Unser Programm vom 11.06.-17.06.2026
NEU:
THE NORTH
tägl. 20:10 (außer Mo + Mi), Mo 16:15, Mi 21:10 in engl. OmU
Regie: Bart Schrijver, NL 2025, 133 Min., FSK 6. Mit Bart Harder, Carles Pulido u.a.
Zehn Jahre, nachdem sie beste Freunde und Mitbewohner waren, begeben sich Chris und Lluis auf eine 600 Kilometer lange Wanderung durch die schottischen Highlands. Auf dem West Highland Way und dem Cape Wrath Trail verbringen sie 30 Tage zusammen in der Natur – in der Hoffnung, ihre einst so starke Freundschaft wieder aufleben zu lassen.
Doch während Chris weiterhin mit seiner Arbeit und seinem Leben zu Hause beschäftigt ist, ist Lluis entschlossen, den Trail zu beenden, um zu beweisen, dass er es schaffen kann. Die Einsamkeit und Stille der Highlands zwingt sie dazu, sich mit harten Wahrheiten über sich selbst und ihre Freundschaft auseinanderzusetzen. Und darüber, was es wirklich bedeutet, still zu stehen und zuzuhören.
“Die beiden Darsteller Bart Harder und Carles Pulido tragen den Film mit reduzierter, stimmiger Präsenz. Sie agieren mit schöner Wahrhaftigkeit: kleine Reaktionen, leichte Verschiebungen im Ton, ein Zögern im richtigen Moment. So entsteht glaubhaft das Bild zweier Menschen, die sich eigentlich gut kennen – und die sich zugleich sehr fremd geworden sind.” (programmkino.de)
In Kooperation mit SFU – Sachen Für Unterwegs.
Unser Programm vom 18.06.-24.06.2026
NEU:
THE LOVE THAT REMAINS
tägl. 19:00 (Mo in isländ. OmU), Sa + So auch 14:15
Regie: Hlynur Pálmason, IS/SE/DK/FR 2025, 109 Min., FSK 12. Mit Panda, Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ingvar E. Sigurðsson u.a. | Bundesstart
Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ führen Anna und Magnús ein unaufgeregtes Leben an der weiten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem Meer, während Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft.
Dazwischen wandern sie mit den Kindern in den Bergen, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen, sammeln Heidelbeeren oder beobachten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer ganzen Weile getrennt. Doch irgendwie schaffen es die beiden nicht, auch ihre Leben voneinander zu trennen. Ist es nur der Kinder wegen oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe, die geblieben ist?
Mit THE LOVE THAT REMAINS gelingt dem vielfach preisgekrönten Regisseur Hlynur Pálmason ein Kunststück an verspieltem Minimalismus, das den wundersamen Zauber alltäglicher Momente feiert – und dahinter tiefe Wahrheiten über das Leben findet. Die vielfältige Schönheit der isländischen Natur ist hier nicht bloße Kulisse, sondern auch Spiegel der Figuren, die rau und sanft, warm und kalt, lustig und ernst sein dürfen.
Mit gewitztem Einfallsreichtum und in Bildern großer Sinnlichkeit erzählt, ist THE LOVE THAT REMAINS ein Film, der die Seele durchatmen lässt und noch lange im Gedächtnis bleibt.
THE LOVE THAT REMAINS wurde von Island als offizieller Kandidat für den Oscar 2026 in der Kategorie Bester internationaler Film eingereicht.
Jüngst ausgezeichnet mit 7 Edda-Awards (isländ. Filmpreis), darunter Film of the Year, Director of the Year, Best Actress in a Leading Role, Best Actor in a Leading Role, Best Cinematography, Best Screenplay.
EXTRA:
PERSEPOLIS
So, 21.6., 11:00
Regie: Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud, FR 2007, 95 Min., FSK 12
Marjane ist acht Jahre alt, als die Mullahs den Schah aus Persien vertreiben und die Macht übernehmen. Die Welt ist auf einmal eine andere. Doch die rebellische Marjane denkt gar nicht daran, sich den neuen strengen Regeln zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden und macht erste Erfahrungen mit Jungs. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie...
Der unkonventionelle Zeichentrickfilm über das Leben in Teheran während und nach der islamischen Revolution basiert auf der ebenfalls renommierten gleichnamigen Graphic Novel. Die Regie übernahm die Autorin und Zeichnerin Marjane Satrapi selbst, zusammen mit Vincent Paronnaud.
PERSEPOLIS wurde unter anderem in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und war für einen Oscar® und einen Golden Globe als Bester Animationsfilm nominiert. In der deutschen Synchronfassung leiht Jasmin Tabatabai der Hauptfigur Marjane ihre Stimme, die im Original von Chiara Mastroianni gesprochen wird.
Anlässlich des Todes von Marjane Satrapi.
DOK am Montag:
KOMMUNIST
Mo, 22.6., 18:45 - Zu Gast: Regisseur Lutz Pehnert
Regie: Lutz Pehnert, DE 2026, 123 Min, FSK 6, Dokumentarfilm
Wer war Egon Krenz? Ein Kind des 2. Weltkriegs, ein Teenager mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und ein anderes Deutschland. Funktionär, Aufsteiger, Apparatschik, Bonze, Hassfigur, Totschläger, Häftling, Kommunist, Vater und Großvater.
Wer ist Egon Krenz am Ende seines Lebens? Die Geschichte beginnt in den Kriegs- und Nachkriegsjahren und erlebt ihren Höhepunkt in einer neugegründeten deutschen Teil-Republik.
Am Ende dieser Republik wird Krenz erster Mann des Staates – für 50 Tage. Dann tritt er zurück. Krenz' politische Laufbahn spiegelt den gesellschaftlichen Verlauf einer Utopie wider und zeigt die verschiedenen Lebensläufe und Erfahrungen der Menschen, die im DDR-System aufwuchsen.
Zu Gast: Regisseur Lutz Pehnert. Geboren 1961 in Berlin. Ausbildung zum Schriftsetzer, Arbeit als Journalist bei „Junge Welt“ u.a. Seit 1995 dreht er als freiberuflicher Autor Dokumentationen für TV und Kino.
Für seine mehrteilige Doku über die ostdeutsche Seefahrt, DDR AHOI, erhielt er 2011 den Grimme-Preis. Viele seiner Filme liefen auf der Berlinale, darunter 1996 sein Film BRAND über eine Alkoholiker-Brigade im Stahlwerk Brandenburg oder sein Film PARTISAN über die Berliner Volksbühne. BETTINA, sein Porträt über Bettina Wegner, erhielt 2022 den Preis der FIPRESCI Jury.
“Archivmaterial, Gespräche und Tonaufnahmen aus der Wendezeit und von Heute zeichnen den Weg eines Funktionärs nach, der Reformen wollte, aber stets zu spät handelte. Zwischen persönlicher Überzeugung und politischem Scheitern entsteht das Bild eines widersprüchlichen Politikers.
Der Film vermeidet einfache Urteile und interessiert sich weniger für Abrechnung als für die Mechanismen von Macht, Loyalität und historischem Selbstverständnis." (filmdienst.de)
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