaus Fried macht sich auf den Weg und tastet sich im Gespräch mit Geschwistern, Freunden und Zeitgenossen an seinen Vater heran. Fried senior bietet durch sein messy love-life mit drei Ehen und mindestens sechs Kindern ein weites Feld.
Der Film ist ein Feuerwerk der jüngeren Geschichte Europas: Vom Anschluss Österreichs über die Nazi-Verbrechen, die deutsche Teilung mit Fried als kundigem Wanderer zwischen den Welten, die wilden Sixties und die Unruhen der 68er, Vietnam, den Terrorismus der RAF und die zusammengeklaubten Theorien späterer Exegeten. Fried senior tritt dabei gelegentlich von der Seitenlinie mit beeindruckender Poesie auf, die bisher nur wenige von ihm kennen.
Unser Programm vom 07.05.-13.05.2026
NEU:
DER VERLORENE MANN
tägl. 18:45 (außer Mi), 16:40
Regie: Welf Reinhart, DE 2026, 102 Min., FSK 12. Mit Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner | Bundesstart
Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und der pensionierte Pfarrer Bernd (August Zirner) führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe, als wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt (Harald Krassnitzer) vor ihrer Tür steht. Durch seine Demenzerkrankung kann sich Kurt nicht mehr erinnern, dass er und Hanne bereits seit 20 Jahren geschieden sind.
Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen.
DER VERLORENE MANN erzählt eine berührende Geschichte über Liebe und Freundschaft, Erinnern und Vergessen, über Abschied und den Mut, neu zu beginnen. Mit großer Sensibilität und einem feinen Gespür für die Zwischentöne zeigt er die tragischen genau wie die komischen Momente, die gerade das Alter mit sich bringt und die unser Leben zu dem machen, was es ist.
DER VERLORENE MANN ist das Spielfilmdebüt von Welf Reinhart, der gemeinsam mit Tünde Sautier auch das Drehbuch geschrieben hat. Welf Reinhart gewann 2022 mit seinem Kurzfilm EIGENHEIM den Studenten-Oscar®.
DER VERLORENE MANN feierte Ende Januar Weltpremiere auf dem renommierten International Film Festival Rotterdam im Rahmen der ,Tiger Competition‘, dem Wettbewerb für internationale Debütfilme.
EXTRA:
DEIN UNBEKANNTER BRUDER
So, 10.5., 11:00
Regie: Ulrich Weiß, DDR 1981, 103 Min., FSK 6. Mit Uwe Kockisch, Michael Gwisdek, Jenny Gröllmann u.a.
Hamburg 1935. Widerstand gegen die Nationalsozialisten regt sich. „Seid einig!“ malen Männer an eine Wand, ehe sie von der Gestapo verhaftet werden. Man hat sie verraten.
Die Szene spielt sich in der Erinnerung von Arnold Clasen (gespielt von Uwe Kockisch) ab, der nach einer Haft im Lager als Kinovorführer arbeitet. Früh positionierte er sich gegen das Nazi-Regime. Nun hat er Angst, lebt zurückgezogen, will nicht auffallen. Er sucht die Freundschaft zu seinem Kontaktmann, dem Kommunisten Walter (Michael Gwisdek). Doch kann er ihm vertrauen? Es kommt zu Verhaftungen in der Widerstandsbewegung...
Verfilmung des Romans des aus Hamburg stammenden Arbeiterschriftstellers Willi Bredel, den dieser in den 1930er-Jahren im Exil verfasste.
Sondervorstellung des DEFA-Klassikers zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus am 8. Mai.
(Bild: Copyright DEFA Stiftung/ Christa Koefer)
EXTRA:
BABA KUSH
Di, 12.5., 19:00 - Zu Gast: Regisseur Leon Kluth
Regie: Leon Kluth, DE 2024, 93 Min.
BABA KUSH ist ein Coming-of-Age-Kammerspiel, das fast ausschließlich in einer Telefonzelle spielt.
Die Teenager Max und Uli werden beim Hotboxen (=Cannabis rauchen) in einer Telefonzelle von einer Polizeistreife überrascht. Panisch verbarrikadieren sie sich und sind gefangen: draußen die Beamten, drinnen die beiden Jungs. Und im Laufe der Nacht wird ihnen klar, dass sie eigentlich keine Freunde mehr sind...
BABA KUSH feierte seine Premiere auf den Hofer Filmtage, war u.a. für den Bunte New Faces Award (Bester Debütfilm) nominiert und lief 2025 in der Reihe “Heimspiel” auf dem Braunschweig International Film Festival. Leon Kluth ist ein Regisseur und Produzent aus Braunschweig.
CINEMATHEK:
DIE MY LOVE
Mi, 13.5., 18:45 in engl. OmU
Regie: Lynne Ramsays, CA 2024, 118 Min., FSK 16. Mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson
DIE MY LOVE ist das Porträt einer Frau, die, abgeschottet im ländlichen Amerika, in Liebe und Wahnsinn versinkt.
Das verliebte junge Paar Grace (Jennifer Lawrence) und Jackson (Robert Pattinson) zieht von New York in ein geerbtes Haus auf dem Land. In der Abgeschiedenheit sucht Grace nach ihrer Identität als Frau und Mutter eines neugeborenen Babys. Doch als sie droht, die Kontrolle und sich selbst zu verlieren, entdeckt sie sich neu – nicht in ihrer Schwäche, sondern in ihrer Vorstellungskraft, ihrer Stärke und ihrer überwältigenden, ungezähmten Lebendigkeit.
„Im Kern dieser Geschichte geht es um die Komplexität der Liebe und welche Formen sie im Laufe der Zeit annehmen kann. Ich wollte den Film geerdet, menschlich, spontan und stellenweise auch humorvoll gestalten. Dabei ging es mir darum, unscheinbare Momente einzufangen, die dennoch eine tiefe Bedeutung tragen. Dieser Film ist für alle, die jemals in einer Beziehung waren – denn Verletzlichkeit birgt sowohl Schmerz als auch Schönheit,” so Regisseurin Lynne Ramsays (A BEAUTIFUL DAY, WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN).
"Ein Film, der einen vollkommen in seinen Bann zieht. …Jemandem wie Jennifer Lawrence dabei zuzusehen, wie sie alles riskiert und es tatsächlich schafft, ist einfach mitreißend." (The New York Times)
Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele Cannes 2025.
In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
Vorschau
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