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Vorschau

Ab 24. September: PERSISCHSTUNDEN

Regie: Vadim Perelman, DE/RU, 127 Min., ab 12 J., Drama

Darsteller*innen: Lars Eidinger, Nahuel Pérez Biscayart u.a.

1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet.

Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch, Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Als in der besonderen Beziehung zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommen, wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass ihn jeder Fehltritt  auffliegen lassen könnte.

Inspiriert von wahren Begebenheiten, erschuf Regisseur Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) mit PERSISCHSTUNDEN ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte vom menschlichen Überlebenswillen erzählt. In den Hauptrollen beeindrucken Lars Eidinger („25 km/h“) und Nahuel Pérez Biscayart („120 BPM“), die literarische Vorlage lieferte Wolfgang Kohlhaase.


SOUND ON SCREEN

MYSTIFY - MICHAEL HUTCHENCE

Do, 24.9., 19:00

Regie: Richard Lowenstein, AUS 2019, 102 Min., OmU

Michael Hutchence, charismatischer Sänger der australischen Band INXS, gehörte zu den größten Popstars der 80er- und 90er-Jahre. Hits wie "Never Tear Us Apart", What You Need" oder "Mystify" sind immer noch Klassiker des Pop.

Regisseur Richard Lowenstein, über Jahrzehnte mit Hutchence freundschaftlich verbunden, ist es gelungen, einige der wichtigsten Personen in Michael Hutchence’ Leben zum ersten Mal für intime, persönliche Interviews vor die Kamera zu holen – u. a. geben Kylie Minogue, Helena Christensen sowie Michaels Geschwister und Bandgenossen Auskunft und teilen ihre Erinnerungen. Zusammen mit zahlreichen, bislang unveröffentlichten Aufnahmen aus diversen Privatarchiven und natürlich Ausschnitten aus Hutchence’ Liveauftritten mit INXS ist ein facettenreiches Porträt entstanden, das der Person Michael Hutchence so nahe kommt wie noch kein Film zuvor.

 



EXTRA:

CRESCENDO #makemusicnotwar

Mo, 28.09., 19:00

Regie: Dror Zahavi, DE/IT/AT 2018, 102 Min., Original (Deutsch, Arabisch, Hebräisch, Englisch) mit deutschen Untertitel

Darstelller*innen: Peter Simonischek, Bibiana Beglau, Götz Otto u.a.

Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters junger Palästinenser und Israelis gegen allen äußeren Wiederstand stattfinden. Die Jugendlichen wollen die Friedensbemühungen, die in ihrem Mikrokosmos bereits gefruchtet haben, nicht aufgeben und sehen nach und nach im gemeinsamen Zueinanderfinden und Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror.

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Braunschweig.


EXTRA:

THE END WILL BE SPECTACULAR

Mi, 30.9., 19:00

Mit Gästen des Filmteams und Filmgespräch.

Regie: Ersin Çelik, SY/IQ/ES/FR 2019, 140 Min., OmU (kurdisch/türkisch m. dt. UT)

Darsteller*innen: Arjîn Baysal, Delîl Pîran, Cîhan Seve, Arîf Demîr, Sevda Kina u.v.a.

Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film erzählt die Geschichte des Widerstands einer Gruppe junger Menschen in Diyarbakir-Sûr gegen die Belagerung durch das türkische Militär. Das Drehbuch für den Film entstand nach Tagebüchern der Toten und Berichten der Überlebenden, von denen einige im Film mitspielen. Zilan, eine junge Frau, die im Gedenken an ihren getöteten Bruder in ihre Heimatstadt Diyarbakir zurückkehrt, schließt sich der Widerstandsgruppe an und gerät so in die brutalen Gefechte mit der türkischen Polizei und der Armee.

Eine Geschichte von Idealen, Kampf, Freundschaft, Verlusten und Aufopferung in einem hoffnungslos erscheinenden Konflikt.  THE END WILL BE SPECTACULAR zeigt authentisch und in eindrucksvoller Weise den Kampf der kurdischen Bevölkerung um Freiheit und Selbstbestimmung.

Eintritt: 12 €

 

 

Fotografie im Ausnahmezustand

Die Zerstörung und Gentrifizierung eines Weltkulturerbes

Eröffnung der Fotoausstellung:

So, 27.9., 16:00

Ort: Kinobistro Abspann           

Foto: Hinrich Schultze

In den engen Gassen der Altstadt von Diyarbakir existierte seit Tausenden von Jahren eine lebendige Nachbarschaft, wie man sie in modernen Gesellschaften nicht mehr kennt. Familientreffen, Kinderspiele, die Angebote fliegender Händler und Handwerker, gemeinsames Backen und Kochen, all das fand in der Öffentlichkeit, in der Gemeinschaft statt. 

Die Ausstellung zeigt diese Kultur, als sie noch existierte, und ihre Zerstörung durch das türkische Militär im Winter 2015/16. Monatelange Ausgangssperren und der Einsatz schwerer Waffen waren die Antwort auf die erklärte Selbstverwaltung der Bewohner*innen von Diyarbakir-Sûr.

Gewalt, Zerstörung und Enteignung zwangen die Menschen, ihre Häuser zu verlassen und zu fliehen.

Aus weiten Teilen der einst eng bebauten Altstadt von Diyarbakir, die Anfang 2015 zusammen mit den Hevsel-Gärten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden war, ist eine flache Geröllwüste geworden. Viele Menschen wurden in hochpreisige moderne Hochhäuser umgesiedelt und damit vereinzelt, ihrer Gemeinschaft und Kultur beraubt.

Der Hamburger Fotograf Hinrich Schultze, der gegen das Vergessen arbeitet, bereist Diyarbakir und die Region seit vielen Jahren und dokumentiert mit seinen Fotos den Prozess der Zerstörung  und Vertreibung.


Ab 1. Oktober: ENFANT TERRIBLE

Regie: Oskar Roehler, D 2020, 134 Min., Drama

Darsteller*innen: Oliver Masucci, Hary Prinz, Katja Riemann, Alexander Scheer, Eva Mattes, Jochen Schropp, Désirée Nick, André Hennicke

Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder 1967 die Bühne des Antiteaters in München stürmt und kurzerhand die Inszenierung an sich reißt, ahnt niemand der Anwesenden, dass dieser dreiste Typ einmal der bedeutendste Filmemacher Deutschlands werden würde. Schnell schart der einnehmende wie fordernde Mann zahlreiche Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Liebhaber um sich.

Er dreht einen Film nach dem nächsten, die auf den Festivals in Berlin und Cannes für Furore sorgen. Der junge Regisseur polarisiert: beruflich wie privat. Aber die Arbeitswut, die körperliche Selbstausbeutung aller Beteiligten und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald ihre ersten Opfer.

Der neue Film von Oskar Roehler ("Die Unberührbare", "Elementarteilchen", "Tod den Hippies! Es lebe der Punk"), mit Oliver Masucci ("Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", "Werk ohne Autor") als Rainer Werner Fassbinder.



DOK AM MONTAG:

EXPERIMENT SOZIALISMUS - RÜCKKEHR NACH KUBA

Mo, 5.10., 19:00

In Anwesenheit der Regisseurin Jana Kaesdorf.

Regie: Jana Kaesdorf, D 2019, 80 Min.

Als Touristin kam Jana Kaesdorf vor Jahren das erste Mal nach Kuba und war sofort fasziniert von der Insel. Im Osten Deutschlands geboren, aber zu jung, um das Leben im so genannten „real existierenden Sozialismus“ wirklich selbst erlebt zu haben, fand sie auf der tropischen Karibikinsel Beispiele für Mangel und Schlangestehen, wie sie es nur aus Erzählungen kannte.

Ein Land der Widersprüche ist Kuba, und als solches ein stets willkommenes Sujet für Filmemacher. Das dachte sich auch Jana Kaesdorf und kam mit einem kleinen Team zurück auf die Insel, filmte ohne Drehgenehmigung im ganzen Land und formte das Material zu einem filmischen Roadmovie.

Das stilistisch ungewöhnlichste Element von „Experiment Sozialismus“ ist die fiktive Figur des Arsenios, die Erzählstimme des Films. Er ist ein Kubaner, der nach Jahren im Exil zurück in seine Heimat kehrt und beobachtet, wie sich die Insel verändert hat. Nicht der Fremde soll hier auf Kuba blicken, sondern ein Einheimischer, der zwar Jahrelang abwesend war, aber eben doch ein Insider ist.

Hier geht's zum Filmtipp von ver.di.

In Kooperation mit Cuba Sí Braunschweig.


FILMPREMIERE:

EISENBAHN NACH JAPAN - KARL SCHAPER

Eine Entdeckungsreise in die Welt des Künstlers

Mi, 7.10., 19:00

In Anwesenheit des Regisseurs Manfred Bannenberg.

Regie: Manfred Bannenberg, DE 2020,  60 Min.

Das Atelier in Apelnstedt, bei Wolfenbüttel, ist das Zentrum, das sich
öffnet und den Maler, Bildhauer, Grafiker und Objektkünstler Karl Schaper
wieder in seinen Werken sichtbar werden lässt.

Der Film zeigt einen Überblick über das große Schaffen des fast
vergessenen Künstlers, der in diesem Jahr 100 geworden wäre.

Zeitzeugen erinnern an ihn, seine engagierte und gesellschaftskritische
Kunst, gepaart mit seiner einmaligen Art, mit Witz und Ironie.

Ein Künstler, der in seinen Werken den Bogen von der kleinen zur großen
Welt, von Apelstedt bis zur Arche Noah zieht.

Karl Schaper sagte über seine Kunst: "Meine Waffe ist der Spiegel, ist
die Falle, ist das sentimentale Taschentuch der Vergangenheit. Alle
Waffen sind gefährlich, auch für den, der sie anwendet."


Ab 8. Oktober: EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN

Regie: Jean-Paul Salomé, Mathieu Thouvenot, FR 2020, 104 Min., ab 12 J., Bundesstart

Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt.

Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist.

Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau.


CAN'T BE SILENT: DASEIN

Mo, 12.10., 19:00

In Anwesenheit des Regisseurs Khashayar Mostafavi.

Regie: Khashayar Mostafavi, D 2017, 92 Min.

Ein Autor flieht vor den Kriegswirren in seiner Heimat mit seiner Familie nach Deutschland. Auf der gefährlichen Reise verliert er seine Frau. In einem deutschen Flüchtlingsheim angekommen, muss er durch ein Missverständnis auch noch das Sorgerecht für seine kleine Tochter abgeben, die fortan in einer deutschen Familie lebt.

Dem traumatisierten Mann macht nicht nur die Sprachbarriere und die fremde Kultur zu schaffen, er ist auch gezwungen, das Schreiben aufzugeben und sich als Putzhilfe, Bauarbeiter oder Kellner durchzuschlagen. Obwohl er die deutsche Sprache immer besser beherrscht, gelingt ihm kein echter Kontakt zu seiner Umgebung. Isolation und Depression stürzen ihn in tiefe Verzweiflung – bis er sich auf seine Stärken besinnt und sein Schicksal in die Hand nimmt.

In Kooperation mit der Refugium Flüchtlingshilfe, unterstützt von der Eintracht Braunschweig Stiftung und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz: unsere 3. Staffel der Filmreihe "Can't be silent".


SOUND ON SCREEN:

DAS ARVO PÄRT GEFÜHL

Do, 15.10., 19:00

Regie: Paul Hegeman, NL 2019,  75 Min., OmdU, FSK ab 0 beantragt

Arvo Pärt, einer der der berühmteste Komponisten unserer Zeit, gilt wegen seiner minimalistisch, spirituellen Musik, als so etwas wie ein Einsiedler. Bei der Arbeit ist er jedoch das genaue Gegenteil, denn er verbindet seine unglaubliche Sensibilität mit Humor und Energie.

Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Cello-Oktett Amsterdam bildet das Herzstück dieses Dokumentarfilms, der ein helles Licht auf das Universum von Pärt wirft. Ein Universum, das nicht nur klassische Musikern wie Tõnu Kaljuste, Candida Thompson oder Daniel Reuss fasziniert, sondern auch Choreographen wie Jiří Kylián, Filmemacher wie Alain Gomis und junge Technomusiker wie Kara-Lis Coverdale. Sie alle sind auf der Suche nach dem Pärt-Gefühl, nach dem, was Arvo Pärts Musik so einzigartig macht.



Ab 16. Oktober: I AM GRETA

Ein DOKUMENTARFILM über einen Teenager, der die Welt verändert: Greta Thunberg

Regie: Nathan Grossman, SWE / D / USA / GB 2020, 97 Min., Bundesstart

I AM GRETA erzählt die Geschichte von Greta Thunberg, die mit 15 Jahren anfing, freitags nicht mehr in die Schule zu gehen, sondern vor dem schwedischen Parlamentsgebäude, neben sich ein selbstgemaltes Plakat, zu streiken. In der Folge wurde sie zur Ikone einer globalen Jugendbewegung zur Eindämmung des Klimawandels und zur Rettung des Planeten. Der Dokumentarfilm setzt mit Greta Thunbergs Solostreiks im August 2018 ein, zeigt die Entwicklung der „Fridays For Future“-Initiativen, ihre stetig größer werdende Popularität und ihren atemberaubenden, emissionsfreien Segeltörn zum UNO-Klimagipfel in New York im Herbst 2019.

I AM GRETA zeigt Filmmaterial aus den Anfängen ihres Schulstreiks und gibt sehr private Einblicke in das Leben Gretas und ihrer Familie.


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