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Dokumentarfilme

DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM ist eine Reihe des Universum Filmtheaters!

Wir zeigen aktuelle Dokumentarfilm, nach Möglichkeit mit Gästen.

Jetzt erhältlich: Die DOK-Abo-Card 10 Filme für 70 € (nur gültig für DOK am Montag-Filme) -
10 Dokumentationen ansehen und nur 7,00 € pro Film zahlen.


"Im Dokumentarfilm werden heute oft die spannendsten Geschichten erzählt. Die Themen und erzählerischen Formen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM stellt eine Auswahl vor, mit der wir Sie für das Format begeistern wollen - nicht nur montags." (Volker Kufahl, Geschäftsführer Universum Filmtheater)


GARAGENVOLK

So, 5.12., 14:00

Regie: Natalija Yefimkina, DE 2020, 95 Min., ab 12  

Im unwirtlichen russischen Norden, zwischen Schnee und Beton, erstrecken sich bis ins Unendliche reichende Garagenfelder. Hinter rostigen Toren verbergen sich die geheimen Refugien des russischen Mannes: Projektionsflächen großer Träume, kleine Paradiese.

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrjoschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich.

Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

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EXHIBITION ON SCREEN:

DER DÄNISCHE SAMMLER: VON DELACROIX BIS GAUGUIN

Mo, 6.12., 19:00

Regie: David Bickerstaff, GB 2021, 90 Min.

Viele Jahre lang interessierte sich niemand für die Kunst der Impressionisten. Künstler wie Monet, Degas und Renoir wurden verunglimpft, angegriffen und blieben in der Folge mittellos.

Dann geschah etwas Bemerkenswertes. Eine neue Generation von Kunstsammlern trat an, und schon bald kämpften sie darum, jedes Werk der neuen, radikalen Künstler zu erwerben, das sie finden konnten. Unter ihnen war auch der visionäre dänische Geschäftsmann Wilhelm Hansen. Es war ein außergewöhnlicher Moment in der Kunstgeschichte, voller Dramatik, Intrigen und Betrug. Einige Sammler kennen wir vielleicht, andere nicht.

Hansen trug jedenfalls eine überaus bemerkenswerte Kunstkollektion zusammen, die in seinem Sommerhaus Ordrupgaard am Rande Kopenhagens untergebracht ist. Exhibition on Screen erzählt seine faszinierende Geschichte und bringt - mit exklusivem Zugang zu einer ausverkauften Ausstellung in der Londoner Royal Academy - Hansens außergewöhnliche Sammlung in prachtvoller High-Definition auf die große Leinwand.

Von Hansens schönem Haus und Garten auf Ordrupgaard bis zu den Straßen der Pariser Bohème nimmt dieser Film Sie mit auf eine Reise, bei der Sie einige der großartigsten Beispiele französischer Kunst des 19. Jahrhunderts entdecken können.

In Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum.

Wiederholung am So, 12.12., 11:00


PAOLO CONTE - VIA CON ME

Mi, 8.12., 21:00

Regie: Giorgio Verdelli, IT 2020, 100 Min, o. A.

Die New York Times vergleicht ihn mit Tom Waits und Randy Newman: Seit Jahrzehnten gehört der italienische Liedermacher Paolo Conte zu einem der erfolgreichsten und innovativsten Musiker weltweit.

In seiner Musikdokumentation PAOLO CONTE - VIA CON ME nimmt der italienische Regisseur Giorgio Verdelli die Zuschauer mit auf eine Reise, die sie von den Ursprüngen des künstlerischen Schaffens dieses einzigartigen Liedermachers auf die großen internationalen Konzertbühnen führt.

In Paolo Contes Atelier in Asti gelingen dem Regisseur intime Interviewmomente mit dem medienscheuen Sänger und Songwriter, die durch umfangreiches Konzert-Archivmaterial und Interviews mit berühmten Weggefährten wie Jane Birkin, Roberto Benigni oder Isabella Rossellini angereichert werden.

PAOLO CONTE - VIA CON ME ist das Porträt eines leidenschaftlichen Künstlers, der in seinen Liedern Emotionen, Perfektion und Grandezza zu einem stimmungsvollen musikalischen Gesamterlebnis verwebt.


DOK am Montag: LAND

Mo, 13.12., 19:00

Regie: Timo Großpietsch, DE 2020, 76 Min.

In langen, elegischen Einstellungen und mit einem sogartigen Soundtrack entführt der Dokumentarfilmer Timo Großpietsch die Zuschauer an außergewöhnliche, unbekannte Orte fern von jeder Landlustromantik. Nahezu menschenleere Gewächshäuser, geheimnisvolle Brutschränke und Maschinen, die wie von Geisterhand arbeiten, zeigen den Takt der Wachstums- und industrialisierten Agrargesellschaft.

Für diese spannende filmische Dekonstruktion hat der berühmte Jazzpianist der NDR-Bigband, Vladyslav Sendecki, einen außergewöhnlichen Soundtrack komponiert und eingespielt. Die verstörende Schönheit der filmischen Sequenzen und die kontrastierende Arbeit der Filmmusik gehen unter die Haut und zeigen, was den ländlichen Raum heute ausmacht. LAND ist ein dokumentarischer Science-Fiction-Film, der zum Nachdenken anregt.

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.


DOK am Montag: SPEER GOES TO HOLLYWOOD

Mo, 20.12., 19:00

Regie: Vanessa Lapa, IL 2021, 97 Min.

Paramount Pictures plant 1971 Albert Speers Welt-Bestseller „Erinnerungen“ zu verfilmen, und Speer wirkt selbst am Drehbuch mit. Monatelange Gespräche, die von Drehbuchautor Andrew Birkin aufgezeichnet wurden, zeigen Speers skrupellosen Versuch, seine Vergangenheit mit dem geplanten Film reinzuwaschen.

Die bis dato unveröffentlichten Aufzeichnungen – 40 Stunden im Original – bilden die Tonebene von „Speer Goes to Hollywood“ und werden durch einzigartige Archivaufnahmen auf der Bildebene ergänzt. Regisseurin Vanessa Lapa kämpft sich dabei durch einen breiten Sumpf von Lügen, die seit langer Zeit die Wahrheit über Hitlers „Leibarchitekten“ verdecken.

Albert Speer zählte zu Hitlers engsten Vertrauten und sollte ab 1937 als Generalbauinspektor Berlin zur Welthauptstadt „Germania“ umgestalten. Als Reichsminister für Bewaffnung und Munition war er ab 1942 verantwortlich für 12 Millionen Zwangsarbeiter. Die vorsichtigsten Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel von ihnen zu Tode kam. Dennoch genießt er bis heute den Ruf des „guten Nazis“. Ein Mythos, den er sorgsam selbst entwarf und kultivierte – und der nur allzu gerne von einer weltweiten Öffentlichkeit aufgenommen wurde.

Ausgezeichnet mit dem Ophir Award als Bester Dokumentarfilm.


DOK am Montag: IN DEN UFFIZIEN

Mo, 3.1., 19:00

Regie: Corinna Belz, Enrique Sánchez Lansch, DE 2021, 96 Min.

Seit 2015 wird die weltweit bedeutendste Sammlung an Renaissancekunst, eine Ikone der italienischen Kultur, von einem deutschen Museumsdirektor geleitet. Eike Schmidt wirbt um Sponsoren, gestaltet Räume neu und hat, mit der ihm eigenen Mischung aus Autorität, Aufmerksamkeit und Humor, ein eingeschworenes Team um sich geschart.

IN DEN UFFIZIEN zeigt die ungebrochene Anziehungskraft des Museums und die Arbeit hinter den Kulissen als eine kollektive Anstrengung, eine nie endende, passionierte Sorge um die Erhaltung jahrhundertealter Meisterwerke bei gleichzeitiger Neuerung.

Der neue Dokumentarfilm von Corinna Belz ("Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte", "Gerhard Richter Painting").

In Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum.

Wiederholung am 9.1.