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Vorschau

Ab 9. Juli: DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS

Siege fährt der ehemalige Rennfahrer und Womanizer Jean-Louis (Jean-Louis Trintignant) nur noch in seiner Erinnerung ein. Doch die geht immer mehr verloren, fürchtet sein Sohn Antoine (Antoine Siri), auch wenn es scheint, als würden sich die Gedanken des alten Herrn vor allem um eine bestimmte Frau drehen: Anne (Anouk Aimée), die große Liebe seines Lebens. Um seinem Vater ein Stück Lebensqualität zurückzugeben, macht sich Antoine auf die Suche nach jener geheimnisvollen Schönheit, die Jean-Louis nicht halten konnte, die er aber nie vergessen hat. Und tatsächlich macht er Anne in einem idyllischen Dorf in der Normandie ausfindig, wo die frühere Filmproduzentin – umgeben von ihren erwachsenen Kindern und einer Schar Enkel – einen kleinen Laden und ein sehr erfülltes Leben führt. Sie nimmt die Einladung, Jean-Louis nach so vielen Jahren wiederzusehen, nur zögerlich an. Beim ersten Besuch erkennt er sie zunächst auch nicht wieder. Doch schnell nehmen die beiden die Fäden ihrer gemeinsamen Geschichte da auf, wo sie sie einst hatten fallen lassen…

Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Klassiker der Nouvelle Vague „Ein Mann und eine Frau“ gilt als eine der schönsten Liebesgeschichten des Kinos. Nach über fünfzig Jahren wagt sich Altmeister Claude Lelouch an eine Fortsetzung seines melancholischen Liebesfilms. Vor der Kamera versammelt er mit der französischen Kinolegende Jean-Louis Trintignant und der irisierenden Anouk Aimée dieselben, mit ihren Figuren gealterten Hauptdarsteller wie damals und geht der Frage nach, warum die Liebe nicht hielt. Schönes, trauriges, komisches, berührendes, grosses Kino.


DOK am Montag:

RONNIE WOOD - SOMEBODY UP THERE LIKES ME

Mo, 13.07., 19:15

Regie: Mike Figgis, GB 2019, 72 Min., ab 6 J., OmdU, mit Ronnie Wood, Mick Jagger, Keith Richards u.a.

Der neue Film von Mike Figgis (LEAVING LAS VEGAS) über Ronnie Wood, Mitglied der legendären Band The Rolling Stones, ist ein intimes Porträt über einen Künstler, Musiker und Überlebenskämpfer.

Im Alter von siebzig Jahren ist Wood immer noch innovativ und mitten im Geschehen. Der Film erzählt die Geschichte von seinen bescheidenen Anfängen im Norden Londons, wie seine älteren Brüder ihn entscheidend prägten bis hin zu seiner einzigartigen Karriere. Diese umfasst nicht nur 50 Jahre, sondern lebt auch von den Begegnungen mit einigen der einflussreichsten und weltbekanntesten Künstler und Musiker wie The Birds, Jeff Beck, The New Barbarians, Rod Stewart, The Faces und natürlich, The Rolling Stones.

Ronnie führt uns auf eine Reise durch sein Leben: als Maler und Performer, begleitet von langjährigen Freunden, Musikern und Künstlern wie Damien Hirst, Mick Jagger, Keith Richards, Imelda May und Rod Stewart.


Ab 16. Juli: BERLIN ALEXANDERPLATZ

Dies ist die Geschichte von Francis (Welket Bungué). Auf der Flucht von Afrika nach Europa kentert er und rettet sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste. Dort schwört er dem lieben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt Francis‘ Weg nach Berlin und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten.

Doch die Lebensumstände als staatenloser Flüchtling machen es ihm nicht einfach. Das Schicksal wird ihn auf eine harte Probe stellen. Dann trifft er auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft.

Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen, immer wieder widersteht er. Schließlich wird Francis von Reinhold verraten und verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Francis wird von Mieze (Jella Haase) aufgenommen und aus seiner Verzweiflung gerettet. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Seine Geschichte könnte sich nun eigentlich gut ausgehen. Doch Francis kann der Anziehung von Reinhold nicht widerstehen...

Der neue Film von Burhan Qurbani ("Wie sind jung. Wir sind stark.") läuft im Wettbewerb der Berlinale 2020!


DOK am Montag:

GEGEN DEN STROM - ABGETAUCHT IN VENEZUELA

Mo, 20.07., 19:00

Regie: Sobo Swobodnik, D 2019, 84 Min., mit Thomas Walter, Pablo Charlemoine alias Mal Élevé u.a.

Thomas Walter wird seit 25 Jahren als „linksradikaler Terrorist“ und „Mitglied einer terroristischen Vereinigung“ per Haftbefehl von der deutschen Bundesstaatsanwaltschaft gesucht. Im Frühjahr 2017 taucht er völlig unerwartet aus der Illegalität auf und beantragt in Venezuela Asyl.

Regisseur Sobo Swobodnik reist im März 2019 zu Thomas Walter in die Anden von Venezuela, um von ihm seine Geschichte im Untergrund, von der Flucht und Illegalität zu erfahren und sein derzeitiges Leben in der schwierigen Situation Venezuelas festzuhalten. Ein Film über Widerstand und politisches Engagement, Freundschaft und das richtige Leben sowie die Kraft der Musik.


DOK am Montag:

WIM WENDERS, DESPERADO

Mo, 27.07., 19:00

Regie: Eric Friedler, Andreas Frege, D 2020, 120 Min.

„Himmel über Berlin“ und „Buena Vista Social Club“, „Paris, Texas“ und „Der Stand der Dinge“: Wim Wenders gilt als einer der Vorreiter des Neuen Deutschen Films und als einer der wichtigsten und einflussreichsten Vertreter des Kinos der Gegenwart.

Der renommierte Dokumentarfilmer Eric Friedler („It Must Schwing! The Blue Note Story“) und sein Co-Regisseur Andreas „Campino“ Frege erhielten für WIM WENDERS, DESPERADO exklusiv die Möglichkeit, Wenders zu porträtieren. Von Düsseldorf nach Paris und bis in die texanische Wüste spürt der Film ikonischen Drehorten und entscheidenden Momenten in Wenders' Schaffen als Regisseur, Produzent, Fotograf und Autor nach.

Neugierig und mit dem entdeckenden Blick des Dokumentaristen nähert sich Eric Friedler diesem großen Regisseur und seinen einzigartigen Filmen – und nimmt so auch jene mit auf die Reise, die keine ausgewiesenen Kenner der Arthouse-Filmszene sind.

Entstanden ist ein überraschender, ein spannender Film, nicht nur über die Liebe zum Kino, sondern auch über einen Künstler, der mit jedem neuen Film das Wagnis des Scheiterns eingeht: Künstlerisch, menschlich und häufig auch finanziell.



Ab 30. Juli: MASTER CHENG IN POHJANJOKI

Regie: Mika Kaurismäki, FI/CN 2019, 114 Min., ab 6 J., Bundesstart

Darsteller*innen: Anna-Maija Tuokko, Chu Pak-hong, Kari Väänänen, Lucas Hsuan u.a.

Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng mit seinem Sohn in ein abgelegenes Dorf im finnischen Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand im Dorf seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche, und bald werden die an finnische Hausmannskost gewöhnten Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht.

Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben …

Mika Kaurismäki (THE GIRL KING, MAMA AFRICA – MIRIAM MAKEBA) überrascht mit einer lakonisch-romantischen Komödie, deren Zutaten er fein ausbalanciert hat: Viel Humor, eine große Portion Warmherzigkeit, etwas Schwermut, romantische Sehnsucht und heiteres Sommerflair fügen sich zu einer filmkulinarischen Köstlichkeit, bei der finnisches Lokalkolorit auf chinesische Weisheit trifft. Kaurismäki zeigt uns dabei, wie er es ausdrückt, „die positiven Seiten der Globalisierung“.


Ab 13. August:

THE ROADS NOT TAKEN

Regie: Sally Potter, UK/USA/SE 2020, 85 Min., Bundesstart

Darsteller*innen: Javier Bardem, Salma Hayek, Elle Fanning u.a.

THE ROADS NOT TAKEN folgt 24 bedeutsamen Stunden im Leben von Leo (Javier Bardem) und dessen Tochter Molly (Elle Fanning), die mit dem zunehmend kritischen mentalen Zustand ihres alleinstehenden Vaters kämpft. Während sie sich durch einen stressigen Tag in New York City schlängeln und versuchen, den normalen Alltag zu bewältigen, verliert sich Leo immer wieder in zwei Lebensrealitäten, die er so hätte erleben können: Von der leidenschaftlichen Ehe mit seiner Jugendliebe Dolores (Salma Hayek) in Mexiko bis hin zu einem Leben in Einsamkeit auf einer abgelegenen griechischen Insel, wo das zufällige Aufeinandertreffen mit zwei jungen Touristinnen schmerzliche, unbequeme Einsichten ans Licht bringt. 

Der neue Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Sally Potter ("The Party", "Orlando") webt einen opulenten filmischen Bilderteppich, auf dem Leos parallele Lebenswelten – nur für ihn sichtbar – mehr und mehr aufgehen in Momente voller Tragik, Glück, Bedauern und Komik. Einzig seine Tochter Molly beginnt langsam, ein wenig von Leos geheimen Leben zu erahnen. Der mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnete Javier Bardem stellt in THE ROADS NOT TAKEN seine einzigartige Wandelbarkeit unter Beweis. An seiner Seite sind Elle Fanning sowie die Oscar-nominierten Salma Hayek und Laura Linney zu sehen.


Ab 20. August: SCHLINGENSIEF - IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN

Regie: Bettina Böhler, D 2020, 120 Min., Dokumentarfilm

Darsteller*innen: Christoph Schlingensief, Margit Carstensen, Irm Hermann, Udo Kier, Sophie Rois, Helge Schneider, Tilda Swinton u.v.a.

Mit seinen „Heimatfilmen“, seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst hat der Regisseur Christoph Schlingensief über zwei Jahrzehnte den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland mitgeprägt.

„SCHLINGENSIEF – In das Schweigen hineinschreien“ von Bettina Böhler unternimmt als erster Film den Versuch, den Ausnahmekünstler Schlingensief, der 2010 im Alter von nur 49 Jahren verstarb, in seiner ganzen Bandbreite zu dokumentieren. Ihr Film besteht aus sehr umfänglichem Archivmaterial aus vier Jahrzehnten: Ausschnitte aus seinen Spielfilmen, Theateraufzeichnungen, Aktionen, Fernsehproduktionen, Privataufnahmen und Auftritte in Talkshows. Erzähler ist Schlingensief selbst.

Der Fokus des Films ist Schlingensiefs Auseinandersetzung mit Deutschland. Sein Verhältnis zu diesem Land war sehr widersprüchlich: einerseits verspürte er eine Verbundenheit mit den Menschen und Orten seiner Herkunft, seiner Kernfamilie und so etwas wie „Heimat“, andererseits rebellierte er gegen sie – auch gegen den Kleinbürger in sich selbst – und provozierte bis hin zur Forderung „Tötet Helmut Kohl“ auf der documenta X 1997. Dass er 2004, am deutschesten Ort der Hochkultur, in Bayreuth Wagners Erlöser-Oper „Parsifal“ inszenieren durfte, und später die Einladung erhielt, den deutschen Pavillon der Biennale in Venedig zu gestalten, erfüllte ihn auch mit Stolz, weil er erkannte, dass die Hassliebe zu seinem Land doch noch mit Anerkennung erwidert wurde.


Ab 20. August: THE CLIMB

Regie: Michael Angelo Covino, USA 2019, 97 Min., mit Michael Angelo Covino, Kyle Marvin, Gayle Rankin u.a.

Kyle (Kyle Marvin) und Mike (Michael Angelo Covino) sind beste Freunde, die sich überaus nahestehen – bis Mike mit Kyles Verlobter schläft. Und das kurz vor der geplanten Hochzeit...

THE CLIMB handelt von einer turbulenten, über die Jahre anhaltenden Beziehung zweier Männer, die sich zwischen Freude, Herzschmerz, Wut und Versöhnung bewegt. Eine zum Brüllen komische, zugleich nachdenkliche Nabelschau, die von den (fehlenden) Grenzen echter Freundschaft handelt.

THE CLIMB ist ein etwas anderes Buddy-Movie und zugleich auch die Geschichte seiner beiden Drehbuchautoren und Hauptdarsteller Michael Angelo Covino und Kyle Marvin: Zwei beste Freunde im echten Leben, die aus ihrer reichen Erfahrung heraus einen bewegenden und unglaublich komischen Film geschaffen haben.


Ab 17. September: JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES

Sie war eine Ikone der Nouvelle Vague: Die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg (KIRSTEN STEWART) sorgte nicht nur durch ihre Rollen in Filmen wie „Außer Atem“, sondern auch durch ihr Engagement für die radikale Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers Ende der 1960er Jahre in ihrer Heimat für Aufsehen.

Eine Affäre mit dem schwarzen Aktivisten Hakim Jamal (ANTHONY MACKIE) wird ihr schließlich zum Verhängnis: Sie gerät ins Visier des FBI, das Gegner des politischen Status Quo mit brutalen Methoden unter Druck setzt. Jean ahnt nicht, dass der Überwachungsspezialist Jack Solomon (JACK O’CONNELL) speziell auf sie angesetzt wurde….

Jean-Luc Godards bahnbrechender Film „Außer Atem“ machte Jean Seberg zu einem der Stars des Kinos der Sechzigerjahre. In seinem mitreißenden Biopic JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES wirft der australische Regisseur Benedict Andrews („Una und Ray“) ein Schlaglicht auf die turbulenteste Zeit im Leben von Jean Seberg, als das FBI alles daran setzte, die Existenz einer Schauspielerin, die sich offen zu ihrem politischen Engagement bekannte, zu zerstören.


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