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Cinema! Italia!

22.09.-28.09.2022

Auch dieses Jahr zeigen wir wieder eine ganze Woche lang italienische Filme:
Cinema! Italia!

Im Herbst 2022 präsentieren wir in Kooperation mit ital-lingua und der Deutsch-italienischen Kulturgesellschaft im Universum Filmtheater, für alle die, die der italienischen Sprache mächtig sind oder ihre italienischen Kenntnisse aufbessern möchten, 6 neue italienische Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Wir wünschen Ihnen schon jetzt VIEL VERGNÜGEN bei den Filmen der Cinema! Italia! Reihe im Universum Filmtheater!

>>Weiterführende Informationen zur Reihe gibt es auf der Cinema Italia Webseite

 

Hier unser Programm:

 

 

ARIAFERMA | Verriegelte Luft

Sa, 24.9., 19:00

Mo, 26.9., 21:00

Regie: Leonardo di Costanzo IT 2022, 117 Min., mit Toni Servillo (Gaetano Gargiulo), Silvio Orlando (Carmine Lagioia), Fabrizio Ferracane, Salvatore Striano, Roberto De Francesco

Ein altes Gefängnis in den Bergen steht kurz vor der Schließung. Die wenigen übrig gebliebenen Häftlinge und Beamte warten auf ihre Verlegung. Das große Gebäude ist in schlechter Verfassung, Küche und andere Gemeinschaftsräume sind bereits geschlossen. Nach und nach scheinen die üblichen Gefängnisregeln immer weniger Sinn zu machen und die ungewisse Situation steigert die Spannungen. Schließlich liefern sich der leitende Wärter Gaetano (Toni Servillo) und der schon lange einsitzende Mafioso Carmine (Silvio Orlando) einen Machtkampf um die Kontrolle über das Gefängnis… Ein spannendes Drama mit existenzialistischen Untertönen. Erstmals treffen die beiden Megastars des italienischen Kinos Toni Servillo und Silvio Orlando in einem psychologischen (und schauspielerischen) Duell aufeinander. Ariaferma wurde mit zwei italienischen Filmpreisen „David di Donatello“ ausgezeichnet, darunter für das beste Drehbuch.


CALCINCULO | Karussell

So, 25.9., 17:00

Di, 27.9., 19:00

Regie: Chiara Bellosi, IT 2022, 88 Min., mit Gaia Di Pietro (Benedetta), Andrea Carpenzano (Amanda), Barbara Chichiarelli, Giandomenico Cupaiuolo, Francesca Antonelli, Alessio Praticò, Claudia Salerno

Die 15-jährige Benedetta lebt mit ihren Eltern und den jüngeren Geschwistern in der süditalienischen Provinz. Wegen ihres Übergewichts gilt sie als Außenseiterin und wird häufig gemobbt. Als vor der Haustür der Familie ein Jahrmarkt seine Zelte aufschlägt, lernt sie die Schausteller:in Amanda kennen, die selbstbestimmt lebt und sich Gendernormen widersetzt. Amandas Souveranität fasziniert Benedetta sofort. Da wird Schule schnell zur Nebensache. Die beiden reden wenig, doch für Benedetta wird Amanda zur Einladung, sich einem Leben zu öffnen, von dem sie bisher glaubte, dass es ihr nicht zusteht... Chiara Bellosis zweiter Spielfilm (nach Palazzo di Giustizia, Cinema Italia 2020) ist die zärtliche Beobachtung einer ungleichen Freundschaft und erzählt zugleich von Selbstentdeckung und vom Ausbrechen. Calcinculo hatte seine Uraufführung im Panorama der Berlinale 2022.


COME UN GATTO IN TANGENZIALE - RITORNO A COCCIA DI MORTE | Wie eine Katze auf der Autobahn – Die Rückkehr

Fr, 23.9., 19:00

Mi, 28.9., 16:45

Regie: Riccardo Milani, IT 2021, 110 Min., OmU. Mit Paola Cortellesi (Monica), Antonio Albanese (Giovanni), Sonia Bergamasco, Claudio Amendola, Luca Argentero, Sarah Felbembaum

Monica und Giovanni sind zurück! Wir erinnern uns: der feinsinnige Intellektuelle und die prollige Vorstadtmadam waren in der Erfolgskomödie Come un gatto in tangenziale/Wie eine Katze auf der Autobahn (Cinema Italia 2018) auf spektakuläre Weise aneinandergeraten. Jetzt gibt es neuen Stress: Monica wird verhaftet, weil ihre kleptomanischen Zwillingsschwestern Diebesgut bei ihr versteckt haben. Giovanni gelingt es, sie aus dem Knast zu holen und ihre Strafe in gemeinnützige Arbeit in einer anderen Gemeinde umzuwandeln. Dummerweise liegt Monicas neues Wirkungsfeld genau neben dem schicken Kulturzentrum, das Giovanni in Kürze eröffnen will.

Genauso lustig und turbulent wie der erste Teil. Paola Cortellesi und Antonio Albanese sind wieder in Hochform, und der neue Film wurde in Italien verdientermaßen zum absoluten Kassenknüller.


IL LEGIONARIO | Der Legionär

Fr, 23.9., 21:15

Mi, 28.9., 19:00

Regie: Hleb Papou, IT 2022, 81 Min., OmU. Mit Germano Gentile (Daniel), Maurizio Buosso (Patrick), Felicitè Mbezelè (Felicité), Marco Falaguasta, Giancarlo Porcacchia, Ilir Jacellari

Daniel ist als Sohn von afrikanischen Eltern in Rom geboren und in einem besetzten Gebäude aufgewachsen. Vor Jahren hat er beschlossen wegzugehen, um ein neues Leben anzufangen, doch nun ist er gezwungen zurückzukehren. Diesmal trägt er jedoch eine Polizeiuniform und soll den alten Wohnkomplex räumen, wo immer noch seine Mutter und sein Bruder Patrick leben, der inzwischen der Anführer der Hausbesetzer ist. Die Polizeieinheit, der er angehört, ist für Daniel wie eine Zweitfamilie, auch wenn es immer wieder Vorbehalte gegen den einzigen schwarzen Polizisten in der Abteilung gibt. So hat er auch seine Vergangenheit in dem besetzten Haus verschwiegen. Der Tag der Räumung rückt näher. Daniel gerät immer mehr in ein Dilemma…

Römische Legionäre des 21. Jahrhunderts: Das packende und vielschichtige Porträt eines afrikanisch-italienischen Polizisten stellt viele Gewissheiten infrage – auch die eigenen. Filmemacher Hleb Papou ist selber Migrant aus Belarus und gewann mit Il legionario beim Filmfestival von Locarno den Preis als bester Nachwuchsregisseur.


WELCOME VENICE

So, 25.9., 19:00

Di, 27.9., 21:00

Regie: Andrea Segre, IT 2022, 103 Min., OmU. Mit Paolo Pierobon (Pietro), Andrea Pennacchi (Alvise), Ottavia Piccolo, Roberto Citran, Sara Lazzaro, Giuliana Musso

Die Brüder Pietro und Alvise gehören zu einer alten Fischerfamilie aus Giudecca, einer der Inseln, aus denen die Stadt Venedig besteht. Ihr Leben kollidiert vor dem Hintergrund des unaufhaltsamen Wandels, der die Realität und die Identität Venedigs und seiner Bewohner verändert: Der zunehmende Einfluss des globalen Tourismus verändert die Beziehungen zwischen der Stadt und ihren Bewohnern. Obwohl es anstrengend und einsam ist, möchte Pietro weiterhin "moeche", die typischen Krebse der Lagune, fischen; Alvise hingegen sieht in seinem Elternhaus die Möglichkeit, neu anzufangen, indem er Beziehungen zur Immobilienelite aufnimmt, die die Stadt beherrscht. Der Konflikt greift schließlich auf die ganze Familie über.

Andrea Segres Filmschaffen kreist seit Jahren um seine faszinierende Heimatstadt Venedig. Auch in Welcome Venice zeigt er wieder berührend authentisch ein vor den Touristen verborgenes Venedig am Wendepunkt, wie man es sonst nie zu sehen bekommt.


DESERTO ROSSO | Rote Wüste (1964)

Do, 22.9., 18:45

Sa, 24.9., 16:30

Regie: Michelangelo Antonioni, IT 1964, 117 Min., OmU. Mit Monica Vitti (Giuliana), Richard Harris (Corrado Zeller), Carlo Chionetti (Ugo), Xenia Valderi, Rita Renoir, Aldo Grotti, Lili Rheims, Valerio Bartoleschi,

Giuliana, die Frau eines Ingenieurs und Fabrikbesitzers in Ravenna, gerät nach einem Autounfall in Angstzustände: Mann und Kind werden ihr fremd, die künstliche Umwelt der Fabriken und Raffinerien, die neuen Technologien, die ihren Mann Ugo faszinieren, werden in ihrer Wahrnehmung bedrohlich, verwandeln sich in apokalyptische Visionen des Zerfalls. Nach einer kurzen Liaison mit einem Kollegen und Partner ihres Mannes kehrt sie jedoch ins alltägliche Leben zurück

Deserto rosso war Michelangelo Antonionis erster Farbfilm. Er schildert die psychische Krise seiner Heldin mit einer raffinierten, bewusst irrealen Farbdramaturgie. Es ist auch einer der ersten Filme, die sich Mitte der 60er Jahren mit den Folgen der Industrialisierung und Umweltverschmutzung auseinandersetzten. Monica Vitti spielte zum vierten Mal die Hauptrolle in einem Film von Antonioni und ist mit ihrer eindringlichen Darstellung hier auf der Höhe ihrer Kunst. Wir zeigen Deserto rosso auch als Hommage an die unlängst verstorbene großartige Schauspielerin.