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Universum Newsletter | 15.09.2026
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NEU: GENTLE MONSTER
tägl. 20:30 (Mo 21:15, Mi 21:00), 16:15, So auch 11:15
Die Konzertpianistin Lucy zieht mit ihrem Mann Philip und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf.
Schonungsloses Sozialdrama - meisterhaft getragen von Hochkarätern wie Léa Seydoux, Laurence Rupp und Jella Haase sowie der Grande Dame des französischen Kinos, Catherine Deneuve.
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DOK am Montag, 21.9., 19:00
SALZ UND WASSER
Meter um Meter beißt sich der Forschungseisbrecher Polarstern durch das massive Eis der Ostantarktis. An Bord befinden sich die Schiffsbesatzung und die Wissenschaftler*innen, die hier in dieser schon fast unwirklichen Welt der Antarktis ihrer Arbeit nachgehen. Sie untersuchen die Zukunft des mächtigen Antarktischen Zirkumpolarstroms.
Mit ihrem persönlichen Blick ermöglicht die Filmemacherin Ines Reinisch ein Verständnis dafür, was eine Expedition wirklich bedeutet: ein hohes Maß an persönlichem Einsatz, Geduld, Mut, Verzicht und ein starkes Bewusstsein für die Verantwortung, die auf der Schiffscrew und der Wissenschaft liegt.
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EXTRA: Mi, 23.9., 18:45
WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST? Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild. Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich Schauspielerin Katharina Stark auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau.
Der Film ist eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen – und die doch dieselben Fragen nach Freiheit, Identität und Selbstbestimmung bewegen.
In Kooperation mit dem Freundeskreis Bildender Künstler in Braunschweig e.V.
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NEU:
GENTLE MONSTER
tägl. 20:30 (Mo 21:15, Mi 21:00), 16:15, So auch 11:15
Regie: Marie Kreutzer, AT/DE/FR 2026, 115 Min., FSK 16. Mit Léa Seydoux, Jella Haase, Laurence Rupp | Bundesstart
Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich?
Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst. In einer prägnanten Nebenrolle ist übrigens Catherine Deneuve zu sehen.
“'Gentle Monster' von Marie Kreutzer mit Léa Seydoux und Jella Haase in den Hauprollen ist ein Erlebnis, weil er ein Reizthema bei den Hörnern packt und bei aller berechtigter Wut umsichtig und empathisch bleibt.” (spot media)
Hier geht's zur ausführlichen Besprechung.
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DOK am Montag:
SALZ UND WASSER
Mo, 21.9., 19:00
Regie: Ines Reinisch, DE 2025, 111 Min., o.A., Dokumentarfilm
Meter um Meter beißt sich der Forschungseisbrecher Polarstern durch das massive Eis der Ostantarktis. An Bord befinden sich die Schiffsbesatzung und die Wissenschaftler*innen, die hier in dieser schon fast unwirklichen Welt der Antarktis ihrer Arbeit nachgehen. Sie untersuchen die Zukunft des mächtigen Antarktischen Zirkumpolarstroms.
Denn sollte sich dieser aufgrund der globalen Erwärmung südwärts verlagern, bringt er warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis. Sollte die Ostantarktis komplett schmelzen, wäre ein globaler Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern die Folge. Der Schlüssel der wissenschaftlichen Arbeit liegt aber auch in der Erfahrung und dem Fachwissen der Schiffsbesatzung. Ohne sie wäre Forschung unter diesen extremen Bedingungen nicht möglich.
Mit ihrem persönlichen Blick ermöglicht die Filmemacherin Ines Reinisch an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern ein Verständnis dafür, was eine Expedition wirklich bedeutet: ein hohes Maß an persönlichem Einsatz, Geduld, Mut, Verzicht und ein starkes Bewusstsein für die Verantwortung, die auf der Schiffscrew und der Wissenschaft liegt.
Die begleitete Polarstern-Expedition wurde ausgerichtet vom Alfred-Wegener-Institut und dem GEOMAR.
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EXTRA:
WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST?
Mi, 23.9., 18:45
Regie: Annelie Boroș & Vera Brückner, DE 2026, 103 Min., FSK 6. Mit Katharina Stark, Dominique Devenport, Enno Trebs u.a. Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild.
Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich Schauspielerin Katharina Stark auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Von Worpswede bis Paris folgt sie den Stationen eines außergewöhnlichen Lebens und begegnet den Menschen, die Paula Modersohn-Beckers Leben geprägt haben – darunter Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Clara Rilke Westhoff und Rainer Maria Rilke.
Je tiefer sie in das Leben der Malerin, ihre Bilder und ihre Gedanken eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus der künstlerischen Recherche wird eine Annäherung an eine Frau, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellte und kompromisslos ihren eigenen Weg ging.
Der Film ist keine klassische Künstlerbiografie und kein Museumsfilm. Er ist eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen – und die doch dieselben Fragen nach Freiheit, Identität und Selbstbestimmung bewegen.
In Kooperation mit dem Freundeskreis Bildender Künstler in Braunschweig e.V.
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SOUND ON SCREEN SPECIAL:
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER
So 20:45 in engl. OmU
Regie: Dylan Southern & Will Lovelace, UK/US 2026, 123 Min., FSK 12, Dokumentarfilm | 2. Woche
“Ein Film so mitreißend und hypnotisch und im Einklang mit dem, was er zeigen und erzählen will, dass einem Tränen kommen mögen. Tränen des Glücks, wohlgemerkt.” (Festivalbericht Venedig, 05.09.26, Spot Media)
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER erzählt die Geschichte der legendären und einflussreichen britischen Rockband mit ungefilterten Einblicken und bislang unbekannten Momenten.
Der Film feiert seine Weltpremiere bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Er basiert auf einer Idee des für den BAFTA und Oscar® nominierten Autors, Produzenten und Regisseurs Steven Knight (PEAKY BLINDERS) und wurde von Dylan Southern und Will Lovelace (SHUT UP AND PLAY THE HITS, MEET ME IN THE BATHROOM) inszeniert.
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER dokumentiert die triumphale Reunion Tour von Liam und Noel Gallagher: „Oasis Live ‘25“ – eines der mit größter Spannung erwarteten Rock-’n’-Roll-Comebacks unserer Zeit. Der Film ist eine unverfälscht mitreißende Schilderung des größten Musikereignisses des Jahres 2025 und fängt die Erlebnisse und Emotionen der Band sowie ihrer Fans auf der ganzen Welt ein.
Die einzigartige Perspektive umfasst Einblicke in Proben, Backstage- und Bühnengeschehen sowie die ersten gemeinsamen Interviews mit Noel und Liam seit über 20 Jahren.
Neben der ausverkauften Welttournee der Band beleuchtet der Film auch die tiefgreifende emotionale Wirkung dieses phänomenalen globalen Kulturereignisses und was ihre Musik für das Publikum und Generationen weltweit bedeutet.
In Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival und dem Café Riptide.
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VATERLAND
tägl. 20:45 (außer So), 18:45, 16:45, 14:45, So auch 11:00
Regie: Paweł Pawlikowski, DE/PL/IT/FR 2026, 82 Min., FSK 0. Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl u.a. | 3. Woche
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.
Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.
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SPAZIERGANG NACH SYRAKUS
tägl. 18:30 (außer Mo + Mi), 14:45
Regie: Lars Jessen, DE 2026, 98 Min., FSK 6. Mit Charly Hübner, Lina Beckmann u.a. | 5. Woche
Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982, und Paul lebt in der DDR.
Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt!
Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt einen verwegenen Plan …
Regisseur Lars Jessen (MITTAGSSTUNDE) erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren.
Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius (erschienen im Rowohlt Verlag), der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.
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Ab 24. September:
VON SCHAM UND GELD
Hatixhe und Shaban bewirtschaften einen kleinen Hof im ländlichen Kosovo. Sie haben drei Töchter und leben in einer Großfamilie. Durch den Verrat des Bruders verlieren sie über Nacht ihre Existenzgrundlage. Es bleibt nur der Weg in die Hauptstadt. In Pristina nimmt Hatixhes wohlhabende Schwester die Familie auf. Was wie Hilfe aussieht, entpuppt sich als stille Demütigung. "Alles hat seinen Platz, auch jeder Mensch", erklärt der reiche Schwager. Mag sein, aber um den zu finden, brauchen Hatixhe und Shaban erstmal einen Vorschuss — für die drückenden Schuhe der Tochter, für die Medikamente der Mutter, die sie sonst halbieren muss.
Erst dann beginnt die Suche nach diesem Platz: im Nachtclub, den sie putzen und dafür kaum bezahlt werden; auf dem Arbeiterstrich, wo sich Shaban als Tagelöhner anbietet; in der Pflege des Schwiegervaters, der langsam vor sich hin stirbt. Leicht zu finden ist dieser Platz nicht. Vielleicht als Sicherheitsmann einer Gated Community? VON SCHAM UND GELD zeigt, dass in einer Welt, in der Geld die Macht bestimmt, das Menschsein zum teuersten Gut wird.
“Packend wie ein Thriller inszeniert und überwältigend gespielt präsentiert sich ein Lehrstück mit den Klassiker-Qualitäten eines Bertolt Brecht: Arthaus-Kino, das unter die Haut geht! Zwei Oscar-Nominierungen hat das Regie-Talent bereits auf dem Buckel. Ein dritter Streich wäre absolut verdient – und vermutlich von Erfolg gekrönt!” (programmkino.de)
Ausgezeichnet mit dem Grand Jury Prize, Sundance Film Festival 2026, sowie als Bester Internationaler Film, Filmfest München 2026.
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EXTRA:
DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN
Do, 24.9., 19:45
Im Anschluss: live Q&A mit UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese und Regisseur Christophe Cotteret im Livestream.
2025 feierte die UNO ihr 80-jähriges Bestehen – doch statt Jubel herrscht Ernüchterung. Seit Oktober 2023 war die internationale Gemeinschaft außerstande, den von Israel verübten Massakern an palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza Einhalt zu gebieten. Der Krieg glich und gleicht nach wie vor einer Bankrotterklärung des Völkerrechts, von Deutschland tatkräftig unterstützt im Namen einer “Staatsräson”.
80 Jahre nach ihrer Gründung im Zeichen des „Nie wieder“ stehen die grundlegenden Prinzipien der Weltorganisation auf dem Spiel. Die „palästinensische Frage“ – der am häufigsten behandelte Konflikt in der Geschichte der UNO – bleibt unlösbar und schürt weiter Spannungen in einer der explosivsten Regionen der Welt.
UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bezeichnete die Gewalt in Gaza bereits im März 2024 als Völkermord und setzte sich damit Sanktionen, Repressionen und Denunziationen durch die USA, aber auch hierzulande aus.
DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN führt von New York über Genf bis in den Nahen Osten und dokumentiert die humanitären und politischen Abgründe einer Region am Rande der Katastrophe – und einer Weltorganisation in ihrer tiefsten Krise.
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DOK am Montag:
WISE WOMEN - FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN
Mo, 28.9., 18:30 - Mit Filmgespräch
Der Vorverkauf hat begonnen!
In WISE WOMEN begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes.
Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess. Ob im modernen Krankenhaus, im selbstorganisierten Geburtshaus oder unter einfacheren Bedingungen in ländlichen Regionen: Die Hebammen bewegen sich zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, denn eine Geburt folgt keinem Drehplan.
Frauengesundheit, das wird in diesem Film schnell deutlich, folgt immer wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. WISE WOMEN zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für eine sichere Geburt sein können.
Der Dokumentarfilm begreift Geburt als Grenzerfahrung und findet dabei intime, kraftvolle Bilder für den Beginn des Lebens, der einer Naturgewalt gleicht. Er würdigt jene Frauen, die diesen Moment begleiten und damit die Zukunft buchstäblich in ihren Händen tragen.
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Ab 1. Oktober:
DIGGER
Der mächtigste Mann der Welt begibt sich auf eine verzweifelte Mission, um zu beweisen, dass er der Retter der Menschheit ist, bevor die von ihm ausgelöste Katastrophe alles zerstört.
Tom Cruise spielt die Titelrolle an der Seite des Oscar®-Preisträgers Riz Ahmed, John Goodman, der Oscar®-Nominierten Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg und des Oscar®-Nominierten Jesse Plemons. Robert John Burke, Emma D’Arcy, Burn Gorman und Sophie Wilde sind ebenfalls mit von der Partie.
Der neue Film von Regisseur Alejandro González Iñárritu (BIRDMAN, THE REVENANT).
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Ab 1. Oktober:
FRAU WINKLER VERLÄSST DAS HAUS
Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen.
Als diese, ebenfalls Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt.
Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst „belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann.
Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
Eine bittersüße, zutiefst berührende Tragikomödie über Fürsorge, Verlust, und menschliche Widerstandskraft in einer zunehmend technisierten Welt: Einmal mehr widmet sich Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie brennenden Themen unserer Gegenwart und knüpft damit an die emotionale Tiefe ihrer Meisterwerke wie KIRSCHBLÜTEN – HANAMI und GRÜSSE AUS FUKUSHIMA an.
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Ab 8. Oktober:
ALTE LIEBE
Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes.
Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch.
Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.
Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.
Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Nach den Publikumserfolgen und vielfach ausgezeichneten Filmen GUNDERMANN, RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH und IN LIEBE, EURE HILDE ist ALTE LIEBE ihre neunte gemeinsame Arbeit. Eine berührende und zugleich heitere Paargeschichte voller Wortwitz, leiser Melancholie und zärtlicher Momente.
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, der im August 2026 im Hanser Verlag neu aufgelegt wird, erzählen sie über zwei Menschen, die nach vier Jahrzehnten Jahren Ehe entdecken, dass es für Veränderungen nie zu spät ist.
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EXTRA:
MEETING THE BUDDHA
Sa, 10.10., 11:00 - Vorverkauf läuft!
MEETING THE BUDDHA entfaltet das außergewöhnliche Leben und das zeitlose Vermächtnis des 16. Karmapa, Rangjung Rigpe Dorje – dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie.
Der Dokumentarfilm nimmt mit auf eine emotionale Reise: Er schildert die unbeschwerten frühen Jahre des Meisters in Tibet, die Bewahrung seiner jahrhundertealten Linie im indischen Exil und sein Ziel, die Weisheit des Ostens für die westliche Welt zugänglich zu machen.
Der Wendepunkt dieser Entwicklung war das Jahr 1969, als der wilde, unangepasste Hippie aus Dänemark Ole Nydahl und seine Frau Hannah im Himalaya auf den 16. Karmapa trafen. Schon als kleines Kind hatte Ole den Wunsch verkündet, einmal der „dänische Meister des Geistes“ zu werden. Diese tief gehende Begegnung verändert das Leben von Ole und Hannah radikal.
Aus dieser engen Schüler-Lehrer-Verbindung entstand die Grundlage für ihre zukünftige Arbeit: Dem Wunsch ihres Lehrers folgend, reisen Lama Ole und Hannah fortan rund um die Welt.
Sie haben über Jahrzehnte hinweg weltweit tausende Menschen berührt, den Buddhismus zu praktizieren, und im Namen von Karmapa weltweit Meditationszentren gegründet. So bleibt diese uralte Übertragung bis heute lebendig.
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DOK am Montag:
BECOMING KIM
Mo, 12.10., 19:00
Die deutsche Filmemacherin Susanne, verheiratet mit Jeong Rae Kim, einem Koreaner, richtet die Kamera mit Humor und Zärtlichkeit auf ihre eigene interkulturelle Ehe und Familie. Während sie mit den Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin jongliert, inszeniert sie humorvolle und poetische Performances – leise Akte der Rebellion, die ihren Gefühlen und ihrer inneren Welt Ausdruck verleihen.
In einem Mix aus Beobachtungen und inszenierten Momenten taucht der Film in das Chaos von Liebe, Identität und kulturellem Aufeinanderprallen ein.
Zugleich zutiefst persönlich und universell stellt Becoming Kim die Frage: Wie bleiben wir uns selbst treu – und lernen gleichzeitig, einen anderen Menschen zu lieben?
„Kimchi & Kartoffel haben wir vor zwölf Jahren in unsere Eheringe gravieren lassen. Und fanden das ziemlich komisch. Warum hören die meisten Geschichten immer genau dann auf, wenn es gerade interessant wird? Und: Reicht Liebe?" — Susanne Kim
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Ab 15. Oktober:
HEIMSUCHUNG
Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind.
Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.
HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten.
Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman DIE BLECHTROMMEL mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman, diesmal von Jenny Erpenbeck aus dem Jahr 2007.
Mit Martina Gedeck, Susanne Wolff, Lars Eidinger, Michael Maertens u.a.
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DOK am Montag:
WISTLEBLOWER
Mo, 19.10., 19:00
"It takes a certain degree of freedom to become a whistleblower.“ (John Doe)
WHISTLEBLOWER taucht ein in eine Welt, in der extreme Vorsicht überlebenswichtig ist. Drei mutige Menschen in Afrika, Europa und den USA setzen ihr Leben, ihre Karriere und ihre Familien aufs Spiel, um Informationen zu enthüllen, die aus reinem Machtinteresse vor uns geheim gehalten werden sollen.
Über drei Jahre begleitet der Film Jäger und Gejagte und legt so erstmals auch die universellen Dimensionen des Whistleblowings offen, die über eine einzelne Veröffentlichung hinausgehen. Sie werden beschützt von engagierten Profis, die unermüdlich um die Welt reisen, um zwischen den Interessen der Journalist*innen und den Nöten der Whistleblower*innen zu vermitteln. Und sie werden gejagt von Lobbyisten, Regierungen und ihren Geheimdiensten, die einen regelrechten Krieg gegen Whistleblower*innen führen, um sie einzuschüchtern und zu delegitimieren.
Ein Film über Vertrauen, Mut und Zivilcourage. Mit Jean-Jacques Lumumba, dem Großneffen des Freiheitskämpfers Patrice Lumumba aus dem Kongo, der selbst im Exil in Frankreich eingeschüchtert und bedroht wird. Mit dem NSA-Intelligence-Analysten Daniel Hale, dem unter der Trump-Regierung 10 Jahre Haft wegen angeblichem Geheimnisverrat drohen.
Mit Delphine Halgand-Mishra und ihrer Organisation The Signals Network zur Unterstützung von Whistleblowern. Dem ehemaligen Leiter der Counterintelligence im Weißen Haus, Holden Triplett. Sowie Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, die beiden Journalisten der Panama Papers, bei denen sich neue Whistleblower*innen mit brisanten Enthüllungen gemeldet haben.
Der neue Film von Marc Bauder (DEAD MAN WORKING, MASTER OF THE UNIVERSE).
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Ab 22. Oktober:
DIE ANDERE SEITE
Die Ärztin Hanna (Nina Hoss) hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist.
Als sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Hanna nimmt sich ihrer an, gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint.
Mit DIE ANDERE SEITE liefert Mariko Minoguchi nach ihrem gefeierten Spielfilmdebüt MEIN ENDE. DEIN ANFANG. ihre zweite Kino-Regiearbeit ab. Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen.
In der Rolle der Hanna, die aus ihrem Leben gerissen wurde und nun in der alpinen Natur auf sich allein gestellt ist, begeistert Nina Hoss (TÁR, HEDDA, BARBARA) einmal mehr mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance.
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Ab 29. Obtober:
DIE BLUTGRÄFIN
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire.
Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“.
Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.
Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: DIE BLUTGRÄFIN von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist die Mutter aller Kinofeste, ein groteskes Gelage grandioser Grandes Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind. Neben Isabelle Huppert spielen zu Höchstform auf: Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Conchita Wurst, Karl Markovics und viele mehr. Ein exzellentes, spielfreudiges Ensemble in einer federleichten Vampirkomödie, die schon jetzt unsterblich ist.
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CINEMATHEK:
SKIFF
Mi, 4.11., 19:00 in OmU Die fünfzehnjährige Malou wächst mit ihren beiden Brüdern und ihrer Mutter in einer belgischen Kleinstadt auf. Im Ruderverein zählt sie zu den Besten, wird dort aber auch als Einzelgängerin von ihren Teamkameradinnen gemobbt.
Während ihre Mutter versucht, sich wieder auf das Dating-Leben einzulassen, ist Malous älterer Bruder Max der einzige Mensch, an den sie sich wenden kann. Doch als Malou seine neue Freundin kennenlernt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Die Mädchen verlieben sich – und Malou beginnt, ihre ganze Identität zu hinterfragen.
Wohin führt der Weg, wenn man nicht mehr vor sich selbst weglaufen kann? SKIFF von der belgischen Regisseurin Cecilia Verheyden ist eine zärtliche und eindringliche Coming-of-Age-Geschichte, die das Wunder der ersten Liebe und die Unausweichlichkeit des Erwachsenwerdens mit viel Empathie einfängt und durchleuchtet.
Ein Film mit großem Respekt vor den komplexen Herausforderungen der Jugend – und ihrer unbestreitbaren Schönheit. In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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Ab 5. November:
GEISTER
Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) sind 20, als sie sich auf einer Abiparty begegnen – ein Blick, der alles verändert. Doch noch in derselben Nacht stirbt Farasha. Auf der verzweifelten Suche, Kontakt zu Faris aufzunehmen, findet Farasha einen Weg: sie kann ihn treffen, jedoch nur in seinen Träumen und nur für 40 Nächte. So wächst ihre Liebe, bis zur letzten Nacht.
Der neue Film von Fatih Akin (AMRUM, AUS DEM NICHTS, GEGEN DIE WAND).
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DOK am Montag:
ALBRECHT WEINBERG - ES IST IMMER IN MEINEM KOPF
Mo, 9.11., 19:00
Albrecht Weinberg überlebt den Holocaust. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist. In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an — und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands.
Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von „Mama“ und „Papa“, von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging. Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen.
Selbst ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, der ihm begegnet, kann daran nichts ändern. Albrecht weint, er lacht, er fährt mit dem Leeraner Bürgermeister Karussell und erinnert sich an jedes Detail einer Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Bis zuletzt bleibt seine größte Angst das Vergessen.
Albrecht Weinberg starb am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren. Er hinterlässt Hunderte Freunde und Weggefährten sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.
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Ab 16. November:
WILD HORSE NINE
Kurz vor dem Militär-Putsch in Chile im Jahr 1973 werden die CIA-Agenten Chris (John Malkovich) und Lee (Sam Rockwell) von ihrem Büroleiter MJ (Steve Buscemi) von Santiago auf die Osterinsel entsandt. Vor dem Hintergrund der ikonischen Skulpturen der Insel ringen die langjährigen Partner mit ihrer dunklen Vergangenheit und aktuellen Verschwörungen.
Dabei droht Chris’ neu gefundene Freundschaft mit zwei rebellischen Studentinnen (Mariana di Girolamo und Ailín Salas) die Reise aller in dieses abgelegene Paradies völlig aus dem Ruder laufen zu lassen.
Der neue Film von Martin McDonough (THE BANSHEES OF INISHERIN, THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI).
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DOK am Montag:
LEICA - EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN
Mo, 23.11., 19:00
Vor gut 100 Jahren erfindet LEICA die Kleinbildkamera und verändert damit die Geschichte der Fotografie für immer. Fotografen können nun ihre Kamera mitnehmen und das Geschehen um sie herum dokumentieren. Die Geburtsstunde der Street Photography, Reportage und des Fotojournalismus.
LEICA – EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN beleuchtet diesen Wandel der globalen visuellen Kultur und lädt uns ein, 100 Jahre Dokumentarfotografie zu erkunden – mit Werken renommierter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb sowie zeitgenössischer Künstler wie JR, Greg Williams und Ragnar Axelsson und Hunderten von Bildern ihrer bahnbrechenden Arbeiten.
In Kooperation mit dem Museum für Photographie Braunschweig.
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DOK am Montag:
FINDING CONNECTION
Mo, 7.12., 19:00
In der digitalen Welt, in der wir leben, wird echte Nähe zur Seltenheit. FINDING CONNECTION erzählt von Menschen, die auf der Suche nach vertrauensvollen Beziehungen und emotionaler Verbundenheit sind. Dabei finden sie paradoxerweise Halt in den Algorithmen von KI-Systemen. Die intimen Gespräche zwischen Mensch und Maschine werfen eine Vielzahl fundamentaler Fragen auf, die weit über den Abspann hinauswirken. Dabei ist die Perspektive des Film erfrischend unvoreingenommen.
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DOK am Montag:
HELENE WEIGEL - REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT
Mo, 14.12., 19:00
Bis heute bedeutet sie die Welt für jene Bretter, die die Welt bedeuten. Helene Weigel hat ein unglaubliches Vermächtnis hinterlassen – mit ihrem eigenen Werk und dem ihres Mannes Bertolt Brecht, der an ihr wuchs und nur mit ihr Theatergeschichte schreiben konnte. Von der „lärmendsten Schauspielerin Berlins“, die Anfang der 1920er Jahre mit explosivem Stil und rabiater Behauptungskunst zum Theaterstar der Hauptstadt aufstieg, zur Intendantin des Berliner Ensembles, die altes Kriegsgerät als Theatertechnik verbauen ließ. Sie war eine Macherin, die sich für nichts zu fein war. Ihr Spektrum reichte von der Handwerkerin bis zur Erneuerin des Epischen Theaters, von der Sängerin in Arbeiterkneipen bis zur Matriarchin mit Masterplan, die sich und ihr Theaterhaus gegen alle Verwerfungen der Nachkriegszeit zu wehren wusste. Für viele Menschen in der jungen DDR wurde sie zur Hoffnungsträgerin.
Der Dokumentarfilm HELENE WEIGEL – REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT füllt eine gravierende Lücke, denn erschütternd wenig wird an den gewaltigen Spielraum erinnert, den Helene Weigel für sich, die Schauspielkunst und die Kulturpolitik erkämpfte. Er lässt teilhaben an diesem verwegenen, rasanten, tragischen Leben, das voller Erschütterungen und unerschütterlicher Energie steckt. Höchste Zeit ist es für die Geschichte dieser Jüdin aus Wien, die zu einer Frau der Extreme wurde.
Mit viel Feingefühl erzählt Regisseurin Maria Wischnewski auch von der privaten Seite dieses hochpolitischen Lebens, von Liebe und Schmerz einer zutiefst menschlichen Heldin. Sie folgt ihren familiären Spuren und Verzweigungen bis in die Generation, die heute in den USA lebt. Mit neuem und aufwendig digitalisiertem Archivmaterial und persönlichen Briefen, gesprochen von Birgit Minichmayr und August Diehl, und flankiert von Zeitzeugen, Erben und Angehörigen, darunter Katharina Thalbach, Johanna Schall und Manfred Karge, entsteht ein kluges Porträt dieser bahnbrechenden künstlerisch-intellektuellen Symbiose zwischen Bertolt Brecht und Helene Weigel.
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