Unser Programm vom 09.07.-15.07.2026
NEU:
AUF ZWEI RÄDERN
tägl. 20:15 (außer Mo), 16:00, Di 20:15 in franz. OmU
Regie: Mathias Mlekuz, FR 2024, 89 Min., FSK 6. Mit Mathias Mlekuz, Philippe Rebbot, Josef Mlekuz | Bundesstart
Manchmal weist der Blick zurück den Weg nach vorn: Gemeinsam mit seinem besten Freund Philippe und Hund Lucky steigt Filmemacher Mathias aufs Fahrrad und begibt sich auf einen ebenso ungewöhnlichen wie persönlichen Trip quer durch Europa.
Das chaotische Trio folgt der Route, die Mathias‘ verstorbener Sohn Youri einige Jahre zuvor selbst unternommen hat – von der französischen Atlantikküste bis zum Schwarzen Meer. Was als leise Spurensuche beginnt, wird zu einem überraschend heiteren Abenteuer voller unerwarteter Begegnungen. Mit jeder Etappe nähern sich die beiden Freunde mal auf berührende, mal auf humorvolle Weise dem Verlust – und feiern doch das Leben.
AUF ZWEI RÄDERN ist ein zutiefst berührendes und zugleich lebensbejahendes Roadmovie voller Wärme, Witz und Menschlichkeit, das mühelos zwischen feiner Situationskomik und Ernst, Melancholie und tröstlicher Freude balanciert. In Frankreich avancierte der Film zum Publikumsliebling und wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet. Auch in Wien gibt es einen (höchst amüsanten) Zwischenstopp.
DOK am Montag:
AUFSTAND IN AUSCHWITZ
Mo, 13.7., 19:00 - Zu Gast: Regisseurin Gabi Schlag und Producer Hermann Pölking
Regie: Gabi Schlag, DE 2026, 98 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
Am 7. Oktober 1944 geschieht in Auschwitz-Birkenau das Unvorstellbare: Häftlinge des jüdischen Sonderkommandos, das die abscheulichste und grausamste Arbeit in Auschwitz zu verrichten hatte, erheben sich gegen ihre Mörder.
“Aufstand in Auschwitz” erzählt die Geschichte dieses einzigen bewaffneten Aufstands im Vernichtungslager Auschwitz nicht als spekulatives Historienkino, sondern als konzentrierte, eindringliche dokumentarische Rekonstruktion.
Im Film der Regisseurin Gabi Schlag stehen im Zentrum Männer, die als Zeugen des industrialisierten Massenmords selbst zum Tode bestimmt sind und dennoch den Entschluss fassen, Widerstand zu leisten, Zeugnis abzulegen und der Vernichtungsmaschine entgegenzutreten.
Gabi Schlag verbindet historische Forschung, internationale Stimmen und überlieferte Berichte der Beteiligten mit einer visuellen Form, die Distanz wahrt und zugleich Nähe schafft. So entsteht kein Film des Schocks, sondern ein Film der Erinnerung, der Erkenntnis und der moralischen Zumutung.
Die Graphic Novels von Vincent Burmeister unterstützen in ihren scharf geschnittenen Kontrasten diese Art des Erzählens.
„Die Herstellung so einer Einheit ist das dämonischste Verbrechen Nazideutschlands. Juden zu zwingen, in einem Ort zu arbeiten, wo andere Juden selber ermordet werden! Man muss in Betracht nehmen, dass von Mai 1944 an täglich von 10.000 Minimum bis 20.000 Juden pro Tag an diesem Ort ermordet wurden. Und Juden müssen dabei sein. Nicht ermorden, aber mithelfen.
Das ist wirklich die Tragödie der Tragödien.“ (Gideon Greif, Historiker)
CINEMATHEK:
THE MASTERMIND
Mi, 15.7., 19:00 in engl. OmU
Regie: Kelly Reichardt, US 2025. 110 Min., FSK 12. Mit Josh O’Connor, Alana Heim, John Magaro, Gaby Hoffmann u.a.
Es ist kein Diebstahl, wenn man nicht erwischt wird…
Mit kunstvollem Blick und der freien Rhythmik des Jazz entwirft Kelly Reichardt (FIRST COW) in diesem Cannes-Hit eine eigenwillige Neuinterpretation des Heist-Films. Als zerzauster Antiheld verleiht Josh O’Connor dieser ironischen Vision des amerikanischen Individualismus eine charmant mürrische Unruhe.
Hier geht's zur ausführlichen Kritik.
In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
Vorschau
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