Universum Newsletter | 29.12.2025
 

NEU: DER FREMDE

tägl. 18:45 (Mo in franz. OmU), 14:00, Fr + Sa auch 21:10

Algerien in den 1930ern: Ein junger Franzose wird scheinbar zufällig zum Mörder und steht der Absurdität seiner eigenen Existenz gegenüber.

Mit seiner meisterlichen Neuinterpretation von Albert Camus’ gleichnamigen Literaturklassiker gelingt François Ozon ein virtuoses Werk von zeitloser Relevanz. In betörenden Schwarzweißbildern erzählt und getragen von einem erlesenen Ensemble um Benjamin Voisin, Rebecca Marder und Pierre Lottin, markiert der Film einen künstlerischen Höhepunkt in Ozons vielschichtigem Œuvre. 

DER FREMDE feierte seine umjubelte Weltpremiere im Wettbewerb der 82. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.


EXTRA: TO A LAND UNKNOWN

Mi, 07.01., 19:00

Ein heruntergekommenes Viertel am Rande Athens, das von Kriminalität und Armut gezeichnet ist: die Cousins Reda (Aram Sabbah) und Chatila (Mahmoud Bakri) ringen täglich mit der gleichen Notlage wie hunderttausend andere Palästinenser:innen – dem Leben als Geflüchtete.

TO A LAND UNKNOWN ist eine einfühlsame, bewegende und fesselnde Auseinandersetzung mit der Situation der Palästinenser:innen und damit, was es bedeutet, ein:e staatenlose:r Geflüchtete:r in einer von rassistischen Vorurteilen und sozialen Ungleichheiten geprägten Welt zu sein. 

Ausgezeichnet auf 30 internationalen Filmfestivals als “Bester Spielfilm”, u.a. auf dem Filmfest München.

In Kooperation mit Seebrücke, Students for Palestine und Migra Braunschweig.

Kurzfilm der Woche

Kurzfilm der Woche:

OKER - EIN ORCHESTRALER UMFLUTGRABEN

Klatsch - und da ist sie: unsere Stadt Braunschweig, ein Klecks auf der Erdkugel-Landkarte. 

Durch atmosphärische Schleier und fliegende Wolken nähern wir uns aus dem Weltall der Stadt, in welcher wir leben und die aus der Oker-Umflutgraben-Perspektive beleuchtet wird: die grünen Ufer und Parks, die städtische Architektur und nicht zuletzt die unterschiedlichsten Braunschweigerinnen und Braunschweiger in Geschichte und Gegenwart.

Die Komposition von Henning Bundies wurde angeregt durch das Konzert „Alles fließt" (2017) des Uni-Orchesters und von diesem ein Jahr später uraufgeführt und im Tonstudio aufgenommen. Die Idee zu einer filmischen Umsetzung konnte aber erst in 2025 realisiert werden.

Komposition und Film-Regie: Henning Bundies
Kamera und Schnitt: Martin Lagemann
Orchester der Universität Braunschweig
Musikalische Leitung: Markus Lüdke

Das Universum nimmt am Cineville-Abo teil!

Cineville ist das bundesweite Kino-Abo für alle, die gutes Kino lieben und Lust auf Entdeckungen haben.

Schon ab 20€ im Monat können Sie Teil der Cineville-Community werden. Mit der Cineville-Karte haben Sie unbegrenzten Zugang zum gesamten Filmprogramm von Deutschlands engagiertesten Kinos, zu Neustarts, Filmreihen, Festivals und Events.

Bei Cineville schließen sich die unabhängigen Kinos Deutschlands zusammen, um ein gemeinsames Abonnement zu ermöglichen, die Arthouse-Filmtheater, Programmkinos, Filmkunstkinos, Traditionshäuser und Ihr Lieblingskino um die Ecke - seit Juni 2025 auch das Universum Filmtheater Braunschweig.

Die Cineville-Karte können Sie über www.cineville.de bestellen - als Abo für Sie oder als Geschenk mit limitierter Laufzeit.

Kinobistro "Abspann" für Veranstaltungen mieten

Sie möchten das Kinobistro "Abspann" für Ihre private Feier mieten? Ob Geburtstage, Weihnachtsfeiern, Empfänge oder ähnliche Veranstaltungen - unser gemütliches Kinobistro bietet Ihnen Platz für bis zu 50 Personen. Individuelles Catering (z.B. selbstgemachte Quiches, Kuchen, Salate, Antipasti) und Filme liefern wir auf Wunsch gern dazu.

Eine beliebte Kombination für eine Feierlichkeit: Kinosaal mieten für einen Wunschfilm + Sektempfang + Catering im "Abspann".

Richten Sie Ihre Anfrage gern an:

Michael Werner: abspann@universum-filmtheater.de

 

Unser Programm vom 01.01.-07.01.2026

NEU:

DER FREMDE

tägl. 18:45 (Mo in franz. OmU), 14 Uhr, Fr + Sa auch 21:10

Regie: François Ozon, FR 2025, 123 Min., FSK 12. Mit Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin u.a. | Bundesstart

Meursault, ein stiller, unauffälliger Angestellter Anfang dreißig, nimmt ohne sichtbare Gefühlsregung an der Beerdigung seiner Mutter teil. Am nächsten Tag beginnt er eine Affäre mit seiner früheren Kollegin Marie und kehrt in seinen gewohnten Alltag zurück. Dieser wird jedoch bald durch seinen Nachbarn Raymond gestört, der Meursault in seine zwielichtigen Machenschaften hineinzieht – bis es an einem glühend heißen Tag am Strand zu einem schicksalhaften Ereignis kommt.

Mit seiner meisterlichen Neuinterpretation von Albert Camus’ gleichnamigen Literaturklassiker gelingt François Ozon ein virtuoses Werk von zeitloser Relevanz. In betörenden Schwarzweißbildern erzählt und getragen von einem erlesenen Ensemble um Benjamin Voisin, Rebecca Marder und Pierre Lottin, markiert der Film einen künstlerischen Höhepunkt in Ozons vielschichtigem Œuvre. 

DER FREMDE feierte seine umjubelte Weltpremiere im Wettbewerb der 82. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

Der gleichnamige Roman von Albert Camus gilt vielen als unverfilmbar, doch François Ozon gelingt es in seiner Adaption, neue Blickwinkel zu eröffnen.” (epd-film)

Die Adaption bleibt in ihrem Porträt eines Menschen, der die Erscheinungen der Welt und seines eigenen Lebens gleichgültig an sich vorbeiziehen lässt, nahe an der Vorlage. 

Der Blick der Kamera erschafft in exquisiten Schwarz-weiß-Bildern aber einen latenten Widerspruch zur Kälte des Protagonisten, was dem Film eine große innere Spannung verleiht.” (filmdienst)


EXTRA: 

TO A LAND UNKNOWN

Mi, 07.01., 19:00

Regie: Mahdi Fleifel, PS/GB/FR/NL/DE/GR/QA/SA 2024, 105 Min., FSK 12. Mit Aram Sabbah, Mahmoud Bakri u.a.

Ein heruntergekommenes Viertel am Rande Athens, das von Kriminalität und Armut gezeichnet ist: die Cousins Reda (Aram Sabbah) und Chatila (Mahmoud Bakri) ringen täglich mit der gleichen Notlage wie hunderttausend andere Palästinenser:innen – dem Leben als Geflüchtete. 

Verbunden durch Liebe und Freundschaft, aber auch die Last der Verzweiflung, die sie über Zeit und Ort hinweg verfolgt, kämpfen sie darum, ihrem Elend zu entkommen und eine bessere Zukunft für sich selbst und ihre Lieben, die sie zurückgelassen haben, zu sichern. Aber gibt es überhaupt einen Ausweg für die beiden? Wie kann die Menschlichkeit bewahrt werden, wenn man in ein Leben hineingeboren wird, das von unaufhörlicher Grausamkeit geprägt ist? 

TO A LAND UNKNOWN ist eine einfühlsame, bewegende und fesselnde Auseinandersetzung mit der Situation der Palästinenser:innen und damit, was es bedeutet, ein:e staatenlose:r Geflüchtete:r in einer von rassistischen Vorurteilen und sozialen Ungleichheiten geprägten Welt zu sein. 

Der bekannte dänisch-palästinensische Filmemacher Mahdi Fleifel hat seinen neuesten Film gemeinsam mit dem marokkanisch-britischen Drehbuchautor und Filmemacher Fyzal Boulifa geschrieben. 

Hier geht's zum Interview mit dem Regisseur.

Der Film feierte seine Premiere 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes und wurde auf internationalen Filmfestivals weltweit mit insgesamt 30 Preisen als “Bester Spielfilm” ausgezeichnet.

Die Koproduktion mit Arte/ZDF wurde in München mit dem CineCoPro-Award ausgezeichnet. Die Begründung lautete:

This award goes to a film that deeply moved and captivated us. A portrait of young, stranded men in despair, who are forced to cross all boundaries to maintain their dream and perspective of a safe life in Europe. 

We are drawn into a world that is both tender and cruel, relentlessly raw and heartbreakingly human. We were captivated by the precision and warmth of the performances, the accurate narration of this gripping story, and the artistically outstanding achievements of all departments.

In Kooperation mit Seebrücke, Students for Palestine und Migra Braunschweig.


THERAPIE FÜR WIKINGER

tägl. 18:50 (außer Mi), 16:25, 14:05, Fr + Sa auch 21:15

Regie: Anders Thomas Jensen, DK 2025, 117 Min., FSK 16. Mit Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas u.a. | 2. Woche

Nach 15 Jahren wegen Bankraubs wird Anker (Nikolaj Lie Kaas) aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute hat damals sein Bruder Manfred (Mads Mikkelsen) vergraben, der seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung leidet. 

Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist Manfred nicht gut bekommen. Er hat seine psychische Störung weiter ausgebaut und sich ganz und gar der Musik verschrieben. An das Geld und daran, wo er es vergraben hat, kann sich Manfred logischerweise nicht mehr erinnern. Anker bringt seinen Bruder zurück in ihr gemeinsames Elternhaus, das jetzt von einer Boxerin über Airbnb vermietet wird, in der Hoffnung, dies könnte die Erinnerung an sein früheres Ich auslösen. 

Anker hat keine Zeit zu verlieren. Denn sein Komplize von damals, Friendly Flemming, ist ihnen auf den Fersen und beansprucht die Beute für sich. Doch in den dunkelgrünen Wäldern Dänemarks wartet nicht nur ein Haufen Geld auf ihn, sondern auch der tiefe Schmerz einer verletzten Kinderseele.

Der neueste Streich des Komödien-Dreamteams aus Dänemark: THERAPIE FÜR WIKINGER schleudert Pointen-Material im Sekundentakt, ist hinreißend unberechenbar und bösartig witzig. Regisseur Anders Thomas Jensen ("Adams Äpfel", “Helden der Wahrscheinlichkeit”) gelingt eine abgründige Krimi-Komödie über konfuse Identitäten und zwei Brüder, die sich lieben.


DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

tägl. 16:30

Regie: Wolfgang Becker, DE 2025, 111 Min., FSK 6. Mit Charly Hübner, Christiane Paul, Leonie Benesch u.a. | 4. Woche

DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE erzählt die Geschichte vom kurz vor der Pleite stehenden Berliner Videothekenbesitzer Micha Hartung (Charly Hübner), der ungewollt zum gesamtdeutschen Helden wird: Als ihn zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Journalist zum Drahtzieher der größten Massenflucht der DDR stilisiert, steht sein Leben plötzlich Kopf. Als Hochstapler wider Willen verstrickt sich Micha in einem Gestrüpp aus Halbwahrheiten und handfesten Lügen.

Und als das fragile Kartenhaus der Geschichte um ihn herum einzustürzen droht und sein Leben so richtig im Chaos versinkt, trifft er Paula (Christiane Paul). Dass eine erfolgreiche, kluge und witzige Frau wie sie sich für einen Mann wie ihn interessieren könnte, hätte Micha nicht für möglich gehalten. Doch die sich anbahnende Liebesgeschichte wird von der Lüge überschattet.

Eine herzenswarme Komödie über Geschichte als Mythos, die Tücken Deutscher Erinnerungskultur und das Leben als Spiel des Erinnerns, Vergessens und Erfindens. Ein vergnügliches Lehrstück über die Hierarchie der Geschichtsschreibung und ein Film über die Kraft des Geschichtenerzählens.


EXHIBITION ON SCREEN:

CARAVAGGIO

So 11:00

Regie: Phil Grabsky & David Bickerstaff, GB 2025, 105 Min., o.A., Dokumentarfilm | 4. Woche

Geheimnisse, Intrigen, Schönheit, Leidenschaft, Mord. Diese spannende Biografie zeigt Caravaggio in ganz neuem Licht...

Nach fünf Jahren Produktionszeit ist dies der umfassendste Film, der je über einen der größten Künstler aller Zeiten gedreht wurde – Caravaggio. Wir sehen ein Meisterwerk nach dem anderen und hören den Künstler selbst, aufgenommen am Vorabend seines mysteriösen Todes. Dieser wunderschöne neue Film lässt uns Caravaggio so authentisch erleben wie nie zuvor.

Die mehrfach preisgekrönten Filmemacher Phil Grabsky und David Bickerstaff gehen den Geheimnissen in Caravaggios Leben nach und führen Hinweise zusammen, die in seine atemberaubende Malerei eingegangen sind. Die faszinierenden Selbstdarstellungen in seinen Werken – manchmal versteckt, manchmal ganz offen – geben uns einen einzigartigen Einblick in die Psyche und persönlichen Konflikte dieses Künstlers. 

Caravaggios Meisterwerke gehören in der Kunst zu denen mit dem höchsten Wiedererkennungswert. Niemand sonst schuf eine so charakteristische Kombination von dramatischem Licht, intensivem Naturalismus und kühnen, markanten Figuren. Seine unglaublichen Gemälde ziehen das Publikum seit Jahrhunderten in ihren Bann. 

Aber vieles im Leben dieses genialen Künstlers liegt noch im Dunkeln verborgen. Was verraten seine Meisterwerke über den Mann hinter dem Pinsel? Begleiten Sie uns auf der Suche nach Anhaltspunkten, die uns helfen, das Leben – und den Tod – dieses außergewöhnlichen Menschen besser zu verstehen.


SENTIMENTAL VALUE

Nominiert für 8 Golden Globes 2026, u.a. Bestes Drama!

So 13:45

Regie: Joachim Trier, NO/DE/DK/FR/SE 2025, 134 Min., FSK 12. Mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas, Elle Fanning | 5. Woche

Die beiden Schwestern Nora und Agnes haben sich für völlig verschiedene Lebensentwürfe entschieden: Während Nora ihre Schauspielkarriere stets an erste Stelle gesetzt hat, wählte die jüngere Agnes ein Leben mit festem Beruf und Familie. 

Nach dem Tod der Mutter treffen die beiden Schwestern nach Jahren der Funkstille ihren Vater wieder. Der charismatische Gustav, einst ein gefeierter Regisseur, bietet Nora die Hauptrolle in seinem nächsten Film an – einem autobiografisch inspirierten Drehbuch.

Joachim Triers sechster Film (nach THELMA, DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT u.a.) ist eine intime und bewegende Auseinandersetzung mit Familie, Erinnerungen und der versöhnenden Kraft der Kunst. Mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas und Elle Fanning.

Sie machen es mit den Mitteln des zärtlichsten Bergman-Films, den Bergman nie gemacht hat, lassen die Figuren mit ihren Handlungen und Blicken sagen, wozu sie verbal niemals fähig wären. Und führen das Publikum auf eine Reise, die das Familienhaus nie allzu weit verlässt, aber sich doch so anfühlt, als sei man mitgenommen worden in eine andere Galaxie und wieder zurück.” (Spot Media & Film)

Großer Preis der Jury, Cannes 2025.

Offizieller norwegischer Oscar-Beitrag für 2026.


AMRUM

So 11:15

Regie: Fatih Akin, DE 2025, 93 Min. FSK 12. Mit Jasper Billerbeck, Laura Tonke, Kian Köppke, Diane Kruger, Matthias Schweighöfer | 13. Woche

Der neue Film von Fatih Akin (GEGEN DIE WAND, AUS DEM NICHTS, DER GOLDENE HANDSCHUH).

Amrum 1945. Kurz vor Kriegsende glaubt die dreifache Mutter Hille (Laura Tonke) noch immer fest an den Endsieg. Auch auf Amrum ist das Leben zu der Zeit alles andere als leicht. Ihr zwölfjähriger Sohn Nanning (Jasper Billerbeck) ackert jeden Tag mit seinem besten Freund Hermann (Kian Köppke) auf den Feldern der Bäuerin Tessa (Diane Kruger), während über ihren Köpfen die alliierten Bomber Richtung deutsches Festland fliegen, um den Feind endgültig in die Knie zu zwingen. 

Wer überleben will, für die Familie sorgen will, muss anpacken – und Nanning tut genau das: Er sammelt nachts im hellen Mondschein Treibholz, jagt Kaninchen in den Dünen und klaut den Wildgänsen ihre Eier. Doch im Dorf bleibt er ein Außenseiter. Als „Zugereister“ aus der Großstadt begegnet man ihm mit Misstrauen, in der Schule wird er verspottet. Zudem hält seine hochschwangere Mutter in Nibelungentreue an dem Führer fest, auch als alle schon längst wissen, dass nichts mehr zu gewinnen ist. 

Als der Krieg dann wirklich zu Ende geht und die Nachricht von Hitlers Tod durch das Radio auf die Insel gelangt, setzen bei Hille die Wehen ein. Kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes versinkt sie in tiefe Traurigkeit und verweigert jedes Essen. Als sie den großen Wunsch nach einem Weißbrot mit Butter und Honig äussert, schöpft Nanning neue Hoffnung. 

Für ihn steht fest, dass seine Mutter nur dann wieder zu Kräften kommen kann, wenn er ihr diesen Wunsch erfüllt. Doch woher nehmen, wenn man es auf der ganzen Insel nicht einmal stehlen kann? Tauschhandel, Tagesmärsche durchs Watt, Robbenjagd – nichts ist ihm zu viel. Während er Zutat um Zutat sammelt, wird Nanning nicht nur mit der harten Wirklichkeit des Krieges konfrontiert, sondern auch mit einem Familiengeheimnis, das sein Leben für immer verändern wird.

Seine Weltpremiere feierte der Film im Mai in Cannes - hier geht's zum NDR-Beitrag.

Vorschau

Ab 8. Januar:

RENTAL FAMILY

Regie: HIKARI, US/JP 2025, 111 Min., o. A., mit Brendan Fraser, Takehiro Hira, Maria Yamamoto u.a. | Bundesstart

RENTAL FAMILY erzählt die Geschichte eines in Tokio lebenden US-Schauspielers (Oscar®-Preisträger Brendan Fraser), der auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben ist, bis es ihm gelingt, einen ungewöhnlichen Job an Land zu ziehen. 

Für eine japanische „Rental Family“-Agentur schlüpft er in unterschiedliche Rollen und spielt als Familienmitglied den Sohn, Ehemann oder Vater. Während er mehr und mehr in die Lebenswelten seiner Kunden eintaucht und ihnen hilft ihre familiären Lücken zu füllen, beginnt er echte Bindungen aufzubauen, die die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität verschwimmen lassen. 

In der Auseinandersetzung mit den moralischen Aspekten seines neuen Jobs, entdeckt er den Sinn im Leben, das Gefühl von Zusammengehörigkeit und die Schönheit zwischenmenschlicher Beziehungen neu.

Mit angenehmer Leichtigkeit geht es so amüsant wie nachdenklich um Identität, Lügen und Einsamkeit. … Fraser präsentiert sich scheinbar mühelos als glaubhaftes Stehaufmännchen mit enormem Empathie-Potenzial. Eine ziemlich oscarreife Leistung in einem warmherzigen Crowdpleaser mit Tiefgang.” (programmkino.de)


Ab 8. Januar:

SONG SUNG BLUE

Regie: Craig Brewer, US 2025, 133 Min., FSK 12. Mit Hugh Jackman, Kate Hudson u.a. | Bundesstart

Als Mike Sardina (Hugh Jackman) die Sängerin Claire Stengl (Kate Hudson) zum ersten Mal auf der Bühne sieht, ist es sofort um ihn geschehen. 

Mike, ein Vietnam-Veteran und ehemaliger Alkoholiker, jobbt als Mechaniker – doch sein Herz schlägt für die Musik, die er abends auf kleinen Bühnen spielt. In Claire erkennt er dieselbe Begeisterung. Schnell entsteht zwischen den beiden eine tiefe Verbundenheit. Sie gründen die Neil-Diamond-Tribute-Band „Lightning & Thunder“ – es ist der Beginn einer unvergesslichen Liebesgeschichte, die weit über die gemeinsame Leidenschaft zur Musik hinausgeht.

Mit SONG SUNG BLUE präsentiert Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer ("Hustle & Flow") ein mitreißendes Epos über die innige und kreative Verbindung zweier Musiker, die zeigen, dass es keine Rolle spielt, wann im Leben man sich findet – Hauptsache, Herz und Musik schlagen im gleichen Takt. 

Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte von Claire und Mike Sardina, die es als Band „Lightning & Thunder“ von einer kleinen Garage bis in die Clubs von Milwaukee schaffen. Das Paar gelangt zu unerwartetem Erfolg, der allein auf der engen Verbundenheit zueinander beruht. Selbst als ein Schicksalsschlag alles verändert, besinnen sich die beiden auf ihre Liebe – zur Musik und zueinander.

"Ein zeitgemäßer Film über Liebe und Widerstandsfähigkeit, Musik und Magie. Das Publikum wird das Kino verlassen und den Refrain von ‚Sweet Caroline‘ singen – so gut, so gut, so gut!“ (Bob Gazzale, American Film Institute)

Regulär im Universum ab 8. Januar 2026.


DOK am Montag:

GIRLS & GODS

Mo, 12.1., 19:00

Können Feminismus und Religion koexistieren? GIRLS & GODS ist eine furchtlose Reise, angeführt von Inna Shevchenko, der Autorin und Initiatorin des Projekts, um genau diese Frage zu beantworten. 

Shevchenko, die einst als Anführerin der Oben-ohne-Proteste von FEMEN gegen patriarchale Machtstrukturen bekannt wurde, tauscht nun Protest gegen Dialog, indem sie Priesterinnen, Imaminnen, Rabbinerinnen, Theologinnen und andere Aktivistinnen zu offenen Gesprächen einlädt. Gemeinsam setzen sie sich mit der Kluft zwischen Frauenrechten und religiösen Traditionen auseinander und fragen, ob uralte Religionen die Gleichberechtigung der Geschlechter akzeptieren können und ob der Feminismus in den heiligen Hallen einen Platz finden kann.

Unter Regie von Arash T. Riahi und Verena Soltiz ist GIRLS & GODS mehr als ein visuell beeindruckender Film – es ist eine kunstvolle Erzählung, die langjährige Traditionen und Hierarchien in Frage stellt. Die Regisseur:innen weben eine fesselnde und provokative Reise, die das Publikum dazu einlädt, heilige Ikonographie durch eine feministische Linse neu zu betrachten und Symbole des Glaubens in kraftvolle Visionen weiblicher Emanzipation zu verwandeln. 

Das Ergebnis ist ein zugänglicher und zugleich provokativer Dokumentarfilm, der die Zusehenden einlädt, Zeuge eines Wandels zu werden – eines Wandels, der die Beziehung zwischen Glauben und Feminismus neugestalten könnte.


CINEMATHEK:

REINAS - DIE KÖNIGINNEN

Mi, 14.1., 19:00 in OmU

Lima im Sommer 1992. Elena und ihre Mädchen Lucia und Aurora bereiten ihre Abreise von Peru, wo sich soziale und politische Unruhen breitmachen, in die USA vor. 

Mit widersprüchlichen Gefühlen blicken die drei ihrem Abschied entgegen – von ihrem Land, von Familie und Freund*innen und von Carlos, Vater und Ex-Ehemann. Der, ein charmanter Luftibus, hat sich schon lang kaum mehr blicken lassen. Nun, als das Reisedatum näher rückt, versucht er, sich seinen Töchtern wieder anzunähern…

Klaudia Reynicke hat Peru zusammen mit einem Teil ihrer Familie im Alter von zehn Jahren Richtung Europa verlassen. Mit dem Spielfilm “Love Me Tender” (2019) hat sich die schweizerisch-peruanische Regisseurin international einen Namen gemacht. Im autobiografisch inspirierten REINAS erzählt sie von Herausforderungen, vor denen Kinder und Eltern an einem Wendepunkt des Lebens stehen, von Befürchtungen und Hoffnungen, vom Bedürfnis nach Zugehörigkeit. 

Ein atmosphärisch dichter, emotionaler Film voller Charme und Warmherzigkeit, ausgezeichnet an der Berlinale.

Oscars 2025: Schweizer Kandidat “Bester Internationaler Film”.

Berlinale 2024: Großer Preis der Internationalen Jury für den “Besten Spielfilm Generation Kplus”.

Locarno Filmfestival 2024: Publikumspreis.

In Kooperation mit daumenkino (HBK BS).


Stricken im Kino:

WIE IM HIMMEL

So, 18.1., 13:30

Im Rahmen dieser Veranstaltung bieten wir Strick-Enthusiast*innen die Möglichkeit, entspannt und gesellig bei einem guten Film an den eigenen Strick- und Häkelprojekten zu arbeiten. Das Saallicht bleibt gedimmt, damit die Teilnehmer*innen ihre Strickarbeiten gut sehen können. Wir wünschen viel Vergnügen!

Der weltberühmte Dirigent Daniel Dareus kehrt in sein schwedisches Heimatdorf zurück um dort das Amt des Kantors anzutreten. Zusammen mit seinem bunt zusammengewürfelten Dorfchor der kleinen Gemeinde erkennt er, wie man mithilfe der Musik einen Weg in die Herzen der anderen findet.

„Grandioses Gefühlskino aus Schweden. […] WIE IM HIMMEL lässt die Utopie von der völkerverbindenen Kraft der Musik für einen Moment Wirklichkeit werden. Mit viel Liebe für seine Figuren erzählt Regisseur KayPollak eine Kinogeschichte, so schön, wie sie das Leben niemals schreiben kann. Vielleicht kommt man nicht als besserer Mensch aus der Vorstellung – zumindest aber mit dem Wunsch, sofort einem Chor beizutreten.” (epd film)

„Ein bewegendes Fest der Musik und des Lebens!“ (Kulturspiegel)

In Kooperation mit Tante Berg | einLaden.

 


DOK am Montag: 

FORMEN MODERNER ERSCHÖPFUNG

Mo, 19.1., 19:00 - zu Gast: Regisseur Sascha Hilpert

Die Erzählung von zwei Menschen, die ihre Krise durchleben, trifft auf die Realität im letzten Sanatorium seiner Art. Seit über hundert Jahren kommen Menschen an diesen Ort, die auf Heilung hoffen. 

So auch Nina und Henri, beide in der Lebensmitte, ausgebrannt und aus verschiedenen Milieus. Zwischen Speisesaal, Liegekur und Therapie kreuzen sich ihre Wege, in einer Zeit des Ringens um den eigenen Seelenfrieden. 

Das Haus schneit ein und alles wird langsam und leise. Die Geister und Geschichten aus den langen Korridoren werden zum Begleiter ihrer Tage. Während die zwei sich die Leviten lesen und ihre Einsamkeit vergessen wollen, gräbt eine Historikerin im Hausarchiv nach Dokumenten aus der Frühzeit der Kuranstalt. 

Sie erforscht das Sanatorium als Knotenpunkt moderner Erschöpfungsgeschichte und spannt für eine Dissertation einen Bogen von der Neurasthenie zur „inneren Unruhe“ der Gegenwart. Das Haus wird zum Schauplatz für eine Archäologie der Erschöpfung.

Die dritte Hauptrolle im Film spielt das Klinikgebäude selber (Klinik Dr. Barner in Braunlage im Harz). Anfang des 20. Jahrhunderts entwarf der Architekt Albin Müller, bekannt aus der Darmstädter Künstlerkolonie, den Mittelbau und gesamten Innenraum der Klinik. Der Film dokumentiert dieses bis heute erhaltene Jugendstil-Werk Albin Müllers, in welchem sich auch 100 Jahre später noch der reguläre Klinikalltag abspielt.


Ab 22. Januar:

HAMNET

Mit HAMNET kehrt Oscar®- Preisträgerin Chloé Zhao ("Nomadland") auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. 

Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der größten Dramen der Weltliteratur.

Chloé Zhao konnte ein fantastisches Ensemble für ihren Film gewinnen, der in Telluride Weltpremiere feierte und auf dem Toronto International Film Festival 2025 mit dem renommierten Publikumspreis ausgezeichnet wurde. In den Hauptrollen von HAMNET spielen die eindrucksvolle Jessie Buckley ("Frau im Dunkeln", “Die Aussprache”) und Gladiator-Star Paul Mescal ("All of Us Strangers"). 


Ab 22. Januar:

DIE STIMME VON HIND RAJAB

Am 29. Januar 2024 erreicht die Mitarbeitenden des Palästinensischen Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Ein Auto steht unter Beschuss, in dem die sechsjährige Hind Rajab eingeschlossen ist und um Hilfe fleht. Während die Mitarbeitenden versuchen, das Mädchen in der Leitung zu halten, unternehmen sie alles, um sie zu retten. 

Mit einer Kombination aus gespielten Szenen und den originalen Tonaufnahmen des Notrufs rekonstruiert Regisseurin Kaouther Ben Hania den verzweifelten Rettungsversuch. Ein Film, der nicht nur dokumentiert, sondern einen mit seinem schonungslosen Blick nicht mehr loslässt.

Die oscarnominierte tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania („Olfas Töchter“) verwebt in DIE STIMME VON HINDRAJAB die Original-Tonaufnahmen des Roten Halbmonds vom 29. Januar 2024 mit gespielten Szenen und schafft so einen dichten Film. In den Hauptrollen spielen Motaz Malhees („Speak No Evil“) und Saja Kilani als Mitarbeiter:innen des Roten Halbmondes sowie Amer Hlehel als ihr Vorgesetzter.

Das Drama wurde unter anderem mit dem Silbernen Löwen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet und als tunesischer Oscar®-Beitrag eingereicht. 

 

 

 


DOK am Montag:

DAS UNGESAGTE

Mo, 26.1., 19:00 - Zum Holocaust-Gedenktag.

Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten - und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen. 

Die Aussagen sind schmerzhaft ehrlich, teils verstörend, aber auch berührend, dabei gleichermaßen geprägt von moralischem Zwiespalt, verdrängten Schuldgefühlen, Trauma und Trauer. Zudem erzählen auch jüdische Überlebende, und erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken in der Perspektive der damaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Verbindung beider Perspektiven eröffnet unerwartete, erschütternde Erkenntnisse.

Ausgezeichnet mit dem Granit-Hofer Dokumentarfilmpreis bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2025.


EXTRA:

FASSADEN

Mi, 28.1., 19:00

Zu Gast: Regisseurin Alina Cyranek und Produzent Tom Urban

„Als ich alles aufgegeben hatte, von da an hatte er mich komplett im Griff. Es fing an mit einem Schubser, dann ein Treten, und dann wurde es immer schlimmer.“ 

Eine Frau bricht aus einer Gewaltbeziehung aus und stößt dabei auf ein System, das ihre Hilfeschreie ignoriert. Durch Tanz, Animationen, ungeschönte Interviews mit Fachleuten aus der Praxis und die Erzählstimme von Sandra Hüller werden die verborgenen Machtstrukturen hinter häuslicher Gewalt aufgedeckt. 

FASSADEN ist kein leicht konsumierbarer Film, sondern eine Herausforderung für das Publikum. Häusliche Gewalt und die damit verbundenen Statistiken sind brutal, erschütternd und physisch. Die Regisseurin spiegelt all dies in einer Form wider, die radikal und eigenwillig ist. Ein grandios gemachter Film: einzigartig strukturiert, originell montiert und sehr bewegend erzählt.

Alina Cyranek arbeitet als Autorin, Regisseurin und Produzentin. In ihren Filmen setzt sie sich vor allem mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinander. Daneben liefert sie Content für das MDR-Kurzfilmmagazin „unicato“ und die ARTE-Sendung „Kurzschluss“. 

Sie studierte an der TU Dresden und absolvierte den Doppel-Master in Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar und der Tongji University Shanghai mit dem Schwerpunkt Dokumentar- und Experimentalfilm. 2018 gründete sie zusammen mit Animationskünstler Falk Schuster die hug films GbR.

Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis Dokumentarfilm / Filmkunstfest MV 2025.


Ab 29. Januar: 

DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER

Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine “bessere Hälfte” Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. 

Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben, der Hundekot wird vom Boden aufgehoben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. 

Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert...

In DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist die Freiheit immer nur einen Flügelschlag von der guten alten Zeit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit. Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte.


Ab 5. Februar:

NO OTHER CHOICE

Park Chan-wooks ‘No Other Choice’ ist ein Werk, das auf allen Ebenen wirkt: formal, psychologisch und gesellschaftlich. Nach den fiebrig-erotischen Exzessen von ‘Die Taschendiebin’ und der melancholischen Präzision von ‘Die Frau im Nebel’ widmet sich der Regisseur diesmal einem Stoff, der zugleich bitterernst und abgründig komisch ist. 

Grundlage ist Donald Westlakes Roman The Ax, bereits von Costa-Gavras adaptiert, nun aber von Park in die koreanische Gegenwart übertragen: eine Überschreibung, die die Aktualität des Stoffes unterstreicht und ihn in ein radikal anderes kulturelles Koordinatensystem stellt. Herausgekommen ist eine schwarze Komödie, die ebenso verstört wie amüsiert und die auf beklemmende Weise den Geist der Gegenwart einfängt.” (Text: Kino-Zeit.de)

Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig 2025.

Offizieller südkoreanischer Oscar-Beitrag 2026.


DOK am Montag: 

TRIEGEL TRIFFT CRANACH - MALEN IM WIDERSTREIT DER ZEITEN

Mo, 9.2., 19:00

Michael Triegels Malerei unterscheidet sich vehement von der seiner Leipziger Schule Kollegen, allen voran von der seines Freundes Neo Rauch. Triegel malt wie die Alten Meister und nennt Michelangelo, Raffael und Dürer seine Vorbilder. 

2020 erhält Triegel einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll den zerstörten Mittelteil des Altars im Naumburger Dom gestalten. Fast 500 Jahre zuvor fiel das Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren einem Bildersturm zum Opfer, nur die Seitenflügel blieben erhalten und weil es keinerlei Aufzeichnungen der Darstellung der Gottesmutter Maria mit Kind gibt, muss Michael Triegel ein gänzlich neues altes Gemälde fertigen. 

Regisseur Paul Smaczny („Die Thomaner“) begleitete den Maler Michael Triegel mehrere Jahre und zeigt überaus detailliert und erkenntnisreich das Entstehen eines bedeutenden Kunstwerkes. Dabei öffnet Triegel nicht nur die Türen zu seinem Atelier, sondern gewährt tiefe Einblicke in sein Verständnis von Leben, Kunst und Religion.


DOK am Montag:

ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN 

Mo, 16.2., 19:00

Der Film erzählt mit dokumentarischen und szenischen Bildern aus der Sicht von Astrid Lindgren und ihrer Tochter Karin, ihrer Enkelin Annika und ihrem Großenkel Johan anhand der Kriegstagebücher die wahre Geschichte hinter dem Erfolg der Weltautorin. Dabei gehen die Nachkommen bei der Lektüre und in Gesprächen miteinander auch den schmerzhaften Ereignissen im privaten Leben Astrid Lindgrens nach.

Astrid Lindgren, die vor allem durch ihre Kinderbücher wie „Pippi Langstrumpf“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ronja Räubertochter“ bekannt wurde, prägte mit ihren Werken Generationen von Leser*innen. ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN nähert sich der Autorin auf neue Weise, widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939-1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs. 

Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin der Schrecken von Diktatur und Terror – und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.


Ab 19. Februar:

DEAD OF WINTER

Barb (Oscar-Preisträgerin Emma Thompson) reist in die Abgeschiedenheit des nördlichen Minnesotas, um den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes zu erfüllen: seine Asche an jenem einsamen See zu verstreuen, an dem ihre gemeinsame Geschichte einst begann. 

Tief in der Wildnis, ohne Handyempfang und Meilen entfernt von jeglicher Zivilisation, wird Barb Zeugin eines grausamen Verbrechens: eine junge Frau wird verschleppt und in einer verlassenen Hütte gefangen gehalten. Ganz auf sich allein gestellt, setzt Barb alles daran, das Mädchen zu befreien. Es beginnt ein nervenzerreißender Überlebenskampf, nicht nur gegen das skrupellose Entführer-Pärchen (Judy Greer und Marc Menchaca), sondern auch gegen die tödliche Kälte Minnesotas.


Ab 26. Februar:

FATHER MOTHER SISTER BROTHER

Drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

 

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