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NEU ab 12.11.: LETO

vom 12.11. - 14.11.18

tägl. 21:15 (Mi in OmU), 17:30

"Damals in Leningrad: Kirill Serebrennikov dreht eine atmosphärische Hommage an zwei Legenden der russischen Rock-Historie. Den grauen Sowjet-Alltag versetzt er mit Musical-Segmenten und westlichen Popsongs zu einer stimmungsvollen Collage über äußere Zensur und innere Freiheit" (epd-film).

Das aktuelle Programm vom 12.11. - 14.11.2018

NEU: LETO

tägl. 21:15 (Mi in OmU), 17:30

Regie: Kirill Serebrennikow, RU/F 2018, 128 Min., ab 12 J., Neustart
Darsteller: Roma Zver, Irina Starshenbaum, Teo Yoo u.a.

Leningrad, ein Sommer (russ. 'Leto') zu Beginn der 1980er. Während Alben von Lou Reed und David Bowie heimlich die Besitzer wechseln, brodelt die Underground-Rockszene. Mike und seine Frau Natascha lernen den charismatischen Musiker Viktor Zoi kennen. Ihre unbändige Leidenschaft für die Musik verbindet sie schnell zu einer eigenwilligen Dreieckskonstellation. Als Teil einer neuen Musikbewegung werden sie trotz staatlich kontrollierter Konzerte das Schicksal des Rock'n'Roll in der Sowjetunion verändern.

Nach der wahren Geschichte um die legendäre russische Rockband Kino fängt LETO das Lebensgefühl einer sich nach Freiheit sehnenden Generation kurz vor der Perestroika ein. Mit verspielter Bilderwelt und pulsierendem Soundtrack von Talking Heads, Iggy Pop bis zu Blondie gelingt Kirill Serebrennikow ein mitreißendes und leichtfüßiges Zeitbild einer Jugend zwischen Rebellion und dem Leben unter Zensur.

Zur Zeit sitzt Kirill Serebrennikov in Russland im Hausarrest. "Leto" wurde in seiner Abwesenheit auf dem Festival von Cannes aufgeführt. Es könnte keinen besseren Kommentar zu Serebrennikovs Situation geben, als diesen Film über Musik, über Liebe, über das Rebellieren in einem Land, das all dies zu regulieren oder zu unterdrücken versucht.

Längenzuschlag: 0,50€

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DOK AM MONTAG: MEISTER DER TRÄUME

Mo, 12.11., 19:00

Regie: Sonia Krolund, F/D 2017, 86 Min., ab 12 J.

Salim Shaheen, der "afghanische Steven Spielberg", hat 109 Low-Budget-Filme gedreht, ist Schauspieler, Produzent, Regisseur und ein Held in seinem Land Afghanistan. Auch in der schwierigsten Zeit gibt er den Menschen Hoffnung und schenkt ihnen eine Welt voller Träume fernab von Traditionen und Krieg.

Die Filmemacherin Sonia Kronlund begleitet den Künstler bei den Dreharbeiten zu seinem 110. Spielfilm und zeigt, wie sein Team über die Jahre allen Widerständen getrotzt hat, wie sie die sowjetische Besatzung, die Taliban, die NATO und die Bürde der Traditionen überlebt haben. Seit 30 Jahren steht Shaheen hinter und vor der Kamera, kämpft gegen das Böse und lehrt das afghanische Volk Toleranz und Frieden, auch in einem kriegsversehrten Land.

Wiederholung am Sonntag, 18.11. um 11:15 Uhr.

CINEMATHEK: STELL DIR VOR, DU MÜSSTEST FLIEHEN (OmU)

Mi, 14.11., 19:00

Regie: Jesper Ganslandt, SWE 2018, 91 Min.

Der richtige Film zur richtigen Zeit: Jimmie ist vier Jahre alt und blond. Mit seinem Vater muss er seine Heimat Schweden wegen eines aufkommenden Bürgerkriegs verlassen und Hilfe in einem anderen Land fern der Heimat suchen. Die Angst, das Chaos, die Desorientierung, die weltweit Menschen auf der Flucht durchleben, projiziert Regisseur Jesper Ganslandt auf Einwohner Nordeuropas – und begibt sich dafür mitten hinein in die gleichzeitig beruhigend naive wie furchtbar hilflose Perspektive eines Kleinkinds.

»»» Trailer

In Kooperation mit Cinemathek by Daumenkino.

DER TRAFIKANT

Mo + Mi 20:15, Di 19:00, tägl. 16:30

Regie: Nikolaus Leytner, A/D 2018, 114 Min., ab 12 J., 2. Woche
Darsteller: Simon Morzé, Bruno Ganz, Johannes Krisch u.a.

Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits von fortschreitendem Alter und Krankheit gezeichnete Sigmund Freud (Bruno Ganz), von dem Franz auf Anhieb fasziniert ist.

Als der Junge sich unglücklich in die schöne Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er Rat bei Freud, muss aber feststellen, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist. Franz ist dennoch fest entschlossen, um seine Liebe zu kämpfen, wird aber in den Strudel der politischen Ereignisse gezogen, als Hitlers Wehrmacht das Kommando übernimmt...

"Der Trafikant" ist die mit Spannung erwartete Verfilmung von Robert Seethalers gleichnamigem Bestseller. 

"Abspann"-Special zum Film: Österreichische Germknödel mit Pflaumenmusfüllung, dazu Mohn-Zucker und Vanillesoße

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ELTERNSCHULE

tägl. 15:15

Regie: Jörg Adolph, Ralf Bücheler, D 2018, 118 Min., ab 12 J., 3. Woche

Wie gehen wir richtig mit unseren Kindern um – und mit uns selbst? Wie "ticken" Kinder? Was brauchen sie von uns Erwachsenen – und was nicht? Für Antworten auf diese und viele weitere Fragen begleiten wir Kinder und ihre erschöpften Eltern durch ihre Zeit in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Abteilung "Pädiatrische Psychosomatik".

Hier lernen die Eltern ihre Kinder neu kennen – und finden oft erst hier heraus, wie das geht: Gute Erziehung.

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WERK OHNE AUTOR

Di 20:15

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck, D 2018, 189 Min., ab 12 J., 6. Woche
Darsteller: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer u.a.

Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt "Werk ohne Autor" über drei Epochen deutscher Geschichte von dem dramatischen Leben des Künstlers Kurt (Tom Schilling), seiner leidenschaftlichen Liebe zu Elisabeth (Paula Beer) und dem folgenschweren Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater Professor Seeband (Sebastian Koch), dessen wahre Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen in Kurts Leben letztlich in seiner Kunst und seinen Bildern ans Licht kommt.

Ein spannungsgeladenes Drama, das tragische Familiengeschichte, flammender Thriller und eine Hommage an die befreiende Kraft der Kunst in einem ist – ein packender Kinostoff, der mitreißt und bewegt.

Oscar®-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck kehrt mit "Werk ohne Autor" erstmals seit seinem weltweit gefeierten und Oscar®-prämierten Debüt "Das Leben der Anderen" als Filmemacher nach Deutschland zurück. Er hat die Geschichte anhand von langen biographischen Interviews mit dem Künstler Gerhard Richter entwickelt. Der Film ist Deutschlands Kandidat für den "Auslands-Oscar".

Längenzuschlag: 1,00€

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MACKIE MESSER - BRECHTS DREIGROSCHENFILM

tägl. 14:00

Regie: Joachim Lang, D 2018, 130 Min., ab 6 J., 9. Woche
Darsteller: Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung u.a.

Nach dem überragenden Welterfolg von "Die Dreigroschenoper" (1928) will das Kino den gefeierten Autor des Bühnenstücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom "Dreigroschenfilm" ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse.

Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen…

Mit Meike Droste (Helene Weigel), Robert Stadlober (Kurt Weill), Hannah Herzsprung (Polly), Claudia Michelsen (Frau Peachum), Britta Hammelstein (Lotte Lenya), Max Raabe uva..

Regisseur Joachim Lang entwickelte und leitete von 2009 bis 2016 das Brechtfestival in Augsburg, das er in dieser Zeit zu einem von der Kritik und dem Publikum gefeierten Markenzeichen der Stadt und zu einem festen Bestandteil des deutschen Kulturkalenders machte.

Längenzuschlag: 0,50€ 

Hier geht's zum Filmtipp von Radio Okerwelle.

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KURZFILM DER WOCHE

25 WEGE DAS RAUCHEN AUFZUGEBEN

Regie: Bill Plympton, USA 1989, 4:51 Min.

Neue und unkonventionelle Methoden, das Laster "Rauchen" loszuwerden.

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