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Dokumentarfilme

DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM ist eine Reihe des Universum Filmtheaters!

Wir zeigen aktuelle Dokumentarfilm, nach Möglichkeit mit Gästen.

Jetzt erhältlich: Die DOK-Abo-Card 10 Filme für 70 € (nur gültig für DOK am Montag-Filme) -
10 Dokumentationen ansehen und nur 7,00 € pro Film zahlen.


"Im Dokumentarfilm werden heute oft die spannendsten Geschichten erzählt. Die Themen und erzählerischen Formen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM stellt eine Auswahl vor, mit der wir Sie für das Format begeistern wollen - nicht nur montags." (Volker Kufahl, Geschäftsführer Universum Filmtheater)


DOK am Montag: GRENZGEBIET

Mo, 20.9., 19:00

Regie: Matti Cordewinus, DE 2019, 74 Min. 

Grenzgebiet ist ein ruhiger und ehrlicher Film, der sich auf sympathische Art und Weise dem Standardrepertoire des Graffiti Genres widersetzt. Unbeeindruckt von den Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten der eigenen Subkultur entwickelt Grenzgebiet einen ganz eigenen Blick auf Graffiti und dessen Dokumentation.

Schnell, laut und auf Action gebürstet, darum geht es in vielen Streifen, sicherlich zu Recht. Aber genau deswegen wirkt Grenzgebiet so erfrischend, weil er eben genau das nicht macht und nicht will. Leichtfüßig drückt er auf die Bremse, gönnt sich lange Einstellungen, schräge Dialoge, skurrile Sequenzen, viel Natur, schöne Landschaften und geile Züge. Vieles ist zu sehen, nur eben kein einziges Graffiti. Und auch das ist so erfrischend, weil er damit die vielen Zwischentöne freilegt, die sonst kaum wahrgenommen werden aber zu Graffiti gehören, wie Sprühlack, Züge, Reisen u.v.m. Eine wunderbare Perspektive. Eine Perspektive die gelingt, weil sich alle Protagonisten kennen, befreundet sind und vier Wochen zusammen in einem alten Passat stecken mit dem sie durch Osteuropa fahren. Gesucht und gefunden werden Züge, doch am Ende geht es um viel mehr, wie sich im Laufe der Reise heraustellen wird.

Mehr zum Film: www.blackstreets-magazine.com

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EXTRA: OECONOMIA

Mi, 22.9., 19:00

Zu Gast: Regisseurin Carmen Losmann

Regie: Carmen Losmann, DE 2020, 89 Min.

OECONOMIA ist ein Film über die Spielregeln des Kapitalismus und darüber, wie Geld entsteht.

Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb uns oft nicht viel mehr als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass irgendetwas schiefläuft. Aber was?

Der Dokumentarfilm OECONOMIA legt die Spielregeln des Kapitalismus offen und macht in episodischer Erzählstruktur sichtbar, dass die Wirtschaft nur dann wächst, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Jenseits von distanzierten Phrasen der Berichterstattung, die ein Verstehen des Ungeheuerlichen letztlich immer wieder verunmöglichen, macht sich OECONOMIA mit viel Scharfsinn und luzider Stringenz daran, den Kapitalismus der Gegenwart zu durchleuchten. 

Mit OECONOMIA, der auf der Berlinale 2020 seine Premiere feierte und von der Kritik hoch gelobt wurde, öffnet die Regisseurin Carmen Losmann den Blick jenseits der gängigen Erklärungsmuster und Dogmen auf den Nucleus eines hochexplosiven Systems: Der Schuldner als zentraler Akteur. - Ein Film von brennender Aktualität.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Fairen Woche.

Mehr zum Film: www.oeconomia-film.de

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Can't be silent: THE REMAINS - NACH DER ODYSSEE

Mo, 27.9., 19:00

Regie: Nathalie Borgers, D 2019, 89 Min., ab 12

Auf ihrer Überfahrt nach Europa haben in den letzten 25 Jahren mehr als 30.000 Menschen im Mittelmeer den Tod gefunden – diesen kalten Zahlen stellt Nathalie Borgers mit dem Dokumentarfilm THE REMAINS ihren Blick auf unmittelbar Betroffene und deren Schicksale entgegen. Der Film geht in subtiler Weise den sichtbaren und unsichtbaren Spuren nach, die die Flüchtlingsbewegung bei den Überlebenden, aber auch  bei denen, die sich an die Seite der Flüchtenden stellten, hinterlassen haben.

Sie erzählt auf zwei parallel geführten Erzählebenen: die eine Erzählung führt nach Lesbos, jener ägäischen Insel, auf der viele  Geflüchtete auf ihrem Weg nach Europa gelandet sind. Sie lässt beeindruckende Menschen zu Wort kommen, die sich in ihrer täglichen Arbeit extremen Notlagen und dem Tod stellen müssen. Die zweite Erzählung führt nach Wien, zu dem aus Syrien geflüchteten Farzat Jamil; er hat Asylstatus erlangt und kann am Wiener Flughafen auch den Vater und drei Schwestern wieder in die Arme nehmen. Diese hochemotionale Wiedervereinigung erschließt jedoch auch den Preis, den Farzats Familie für das Leben in Europa bezahlt hat.

In Kooperation mit Refugium Flüchtlingshilfe e.V. Braunschweig.

Mehr zum Film: www.realfictionfilme.de

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DOK am Montag:

REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT

Mo, 11.10., 19:00

Zu Gast: Regisseurin Yulia Lokshina

In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen des größten deutschen Schweineschlacht-betriebs ums Überleben, und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Bertolt-Brecht-Stück "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe", das sich schon 1931 mit Marktmacht und Monopolbildung und der Ausbeutung und Aussperrung von Arbeiter*innen beschäftigte - und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.

Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland. Ein Film über den Zustand der Arbeit und Fragen der Moral, wo offene Landes- und Marktgrenzen für die einen Gefahr und für die anderen Kapital bedeuten.

Ausgezeichnet als Bester Dokumentarfilm, Festival Max-Ophüls-Preis 2020, Saarbrücken.

 

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