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Universum Newsletter | 18.05.2026
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NEU: VIVALDI UND ICH
tägl. 18:45 (Mo in OmU), 16:30
VIVALDI UND ICH (OT: Primavera) erzählt eine wundervolle Geschichte weiblicher Selbstbestimmung, eingebettet in die atmosphärische Kulisse des barocken Venedigs und getragen von der Musik Antonio Vivaldis – dem Schöpfer der “Vier Jahreszeiten”.
Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten mit dem Schicksal einer jungen Waise, die in der Musik die Inspiration findet, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
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NEU:
VIVALDI UND ICH
tägl. 18:45 (Mo in OmU), 16:30
Regie: Damiano Michieletto, IT/FR 2025, 111 Min., FSK 12. Mit Tecla Insolia, Michele Riondino u.a. | Bundesstart
Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Bei ihren Auftritten für wohlhabende Gönner bleibt Cecilia stets hinter einer Maske verborgen: Sie soll nicht als eigenständige Person gesehen werden.
Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi (Michele Riondino), der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und ein Leben jenseits vorgezeichneter Rollen.
VIVALDI UND ICH (OT: Primavera) erzählt eine wundervolle Geschichte weiblicher Selbstbestimmung, eingebettet in die atmosphärische Kulisse des barocken Venedigs und getragen von der Musik Antonio Vivaldis – dem Schöpfer der “Vier Jahreszeiten”.
Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten, der zu seiner Zeit unterschätzt wurde, mit dem Schicksal einer jungen Waise, die in der Musik die Inspiration findet, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
Dabei stellt der gefeierte Opernregisseur unter Beweis, dass er die Magie von Vivaldis Musik auch auf der großen Leinwand zur vollen Wirkung bringen kann.
“Das Drama ist nicht nur klug ausgedacht und mit teils wunderschönen Bildern aus dem alten Venedig in Szene gesetzt, sondern es erzählt auch eine Geschichte, die Ihren Reiz immer stärker durch das Zusammenwirken von Handlung und Musik entfaltet.” (programmkino.de)
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PALÄSTINA 36
tägl. 20:15 (So in OmU), Fr – Mo auch 14:10
Regie: Annemarie Jacir, AP/GB/FR/DK/QA/SA/JO 2025, 120 Min., FSK 16. Mit Hiam Abbass, Jeremy Irons, Kamel El Basha, Yasmine Al Massri, Robert Aramayo u.a. | 2. Woche
Palästina 1936: Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt.
Gleichzeitig drängen europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in die Region. Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf. Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands.
Er schließt sich Verbündeten wie dem Hafenarbeiter Khalid an, der angesichts der eskalierenden Situation keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zur Waffe zu greifen. Während sich persönliche Schicksale und politische Umbrüche unaufhaltsam verweben, spitzt sich die Lage dramatisch zu – ein entscheidender Moment, welcher den Ursprung des Konflikts der gesamten Region markiert.
Das jüngste Werk der palästinensischen Filmemacherin Annemarie Jacir (DAS SALZ DES MEERES, WAJIB) und offizieller Oscar®-Beitrag für Palästina, feierte seine umjubelte Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival, wo es mit 20-minütigen Standing Ovations geehrt wurde. Mit ihrer neuen Regiearbeit schafft Jacir ein leidenschaftliches, bildgewaltiges Historienepos über den arabischen Aufstand von 1936, das diesem prägenden Moment der Geschichte ihres Landes ein filmisches Denkmal setzt.
PALÄSTINA 36 verortet präzise den Beginn des palästinensischen Widerstands und den Wendepunkt für das britische Empire. Gedreht an Originalschauplätzen in Palästina und Jordanien, entstand der Film trotz aller Komplikationen mit spürbarer Nähe zu den Orten der Geschichte.
Hier geht's zur Kritik.
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FRIDA KAHLO
So + Mo 11:00 in engl. OmU
Regie: Ali Ray, GB 2020, 90 Min., FSK 6, Dokumentarfilm | 2. Woche
Wer war Frida Kahlo? Jeder hat schon von ihr gehört, doch was für ein Mensch verbirgt sich hinter den leuchtenden Farben, den buschigen Augenbrauen und den Blumenkränzen? Wir entführen Sie auf eine Reise durch das Leben dieser ikonischen Malerin: Entdecken Sie ihre Kunst und die Wahrheit über ihr bewegtes Leben.
Dieser maßstabsetzende Film vermittelt tiefe Einblicke in zentrale Werke von Frida Kahlo. Dank neuester Aufnahmetechnik sehen Sie diese in bislang unvorstellbarer Qualität. Die Produktion verrät Kahlos tiefste Gefühle und entschlüsselt die Geheimnisse und Symbole, die sich hinter ihrer Kunst verbergen. Als Leitfaden durch den Film dienen ihre Briefe.
Wie bei “Exhibition on Screen” üblich, verbindet unser ganz persönlicher, intimer Film Interviews mit Kommentaren und detaillierten Kunstanalysen. Er präsentiert ein wahres Feuerwerk an Farben, feiert die Kraft des Lebens und bietet Ihnen einen einmaligen Zugang zu Kahlos Werken: Erfahren Sie mehr über ihre fieberhafte Kreativität, ihre Widerstandskraft und ihre beispiellose Lust am Leben, an Politik, Männern und Frauen.
Der ultimative Film zum Leben und Werk einer wahren Ikone. Mit zahlreichen Aufnahmen aus Kahlos »Blauem Haus« in Mexico City. In Zusammenarbeit mit Experten, die Kahlo persönlich kannten oder ihr Werk erforscht und kuratiert haben
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DER VERLORENE MANN
tägl. 18:10, 16:00
Regie: Welf Reinhart, DE 2026, 102 Min., FSK 12. Mit Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner | 3. Woche
Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und der pensionierte Pfarrer Bernd (August Zirner) führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe, als wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt (Harald Krassnitzer) vor ihrer Tür steht. Durch seine Demenzerkrankung kann sich Kurt nicht mehr erinnern, dass er und Hanne bereits seit 20 Jahren geschieden sind.
Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen.
DER VERLORENE MANN erzählt eine berührende Geschichte über Liebe und Freundschaft, Erinnern und Vergessen, über Abschied und den Mut, neu zu beginnen. Mit großer Sensibilität und einem feinen Gespür für die Zwischentöne zeigt er die tragischen genau wie die komischen Momente, die gerade das Alter mit sich bringt und die unser Leben zu dem machen, was es ist.
DER VERLORENE MANN ist das Spielfilmdebüt von Welf Reinhart, der gemeinsam mit Tünde Sautier auch das Drehbuch geschrieben hat. Welf Reinhart gewann 2022 mit seinem Kurzfilm EIGENHEIM den Studenten-Oscar®.
DER VERLORENE MANN feierte Ende Januar Weltpremiere auf dem renommierten International Film Festival Rotterdam im Rahmen der ,Tiger Competition‘, dem Wettbewerb für internationale Debütfilme.
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ROSE
tägl. 21:00, Fr – Mo auch 14:00
Regie: Markus Schleinzer, AT/DE 2026, 94 Min., FSK 12. Mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese u.a. | 4. Woche In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde.
Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen.
Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
ROSE – die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben.
Hier geht's zum Interview mit dem österreichischen Regisseur Markus Schleinzer.
Sandra Hüller gewann bei der diesjährigen Berlinale für ihre Darbietung in ROSE den Silbernen Bären als beste Schauspielerin.
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DER FROSCH UND DAS WASSER
So + Mo 11:!5
Regie: Thomas Stuber, DE/JP/CH 2025, 113 Min., FSK 6. Mit Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, Meltem Kaptan u.a. | 4. Woche
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schließt sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an.
Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
Als Stefan Busch, genannt Buschi, steht der Bremer Schauspieler Aladdin Detlefsen (BLAUMEIER ATELIER) zum ersten Mal in einer Kino-Hauptrolle vor der Kamera. Kanji Tsuda (ONODA - 10.000 NÄCHTE IM DSCHUNGEL) spielt seinen Reisebegleiter Herr Kitamura. In weiteren Rollen sind Bettina Stucky, Meltem Kaptan, Yuki Iwamoto, Cornelius Schwalm u.v.a. zu sehen. Der Film feiert im November 2025 seine Weltpremiere im Wettbewerb des 29. Tallinn Black Nights Film Festival.
Der neue Film von Thomas Stuber (DIE STILLEN TRABANTEN, IN DEN GÄNGEN). Hier geht's zum Interview mit dem Regisseur. "Märchenhaft und voller Poesie erzählt Thomas Stuber in seinem Roadmovie, das bis nach Japan führt, von einer ungewöhnlichen Verbindung, die ganz ohne Sprache auskommt." (epd Film)
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Ab 28. Mai:
VERFLUCHT NORMAL
Dass ein unkontrollierbares „Problemkind“ mal mit dem Orden des British Empire ausgezeichnet werden würde, damit hätte wohl niemand gerechnet, am allerwenigsten John Davidson selbst.
In den frühen 1980er Jahren wächst John (Scott Ellis Watson) in einer schottischen Kleinstadt auf, als er im Alter von 12 Jahren beginnt unter heftigen Nerventicks zu leiden. Mit dem Ausbruch einer erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostizierten Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf.
Weder in der Schule noch Zuhause werden seine Ticks und spontan ausgestoßenen Flüche als Symptome gesehen, sondern er wird ermahnt, gehänselt und sogar bestraft.
Fast 15 Jahre später lebt John (Robert Aramayo) mit Mitte 20 noch bei seiner Mutter (Shirley Henderson). Er nimmt so starke Medikamente, dass ihm die Nebenwirkungen fast jeden Lebensmut rauben.
Die zufällige Begegnung mit seinem Schulfreund Murray und dessen Mutter Dottie (Maxine Peak) bringt endlich eine Wendung. Dottie ist Krankenschwester und akzeptiert John, wie er ist. Sie nimmt ihn in ihrer Familie auf und findet sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-Hausmeisters Tommy (Peter Mullan).
Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf Johns Ticks und Flüche reagiert, legt den Grundstein für eine innige Freundschaft zwischen den beiden. Und langsam findet John den Mut und die Zuversicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und erkennt, wie wertvoll seine Erfahrungen auch für andere sind.
“Das Außenseiter-Drama kommt (fast) ohne Kitsch und falsche Töne aus. Statt Sentimentalitäten beherrschen Wahrhaftigkeit und feiner britischer Humor das exzellent gespielte, sehr bewegende Aufklärungsstück. Nicht nur ein Feel-Good-, sondern ein Feel-Better-Movie! Für Arthaus-Kinos ist dieser smarte Crowdpleaser wie ein Sechser im Lotto!” (programmkino.de)
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DOK am Montag:
THE COWBOY
Mo, 1.6., 19:00
Der elfjährige Crowley aus Colorado, am Fuße der Rocky Mountains, träumt von einem Leben als Cowboy – von Kraft, Freiheit und unbeugsamer Männlichkeit. Mit diesen Werten erziehen ihn seine Eltern, die Familie ist alles für ihn. Der Junge versucht ihren Erwartungen gerecht zu werden, so gut es geht: Disziplin ohne Widerspruch, harte Arbeit auf der Ranch. Doch dann stellt eine unerwartete Tragödie seine Vorstellungen von Mut und Härte radikal in Frage.
Der Dokumentarfilm THE COWBOY von André Hörmann begleitet Crowley mit großer Nähe und Sensibilität über zehn Jahre lang auf seinem Weg zum erwachsenen Mann – und dekonstruiert dabei Stück für Stück den Mythos vom Cowboy als Symbol wahrhaftiger Männlichkeit. Denn mit jedem Rückschlag erkennt der Junge mehr, dass zu echter Stärke auch Verletzlichkeit und der Mut zum Scheitern gehören.
THE COWBOY ist das berührende Porträt eines Menschen auf der Suche nach dem richtigen Platz im eigenen Leben. Und ein Film, der ein neues, vielschichtiges Bild vom Leben im Herzen der USA zeichnet. Seine Uraufführung erlebte THE COWBOY beim Festival in Locarno.
“Eindrucksvolle Familien- und Coming-of-Age-Geschichte in Trumpland” (The Spot Media & Film) - hier geht's zur Besprechung.
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EXTRA:
BIS EIN ORT ERINNERT
Mi, 3.6., 18:45 - Mit Gästen und Gespräch
Regie: Sarah K. Becker, DE 2025, 39 Min., Dokumentarfilm
Anschließendes Filmgespräch mit: Sarah K. Becker (Regisseurin), Stina Barrenscheen-Loster (Leiterin Gedenkstätte Schillstraße), Anja Hesse (Kulturdezernentin), David Janzen (Rechtsextremismusexperte) und Paul Pockrandt (VVN-BdA).
Mitten in Braunschweig lag über Jahrzehnte ein Ort, an den kaum jemand erinnern wollte: das KZ-Außenlager Schillstraße. Die Spuren waren überbaut, die Geschichte verdrängt. Erst in den 1990er Jahren regte sich Widerstand. Zivilgesellschaftliche Proteste forderten ein Gedenken an die ehemaligen Häftlinge und stellten die Frage, warum dieser Ort so lange aus dem Stadtbild und dem Bewusstsein verschwinden konnte.
Der Film erzählt von Protesten, politischen Konflikten und einer aufgeheizten öffentlichen Debatte. Am nahegelegenen Schilldenkmal wurde jedes Jahr am Volkstrauertag der gefallenen deutschen Soldaten gedacht – nur wenige Meter vom ehemaligen Lagergelände entfernt.
Als dort Forderungen nach einem Erinnerungsort für die NS-Opfer laut wurden, prallten unterschiedliche Vorstellungen von Gedenken unmittelbar aufeinander. Viele hielten zunächst an bestehenden Formen des Erinnerns fest, während andere ein sichtbares Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus einforderten.
Anhand von Interviews mit Zeitzeug*innen sowie historischem Video- und Bildmaterial rekonstruiert „Bis ein Ort erinnert" die Auseinandersetzungen die schließlich zur Einrichtung der Gedenkstätte im Jahr 2000 führten – und macht deutlich, wie umkämpft Erinnerung ist.
In Kooperation mit der Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße.
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Ab 4. Juni:
SOMMER AUF ASPHALT Les (Mala Emde) lebt schnell, spontan und unbeschwert. Tagsüber rast sie als Fahrradkurierin durch die Stadt, nach Feierabend stürzt sie irgendwo mit ihren Freunden ab. Anhalten, innehalten oder sich Gedanken über die Zukunft machen? Nicht mit Les.
Zumindest nicht, bis ihr Vater Bert (Christoph Maria Herbst) – mit dem sie eigentlich so gut wie keinen Kontakt hat – ganz unerwartet vor der Tür steht und nach einem Unfall sogar ungefragt für seine Tochter aufs Rad steigt. Als Les dann auch noch von ihrer ungeplanten Schwangerschaft erfährt, ist sie vollends in einer neuen Realität angekommen.
Der werdende Vater Tyler (Aaron Hilmer) hätte zwar Lust auf ein Kind, ist aber leider selbst noch eins. Les‘ Welt steht komplett Kopf – und dabei hat Bert ihr noch nicht einmal gesagt, dass er bald sterben wird...
SOMMER AUF ASPHALT von Regisseur Simon Ostermann ist eine warmherzige Vater-Tochter-Komödie über Selbstbestimmung, Familie und Zugehörigkeit. Berührend, leicht und witzig erzählt der Film von großen Entscheidungen in einer Lebensphase zwischen Aufbruch und Verantwortung und von der Suche nach dem richtigen Platz im Leben.
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Ab 4. Juni:
ICH VERSTEHE IHREN UNMUT
Heike (59) arbeitet als Objektleiterin in einer Reinigungsfirma und vermittelt täglich zwischen Kund*innen, Unternehmensleitung und Reinigungspersonal.
Sie hat versucht, einen nicht offiziell angemeldeten Arbeiter eines Subunternehmers abzuwerben und damit gegen die Vorschriften verstoßen. Nun droht der Subunternehmer, die Zusammenarbeit einzustellen, wenn Heike ihm nicht mehr Arbeitsstunden und Einnahmen zusichert. Um diesen Forderungen nachzukommen, muss sie einen ihrer eigenen Mitarbeiter entlassen – einen Kollegen, den ihre Freundin Taja sehr schätzt.
Heike gerät zunehmend in einen Konflikt zwischen ihrer Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter*innen und den Bedingungen der Arbeitswelt im Niedriglohnsektor. Das Drama, das von Erfahrungen des Regisseurs inspiriert ist, bleibt dicht an der Protagonistin und schildert realitätsnah von Druck, Abhängigkeit und dem daraus folgenden psychischen Stress für Angestellte, die keine Lobby haben.
“Es ist ein ungeschönter und zugleich humanistischer Blick, den Kilian Armando Friedrich in seinem Debütspielfilm auf Menschen im Niedriglohnsektor wirft.” (taz)
Weltpremiere auf der Berlinale 2026.
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DOK am Montag:
ENSEMBLE MODERN – WHY WE PLAY
Mo, 8.6., 19:00
ENSEMBLE MODERN – WHY WE PLAY ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm über eines der weltweit führenden Ensembles für zeitgenössische Musik.
Der Film gewährt einen unmittelbaren Zugang zur Arbeit des Ensemble Modern und begleitet die Musiker*innen nicht nur auf der Bühne, sondern vor allem in den Proben – dorthin, wo Musik entsteht.
In konzentrierten Arbeitsprozessen wird hörbar, wie sich eine gemeinsame musikalische Sprache formt: durch Suchen, Verwerfen und erneutes Annähern. Im Zentrum stehen Werke prägender Komponist*innen wie Rebecca Saunders, Heiner Goebbels und Mark Andre ebenso wie Positionen einer jüngeren Generation wie Brigitta Muntendorf und Milica Djordjevic.
Der Film macht diesen Prozess sichtbar und erfahrbar und eröffnet zugleich einen Einblick in die künstlerischen Fragestellungen, die zeitgenössische Musik heute prägen. Dabei entsteht das Bild eines Ensembles als lebendiger Organismus – getragen von individueller Handschrift, kollektiver Präzision und kontinuierlicher Zusammenarbeit mit Dirigent*innen wie Ingo Metzmacher und Enno Poppe.
Jährlich erarbeitet das Ensemble Modern rund 70 Werke und bewegt sich damit stetig an der Grenze des Hörbaren. ENSEMBLE MODERN – WHY WE PLAY zeigt Musik nicht nur als Aufführung, sondern als Prozess – und als gemeinsame Suche nach Ausdruck in unserer Zeit.
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EXTRA:
DAS GEWICHT DER WELT
Mi, 10.6., 18:45 - Mit Filmgespräch
Zu Gast: Regisseur Florian Heinzen-Ziob
Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation Naturwissenschaftler*innen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät.
Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen Maria, Sebastian und Nana das Labor und werden zu Aktivist*innen, denn sie tragen auf ihren Schultern das Gewicht der Welt.
DAS GEWICHT DER WELT ist mehr als ein Klimadokumentarfilm – es ist ein zutiefst menschliches Porträt dreier Naturwissenschaftler*innen, die erkennen, dass ihre Forschung alleine nicht mehr ausreicht. In Zeiten zunehmender Klimakatastrophen, politischer Lähmung und gesellschaftlicher Spaltung bietet der Film einen emotionalen Zugang zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit:
Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?
In Kooperation mit der Green Office der TU Braunschweig.
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Ab 11. Juni:
THE NORTH
Zehn Jahre, nachdem sie beste Freunde und Mitbewohner waren, begeben sich Chris und Lluis auf eine 600 Kilometer lange Wanderung durch die schottischen Highlands. Auf dem West Highland Way und dem Cape Wrath Trail verbringen sie 30 Tage zusammen in der Natur – in der Hoffnung, ihre einst so starke Freundschaft wieder aufleben zu lassen.
Doch während Chris weiterhin mit seiner Arbeit und seinem Leben zu Hause beschäftigt ist, ist Lluis entschlossen, den Trail zu beenden, um zu beweisen, dass er es schaffen kann. Die Einsamkeit und Stille der Highlands zwingt sie dazu, sich mit harten Wahrheiten über sich selbst und ihre Freundschaft auseinanderzusetzen. Und darüber, was es wirklich bedeutet, still zu stehen und zuzuhören.
“Die beiden Darsteller Bart Harder und Carles Pulido tragen den Film mit reduzierter, stimmiger Präsenz. Sie agieren mit schöner Wahrhaftigkeit: kleine Reaktionen, leichte Verschiebungen im Ton, ein Zögern im richtigen Moment. So entsteht glaubhaft das Bild zweier Menschen, die sich eigentlich gut kennen – und die sich zugleich sehr fremd geworden sind.” (programmkino.de)
In Kooperation mit SFU – Sachen Für Unterwegs.
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25. CINÉFÊTE - Das Französische Schulfilmfestival
11.06.-17.06.2026 Cinéfête ist ein traditionsreiches und beliebtes Schulfilmfestival, das seit dem Jahr 2000 durch deutsche Programmkinos tourt und inzwischen rund 100.000 Schülern jährlich den Umgang mit frankophoner Filmkunst und der französischen Sprache ermöglicht.
Das Cinéfête-Programm ist ausschließlich in teilnehmenden Kinos verfügbar und ist die perfekte Möglichkeit für Schulklassen und Lehrer*innen, einen praktischen und abwechslungsreichen Französischunterricht zu gestalten. Das Programm finden Sie hier.
Ihre Anmeldung nehmen Sie bitte mit dem Anmeldeformular per Fax oder per E-Mail an info[at]universum-filmtheater.de vor.
>> Anmeldeformular samt Spielzeiten
Sie möchten mit Ihrer Klasse lieber eine Nachmittagsvorstellung besuchen? Sprechen Sie uns an, um gemeinsam einen geeigneten Termin zu vereinbaren.
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CINEVILLE-PREVIEW:
THE LOVE THAT REMAINS
So, 14.6., 11:15
Jedes Cineville-Mitglied kann eine Begleitperson kostenlos ins Kino einladen. (Die Preview ist selbstverständlich auch für Nicht-Abonnenten zugänglich.)
THE LOVE THAT REMAINS erzählt die Geschichte eines Paares, das sich getrennt hat, aber einander nicht entkommen kann: Die bildende Künstlerin Anna und der Fischer Magnus haben jung geheiratet und sich jetzt auseinandergelebt.
Während er auf dem Fischtrawler seine Männlichkeit schwinden sieht, kümmert sie sich um die aufgeweckt-unverblümten Kinder sowie ihre Karriere, die nicht recht vorankommt. Vor der atemberaubenden Landschaftskulisse Islands und mit viel Sinn für das Surreale erzählt Hlynur Pálmason von Gefühlen, die vergebliche Hoffnung sind, aber nicht vergehen. (Viennale | Gerhard Midding)
THE LOVE THAT REMAINS ist sowohl existenzialistisch als auch poetisch, vor allem aber geht er über konventionelle Erzählformen hinaus. Die isländische Oscar-Einreichung 2026 feierte ihre Premiere auf dem Festival von Cannes 2025.
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Gerhard Hanloser: “Linker Antisemitismus" - Zur Kritik eines Kampfbegriffs.
Lesung / Vortrag
Mo, 15.6., 19 Uhr
Die Behauptung, es gäbe einen gefährlichen “linken Antisemitismus”, erfuhr nach dem 7. Oktober eine drastische Verschärfung. Was bislang noch ein Diskurs war, der mit Konstruktionen, Unterstellungen und Lügen operierte, wurde verpolizeilicht. Der Vorwurf zielt auf antiimperialistisch, antikolonial oder menschenrechtlich eingestellte Linke.
Wer die deutsche Staatsräson nicht teilt und andere Lehren aus NS-Geschichte, vergangener Verfolgungspraxis und Völkermord zieht, sieht sich moralischer Verdammung, zuweilen Verfolgung ausgesetzt. Die nach wie vor höchst notwendige Kritik des Antisemitismus muss sich ebenfalls diesem demagogischen “Anti-Antisemitismus” widmen.
Hier geht's zur Leseprobe.
Gerhard Hanloser ist Soziologe, Historiker und Germanist. Er lebt und arbeitet in Berlin als Lehrer und Publizist, seine Schwerpunkte sind die Geschichte der Linken und Antisemitismus. Er trägt aus seinem 2026 im Mandelbaum Verlag erschienenen Buch vor. Im Anschluss Publikumsgespräch.
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CINEMATHEK:
FAVORITEN
Mi, 17.6., 18:45
Über drei Jahre begleitet die Filmemacherin Ruth Beckermann eine Klasse im Alter von sieben bis zehn Jahren und ihre engagierte Lehrerin in einer großen Schule im Wiener Bezirk Favoriten. Der Film nimmt uns mit in den Unterricht und lässt uns die täglichen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Erfolge der Kinder ganz nah miterleben.
Der Stadtteil Favoriten war einst ein Arbeiterbezirk, heute spricht ein Großteil der Kinder an den dortigen Grundschulen nicht Deutsch als Erstsprache. Mit großer Sensibilität begleitet der Film die Kinder, während ihre Lehrerin ihnen dabei hilft, einen Platz in einer Welt zu finden, in der sie sich oft nicht zugehörig fühlen. Indem wir die „Favoriten“ kennen lernen, erleben wir mit ihnen eine bewegte Zeit, die ihre Zukunft entscheidend prägen wird.
Ruth Beckermanns neuer Film ist eine Langzeitbeobachtung, die den Blick auf die strukturellen Probleme im Schulsystem lenkt und die Perspektive der Kinder ernst nimmt. Ein erstaunlich heiteres Porträt einer ungewöhnlichen Gemeinschaft, das Fragen stellt, auf die viele von uns eine Antwort suchen.
Ein Film über das Lehren und das Lernen und darüber, wie die Zukunft unserer Gesellschaft auch im Klassenzimmer ausgehandelt wird.
In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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Ab 18. Juni:
THE LOVE THAT REMAINS
THE LOVE THAT REMAINS erzählt die Geschichte eines Paares, das sich getrennt hat, aber einander nicht entkommen kann: Die bildende Künstlerin Anna und der Fischer Magnus haben jung geheiratet und sich jetzt auseinandergelebt.
Während er auf dem Fischtrawler seine Männlichkeit schwinden sieht, kümmert sie sich um die aufgeweckt-unverblümten Kinder sowie ihre Karriere, die nicht recht vorankommt. Vor der atemberaubenden Landschaftskulisse Islands und mit viel Sinn für das Surreale erzählt Hlynur Pálmason von Gefühlen, die vergebliche Hoffnung sind, aber nicht vergehen. (Viennale | Gerhard Midding)
THE LOVE THAT REMAINS ist sowohl existenzialistisch als auch poetisch, vor allem aber geht er über konventionelle Erzählformen hinaus. Die isländische Oscar-Einreichung 2026 feierte ihre Premiere auf dem Festival von Cannes 2025.
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DOK am Montag:
KOMMUNIST
Mo, 22.6., 19:00 - Zu Gast: Regisseur Lutz Pehnert
Die Geschichte beginnt in den Kriegs- und Nachkriegsjahren und erlebt ihren Höhepunkt in einer neugegründeten deutschen Teil-Republik. Als Kronprinz von Erich Honecker machte Egon Krenz Karriere in der SED, am Ende war er Staatschef der DDR. Doch er führte das Land nur 50 Tage, nach der Wiedervereinigung wurde er wegen seiner Mitverantwortung für die Mauertoten zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Seit seiner Entlassung 2003 lebt er in Dierhagen an der Ostsee.
Wer ist Egon Krenz am Ende seines Lebens? In KOMMUNIST zeichnet Regisseur Lutz Pehnert (BETTINA) den Aufstieg und Fall des Mannes nach und beleuchtet seine politischen Entscheidungen im Kontext des Kalten Krieges. Krenz' politische Laufbahn spiegelt den gesellschaftlichen Verlauf einer Utopie wider und zeigt die verschiedenen Lebensläufe und Erfahrungen der Menschen, die im DDR-System aufwuchsen.
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Ab 25. Juni:
HALLO BETTY
Eine Werbetexterin erfindet in den 1950er-Jahren die Köchin Betty Bossi – und wird selbst zur Ikone. Zwischen Ruhm, Rollenbildern und Familie muss sich Emmi Creola emanzipieren. HALLO BETTY erzählt mit Humor und Retro-Charme die wahre Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Eine echte Erfolgsstory.
1956 erfindet die schüchterne Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi – und trifft damit den Nerv der Zeit. Aus einer Marketingidee wird die „Köchin und Hausfrau der Nation“, aus Emmi eine unfreiwillige öffentliche Figur. Denn die Schweiz liebt Betty – und verlangt bald ein echtes Gesicht.
Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden.
“Humorvoll gewürzt und mit nostalgischem Retro-Charme serviert, zeichnet diese wahre Emanzipationsgeschichte ein bewegendes Sittengemälde jener Zeit. Kino und Kochen sind seit jeher ein gutes Rezept für Unterhaltung der bekömmlichen Art.” (programmkino.de)
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DOK am Montag
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Mo, 29.6., 19:00
In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz.
Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar.
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.
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DOK am Montag:
BORN TO FAKE
Mo, 6.7., 19:00 - der Regisseur Erec Brehmer ist zum Filmgespräch anwesend.
BORN TO FAKE ist ein Film über den Moment, in dem Bilder wichtiger wurden als ihre Wahrheit.
Der Fall Michael Born markiert einen medialen Kipppunkt in Deutschland: die Stelle, an der Sensation, Tempo und Sendelogik begannen, die Wirklichkeit zu überholen. Born verstand früh, was ein System sehen wollte. Und er lieferte es. Nicht trotz seiner Dreistigkeit, sondern gerade deshalb. Seine gefälschten Beiträge liefen im Privatfernsehen, weil sie passten: zu den Erwartungen der Redaktionen, zur Dramaturgie der Magazine, zum Hunger nach starken Bildern.
Im Zentrum des Skandals stand vor allem stern TV — die Sendung war von Borns Fälschungen so direkt betroffen wie kaum ein anderes deutsches TV-Format. Für Günther Jauch, das damalige Gesicht der Sendung im RTL Programm, wurde die Born-Affäre zur heiklen öffentlichen Belastung, die seine Glaubwürdigkeit als Moderator massiv erschütterte und zeitweise sogar karrieregefährdend wirkte.
Genau darin liegt die beunruhigende Gegenwart dieses Falls. BORN TO FAKE blickt nicht nostalgisch auf die 1990er zurück. Der Film zeigt, wie früh ein Bildregime sichtbar wurde, das uns heute in neuer Form wieder begegnet: Wirklichkeit wird modellierbar, Bilder werden billiger, perfekter, manipulierbarer. Was damals mit Camcorder, Schnittplatz und Chuzpe möglich war, ist im Zeitalter generativer KI radikal skaliert.
Der Film zwingt dazu, die Verantwortung nicht nur bei einem Fälscher zu suchen, sondern im Blick selbst. Im System. Im Publikum. In unserer Gegenwart.
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CINEMATHEK:
THE MASTERMIND
Mi, 15.7., 19:00 in engl. OmU Es ist kein Diebstahl, wenn man nicht erwischt wird… Ein beschaulicher Vorort in Massachusetts, Anfang der 1970er Jahre: Der arbeitslose Familienvater J. B. Mooney bereitet seinen ersten Kunstraub vor. Das Museum ist ausgekundschaftet, die Komplizen sind rekrutiert und der Plan scheint narrensicher - zumindest glaubt er das.
Mit kunstvollem Blick und der freien Rhythmik des Jazz entwirft Kelly Reichardt (FIRST COW) in diesem Cannes-Hit eine eigenwillige Neuinterpretation des Heist-Films. Als zerzauster Antiheld verleiht Josh O’Connor dieser ironischen Vision des amerikanischen Individualismus eine charmant mürrische Unruhe. In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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Ab 30. Juli:
BITTERES FEST
Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion: Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben.
In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet der erfolgreiche Autor und Regisseur Raúl Durán, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt.
Pedro Almodóvar, der Meisterregisseur des spanischen Kinos, erforscht in BITTERES FEST die fragile Grenze zwischen Leben und Kunst, zwischen Erlebtem und Erdachtem. Der Film beleuchtet, wie Wahrheit und Fiktion untrennbar verbunden sind, manchmal auf schmerzhafte Art und Weise.
Oscar-Preisträger Almodóvar, bekannt u.a. für ALLES ÜBER MEINE MUTTER, SPRICH MIT IHR, VOLVER oder LEID UND HERRLICHKEIT, übernahm wie gewohnt Regie und schrieb das Drehbuch. BITTERES FEST wurde von El Deseo produziert und in Madrid sowie auf Lanzarote gedreht.
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Ab 20. August:
SPAZIERGANG NACH SYRAKUS
Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982, und Paul lebt in der DDR.
Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt!
Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt einen verwegenen Plan …
Regisseur Lars Jessen (MITTAGSSTUNDE) erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren.
Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius (erschienen im Rowohlt Verlag), der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.
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