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Universum Newsletter | 08.09.2026
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CINEMA! ITALIA!
10.9.-16.9.2026
Auch dieses Jahr zeigen wir wieder eine ganze Woche lang neue italienische Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln: fünf aktuelle Produktionen, die in ihrem Heimatland bereits erfolgreich gestartet sind, an Festivals teilgenommen und Preise gewonnen haben, und einen großen Klassiker von Luchino Visconti zum 50. Todestag.
Zur Eröffnung am 10.9., 19:00 mit COME TI MUOVI, SBAGLI / IMMER VERKEHRT spendieren wir allen Gästen ein Glas Limoncello Spritz, solange der Vorrat reicht!
Alle Infos zum Programm weiter unten.
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SOUND ON SCREEN SPECIAL:
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER
Sa, 12.9., 21:00 & So, 13.9., 11:00 in engl. OmU
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER dokumentiert die triumphale Reunion Tour von Liam und Noel Gallagher: „Oasis Live ‘25“ – eines der mit größter Spannung erwarteten Rock-’n’-Roll-Comebacks unserer Zeit.
Der Film ist eine unverfälscht mitreißende Schilderung des größten Musikereignisses des Jahres 2025 und fängt die Erlebnisse und Emotionen der Band sowie ihrer Fans auf der ganzen Welt ein.
In Kooperation mit Braunschweig International Film Festival und Café Riptide.
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Cineville ist das bundesweite Kino-Abo für alle, die gutes Kino lieben und Lust auf Entdeckungen haben. Schon ab 20€ im Monat können Sie Teil der Cineville-Community werden. Mit der Cineville-Karte haben Sie unbegrenzten Zugang zum gesamten Filmprogramm von Deutschlands engagiertesten Kinos, zu Neustarts, Filmreihen, Festivals und Events.
Bei Cineville schließen sich die unabhängigen Kinos Deutschlands zusammen, um ein gemeinsames Abonnement zu ermöglichen, die Arthouse-Filmtheater, Programmkinos, Filmkunstkinos, Traditionshäuser und Ihr Lieblingskino um die Ecke - auch das Universum Filmtheater Braunschweig.
Die Cineville-Karte können Sie über www.cineville.de bestellen - als Abo für Sie oder als Geschenk mit limitierter Laufzeit.
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Sie möchten das Kinobistro "Abspann" für Ihre private Feier mieten? Ob Geburtstage, Weihnachtsfeiern, Empfänge oder ähnliche Veranstaltungen - unser gemütliches Kinobistro bietet Ihnen Platz für bis zu 50 Personen. Individuelles Catering (z.B. selbstgemachte Quiches, Kuchen, Salate, Antipasti) und Filme liefern wir auf Wunsch gern dazu.
Eine beliebte Kombination für eine Feierlichkeit: Kinosaal mieten für einen Wunschfilm + Sektempfang + Catering im "Abspann".
Richten Sie Ihre Anfrage gern an:
Michael Werner: abspann@universum-filmtheater.de
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CINEMA! ITALIA!
10.9.-16.9.2026
Auch dieses Jahr zeigen wir wieder eine ganze Woche lang italienische Filme: CINEMA! ITALIA!
In Kooperation mit der Deutsch-italienischen Kulturgesellschaft und der VHS Braunschweig präsentieren wir im Universum Filmtheater, für alle die, die der italienischen Sprache mächtig sind oder ihre italienischen Kenntnisse aufbessern möchten, neue italienische Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Zur Eröffnung am 10.9., 19:00 mit COME TI MUOVI, SBAGLI / IMMER VERKEHRT spendieren wir allen Gästen ein Glas Limoncello Spritz, solange der Vorrat reicht!
Die Filme:
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IL BENE COMUNE / GUT FÜR ALLE
Fr, 11.9., 19:00 & So, 13.9., 11:00
Regie: Rocco Papaleo, IT 2025, 103 Min., Mit Claudia Pandolfi, Rocco Papaleo, Teresa Saponangelo u.a.
In den Bergen des südlichen Apennins steht der älteste Baum Europas, eine über 1200 Jahre alte Loricato-Kiefer. Eine ungewöhnliche Wandergruppe macht sich auf den Weg zu diesem einzigartigen Naturdenkmal: Da ist der etwas mürrische Touristenführer und Ex-Soldat Biagio, sein junger unbedarfter Neffe Luciano und die exzentrische Schauspielerin Raffaela, die einen Theater-Workshop in einem Frauengefängnis leitet.
Im Schlepptau hat Raffaela vier Teilnehmerinnen ihres Kurses, die nur noch eine kurze Reststrafe abzusitzen haben. Für diese vier Frauen soll die anstrengende Wanderung eine Art Motivationstrip für die Freiheit werden. Doch alle Beteiligten kämpfen vor allem mit ihren persönlichen Problemen. Schon bald kommt es zu Spannungen und unvorhergesehenen Ereignissen…
Regisseur Rocco Papaleo schickt sein bunt gemischtes Figuren-Ensemble auf eine ebenso unterhaltsame wie abenteuerliche Reise zu der berühmten Kiefer als Symbol von Resilienz und Widerstandskraft – und damit auch zu sich selbst. Gedreht wurde in der atemberaubenden Berglandschaft des Naturparks Pollino zwischen Kalabrien und der Basilicata.
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COME TI MUOVI, SBAGLI / IMMER VERKEHRT
Do, 10.9., 19:00 & Di, 15.9., 16:30
Regie: Gianni Di Gregorio, IT 2025, 97 Min., Mit Gianni Di Gregorio, Greta Scarano, Tom Wlaschiha u.a.
Der 75jährige Gianni genießt seinen komfortablen Ruhestand. Doch das Dolce vita des ehemaligen Lehrers wird abrupt gestört, als plötzlich seine Tochter Sofia vor der Tür steht, im Gepäck eine handfeste Ehekrise und zwei lebhafte Enkelkinder. Die drei ziehen bei ihm ein und stellen Giannis Leben völlig auf den Kopf.
Zudem meldet seine langjährige Freundin Giovanna ihre Ansprüche an. Und dann unternimmt auch noch Sofias deutscher Ehemann Helmut reumütig einen 1500 km langen Fußmarsch von Heidelberg nach Rom, um seine Frau zurückzugewinnen. Wird es Gianni gelingen, in all dem Trubel den Überblick zu behalten?
Eine neue charmante und leichtfüßige Komödie von und mit Gianni Di Gregorio, dem ungewöhnlichsten Multitalent des italienischen Kinos, der erst im Alter von 60 Jahren mit seinem vielumjubelten Regiedebut DAS GASTMAHL IM AUGUST (2008) durchstartete, stets als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person.
Ein überraschender Besetzungscoup ist der deutsche Film- und Serienstar Tom Wlaschiha (GAME OF THRONES, SCHWARZES GOLD) als Sofias untreuer Ehemann.
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GIOIA MIO / MEIN SOMMER MIT NONNA
Sa, 12.9., 16:30 & Di, 15.9., 19:00
Regie: Margherita Spampinato, IT 2025, 90 Min., Mit Marco Fiore, Aurora Quattrocchi, Martina Ziami u.a.
Der neunjährige Nico wird von seinen Eltern aus Norditalien für einen Monat nach Sizilien zu seiner Großtante Gela geschickt. Für Nico ist der Ortswechsel ein Schock: die Tante wirkt uralt und keineswegs freundlich, lebt allein in einer riesigen Wohnung ohne Wlan und Klimaanlage, ist überaus religiös und setzt ihm seltsame sizilianische Speisen vor.
Das ganze Haus scheint aus der Zeit gefallen, und im obersten Stockwerk sollen Geister spuken. Aber irgendwie müssen Nico und Gela eine gemeinsame Sprache finden…
Ein Sommer voller Ängste und Entdeckungen, aber auch voller Abenteuer, Erfolge und Verluste – ein Sommer, nach dem nichts mehr sein wird wie zuvor. Mit warmherziger Erzählweise und sicherer Balance von Witz und Drama wird GIOIA MIO zum berührenden Filmerlebnis.
Margherita Spampinatos Erstlingsfilm gewann den italienischen Filmpreis David di Donatello als bestes Debut des Jahres, und die 82jährige Aurora Quattrocchi wurde beim Festival von Locarno als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
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Zum 50. Todestag von Luchino Visconti
GRUPPO DE FAMIGLIA IN UN INTERNO / GEWALT UND LEIDENSCHAFT
Mo, 14.9., 18:45 & Mi, 16.9., 16:30
Regie: Luchino Visconti, IT 1974, 121 min., OmU, FSK 16. Mit Burt Lancaster, Silvana Mangano, Helmut Berger u.a.
Ein reicher, verwitweter Professor sammelt in seinem Haus in Rom Gruppenbilder von Familien, doch echte Menschen hat er schon lange nicht mehr um sich.
Als sich im Obergeschoss seines großzügigen Palazzos die leichtlebige Marchesa Brumonti mit ihrem Anhang einnistet, wird seine Ruhe empfindlich gestört. Gegen seinen Willen wird er in Affären und Auseinandersetzungen verwickelt, doch der junge Liebhaber der Marchesa, Konrad, fasziniert ihn …
In seinem preisgekrönten Alterswerk widmet sich Visconti abermals der Vergänglichkeit, der Schönheit und dem Verlangen, inszeniert meisterhaft den Zusammenprall gegensätzlicher Milieus. In den Hauptrollen brillieren Burt Lancaster (DER LEOPARD), Silvana Mangano (TOD IN VENEDIG) und Viscontis eigene Entdeckung Helmut Berger (DIE VERDAMMTEN, LUDWID II) als scheinbar skrupelloser Gigolo mit verborgenen Seiten.
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TRE CIOTOLE / DREI ABSCHIEDE
Fr, 11.9., 21:00 & So, 13.9., 18:45
Regie: Isabel Coixet, IT/ES 2025, 122 Min., Mit Alba Rohrwacher, Elio Germano, Silvia D’Amico u.a.
Marta und Antonio trennen sich nach sieben Jahren. Er ist ein aufstrebender Meisterkoch, sie Sportlehrerin an einem Gymnasium. Antonio stürzt sich in die Arbeit, merkt aber, dass er Marta trotz eines Techtelmechtels mit einer jungen Restauranthelferin nicht so schnell vergessen kann.
Marta selber unterrichtet weiter, zieht sich aber ganz in sich selbst zurück. Vorsichtige Annäherungsversuche eines Kollegen weist sie ab. Lieber redet sie mit der Pappfigur eines koreanischen K-Pop-Sängers, die sie in ihre Wohnung geschleppt hat, oder schreibt unter Pseudonym im Internet vernichtende Bewertungen über Antonios Restaurant. Ruhelos radelt sie kreuz und quer durch Rom und isst immer weniger. Doch dann erhält Marta eine Nachricht, die alles verändert…
Am Anfang und am Schluss ziehen Stare in wirbelnden Schwärmen über den Himmel von Rom. Dazwischen entfaltet sich eine ungewöhnliche und ergreifende Liebes- und Trennungsgeschichte mit vielen überraschenden Wendungen, brillant gespielt von Alba Rohrwacher und Elio Germano.
Der erste italienische Film der katalanischen Regisseurin Isabel Coixet ist nebenbei auch ein schönes Porträt von Rom abseits der Touristenpfade. Großes Kino!
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LA VITA GRANDI / DAS LEBEN ALS ERWACHSENE
Sa, 12.9., 19:00 & Mo, 14.9., 16:30
Regie: Greta Scarano, IT 2025, 95 Min., Mit Matilda De Angelis, Yuri Tuci, Maria Amelia Monti, Ariella Reggio, Gloria Coco
Irene versucht sich in Rom ein neues Leben aufzubauen. Doch dann überredet ihre überforderte Mutter sie, in ihre Heimatstadt Rimini zurückzukehren und sich um Omar, ihren 40-jährigen autistischen Bruder, zu kümmern. Irene soll ihm zu mehr Selbständigkeit verhelfen.
Sie stellt schnell fest, dass Omar sehr klare Vorstellungen von seiner Zukunft hat: Er möchte heiraten, drei Kinder haben, weil drei die perfekte Zahl ist, vor allem aber will er unbedingt als Kandidat in die populäre TV-Talentshow „Yes You Can“, um ein großer Rap-Star zu werden. Sowohl für Irene als auch für Omar wird ihr Zusammensein zu einem Crashkurs in Sachen Erwachsen-Werden…
Greta Scaranos gelungener Debutfilm ist eine kluge, überraschend humorvolle und emotionale Filmadaption der authentischen und als Buch veröffentlichten Lebensgeschichte der Geschwister Damiano und Margherita Tercon. Eine echte Entdeckung ist Yuri Tuci, selber autistisch, in der Rolle des Omar. Greta Scarano war vor ihrem Regiedebut erfolgreich als Schauspielerin tätig und ist bei unserer Tournee als Hauptdarstellerin in COME TI MUOVI, SBAGLI zu sehen.
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SOUND ON SCREEN SPECIAL:
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER
Sa, 12.9., 21:00 & So, 13.9., 11:00 in engl. OmU
Regie: Dylan Southern & Will Lovelace, UK/US 2026, 123 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
“Ein Film so mitreißend und hypnotisch und im Einklang mit dem, was er zeigen und erzählen will, dass einem Tränen kommen mögen. Tränen des Glücks, wohlgemerkt.” (Festivalbericht Venedig, 05.09.26, Spot Media)
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER erzählt die Geschichte der legendären und einflussreichen britischen Rockband mit ungefilterten Einblicken und bislang unbekannten Momenten.
Der Film feiert seine Weltpremiere bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Er basiert auf einer Idee des für den BAFTA und Oscar® nominierten Autors, Produzenten und Regisseurs Steven Knight (PEAKY BLINDERS) und wurde von Dylan Southern und Will Lovelace (SHUT UP AND PLAY THE HITS, MEET ME IN THE BATHROOM) inszeniert.
OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER dokumentiert die triumphale Reunion Tour von Liam und Noel Gallagher: „Oasis Live ‘25“ – eines der mit größter Spannung erwarteten Rock-’n’-Roll-Comebacks unserer Zeit. Der Film ist eine unverfälscht mitreißende Schilderung des größten Musikereignisses des Jahres 2025 und fängt die Erlebnisse und Emotionen der Band sowie ihrer Fans auf der ganzen Welt ein.
Die einzigartige Perspektive umfasst Einblicke in Proben, Backstage- und Bühnengeschehen sowie die ersten gemeinsamen Interviews mit Noel und Liam seit über 20 Jahren.
Neben der ausverkauften Welttournee der Band beleuchtet der Film auch die tiefgreifende emotionale Wirkung dieses phänomenalen globalen Kulturereignisses und was ihre Musik für das Publikum und Generationen weltweit bedeutet.
In Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival und dem Café Riptide.
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VATERLAND
tägl. 20:45 (außer Sa + So), 18:45, 16:45, 14:45
Regie: Paweł Pawlikowski, DE/PL/IT/FR 2026, 82 Min., FSK 0. Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl u.a. | 2. Woche
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.
Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.
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STAATSSCHUTZ
So 20:45, Mi 21:00
Regie: Faraz Shariat, DE 2025, 114 Min. FSK 12. Mit Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Sebastian Urzendowsky, Alev Irmak u.a. | 3. Woche
Mit staatlichen Mitteln und staatlicher Autorität – so will die junge Staatsanwältin Seyo Kim rechter Gewalt in Ostdeutschland entgegentreten. Als sie selbst ins Visier gerät und einen rassistischen Anschlag überlebt, entscheidet sie sich, entgegen der ausdrücklichen Weisung ihrer Behörde und unter Gefahr für ihr Leben, in eigener Sache zu ermitteln.
Es gelingt Seyo, einen der Täter vor Gericht zu bringen. Mit Nachdruck geht sie daran, ihn als Teil eines rechten Netzwerks zu enttarnen. Sie gräbt tief in den Archiven ihrer Behörde, rollt lange abgeurteilte „Einzelfälle“ wieder auf und lässt scheinbar harmlose Zeugen ins Messer laufen, die sich nicht nur mit dem Anschlag auf ihre Person in Verbindung bringen lassen.
Die deutsche Staatsanwaltschaft umweht der Mythos, die „objektivste Behörde der Welt“ zu sein. Doch während ihres Gerichtsprozesses erlebt Seyo am eigenen Leib, was es bedeutet, den Kampf für Gerechtigkeit in einem Staat zu führen, der mit zweierlei Maß misst und rechte Gewalt nicht nur verharmlost, sondern mitunter sogar deckt. (Text: Berlinale)
Weltpremiere bei der Berlinale 2026 - ausgezeichnet u.a. mit dem “Heiner-Carow-Preis”, dem Panorama-Publikumspreis. Weitere Auszeichnungen auf zahlreichen Filmfestivals, u.a. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern, Filmfest Emden-Norderney.
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SPAZIERGANG NACH SYRAKUS
tägl. 21:00 (außer Fr + Mi), 14:30, Mi auch 19:00, Do/Fr/So auch 16:30
Regie: Lars Jessen, DE 2026, 98 Min., FSK 6. Mit Charly Hübner, Lina Beckmann u.a. | 4. Woche
Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982, und Paul lebt in der DDR.
Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt!
Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt einen verwegenen Plan …
Regisseur Lars Jessen (MITTAGSSTUNDE) erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren.
Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius (erschienen im Rowohlt Verlag), der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.
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Ab 17. September:
GENTLE MONSTER
Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich?
Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst. In einer prägnanten Nebenrolle ist übrigens Catherine Deneuve zu sehen.
“'Gentle Monster' von Marie Kreutzer mit Léa Seydoux und Jella Haase in den Hauprollen ist ein Erlebnis, weil er ein Reizthema bei den Hörnern packt und bei aller berechtigter Wut umsichtig und empathisch bleibt.” (spot media)
Hier geht's zur ausführlichen Besprechung.
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DOK am Montag:
SALZ UND WASSER
Mo, 21.9., 19:00
Meter um Meter beißt sich der Forschungseisbrecher Polarstern durch das massive Eis der Ostantarktis. An Bord befinden sich die Schiffsbesatzung und die Wissenschaftler:innen, die hier in dieser schon fast unwirklichen Welt der Antarktis ihrer Arbeit nachgehen. Sie untersuchen die Zukunft des mächtigen Antarktischen Zirkumpolarstroms.
Denn sollte sich dieser aufgrund der globalen Erwärmung südwärts verlagern, bringt er warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis. Sollte die Ostantarktis komplett schmelzen, wäre ein globaler Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern die Folge. Der Schlüssel der wissenschaftlichen Arbeit liegt aber auch in der Erfahrung und dem Fachwissen der Schiffsbesatzung. Ohne sie wäre Forschung unter diesen extremen Bedingungen nicht möglich.
Mit ihrem persönlichen Blick ermöglicht die Filmemacherin Ines Reinisch an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern ein Verständnis dafür, was eine Expedition wirklich bedeutet: ein hohes Maß an persönlichem Einsatz, Geduld, Mut, Verzicht und ein starkes Bewusstsein für die Verantwortung, die auf der Schiffscrew und der Wissenschaft liegt.
Die begleitete Polarstern-Expedition wurde ausgerichtet vom Alfred-Wegener-Institut und dem GEOMAR.
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EXTRA:
WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST?
Mi, 23.9., 19:00 Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild.
Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich Schauspielerin Katharina Stark auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Von Worpswede bis Paris folgt sie den Stationen eines außergewöhnlichen Lebens und begegnet den Menschen, die Paula Modersohn-Beckers Leben geprägt haben – darunter Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Clara Rilke Westhoff und Rainer Maria Rilke.
Je tiefer sie in das Leben der Malerin, ihre Bilder und ihre Gedanken eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus der künstlerischen Recherche wird eine Annäherung an eine Frau, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellte und kompromisslos ihren eigenen Weg ging.
Der Film ist keine klassische Künstlerbiografie und kein Museumsfilm. Er ist eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen – und die doch dieselben Fragen nach Freiheit, Identität und Selbstbestimmung bewegen.
In Kooperation mit dem Freundeskreis Bildender Künstler in Braunschweig e.V.
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Ab 24. September:
VON SCHAM UND GELD
Hatixhe und Shaban bewirtschaften einen kleinen Hof im ländlichen Kosovo. Sie haben drei Töchter und leben in einer Großfamilie. Durch den Verrat des Bruders verlieren sie über Nacht ihre Existenzgrundlage. Es bleibt nur der Weg in die Hauptstadt. In Pristina nimmt Hatixhes wohlhabende Schwester die Familie auf. Was wie Hilfe aussieht, entpuppt sich als stille Demütigung. "Alles hat seinen Platz, auch jeder Mensch", erklärt der reiche Schwager. Mag sein, aber um den zu finden, brauchen Hatixhe und Shaban erstmal einen Vorschuss — für die drückenden Schuhe der Tochter, für die Medikamente der Mutter, die sie sonst halbieren muss.
Erst dann beginnt die Suche nach diesem Platz: im Nachtclub, den sie putzen und dafür kaum bezahlt werden; auf dem Arbeiterstrich, wo sich Shaban als Tagelöhner anbietet; in der Pflege des Schwiegervaters, der langsam vor sich hin stirbt. Leicht zu finden ist dieser Platz nicht. Vielleicht als Sicherheitsmann einer Gated Community? VON SCHAM UND GELD zeigt, dass in einer Welt, in der Geld die Macht bestimmt, das Menschsein zum teuersten Gut wird.
“Packend wie ein Thriller inszeniert und überwältigend gespielt präsentiert sich ein Lehrstück mit den Klassiker-Qualitäten eines Bertolt Brecht: Arthaus-Kino, das unter die Haut geht! Zwei Oscar-Nominierungen hat das Regie-Talent bereits auf dem Buckel. Ein dritter Streich wäre absolut verdient – und vermutlich von Erfolg gekrönt!” (programmkino.de)
Ausgezeichnet mit dem Grand Jury Prize, Sundance Film Festival 2026, sowie als Bester Internationaler Film, Filmfest München 2026.
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EXTRA:
DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN
Do, 24.9., 19:45
Im Anschluss: live Q&A mit UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese und Regisseur Christophe Cotteret im Livestream.
2025 feierte die UNO ihr 80-jähriges Bestehen – doch statt Jubel herrscht Ernüchterung. Seit Oktober 2023 war die internationale Gemeinschaft außerstande, den von Israel verübten Massakern an palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza Einhalt zu gebieten. Der Krieg glich und gleicht nach wie vor einer Bankrotterklärung des Völkerrechts, von Deutschland tatkräftig unterstützt im Namen einer “Staatsräson”.
80 Jahre nach ihrer Gründung im Zeichen des „Nie wieder“ stehen die grundlegenden Prinzipien der Weltorganisation auf dem Spiel. Die „palästinensische Frage“ – der am häufigsten behandelte Konflikt in der Geschichte der UNO – bleibt unlösbar und schürt weiter Spannungen in einer der explosivsten Regionen der Welt.
UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bezeichnete die Gewalt in Gaza bereits im März 2024 als Völkermord und setzte sich damit Sanktionen, Repressionen und Denunziationen durch die USA, aber auch hierzulande aus.
DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN führt von New York über Genf bis in den Nahen Osten und dokumentiert die humanitären und politischen Abgründe einer Region am Rande der Katastrophe – und einer Weltorganisation in ihrer tiefsten Krise.
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DOK am Montag:
WISE WOMEN - FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN
Mo, 28.9., 18:30 - Mit Filmgespräch
Der Vorverkauf hat begonnen!
In WISE WOMEN begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes.
Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess. Ob im modernen Krankenhaus, im selbstorganisierten Geburtshaus oder unter einfacheren Bedingungen in ländlichen Regionen: Die Hebammen bewegen sich zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, denn eine Geburt folgt keinem Drehplan.
Frauengesundheit, das wird in diesem Film schnell deutlich, folgt immer wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. WISE WOMEN zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für eine sichere Geburt sein können.
Der Dokumentarfilm begreift Geburt als Grenzerfahrung und findet dabei intime, kraftvolle Bilder für den Beginn des Lebens, der einer Naturgewalt gleicht. Er würdigt jene Frauen, die diesen Moment begleiten und damit die Zukunft buchstäblich in ihren Händen tragen.
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Ab 1. Oktober:
DIGGER
Der mächtigste Mann der Welt begibt sich auf eine verzweifelte Mission, um zu beweisen, dass er der Retter der Menschheit ist, bevor die von ihm ausgelöste Katastrophe alles zerstört.
Tom Cruise spielt die Titelrolle an der Seite des Oscar®-Preisträgers Riz Ahmed, John Goodman, der Oscar®-Nominierten Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg und des Oscar®-Nominierten Jesse Plemons. Robert John Burke, Emma D’Arcy, Burn Gorman und Sophie Wilde sind ebenfalls mit von der Partie.
Der neue Film von Regisseur Alejandro González Iñárritu (BIRDMAN, THE REVENANT).
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Ab 8. Oktober:
ALTE LIEBE
Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes.
Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch.
Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.
Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.
Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Nach den Publikumserfolgen und vielfach ausgezeichneten Filmen GUNDERMANN, RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH und IN LIEBE, EURE HILDE ist ALTE LIEBE ihre neunte gemeinsame Arbeit. Eine berührende und zugleich heitere Paargeschichte voller Wortwitz, leiser Melancholie und zärtlicher Momente.
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, der im August 2026 im Hanser Verlag neu aufgelegt wird, erzählen sie über zwei Menschen, die nach vier Jahrzehnten Jahren Ehe entdecken, dass es für Veränderungen nie zu spät ist.
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EXTRA:
MEETING THE BUDDHA
Sa, 10.10., 11:00 - Vorverkauf läuft!
MEETING THE BUDDHA entfaltet das außergewöhnliche Leben und das zeitlose Vermächtnis des 16. Karmapa, Rangjung Rigpe Dorje – dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie.
Der Dokumentarfilm nimmt mit auf eine emotionale Reise: Er schildert die unbeschwerten frühen Jahre des Meisters in Tibet, die Bewahrung seiner jahrhundertealten Linie im indischen Exil und sein Ziel, die Weisheit des Ostens für die westliche Welt zugänglich zu machen.
Der Wendepunkt dieser Entwicklung war das Jahr 1969, als der wilde, unangepasste Hippie aus Dänemark Ole Nydahl und seine Frau Hannah im Himalaya auf den 16. Karmapa trafen. Schon als kleines Kind hatte Ole den Wunsch verkündet, einmal der „dänische Meister des Geistes“ zu werden. Diese tief gehende Begegnung verändert das Leben von Ole und Hannah radikal.
Aus dieser engen Schüler-Lehrer-Verbindung entstand die Grundlage für ihre zukünftige Arbeit: Dem Wunsch ihres Lehrers folgend, reisen Lama Ole und Hannah fortan rund um die Welt.
Sie haben über Jahrzehnte hinweg weltweit tausende Menschen berührt, den Buddhismus zu praktizieren, und im Namen von Karmapa weltweit Meditationszentren gegründet. So bleibt diese uralte Übertragung bis heute lebendig.
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DOK am Montag:
BECOMING KIM
Mo, 12.10., 19:00
Die deutsche Filmemacherin Susanne, verheiratet mit Jeong Rae Kim, einem Koreaner, richtet die Kamera mit Humor und Zärtlichkeit auf ihre eigene interkulturelle Ehe und Familie. Während sie mit den Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin jongliert, inszeniert sie humorvolle und poetische Performances – leise Akte der Rebellion, die ihren Gefühlen und ihrer inneren Welt Ausdruck verleihen.
In einem Mix aus Beobachtungen und inszenierten Momenten taucht der Film in das Chaos von Liebe, Identität und kulturellem Aufeinanderprallen ein.
Zugleich zutiefst persönlich und universell stellt Becoming Kim die Frage: Wie bleiben wir uns selbst treu – und lernen gleichzeitig, einen anderen Menschen zu lieben?
„Kimchi & Kartoffel haben wir vor zwölf Jahren in unsere Eheringe gravieren lassen. Und fanden das ziemlich komisch. Warum hören die meisten Geschichten immer genau dann auf, wenn es gerade interessant wird? Und: Reicht Liebe?" — Susanne Kim
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Ab 15. Oktober:
HEIMSUCHUNG
Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind.
Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.
HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten.
Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman DIE BLECHTROMMEL mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman, diesmal von Jenny Erpenbeck aus dem Jahr 2007.
Mit Martina Gedeck, Susanne Wolff, Lars Eidinger, Michael Maertens u.a.
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DOK am Montag:
WISTLEBLOWER
Mo, 19.10., 19:00
"It takes a certain degree of freedom to become a whistleblower.“ (John Doe)
WHISTLEBLOWER taucht ein in eine Welt, in der extreme Vorsicht überlebenswichtig ist. Drei mutige Menschen in Afrika, Europa und den USA setzen ihr Leben, ihre Karriere und ihre Familien aufs Spiel, um Informationen zu enthüllen, die aus reinem Machtinteresse vor uns geheim gehalten werden sollen.
Über drei Jahre begleitet der Film Jäger und Gejagte und legt so erstmals auch die universellen Dimensionen des Whistleblowings offen, die über eine einzelne Veröffentlichung hinausgehen. Sie werden beschützt von engagierten Profis, die unermüdlich um die Welt reisen, um zwischen den Interessen der Journalist*innen und den Nöten der Whistleblower*innen zu vermitteln. Und sie werden gejagt von Lobbyisten, Regierungen und ihren Geheimdiensten, die einen regelrechten Krieg gegen Whistleblower*innen führen, um sie einzuschüchtern und zu delegitimieren.
Ein Film über Vertrauen, Mut und Zivilcourage. Mit Jean-Jacques Lumumba, dem Großneffen des Freiheitskämpfers Patrice Lumumba aus dem Kongo, der selbst im Exil in Frankreich eingeschüchtert und bedroht wird. Mit dem NSA-Intelligence-Analysten Daniel Hale, dem unter der Trump-Regierung 10 Jahre Haft wegen angeblichem Geheimnisverrat drohen.
Mit Delphine Halgand-Mishra und ihrer Organisation The Signals Network zur Unterstützung von Whistleblowern. Dem ehemaligen Leiter der Counterintelligence im Weißen Haus, Holden Triplett. Sowie Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, die beiden Journalisten der Panama Papers, bei denen sich neue Whistleblower*innen mit brisanten Enthüllungen gemeldet haben.
Der neue Film von Marc Bauder (DEAD MAN WORKING, MASTER OF THE UNIVERSE).
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Ab 22. Oktober:
DIE ANDERE SEITE
Die Ärztin Hanna (Nina Hoss) hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist.
Als sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Hanna nimmt sich ihrer an, gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint.
Mit DIE ANDERE SEITE liefert Mariko Minoguchi nach ihrem gefeierten Spielfilmdebüt MEIN ENDE. DEIN ANFANG. ihre zweite Kino-Regiearbeit ab. Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen.
In der Rolle der Hanna, die aus ihrem Leben gerissen wurde und nun in der alpinen Natur auf sich allein gestellt ist, begeistert Nina Hoss (TÁR, HEDDA, BARBARA) einmal mehr mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance.
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Ab 29. Obtober:
DIE BLUTGRÄFIN
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire.
Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“.
Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.
Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: DIE BLUTGRÄFIN von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist die Mutter aller Kinofeste, ein groteskes Gelage grandioser Grandes Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind. Neben Isabelle Huppert spielen zu Höchstform auf: Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Conchita Wurst, Karl Markovics und viele mehr. Ein exzellentes, spielfreudiges Ensemble in einer federleichten Vampirkomödie, die schon jetzt unsterblich ist.
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CINEMATHEK:
SKIFF
Mi, 4.11., 19:00 in OmU Die fünfzehnjährige Malou wächst mit ihren beiden Brüdern und ihrer Mutter in einer belgischen Kleinstadt auf. Im Ruderverein zählt sie zu den Besten, wird dort aber auch als Einzelgängerin von ihren Teamkameradinnen gemobbt.
Während ihre Mutter versucht, sich wieder auf das Dating-Leben einzulassen, ist Malous älterer Bruder Max der einzige Mensch, an den sie sich wenden kann. Doch als Malou seine neue Freundin kennenlernt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Die Mädchen verlieben sich – und Malou beginnt, ihre ganze Identität zu hinterfragen.
Wohin führt der Weg, wenn man nicht mehr vor sich selbst weglaufen kann? SKIFF von der belgischen Regisseurin Cecilia Verheyden ist eine zärtliche und eindringliche Coming-of-Age-Geschichte, die das Wunder der ersten Liebe und die Unausweichlichkeit des Erwachsenwerdens mit viel Empathie einfängt und durchleuchtet.
Ein Film mit großem Respekt vor den komplexen Herausforderungen der Jugend – und ihrer unbestreitbaren Schönheit. In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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Ab 5. November:
GEISTER
Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) sind 20, als sie sich auf einer Abiparty begegnen – ein Blick, der alles verändert. Doch noch in derselben Nacht stirbt Farasha. Auf der verzweifelten Suche, Kontakt zu Faris aufzunehmen, findet Farasha einen Weg: sie kann ihn treffen, jedoch nur in seinen Träumen und nur für 40 Nächte. So wächst ihre Liebe, bis zur letzten Nacht.
Der neue Film von Fatih Akin (AMRUM, AUS DEM NICHTS, GEGEN DIE WAND).
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Ab 16. November:
WILD HORSE NINE
Kurz vor dem Militär-Putsch in Chile im Jahr 1973 werden die CIA-Agenten Chris (John Malkovich) und Lee (Sam Rockwell) von ihrem Büroleiter MJ (Steve Buscemi) von Santiago auf die Osterinsel entsandt. Vor dem Hintergrund der ikonischen Skulpturen der Insel ringen die langjährigen Partner mit ihrer dunklen Vergangenheit und aktuellen Verschwörungen.
Dabei droht Chris’ neu gefundene Freundschaft mit zwei rebellischen Studentinnen (Mariana di Girolamo und Ailín Salas) die Reise aller in dieses abgelegene Paradies völlig aus dem Ruder laufen zu lassen.
Der neue Film von Martin McDonough (THE BANSHEES OF INISHERIN, THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI).
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DOK am Montag:
LEICA - EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN
Mo, 23.11., 19:00
Vor gut 100 Jahren erfindet LEICA die Kleinbildkamera und verändert damit die Geschichte der Fotografie für immer. Fotografen können nun ihre Kamera mitnehmen und das Geschehen um sie herum dokumentieren. Die Geburtsstunde der Street Photography, Reportage und des Fotojournalismus.
LEICA – EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN beleuchtet diesen Wandel der globalen visuellen Kultur und lädt uns ein, 100 Jahre Dokumentarfotografie zu erkunden – mit Werken renommierter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb sowie zeitgenössischer Künstler wie JR, Greg Williams und Ragnar Axelsson und Hunderten von Bildern ihrer bahnbrechenden Arbeiten.
In Kooperation mit dem Museum für Photographie Braunschweig.
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SESSELSPENDE "Besser sitzen!"
Sichern Sie sich Ihren persönlichen Kinosessel und unterstützen Sie Braunschweigs einziges Programmkino! Für einen Betrag von 250 Euro sticken wir Ihren Namen auf den Sitz Ihrer Wahl. Suchen Sie sich Ihren Sessel hier aus. Wer zuerst kommt, sitzt zuerst! Und wer zuletzt kommt, na, Sie wissen schon...
201 Braunschweiger*innen sitzen schon!
Kontakt: info@universum-filmtheater.de
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Gern können Sie Gutscheine online bestellen. Ab 10€ aufwärts (in 5er- und 10er-Schritten) ist dies möglich. Dazu einfach den gewünschten Betrag zzgl. 1,80€ auf unser Konto mit dem Verwendungszweck: "Gutschein Nachname" überweisen. Bitte geben Sie Ihre Lieferadresse an.
>> Hier geht's zum Gutscheinkauf.
Außerdem gibt's natürlich auch vorgedruckte 15€-, 20€- oder 25€-Gutscheine an der Kinokasse zu kaufen.
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SPENDEN
Universum Kinobetriebs GmbH Braunschweigische Landessparkasse
IBAN: DE68 2505 0000 0199 8887 10 BIC: NOLADE2HXXX Verwendungszweck: Spende
(leider steuerlich nicht absetzbar, da wir - zumindest bzw. nur dem Steuerrecht nach - nicht gemeinnützig sind)
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