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Universum Newsletter | 19.10.2026
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NEU: DIE ANDERE SEITE
tägl. 21:00
Die Ärztin Hanna (Nina Hoss) hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Überträgerin des Virus wird sie von der Gesellschaft ausgeschlossen und flüchtet sich in die Einsamkeit der alpinen Wildnis, wo sie als Einzelkämpferin lebt.
Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet DIE ANDERE SEITE seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen.
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BIFF40: Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest
SILENT LIGHT (Stellet Licht)
So, 25.10., 11:00 in OmU (engl. Untertitel)
SILENT LIGHT begleitet eine mennonitische Familie in Nord-Mexiko, die nach Regeln des 19. Jahrhunderts lebt. In ruhigen, klaren Bildern erzählt der Film von Schuld und Glauben der wortkargen, wenn überhaupt Plautdietsch sprechenden Gemeindemitglieder, die sich nur zögernd der Moderne öffnen.
Gedreht mit Laiendarstellern der Mennoniten-Gemeinde entfaltet sich ein Werk von großer spiritueller Tiefe.
Eine Veranstaltungsreihe des Braunschweig International Film Festival zum 40. Jubiläum.
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EXTRA: Mo 18:45 - Eintritt frei
SURF ON, EUROPE!
Das Europabüro des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig lädt Sie zu einem besonderen Kinoerlebnis ein: SURF ON, EUROPE! verbindet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit persönlichen Geschichten dreier Surfer*innen von den britischen Inseln, aus Frankreich und Spanien.
Der Film lädt dazu ein, aktuelle europäische Herausforderungen aus ganz neuen Perspektiven zu sehen – sinnlich, nahbar, bewegend. Im Anschluss steht Regisseur Lukas Steinbrecher online für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
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Richten Sie Ihre Anfrage gern an:
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NEU:
DIE ANDERE SEITE
tägl. 21:00
Regie: Mariko Minoguchi, DE 2026, 106 Min., FSK 12. Mit Nina Hoss, Precious Mariam Sanusi, Barbara Petritsch | Bundesstart
Die Ärztin Hanna (Nina Hoss) hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist.
Als sie auf eine junge Frau (Precious Mariam Sanusi) trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Hanna nimmt sich ihrer an, gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint.
Mit DIE ANDERE SEITE liefert Mariko Minoguchi nach ihrem gefeierten Spielfilmdebüt MEIN ENDE. DEIN ANFANG. ihre zweite Kino-Regiearbeit ab. Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen.
In der Rolle der Hanna, die aus ihrem Leben gerissen wurde und nun in der alpinen Natur auf sich allein gestellt ist, begeistert Nina Hoss (TÁR, HEDDA, BARBARA) einmal mehr mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance.
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EXTRA:
BIFF40: Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest
„Wir können es selbst kaum fassen, here it comes: Das 1. Braunschweiger Filmfest!“, freuten sich die 20 Gründer*innen im Editorial des 1. Filmfestkataloges 1987. Heute hat unser Verein über 40 Mitglieder und das BIFF umspannt fünf Dekaden, auf die wir mit Ü40 zurückblicken.
Kern der filmischen Rückschau sind ganz persönliche Lieblinge, die zwischen 1989 und 2023 auf dem Festival liefen. Abgerundet wird Ü40 mit einem sechs BIFF-Preisträger*innen umfassenden Kurzfilmprogramm. Liebes Publikum, wir laden Sie herzlich ein auf eine filmische BIFF-Zeitreise!
Eine Veranstaltungsreihe des Braunschweig International Filmfestival zum 40-jährigen Jubiläum. Eintritt: 11,00 € (ermäßigt 9,50 €). NICHT im Cineville-Abo enthalten!
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SILENT LIGHT (Stellet Licht)
So, 25.10., 11:00 in OmU (engl. Untertitel)
Regie: Carlos Reygadas, MX/FR/DE/NL 2007, 142 Min., FSK 12. Mit Cornelio Wall, Miriam Toews, Maria Pankratz u.a.
SILENT LIGHT beginnt mit einem der eindrucksvollsten Sonnenaufgänge der Filmgeschichte: Ein Tag erwacht für eine mennonitische Familie in Nord-Mexiko, die nach Regeln des 19. Jahrhunderts lebt. Bauer Johan, Ehemann und Vater von sechs Kindern, liebt gegen Gottes Gesetz eine andere Frau.
In ruhigen, klaren Bildern erzählt der Film von Schuld und Glauben der wortkargen, wenn überhaupt Plautdietsch sprechenden Gemeindemitglieder, die sich nur zögernd der Moderne öffnen. Gedreht mit Laiendarstellern der Mennoniten-Gemeinde entfaltet sich ein Werk von großer spiritueller Tiefe.
Der Gewinner des Jury-Preises in Cannes 2007 lief auf dem 22. filmfest 2008 und gilt heute als moderner Klassiker des Weltkinos.
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EXTRA:
SURF ON, EUROPE!
Mo, 26.10., 18:45 - Eintritt frei
Regie: Constantin Gross, Lukas Steinbrecher, DE 2023, 92 Min., FSK 6, Dokumentarfilm
Das Europabüro des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig lädt Sie zu einem besonderen Kinoerlebnis ein: SURF ON, EUROPE! verbindet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit persönlichen Geschichten dreier Surfer*innen von den britischen Inseln, aus Frankreich und Spanien.
Die Dokumentation erzählt Geschichten vom modernen Europa und begleitet Surfbegeisterte, die zerrissen sind zwischen der Freiheit der Wellen und den Grenzen der Gesellschaft: Majid, ein Kitesurf-Lehrer in Tarifa, sehnt sich nach seiner Familie in Marokko, die wegen Visa-Beschränkungen dort feststeckt. Margaux organisiert in Biarritz das erste LGBTQ-freundliche Surf-Festival Europas. Und Rosy, ein nordirischer Surfbrett-Shaper, sucht Halt inmitten einer gespaltenen Community.
Der Film lädt dazu ein, aktuelle europäische Herausforderungen aus ganz neuen Perspektiven zu sehen – sinnlich, nahbar, bewegend. Im Anschluss steht Regisseur Lukas Steinbrecher online für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
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HEIMSUCHUNG
tägl. 21:05, 18:30 (außer Mo), 16:00, Sa auch 11:00
Regie: Volker Schlöndorff, DE 2026, 121 Min., FSK 12. Mit Martina Gedeck, Susanne Wolff, Lars Eidinger, Michael Maertens u.a. | 2. Woche
Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind.
Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.
HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten.
Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman DIE BLECHTROMMEL mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman, diesmal von Jenny Erpenbeck aus dem Jahr 2007.
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NAZA
Sa – Mo 11:15, Mi auch 19:00 (alle OmU)
Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor, GB/US/IL 2026, 80 Min., Dokumentarfilm | 2. Woche
Nach dem Oscar-Erfolg von NO OTHER LAND kehren Yuval Abraham und Rachel Szor mit einem neuen, hochaktuellen Dokumentarfilm zurück: NAZA feierte am 10. September seine Weltpremiere im Wettbewerb der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dort mit 25-minütigen Standing Ovations aufgenommen.
Über drei Jahre hinweg sprachen Abraham und Szor mit Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste. 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen im Film anonymisiert zu Wort; ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild wurden digital verfremdet. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Völkermord in Gaza.
Nach der Aufführung des Films in Venedig werden die Regisseure mit dem Entzug ihrer israelischen Staatsangehörigkeit bedroht. Dazu hier auch der filmdienst.
Hier geht's zur Kritik (auf englisch).
Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury in Venedig, 2026.
NAZA steht nun auch auf der Shortlist für den Europäischen Filmpreis 2027 in der Kategorie Dokumentation. Wir gratulieren dem gesamten Filmteam herzlich zu dieser Anerkennung!
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ALTE LIEBE
tägl. 18:45 (außer Mi), 16:30
Regie: Andreas Dresen, DE 2026, 116 Min., FSK 6. Mit Joachim Król, Dagmar Manzel u.a. | 3. Woche
Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes.
Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch.
Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.
Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.
Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Nach den Publikumserfolgen und vielfach ausgezeichneten Filmen GUNDERMANN, RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH und IN LIEBE, EURE HILDE ist ALTE LIEBE ihre neunte gemeinsame Arbeit. Eine berührende und zugleich heitere Paargeschichte voller Wortwitz, leiser Melancholie und zärtlicher Momente.
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, der im August 2026 im Hanser Verlag neu aufgelegt wird, erzählen sie über zwei Menschen, die nach vier Jahrzehnten Jahren Ehe entdecken, dass es für Veränderungen nie zu spät ist.
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FRAU WINKLER VERLÄSST DAS HAUS
tägl. 14:10
Regie: Doris Dörrie, DE 2026, 108 Min., FSK 12. Mit Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers, Zoë Baier u.a. | 4. Woche
Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen.
Als diese, ebenfalls Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt.
Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst „belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann.
Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
Eine bittersüße, zutiefst berührende Tragikomödie über Fürsorge, Verlust, und menschliche Widerstandskraft in einer zunehmend technisierten Welt: Einmal mehr widmet sich Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie brennenden Themen unserer Gegenwart und knüpft damit an die emotionale Tiefe ihrer Meisterwerke wie KIRSCHBLÜTEN – HANAMI und GRÜSSE AUS FUKUSHIMA an.
"Ein philosophisches Drama zum Lachen, zum Heulen, zum Wiedererkennen. Ein echter Dörrie eben: Erleuchtung garantiert!“ (programmkino.de)
Her geht's zur Kritik bei epd Film.
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VATERLAND
tägl. 14:00
Regie: Paweł Pawlikowski, DE/PL/IT/FR 2026, 82 Min., FSK 0. Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl u.a. | 8. Woche
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.
Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.
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Ab 29. Obtober:
DIE BLUTGRÄFIN
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire.
Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“.
Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.
Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: DIE BLUTGRÄFIN von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist die Mutter aller Kinofeste, ein groteskes Gelage grandioser Grandes Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind. Neben Isabelle Huppert spielen zu Höchstform auf: Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Conchita Wurst, Karl Markovics und viele mehr. Ein exzellentes, spielfreudiges Ensemble in einer federleichten Vampirkomödie, die schon jetzt unsterblich ist.
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HALLOWEEN SPECIAL:
QUEENS OF THE DEAD
Sa, 31.10., 23:00 in engl. OmU
DJ Dre (Katy O’Brian), plant im New Yorker Stadtteil Brooklyn eine große Lagerhaus-Party mit Drag-Show, dabei läuft so einiges schief. Der Hauptact sagt ab, die Toiletten sind verstopft und pünktlich zum Start schauen auch noch mehrere Hetero-Influencer vorbei, die Ärger machen könnten.
Als dann mitten in der Nacht eine Zombie-Apokalypse ausbricht und eine Menge Untote versuchen, in ihren Club einzudringen, muss die bunt gemischte Truppe aus Dragqueens, Club-Kids und Partygästen ihre persönlichen Dramen und Rivalitäten beiseitelegen. Bewaffnet mit High Heels, Glitter und Cocktailshakern kämpfen sie gemeinsam ums pure Überleben gegen die gehirnhungrigen Untoten.
QUEENS OF THE DEAD ist das Spielfilmdebüt von Regisseurin Tina Romero. Als Tochter des legendären Horror-Meisters George A. Romero (NIGHT OF THE LIVING DEAD) belebt sie die schleichenden Zombies mit queerem Glamour und herzhaftem Humor.
Charismatische Persönlichkeiten wie Katy O’ Brian (LOVE LIES BLEEDING) als Dre, Cheyenne Jackson (30 ROCK), Jack Haven (I SAW THE TV GLOW) und Dominique Jackson (POSE) sorgen für die nötige Chemie, zusammen mit großen Comedy-Charakteren wie Nina West (RUPAUL'S DRAG RACE) und Jaquel Spivey (MEAN GIRLS, 2024). Queen Slay bringt ebenfalls das Haus zum Beben in dieser aberwitzigen Zombie Apokalypse.
Publikumspreis beim Tribeca Film Festival 2025.
In Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival.
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BIFF40: Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest
ZILLION
So, 1.11., 11:00 in OmU (engl. Untertitel)
Regie: Robin Pront, BE/NL 2022, 138 Min., o.A., mit Jonas Vermeulen, Matteo Simoni, Charlotte Timmers u.a.
Geschäftsmann und Computergenie Frank liebt Techno-Musik und das Nachtleben. Außerdem ist er davon besessen, sich zu beweisen. Als er seinen Nachtclub „Zillion“ eröffnet, wird das Lokal sofort zum beliebten Partytreffpunkt.
Die Allianz, die er mit dem Pornokönig Dennis Black Magic schmiedet, verleiht dem Club Glanz. Die Steuerfahndung droht und Mutti hilft beim Geldwaschen. Auf seinem Weg an die Spitze macht sich Frank jedoch Feinde bei der Polizei und der örtlichen Mafia.
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte: Ende der 1990er-Jahre gründete Frank Verstraeten in Antwerpen den Mega-Club. Rasanter Genre-Mix, toller Soundtrack: Wie schon 2023 darf auch im Jubiläumsjahr gefeiert werden!
Eine Veranstaltungsreihe des Braunschweig International Filmfestival zum 40-jährigen Jubiläum. Eintritt: 11,00 € (ermäßigt 9,50 €). NICHT im Cineville-Abo enthalten!
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DOK am Montag:
SALZ UND WASSER
Mo, 2.11., 19:00
Regie: Ines Reinisch, DE 2025, 111 Min., o.A., Dokumentarfilm
Meter um Meter beißt sich der Forschungseisbrecher Polarstern durch das massive Eis der Ostantarktis. An Bord befinden sich die Schiffsbesatzung und die Wissenschaftler*innen, die hier in dieser schon fast unwirklichen Welt der Antarktis ihrer Arbeit nachgehen. Sie untersuchen die Zukunft des mächtigen Antarktischen Zirkumpolarstroms.
Denn sollte sich dieser aufgrund der globalen Erwärmung südwärts verlagern, bringt er warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis. Sollte die Ostantarktis komplett schmelzen, wäre ein globaler Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern die Folge. Der Schlüssel der wissenschaftlichen Arbeit liegt aber auch in der Erfahrung und dem Fachwissen der Schiffsbesatzung. Ohne sie wäre Forschung unter diesen extremen Bedingungen nicht möglich.
Mit ihrem persönlichen Blick ermöglicht die Filmemacherin Ines Reinisch an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern ein Verständnis dafür, was eine Expedition wirklich bedeutet: ein hohes Maß an persönlichem Einsatz, Geduld, Mut, Verzicht und ein starkes Bewusstsein für die Verantwortung, die auf der Schiffscrew und der Wissenschaft liegt.
Die begleitete Polarstern-Expedition wurde ausgerichtet vom Alfred-Wegener-Institut und dem GEOMAR.
In Kooperation mit dem Green Office der TU Braunschweig.
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CINEMATHEK:
SKIFF (Preview)
Mi, 4.11., 19:00 in OmU Die fünfzehnjährige Malou wächst mit ihren beiden Brüdern und ihrer Mutter in einer belgischen Kleinstadt auf. Im Ruderverein zählt sie zu den Besten, wird dort aber auch als Einzelgängerin von ihren Teamkameradinnen gemobbt.
Während ihre Mutter versucht, sich wieder auf das Dating-Leben einzulassen, ist Malous älterer Bruder Max der einzige Mensch, an den sie sich wenden kann. Doch als Malou seine neue Freundin kennenlernt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Die Mädchen verlieben sich – und Malou beginnt, ihre ganze Identität zu hinterfragen.
Wohin führt der Weg, wenn man nicht mehr vor sich selbst weglaufen kann? SKIFF von der belgischen Regisseurin Cecilia Verheyden ist eine zärtliche und eindringliche Coming-of-Age-Geschichte, die das Wunder der ersten Liebe und die Unausweichlichkeit des Erwachsenwerdens mit viel Empathie einfängt und durchleuchtet.
Ein Film mit großem Respekt vor den komplexen Herausforderungen der Jugend – und ihrer unbestreitbaren Schönheit. In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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Ab 5. November:
GEISTER
Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) sind 20, als sie sich auf einer Abiparty begegnen – ein Blick, der alles verändert. Doch noch in derselben Nacht stirbt Farasha. Auf der verzweifelten Suche, Kontakt zu Faris aufzunehmen, findet Farasha einen Weg: sie kann ihn treffen, jedoch nur in seinen Träumen und nur für 40 Nächte. So wächst ihre Liebe, bis zur letzten Nacht.
“In seinen besten und eindringlichsten Momenten lässt einen dieser schöne, getragene, traurige und wehmütige Film, zärtlich und wild, ein deutscher „L’amour ouf“ mit genauso laut pochendem Herzen, spüren, wie es sich anfühlt, was es bedeutet, am Leben zu sein. Was es heißt, Kino zu machen.” (Thomas Schultze, The Spot Media & Film)
Der neue Film von Fatih Akin (AMRUM, AUS DEM NICHTS, GEGEN DIE WAND).
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BIFF40: Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest
THE PARADISE SUITE
So, 8.11., 11:00 in OmU
Regie: Joost van Ginkel, NL/SE/BG 2015, 122 Min. Mit Anjela Nedyalkova, Boris Isaković, Erik Adelöw, Issaka Sawadogo u.a.
Amsterdam – hier kreuzen sich die Schicksale mehrerer Migrant:innen, die es aus verschiedensten Gründen in die Metropole verschlagen hat: Die junge Bulgarin Jenya, deren Traum von der Modelkarriere sich durch brutale Gewalt in einen Albtraum wandelt oder Yaya aus Afrika, der sich irgendwie durchschlägt. Ein serbischer Kriegsverbrecher wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Diese wiederum lässt die Bosnierin Seka, die auf Rache schwört, nie los. Und da ist noch der kleine Klaviervirtuose Lukas aus Schweden. Fantastisches Schauspielerensemble und eine meisterhaft verwobene Story, die bis zur letzten Minute fesselt.
Das Publikum des 30. BIFF zeichnete THE PARADISE SUITE mit dem HEINRICH aus.
Eine Veranstaltungsreihe des Braunschweig International Filmfestival zum 40-jährigen Jubiläum. Eintritt: 11,00 € (ermäßigt 9,50 €). NICHT im Cineville-Abo enthalten!
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EXTRA:
POLITIK IST PERSÖNLICH
So, 8.11., 11:15
Zum Filmgespräch zu Gast: Regisseurin Indira Geisel / Moderation: Dirk Assel
“Großvater Alfred, der „Grand Senior der schwäbischen Sozialdemokratie“, versteht die Welt nicht mehr. Sein Sohn Thomas Geisel, früherer SPD-Oberbürgermeister von Düsseldorf, wechselte einfach das Lager. Er schloss sich Sahra Wagenknechts neuer Partei, dem BSW, an. Auch der Rest der Familie ist entsetzt.
Tochter Indira indes, ebenfalls SPD-Mitglied, vermittelt zwischen den Fronten. Sie und ihre Schwester Maria versuchen den Vater zu verstehen, obwohl das schwer fällt, denn auch sie haben Kritik. „Die SPD tut so, als wäre tiefsitzende Wut über die Welt so etwas wie ein Durchfall, den man in den Griff kriegen muss.“
Zwischen Strategieaushandlungen, Feminismus-Debatten und Toskana-Urlaub offenbart sich Wahlkampf als Familienbetrieb. Hochspannend und mit großartigen Texten zur politischen Lage.” (Text: Ina Borrmann, DOKfest München)
Im Rahmen von LETsDOK 2026.
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DOK am Montag:
ALBRECHT WEINBERG - ES IST IMMER IN MEINEM KOPF
Mo, 9.11., 19:00
Albrecht Weinberg überlebt den Holocaust. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist.
In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an — und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands.
Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von „Mama“ und „Papa“, von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging. Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen.
Selbst ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, der ihm begegnet, kann daran nichts ändern. Albrecht weint, er lacht, er fährt mit dem Leeraner Bürgermeister Karussell und erinnert sich an jedes Detail einer Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Bis zuletzt bleibt seine größte Angst das Vergessen.
Albrecht Weinberg starb am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren. Er hinterlässt Hunderte Freunde und Weggefährten sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.
Die Filmmusik stammt von dem aus Braunschweig stammenden Komponisten Peer Kleinschmidt.
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Ab 16. November:
WILD HORSE NINE
Kurz vor dem Militär-Putsch in Chile im Jahr 1973 werden die CIA-Agenten Chris (John Malkovich) und Lee (Sam Rockwell) von ihrem Büroleiter MJ (Steve Buscemi) von Santiago auf die Osterinsel entsandt. Vor dem Hintergrund der ikonischen Skulpturen der Insel ringen die langjährigen Partner mit ihrer dunklen Vergangenheit und aktuellen Verschwörungen.
Dabei droht Chris’ neu gefundene Freundschaft mit zwei rebellischen Studentinnen (Mariana di Girolamo und Ailín Salas) die Reise aller in dieses abgelegene Paradies völlig aus dem Ruder laufen zu lassen.
Der neue Film von Martin McDonough (THE BANSHEES OF INISHERIN, THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI).
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Ab 19. November:
LA BOLA NEGRA
Drei Leben, drei miteinander verwobene Schicksale, ein gemeinsames Erbe: Die Jahre 1932, 1937 und 2017 umspannend, erzählt LA BOLA NEGRA eine Geschichte von Begehren, Schmerz und der Sehnsucht von Sebastián, Rafael und Alberto, deren Lebenswege untrennbar miteinander verbunden sind. Inspiriert von einem der letzten, unvollendeten Werke Federico García Lorcas, spannt der Film einen Bogen von der Vorkriegszeit Spaniens bis in die Gegenwart. LA BOLA NEGRA ist wuchtiges, intensives und hochgradig emotionales Kino.
LA BOLA NEGRA feierte Weltpremiere im Wettbewerb von Cannes – mit minutenlangen Standing Ovations und dem Regiepreis für Javier Calvo und Javier Ambrossi, als „Los Javis" das einflussreichste Duo des spanischen Kinos. Die Hauptrolle spielt Guitarricadelafuente, einer der prägenden Musiker seiner Generation, in seinem Leinwanddebüt. Neben ihm: Miguel Bernardeau (bekannt aus „Élite"), Carlos González und Milo Quifes. Dazu zwei Ikonen des Weltkinos – Penélope Cruz in einem spektakulären Auftritt als Revuesängerin im Jahr 1937 und Glenn Close als Literaturwissenschaftlerin im Jahr 2017.
Bester internationaler Film, 49. Filmkunstmesse Leipzig 2026.
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EUROPEAN ARTHOUSE CINEMA DAY 2026:
VORPREMIERE: DER FESTLÄNDER
So, 22.11. (Uhrzeit folgt)
Auf einer abgelegenen schottischen Insel führen die Geschwister Isla und Sandy ein Leben nach ihren ganz eigenen Regeln. Fernab vom Festland verbringen sie ihre Tage damit, Seevögel zu jagen, einander die Geschichten ihrer Vorfahren zu erzählen und ihre Heimat gegen unerwünschte Eindringlinge zu verteidigen.
Die abgeschiedene Existenz der beiden gerät aus den Fugen, als eines Tages der Festländer Daniel auf der Insel auftaucht. Der unbeholfene Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hat einen ebenso klaren wie folgenschweren Auftrag im Gepäck: Isla und Sandy sollen aufs Festland umgesiedelt werden.
Für die Geschwister bedeutet Daniels Ankunft sehr viel mehr als nur eine bürokratische Unannehmlichkeit. Denn plötzlich wird alles infrage gestellt, was ihr Leben bisher ausmachte.
Mit schrägem Humor und leiser Melancholie erzählt DER FESTLÄNDER des schottischen Regisseurs Louis Paxtondie die Geschichte von zwei Geschwistern, die ihre vertraute Ordnung zu bewahren versuchen, während sich die Welt um sie herum unaufhaltsam verändert.
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DOK am Montag:
LEICA - EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN
Mo, 23.11., 19:00
Vor gut 100 Jahren erfindet LEICA die Kleinbildkamera und verändert damit die Geschichte der Fotografie für immer. Fotografen können nun ihre Kamera mitnehmen und das Geschehen um sie herum dokumentieren. Die Geburtsstunde der Street Photography, Reportage und des Fotojournalismus.
LEICA – EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN beleuchtet diesen Wandel der globalen visuellen Kultur und lädt uns ein, 100 Jahre Dokumentarfotografie zu erkunden – mit Werken renommierter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb sowie zeitgenössischer Künstler wie JR, Greg Williams und Ragnar Axelsson und Hunderten von Bildern ihrer bahnbrechenden Arbeiten.
In Kooperation mit dem Museum für Photographie Braunschweig.
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EXHIBITION ON SCREEN:
JAMES MCNEILL WHISTLER
Mo, 30.11., 19:00 in engl. OmU
In einer Zeit großer Veränderungen und großer Schönheit trat die Persönlichkeit von James McNeill Whistler in den Vordergrund. Von manchen als einer der großen Erneuerer der Kunst des 19. Jahrhunderts angesehen, war er ein Zeitgenosse der Impressionisten und wurde von Van Gogh und Manet sehr bewundert.
Mit seinem mutigen Experimentiergeist und seinem berühmten Witz durchbrach Whistler die strengen Konventionen der viktorianischen Gesellschaft, um einem neuen Schönheitsideal nachzugehen. Er schuf "Kunst um der Kunst willen" und sicherte sich damit einen Platz in der Geschichte der großen Kunst.
Er sah eine Parallele zwischen Malerei und Musik und betitelte viele seiner Gemälde mit Begriffen wie "Arrangements", "Harmonien" und "Nocturnes", womit er die Bedeutung der tonalen Harmonie in seinem Werk betonte.
Sein berühmtestes Gemälde, "Arrangement in Grey and Black No. 1" (1871), allgemein bekannt als "Whistlers Mutter", ist ein verehrtes und oft parodiertes Porträt der Mutterschaft. Es ist wohl eines der berühmtesten Gemälde der Geschichte, und dieser Film enthüllt den Künstler hinter dem Kunstwerk.
Die Tate Britain veranstaltet derzeit die erste große Whistler-Retrospektive seit drei Jahrzehnten. Diese Blockbuster-Ausstellung verspricht, der Welt erneut vor Augen zu führen, wie wichtig Whistler für die Kunstgeschichte ist, und vereint weltberühmte Meisterwerke mit selten gezeigten Arbeiten.
"Exhibition on Screen" bringt diese atemberaubenden Werke und die unglaubliche Geschichte dahinter in Kinos auf der ganzen Welt, solange die Ausstellung noch läuft, und macht diesen wahrhaft globalen Künstler einem weltweiten Publikum zugänglich.
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DOK am Montag:
FINDING CONNECTION
Mo, 7.12., 19:00
In der digitalen Welt, in der wir leben, wird echte Nähe zur Seltenheit. FINDING CONNECTION erzählt von Menschen, die auf der Suche nach vertrauensvollen Beziehungen und emotionaler Verbundenheit sind. Dabei finden sie paradoxerweise Halt in den Algorithmen von KI-Systemen.
Die intimen Gespräche zwischen Mensch und Maschine werfen eine Vielzahl fundamentaler Fragen auf, die weit über den Abspann hinauswirken. Dabei ist die Perspektive des Film erfrischend unvoreingenommen.
“Der Film lässt sich mit Interesse und Sympathie auf die Erfahrungswelt der Protagonisten ein und regt zum Nachdenken über die künftige Rolle von KI in menschlichen Beziehungen an.” (filmdienst)
Hier geht's zur Kritik.
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Ab 10. Dezember:
DER FESTLÄNDER
Auf einer abgelegenen schottischen Insel führen die Geschwister Isla und Sandy ein Leben nach ihren ganz eigenen Regeln. Fernab vom Festland verbringen sie ihre Tage damit, Seevögel zu jagen, einander die Geschichten ihrer Vorfahren zu erzählen und ihre Heimat gegen unerwünschte Eindringlinge zu verteidigen.
Die abgeschiedene Existenz der beiden gerät aus den Fugen, als eines Tages der Festländer Daniel auf der Insel auftaucht. Der unbeholfene Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hat einen ebenso klaren wie folgenschweren Auftrag im Gepäck: Isla und Sandy sollen aufs Festland umgesiedelt werden.
Für die Geschwister bedeutet Daniels Ankunft sehr viel mehr als nur eine bürokratische Unannehmlichkeit. Denn plötzlich wird alles infrage gestellt, was ihr Leben bisher ausmachte.
Mit schrägem Humor und leiser Melancholie erzählt DER FESTLÄNDER des schottischen Regisseurs Louis Paxtondie die Geschichte von zwei Geschwistern, die ihre vertraute Ordnung zu bewahren versuchen, während sich die Welt um sie herum unaufhaltsam verändert.
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DOK am Montag:
HELENE WEIGEL - REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT
Mo, 14.12., 19:00
Bis heute bedeutet sie die Welt für jene Bretter, die die Welt bedeuten. Helene Weigel hat ein unglaubliches Vermächtnis hinterlassen – mit ihrem eigenen Werk und dem ihres Mannes Bertolt Brecht, der an ihr wuchs und nur mit ihr Theatergeschichte schreiben konnte.
Von der „lärmendsten Schauspielerin Berlins“, die Anfang der 1920er Jahre mit explosivem Stil und rabiater Behauptungskunst zum Theaterstar der Hauptstadt aufstieg, zur Intendantin des Berliner Ensembles, die altes Kriegsgerät als Theatertechnik verbauen ließ.
Sie war eine Macherin, die sich für nichts zu fein war. Ihr Spektrum reichte von der Handwerkerin bis zur Erneuerin des Epischen Theaters, von der Sängerin in Arbeiterkneipen bis zur Matriarchin mit Masterplan, die sich und ihr Theaterhaus gegen alle Verwerfungen der Nachkriegszeit zu wehren wusste. Für viele Menschen in der jungen DDR wurde sie zur Hoffnungsträgerin.
Der Dokumentarfilm HELENE WEIGEL – REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT füllt eine gravierende Lücke, denn erschütternd wenig wird an den gewaltigen Spielraum erinnert, den Helene Weigel für sich, die Schauspielkunst und die Kulturpolitik erkämpfte.
Er lässt teilhaben an diesem verwegenen, rasanten, tragischen Leben, das voller Erschütterungen und unerschütterlicher Energie steckt. Höchste Zeit ist es für die Geschichte dieser Jüdin aus Wien, die zu einer Frau der Extreme wurde.
Mit viel Feingefühl erzählt Regisseurin Maria Wischnewski auch von der privaten Seite dieses hochpolitischen Lebens, von Liebe und Schmerz einer zutiefst menschlichen Heldin. Sie folgt ihren familiären Spuren und Verzweigungen bis in die Generation, die heute in den USA lebt.
Mit neuem und aufwendig digitalisiertem Archivmaterial und persönlichen Briefen, gesprochen von Birgit Minichmayr und August Diehl, und flankiert von Zeitzeugen, Erben und Angehörigen, darunter Katharina Thalbach, Johanna Schall und Manfred Karge, entsteht ein kluges Porträt dieser bahnbrechenden künstlerisch-intellektuellen Symbiose zwischen Bertolt Brecht und Helene Weigel.
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