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Universum Newsletter | 06.07.2026
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NEU: AUF ZWEI RÄDERN
tägl. 20:15 (außer Mo), 16:00, Di 20:15 in franz. OmU
Manchmal weist der Blick zurück den Weg nach vorn: Gemeinsam mit seinem besten Freund Philippe und Hund Lucky steigt Filmemacher Mathias aufs Fahrrad und begibt sich auf einen ebenso ungewöhnlichen wie persönlichen Trip quer durch Europa.
AUF ZWEI RÄDERN ist ein zutiefst berührendes und zugleich lebensbejahendes Roadmovie voller Wärme, Witz und Menschlichkeit, das mühelos zwischen feiner Situationskomik und Ernst, Melancholie und tröstlicher Freude balanciert.
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DOK am Montag, 13.7., 19:00
AUFSTAND IN AUSCHWITZ
Zu Gast: Regisseurin Gabi Schlag und Producer Hermann Pölking
Am 7. Oktober 1944 geschieht in Auschwitz-Birkenau das Unvorstellbare: Häftlinge des jüdischen Sonderkommandos, das die abscheulichste und grausamste Arbeit im Vernichtungslager Auschwitz zu verrichten hatte, wagen einen bewaffneten Aufstand gegen ihre Mörder.
Gabi Schlags dokumentarische Rekonstruktion verbindet historische Forschung, internationale Stimmen und überlieferte Berichte der Beteiligten mit einer visuellen Form (Graphic Novels von Vincent Burmeister), die Distanz wahrt und zugleich Nähe schafft.
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CINEMATHEK:
THE MASTERMIND
Mi, 15.7., 19:00 in engl. OmU Es ist kein Diebstahl, wenn man nicht erwischt wird… Mit kunstvollem Blick und der freien Rhythmik des Jazz entwirft Kelly Reichardt (FIRST COW) in diesem Cannes-Hit eine eigenwillige Neuinterpretation des Heist-Films. Als zerzauster Antiheld verleiht Josh O’Connor dieser ironischen Vision des amerikanischen Individualismus eine charmant mürrische Unruhe. In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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NEU:
AUF ZWEI RÄDERN
tägl. 20:15 (außer Mo), 16:00, Di 20:15 in franz. OmU
Regie: Mathias Mlekuz, FR 2024, 89 Min., FSK 6. Mit Mathias Mlekuz, Philippe Rebbot, Josef Mlekuz | Bundesstart
Manchmal weist der Blick zurück den Weg nach vorn: Gemeinsam mit seinem besten Freund Philippe und Hund Lucky steigt Filmemacher Mathias aufs Fahrrad und begibt sich auf einen ebenso ungewöhnlichen wie persönlichen Trip quer durch Europa.
Das chaotische Trio folgt der Route, die Mathias‘ verstorbener Sohn Youri einige Jahre zuvor selbst unternommen hat – von der französischen Atlantikküste bis zum Schwarzen Meer. Was als leise Spurensuche beginnt, wird zu einem überraschend heiteren Abenteuer voller unerwarteter Begegnungen. Mit jeder Etappe nähern sich die beiden Freunde mal auf berührende, mal auf humorvolle Weise dem Verlust – und feiern doch das Leben.
AUF ZWEI RÄDERN ist ein zutiefst berührendes und zugleich lebensbejahendes Roadmovie voller Wärme, Witz und Menschlichkeit, das mühelos zwischen feiner Situationskomik und Ernst, Melancholie und tröstlicher Freude balanciert. In Frankreich avancierte der Film zum Publikumsliebling und wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet. Auch in Wien gibt es einen (höchst amüsanten) Zwischenstopp.
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DOK am Montag:
AUFSTAND IN AUSCHWITZ
Mo, 13.7., 19:00 - Zu Gast: Regisseurin Gabi Schlag und Producer Hermann Pölking
Regie: Gabi Schlag, DE 2026, 98 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
Am 7. Oktober 1944 geschieht in Auschwitz-Birkenau das Unvorstellbare: Häftlinge des jüdischen Sonderkommandos, das die abscheulichste und grausamste Arbeit in Auschwitz zu verrichten hatte, erheben sich gegen ihre Mörder.
“Aufstand in Auschwitz” erzählt die Geschichte dieses einzigen bewaffneten Aufstands im Vernichtungslager Auschwitz nicht als spekulatives Historienkino, sondern als konzentrierte, eindringliche dokumentarische Rekonstruktion.
Im Film der Regisseurin Gabi Schlag stehen im Zentrum Männer, die als Zeugen des industrialisierten Massenmords selbst zum Tode bestimmt sind und dennoch den Entschluss fassen, Widerstand zu leisten, Zeugnis abzulegen und der Vernichtungsmaschine entgegenzutreten.
Gabi Schlag verbindet historische Forschung, internationale Stimmen und überlieferte Berichte der Beteiligten mit einer visuellen Form, die Distanz wahrt und zugleich Nähe schafft. So entsteht kein Film des Schocks, sondern ein Film der Erinnerung, der Erkenntnis und der moralischen Zumutung.
Die Graphic Novels von Vincent Burmeister unterstützen in ihren scharf geschnittenen Kontrasten diese Art des Erzählens.
„Die Herstellung so einer Einheit ist das dämonischste Verbrechen Nazideutschlands. Juden zu zwingen, in einem Ort zu arbeiten, wo andere Juden selber ermordet werden! Man muss in Betracht nehmen, dass von Mai 1944 an täglich von 10.000 Minimum bis 20.000 Juden pro Tag an diesem Ort ermordet wurden. Und Juden müssen dabei sein. Nicht ermorden, aber mithelfen. Das ist wirklich die Tragödie der Tragödien.“ (Gideon Greif, Historiker)
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CINEMATHEK:
THE MASTERMIND
Mi, 15.7., 19:00 in engl. OmU
Regie: Kelly Reichardt, US 2025. 110 Min., FSK 12. Mit Josh O’Connor, Alana Heim, John Magaro, Gaby Hoffmann u.a. Es ist kein Diebstahl, wenn man nicht erwischt wird… Ein beschaulicher Vorort in Massachusetts, Anfang der 1970er Jahre: Der arbeitslose Familienvater J. B. Mooney bereitet seinen ersten Kunstraub vor. Das Museum ist ausgekundschaftet, die Komplizen sind rekrutiert und der Plan scheint narrensicher - zumindest glaubt er das.
Mit kunstvollem Blick und der freien Rhythmik des Jazz entwirft Kelly Reichardt (FIRST COW) in diesem Cannes-Hit eine eigenwillige Neuinterpretation des Heist-Films. Als zerzauster Antiheld verleiht Josh O’Connor dieser ironischen Vision des amerikanischen Individualismus eine charmant mürrische Unruhe.
Hier geht's zur ausführlichen Kritik. In Kooperation mit Daumenkino (HBK Braunschweig).
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THE PIANO TUNER
tägl. 21:00 (außer Fr + Mo), 18:45 (außer Mo + Mi), 16:30, Mo 20:15 in engl. OmU
Regie: Daniel Roher, US/CA 2025, 108 Min., FSK 12. Mit Leo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu u.a. | 2. Woche
Niki (Leo Woodall) ist ein junger, außergewöhnlich begabter Klavierstimmer, welcher in New York lebt, nachdem er seine musikalische Karriere aufgeben musste. Sein feines Gehör macht ihn nicht nur in der Musikwelt begehrt, sondern auch für Kriminelle, die ihn zum Öffnen von Safes einsetzen. Während er zwischen legaler Arbeit und gefährlichen Aufträgen hin- und hergerissen ist, verliebt er sich in eine junge Kompositionsstudentin (Havana Rose Liu).
Mit seinem Spielfilmdebüt lässt uns Daniel Roher das Talent des aufstrebenden Stars Leo Woodall entdecken, an der Seite seines Mentors – verkörpert von niemand Geringerem als Dustin Hoffman!
“Eine clever inszenierte, warmherzig amüsante Krimi-Lovestory mit exzellenter Besetzung.” (programmkino.de)
"Eine intelligent konstruierte, höchst unterhaltsame Mischung aus Drama, Liebesgeschichte und Krimi, die ihre Erzählstränge geschickt miteinander verknüpft." (filmdienst.de)
Hier geht's zur ausführlichen Kritik.
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BORN TO FAKE
So 11:15
Regie: Benjamin Rost & Erec Brehmer, DE 2025, 97 Min., FSK 12, Dokumentarfilm | 2. Woche
Kinderarbeit für IKEA in Indien? Drogensüchtige, die Kröten lecken, um high zu werden? Der Ku-Klux-Klan in der Eifel? Alles frei erfunden, von Michael Born, der zwischen 1990 und 1996 über 20 Beiträge für das aufkommende Privatfernsehen erfand.
BORN TO FAKE ist ein Film über den Moment, in dem Bilder wichtiger wurden als ihre Wahrheit.
Der Fall Michael Born markiert einen medialen Kipppunkt in Deutschland: die Stelle, an der Sensation, Tempo und Sendelogik begannen, die Wirklichkeit zu überholen. Born verstand früh, was ein System sehen wollte. Und er lieferte es. Nicht trotz seiner Dreistigkeit, sondern gerade deshalb. Seine gefälschten Beiträge liefen im Privatfernsehen, weil sie passten: zu den Erwartungen der Redaktionen, zur Dramaturgie der Magazine, zum Hunger nach starken Bildern.
Im Zentrum des Skandals stand vor allem stern TV — die Sendung war von Borns Fälschungen so direkt betroffen wie kaum ein anderes deutsches TV-Format. Für Günther Jauch, das damalige Gesicht der Sendung im RTL Programm, wurde die Born-Affäre zur heiklen öffentlichen Belastung, die seine Glaubwürdigkeit als Moderator massiv erschütterte und zeitweise sogar karrieregefährdend wirkte.
Genau darin liegt die beunruhigende Gegenwart dieses Falls. BORN TO FAKE blickt nicht nostalgisch auf die 1990er zurück. Der Film zeigt, wie früh ein Bildregime sichtbar wurde, das uns heute in neuer Form wieder begegnet: Wirklichkeit wird modellierbar, Bilder werden billiger, perfekter, manipulierbarer. Was damals mit Camcorder, Schnittplatz und Chuzpe möglich war, ist im Zeitalter generativer KI radikal skaliert.
Der Film zwingt dazu, die Verantwortung nicht nur bei einem Fälscher zu suchen, sondern im Blick selbst. Im System. Im Publikum. In unserer Gegenwart.
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HALLO BETTY
Sa 13:45
Regie: Pierre Monnard, CH 2025, 108 Min., FSK 6. Mit Sarah Spale, Martin Vischer, Loulu Schwarz | 3. Woche
HALLO BETTY erzählt mit Humor und Retro-Charme die wahre Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Eine echte Erfolgsstory.
1956 erfindet die schüchterne Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi – und trifft damit den Nerv der Zeit. Aus einer Marketingidee wird die „Köchin und Hausfrau der Nation“, aus Emmi eine unfreiwillige öffentliche Figur. Denn die Schweiz liebt Betty – und verlangt bald ein echtes Gesicht.
Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden.
“Humorvoll gewürzt und mit nostalgischem Retro-Charme serviert, zeichnet diese wahre Emanzipationsgeschichte ein bewegendes Sittengemälde jener Zeit. Kino und Kochen sind seit jeher ein gutes Rezept für Unterhaltung der bekömmlichen Art.” (programmkino.de)
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INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
tägl. 18:00, So auch 11:00
Regie: Regina Schilling, DE/AT 2026, 95 Min., FSK 6, Dokumentarfilm | 3. Woche
In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz.
Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar.
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.
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THE LOVE THAT REMAINS
So 13:45
Regie: Hlynur Pálmason, IS/SE/DK/FR 2025, 109 Min., FSK 12. Mit Panda, Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ingvar E. Sigurðsson u.a. | 4. Woche
Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ führen Anna und Magnús ein unaufgeregtes Leben an der weiten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem Meer, während Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft.
Dazwischen wandern sie mit den Kindern in den Bergen, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen, sammeln Heidelbeeren oder beobachten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer ganzen Weile getrennt. Doch irgendwie schaffen es die beiden nicht, auch ihre Leben voneinander zu trennen. Ist es nur der Kinder wegen oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe, die geblieben ist?
Mit THE LOVE THAT REMAINS gelingt dem vielfach preisgekrönten Regisseur Hlynur Pálmason ein Kunststück an verspieltem Minimalismus, das den wundersamen Zauber alltäglicher Momente feiert – und dahinter tiefe Wahrheiten über das Leben findet. Die vielfältige Schönheit der isländischen Natur ist hier nicht bloße Kulisse, sondern auch Spiegel der Figuren, die rau und sanft, warm und kalt, lustig und ernst sein dürfen.
Mit gewitztem Einfallsreichtum und in Bildern großer Sinnlichkeit erzählt, ist THE LOVE THAT REMAINS ein Film, der die Seele durchatmen lässt und noch lange im Gedächtnis bleibt.
THE LOVE THAT REMAINS wurde von Island als offizieller Kandidat für den Oscar 2026 in der Kategorie Bester internationaler Film eingereicht.
Jüngst ausgezeichnet mit 7 Edda-Awards (isländ. Filmpreis), darunter Film of the Year, Director of the Year, Best Actress in a Leading Role, Best Actor in a Leading Role, Best Cinematography, Best Screenplay.
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SOMMER AUF ASPHALT
Fr 21:00
Regie: Simon Ostermann, DE 2026, 93 Min., FSK 12. Mit Mala Emde, Christoph Maria Herbst, Aaron Hilmer | 6. Woche Les (Mala Emde) lebt schnell, spontan und unbeschwert. Tagsüber rast sie als Fahrradkurierin durch die Stadt, nach Feierabend stürzt sie irgendwo mit ihren Freunden ab. Anhalten, innehalten oder sich Gedanken über die Zukunft machen? Nicht mit Les.
Zumindest nicht, bis ihr Vater Bert (Christoph Maria Herbst) – mit dem sie eigentlich so gut wie keinen Kontakt hat – ganz unerwartet vor der Tür steht und nach einem Unfall sogar ungefragt für seine Tochter aufs Rad steigt. Als Les dann auch noch von ihrer ungeplanten Schwangerschaft erfährt, ist sie vollends in einer neuen Realität angekommen.
Der werdende Vater Tyler (Aaron Hilmer) hätte zwar Lust auf ein Kind, ist aber leider selbst noch eins. Les‘ Welt steht komplett Kopf – und dabei hat Bert ihr noch nicht einmal gesagt, dass er bald sterben wird...
SOMMER AUF ASPHALT von Regisseur Simon Ostermann ist eine warmherzige Vater-Tochter-Komödie über Selbstbestimmung, Familie und Zugehörigkeit. Berührend, leicht und witzig erzählt der Film von großen Entscheidungen in einer Lebensphase zwischen Aufbruch und Verantwortung und von der Suche nach dem richtigen Platz im Leben.
“Die Inszenierung von Simon Ostermann, der mit ‘Sommer auf Asphalt’ seinen ersten Kinofilm vorlegt, bleibt insgesamt sehr zurückgenommen und lässt so den wirklich hervorragenden Schauspielern und Dialogen genügend Raum zum Atmen. Entstanden ist so ein leichter Sommerfilm, dessen Handlung nicht unbedingt das Rad neu erfindet, der aber das Herz definitiv am rechten Fleck hat.” (spot media)
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VERFLUCHT NORMAL
Sa + So 14:00
Regie: Kirk Jones, UK 2025, 121 Min., FSK 12. Mit Robert Aramayo, Maxine Peake, Peter Mullan u.a. | 7. Woche
Dass ein unkontrollierbares „Problemkind“ mal mit dem Orden des British Empire ausgezeichnet werden würde, damit hätte wohl niemand gerechnet, am allerwenigsten John Davidson selbst.
In den frühen 1980er Jahren wächst John (Scott Ellis Watson) in einer schottischen Kleinstadt auf, als er im Alter von 12 Jahren beginnt unter heftigen Nerventicks zu leiden. Mit dem Ausbruch einer erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostizierten Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf.
Weder in der Schule noch Zuhause werden seine Ticks und spontan ausgestoßenen Flüche als Symptome gesehen, sondern er wird ermahnt, gehänselt und sogar bestraft.
Fast 15 Jahre später lebt John (Robert Aramayo) mit Mitte 20 noch bei seiner Mutter (Shirley Henderson). Er nimmt so starke Medikamente, dass ihm die Nebenwirkungen fast jeden Lebensmut rauben.
Die zufällige Begegnung mit seinem Schulfreund Murray und dessen Mutter Dottie (Maxine Peak) bringt endlich eine Wendung. Dottie ist Krankenschwester und akzeptiert John, wie er ist. Sie nimmt ihn in ihrer Familie auf und findet sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-Hausmeisters Tommy (Peter Mullan).
Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf Johns Ticks und Flüche reagiert, legt den Grundstein für eine innige Freundschaft zwischen den beiden. Und langsam findet John den Mut und die Zuversicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und erkennt, wie wertvoll seine Erfahrungen auch für andere sind.
“Das Außenseiter-Drama kommt (fast) ohne Kitsch und falsche Töne aus. Statt Sentimentalitäten beherrschen Wahrhaftigkeit und feiner britischer Humor das exzellent gespielte, sehr bewegende Aufklärungsstück. Nicht nur ein Feel-Good-, sondern ein Feel-Better-Movie! Für Arthaus-Kinos ist dieser smarte Crowdpleaser wie ein Sechser im Lotto!” (programmkino.de)
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Ab 16. Juli:
SO KLINGT DAS LEBEN
Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück, das eine kleine Fischergemeinde erschütterte, beschließt ein Dorf an der galicischen Küste Spaniens, sein traditionelles „Rondallas“-Musikensemble wiederzubeleben und am jährlichen regionalen Musikwettbewerb teilzunehmen.
Durch die gemeinsamen Proben findet die Dorfgemeinschaft wieder zusammen. Nach und nach gelingt es ihnen, ihre Begeisterung zurückzugewinnen und die Trauer hinter sich zu lassen.
Vor der rauen, eindrucksvollen Landschaft Galiciens erzählt die Tragikomödie SO KLINGT DAS LEBEN mit lakonischem Humor und einer äußerst charmanten Besetzung von Verlust und Versöhnung, von Schuld, Liebe und dem Mut zum Neuanfang.
Untermalt von einem mitreißenden Soundtrack, gelingt Regisseur und Drehbuchautor Daniel Sánchez Arévalo (DUNKELBLAUFASTSCHWARZ) ein warmherziger, vielstimmiger Film über die heilende Kraft von Musik und Gemeinschaft. Seine Weltpremiere feierte der spanische Publikumsliebling auf dem Internationalen Filmfestival von San Sebastián im September 2025.
„Ein warmherziger, bittersüßer Film über kollektive Trauer und Neuanfang – erzählt mit feinem Humor und zutiefst menschlich.” (El País)
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DOK am Montag:
DENN DIESES LEBEN LEBST NUR DU
Mo, 20.7., 19:00
An einem Punkt ihres Lebens wussten sie mit jeder Faser ihres Körpers, dass es so nicht weitergehen konnte und eine große Veränderung in ihrem Leben nötig war. Sonst gäbe es für sie keinen Ausweg aus dem Chaos ihrer Gefühle und keine Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft.
Sie heißen Gabriel, Elisabeth, Melina, Dunja und leben im Süden Westdeutschlands. Vorher hatten sie einen anderen Namen, ein anderes Leben und ein anderes Geschlecht. Sie haben vergeblich versucht, eine konventionelle Ehe zu führen oder davon geträumt, Diakon in der Kirche zu werden.
Jetzt arbeiten sie in einer Metallfabrik, paddeln auf dem Bodensee oder stemmen Gewichte in einem Fitnessstudio. Die Welt, in der sie leben, ist von konservativen Vorstellungen geprägt. Die Menschen begegnen ihnen oft mit Scheu, Unverständnis und Abneigung, aber auch mit Neugier und Freundlichkeit.
Auf ihrem Weg zum neuen Ich finden sie schließlich, worauf sie gehofft, wofür sie gekämpft und wofür sie gelitten haben: Augenblicke des Glücks, der Liebe und des Einklangs mit sich selbst.
In DENN DIESES LEBEN LEBST NUR DU porträtiert Regisseur Douglas Wolfsperger ("Bellaria - so lange wir leben", “Wiedersehen mit Brundibar”) vier Menschen, die ihr Geschlecht und ihren Namen, vor allem aber ihr Leben gegen alle Widerstände neu definieren – im ländlichen Raum in Süddeutschland, wo jeder jeden kennt.
Mit feinem Humor, atmosphärischen Bildern und großer Empathie zeigt der Dokumentarfilm, wie die Protagonist*innen ihren Weg zwischen Traditionen, Erwartungen und gesellschaftlichem Druck finden. Dabei entstehen Momente von Offenheit, Leichtigkeit und Kraft, die den Alltag ebenso prägen wie die Herausforderungen.
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Ab 23. Juli:
DREAMS – GEFÄHRLICHES VERLANGEN
Jennifer ist ebenso reich wie attraktiv und genießt ein glamouröses Leben als Philanthropin in der amerikanischen High Society. Niemand ahnt, dass sie während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko eine leidenschaftliche Beziehung mit dem jungen Balletttänzer Fernando führt – einem vielversprechenden Talent ihrer Kulturstiftung.
Verliebt und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA wagt Fernando eines Tages den gefährlichen Weg über die Grenze. Als er plötzlich in Jennifers luxuriösem Apartment in San Francisco auftaucht, gerät ihre sorgfältig kontrollierte Welt aus den Fugen.
Ballettstar Isaac Hernández brilliert in seiner ersten Filmrolle an der Seite von Oscar®-Preisträgerin Jessica Chastain in Michel Francos provokantem, beklemmend aktuellem Erotikdrama über Machtgefälle, liberale Heuchelei und toxisches Begehren. DREAMS – GEFÄHRLICHES VERLANGEN feierte seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale.
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Ab 23. Juli
WAS HABEN WIR GELACHT
WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die jüngere Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens erstmals aus weiblicher Perspektive.
Sie zeigt, welches Frauenbild in den Shows der 90er- und 00er-Jahre geprägt wurde: Witze auf Kosten von Frauen, schwierige Talkshow-Auftritte und der harte Kampf „lustiger Frauen“ um Sichtbarkeit neben den großen Showmastern. Eine ganze Generation wurde von Harald Schmidt, Thomas Gottschalk, Rudi Carrell, Stefan Raab u.a. humortechnisch sozialisiert.
Der Film fragt: Worüber haben wir gelacht– und worüber nicht? Und was hat Humor mit Gleichberechtigung zu tun? Darauf antworten Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins.
“Eine erhellende Auseinandersetzung mit einem wenig ruhmreichen Stück Fernsehgeschichte.” (filmdienst.de)
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Ab 30. Juli:
BITTERES FEST
Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion: Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben.
In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet der erfolgreiche Autor und Regisseur Raúl Durán, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt.
Pedro Almodóvar, der Meisterregisseur des spanischen Kinos, erforscht in BITTERES FEST die fragile Grenze zwischen Leben und Kunst, zwischen Erlebtem und Erdachtem. Der Film beleuchtet, wie Wahrheit und Fiktion untrennbar verbunden sind, manchmal auf schmerzhafte Art und Weise.
Oscar-Preisträger Almodóvar, bekannt u.a. für ALLES ÜBER MEINE MUTTER, SPRICH MIT IHR, VOLVER oder LEID UND HERRLICHKEIT, übernahm wie gewohnt Regie und schrieb das Drehbuch. BITTERES FEST wurde von El Deseo produziert und in Madrid sowie auf Lanzarote gedreht.
“In schönster Farbdramaturgie inszeniert Almodóvar einmal mehr ein selbstreferenzielles Spiel zwischen Realität und Fiktion, das luftig leicht unterhält.” (programmkino.de)
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DOK am Montag:
FLUSS
Mo, 3.8., 19:00 - Zu Gast: Regisseur Timo Großpietsch Diese dokumentarische Reise entlang der Elbe, von ihrer Quelle im nebelverhangenen Riesengebirge bis zur breiten Mündung in die Nordsee, entlarvt die tiefgreifende Prägung und Nutzung des Flusses durch den Menschen und dekonstruiert die vermeintliche Natürlichkeit der Landschaften. Im Riesengebirge, einer Region durchdrungen von Mythen und dem Geist Rübezahls, beginnt die Elbe ihren Lauf. Ein schlichter Betonring markiert die Quelle, die hier unter den Augen pilgernder Touristen entspringt. Der Film nimmt uns mit durch die tiefen, dunklen Gänge der Staudämme und führt uns entlang der alten innerdeutschen Grenze, zu Hochwassern und Umweltzerstörung bis hin zu den weiten Mündungsgebieten bei Cuxhaven.
Jede der 28 Staustufen sind Zeugen der menschlichen Eingriffe. Sand und Kies werden dem Boden entrissen, Schiffe fahren mit überdimensionierten Fahrstühlen und gleiten durch die Nacht. Großpietsch zeigt in beeindruckenden Bildern, wie der Fluss durch die Jahrhunderte vom Menschen geformt und genutzt wurde.
FLUSS ist eine filmische Erkundung, die tief unter die Oberfläche der sichtbaren Realität dringt und die Spuren menschlicher Einflüsse offenlegt. Der Dokumentarfilmer Timo Großpietsch schließt mit FLUSS seine Trilogie STADT, LAND, FLUSS ab.
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Ab 6. August:
LEBENSANSICHTEN EINES HUHNS
Am Anfang war das Ei. Oder doch das Huhn? Für die existenziellste aller Fragen bleibt auf einer Hühnerfarm wenig Zeit. Es ist das Los des flauschigen Federviehs, dass es los muss – direkt nach dem Schlüpfen über Fabriklaufbänder und Autobahnen – und nicht selten im Suppentopf endet.
Der Zufall will es, dass auf einem griechischen Hühnerhof ein schwarz gefiedertes und besonders kluges Hühnchen eines Tages entschlüpft und loszieht in die große, weite Welt. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs nutzt es eine Mitfahrgelegenheit mit einem Lkw.
Doch ein Hund verschleppt das renitente Federtier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants. Dessen alternder Besitzer steht nur scheinbar besser da, denn der Laden läuft nicht mehr und schlecht gelaunte Schmuggler gehen ein und aus.
Für das Huhn beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Es beweist sich in der Hühnerstall-Hierarchie, zankt mit Puten, gewinnt das Herz des Hahns und erschließt neues Terrain auf der Suche nach einem Brutplatz. Dabei stolpert es in die kriminellen Verstrickungen der dort lebenden Familie, die ihrerseits ums Überleben kämpft. Und dabei den Kükenwunsch der unerschrockenen Henne unweigerlich durchkreuzt.
Von Hühnern und Menschen: LEBENSANSICHTEN EINES HUHNS ist ein humorvoller, berührender und sehr genau beobachteter Film über das Tier im Menschen und den Menschen im Tier.
Von ihrer manchmal komplizierten Koexistenz erzählt der preisgekrönte Regisseur György Pálfi eindringlich und mit einem genialen Kunstgriff: LEBENSANSICHTEN EINES HUHNS ist sowohl die emanzipierte Autobiographie einer Körnerpickerin als auch eine sehr originelle Geschichte über das Abenteuer des Erzählens.
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DOK am Montag:
WOLKEN ÜBER LÜTZERATH
Mo, 10.8., 19:00 - Zum Gespräch zu Gast: Regisseur Lukas Reiter und zwei weitere Aktivisten
Lützerath, das kleine Dorf im Westen von Nordrhein-Westfalen, direkt neben dem Braunkohletagebau Garzweiler II, wer kennt es nicht? Ein Ort, an dem 2022 alles zusammenlief, ein kurzer Moment, in dem das ganzes Land auf die wenigen Häuser, die dort lebenden Menschen und den Widerstand schauten.
Der Tagebau Garzweiler gehört dem Energieunternehmen RWE, das seit Jahrzehnten hier Braunkohle fördert. Eine ganze Region ist davon geprägt, viele Gemeinden die verschwanden. Und dennoch, der Hunger nach Land und Kohle ist ungebrochen. Der Widerspruch ist enorm, der Widerstand auch.
Die Bilder des Widerstandes, der Polizei, der Bagger und von RWE gehen durch die Presse, in ganz Deutschland und der Welt. Lukas Reiter hat diese Bilder auch. Doch sein Zugang ist ein anderer. Er will zeigen, was hier passiert, wie ein solcher Ort funktioniert, wie die Menschen hier leben und die Bewegung sich im Inneren organisiert.
Sechs Monate lebt er in Lützerath, als Teil des Widerstandes und als Beobachter, schaut hin, befragt, beobachtet die Menschen, die jetzt hier leben, sich einbringen, Menschen, die politisch und vor Ort alles tun, um das Dorf nicht zu verlieren. Sein Blick ist dabei so tief, so interessiert und umsichtig, dass es ihm gelingt die Bewegung - frei von Klischees und Vorbehalten - eindrucksvoll aufzufächern; nahbar, selbstkritisch und auch immer wieder mit einer Portion angenehmer Leichtigkeit.
Ein Film über Wut, Widerstand, Hoffnung und eine Perspektive, die uns versichert: Lützi lebt, auch wenn das Dorf nicht mehr steht!
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Ab 13. August:
IM SPIEGEL MEINER MUTTER
IM SPIEGEL MEINER MUTTER, glänzend besetzt mit den Schauspielerinnen Corinna Harfouch, Carla Juri und Hildegard Schmahl, ist der erste Kinofilm der renommierten Autorin, Regisseurin und Produzentin Jutta Brückner nach fast 20 Jahren. Der Film feierte seine Weltpremiere beim Filmfest München 2026.
Die erfolgreiche Archäologin und Universitätsprofessorin Ursula Scheuner (Corinna Harfouch) macht bei Ausgrabungen im Moor einen sensationellen Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter (Hildegard Schmahl) verarbeiten. Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu verschwimmen. Gefangen in einem Labyrinth aus Verlust und Trauer muss Ursula schnell einen Weg hinausfinden. Doch als ihre neue Assistentin Mel (Carla Juri) andeutet, sehr viel mehr über Ursulas Lebensgeschichte zu wissen, droht ein lange verborgenes Familiengeheimnis an die Oberfläche zu gelangen.
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DOK am Montag:
AZZA
Mo, 17.8., 19:00
Wie kann Azza als saudische Frau ihre Unabhängigkeit gewinnen?
Die Protagonistin des Films würde antworten: mit Geschick. Mit 16 verheiratet und heute Mutter von vier Teenagern, träumt sie von der Befreiung aus einer gescheiterten Ehe. Aus ihrer Familie ausgeschlossen und auf sich selbst gestellt, bemüht sie sich, ihre finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren, indem sie als Fahrlehrerin für Frauen arbeitet. Hinter dem Steuer eines großen SUVs fühlt sie sich selbstbewusst und meistert – genau wie auf der Straße – die Hindernisse des Lebens: mangelnde Bildung, unsichere Arbeitsverhältnisse, Ausgrenzung durch die Familie und die Trennung von ihren Kindern. Sie tut alles, um sicherzustellen, dass ihre Töchter nicht das durchmachen müssen, was sie selbst erlebt hat. Sie träumt von einer Reise durch die Wüste. Dieses Abenteuer wird zu einer Möglichkeit, sowohl ihr Land als auch sich selbst zu entdecken. Das Autofahren erweist sich als Mittel zur Freiheit – genau wie für viele andere Frauen.
Der über drei Jahre gedrehte Film bietet einen intimen Einblick in Azzas Leben, ihre Heimat und eine Gesellschaft am Rande des Wandels, die zwischen Tradition und Moderne schwebt.
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Ab 20. August:
SPAZIERGANG NACH SYRAKUS
Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982, und Paul lebt in der DDR.
Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt!
Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt einen verwegenen Plan …
Regisseur Lars Jessen (MITTAGSSTUNDE) erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren.
Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius (erschienen im Rowohlt Verlag), der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.
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CINEVILLE PREVIEW:
VATERLAND
So, 23.8., 11:00
Jedes Cineville-Mitglied kann eine Begleitperson kostenlos ins Kino einladen. (Die Preview ist selbstverständlich auch für Nicht-Abonnenten zugänglich.)
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.
Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.
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DOK am Montag:
HIDDENSEE
Mo, 24.8., 19:00
Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann.
Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart.
In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die preisgekrönte Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen. HIDDENSEE ist ein gleichsam poetisches wie beunruhigendes Kinoerlebnis voller visueller und erzählerischer Kraft.
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Ab 27. August:
STAATSSCHUTZ
Mit staatlichen Mitteln und staatlicher Autorität – so will die junge Staatsanwältin Seyo Kim rechter Gewalt in Ostdeutschland entgegentreten. Als sie selbst ins Visier gerät und einen rassistischen Anschlag überlebt, entscheidet sie sich, entgegen der ausdrücklichen Weisung ihrer Behörde und unter Gefahr für ihr Leben, in eigener Sache zu ermitteln.
Es gelingt Seyo, einen der Täter vor Gericht zu bringen. Mit Nachdruck geht sie daran, ihn als Teil eines rechten Netzwerks zu enttarnen. Sie gräbt tief in den Archiven ihrer Behörde, rollt lange abgeurteilte „Einzelfälle“ wieder auf und lässt scheinbar harmlose Zeugen ins Messer laufen, die sich nicht nur mit dem Anschlag auf ihre Person in Verbindung bringen lassen.
Die deutsche Staatsanwaltschaft umweht der Mythos, die „objektivste Behörde der Welt“ zu sein. Doch während ihres Gerichtsprozesses erlebt Seyo am eigenen Leib, was es bedeutet, den Kampf für Gerechtigkeit in einem Staat zu führen, der mit zweierlei Maß misst und rechte Gewalt nicht nur verharmlost, sondern mitunter sogar deckt. (Text: Berlinale)
Weltpremiere bei der Berlinale 2026 - ausgezeichnet u.a. mit dem “Heiner-Carow-Preis”, dem Panorama-Publikumspreis. Weitere Auszeichnungen auf zahlreichen Filmfestivals, u.a. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern, Filmfest Emden-Norderney.
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DOK am Montag:
JEDER ACKER, JEDE FABRIK
Mo, 31.8., 19:00 - Zu Gast: die Filmemacher*innen Johanna Schellhagen und Marco Müller
Für den Dokumentarfilm JEDER ACKER, JEDE FABRIK wurden 50 Arbeiter*innen und Genoss*innen zur Frage des revolutionären Übergangs und die Grundzüge einer neuen gesellschaftlichen Produktionsweise interviewt.
Er beleuchtet die Stärken und Schwächen der letzten großen Klassenbewegungen, die in den 70ern "den Kapitalismus in Bedrängnis gebracht hat" (Sergio Bologna). Genoss*innen aus Italien, Spanien, Portugal und England reden über ihre Erfahrungen, von Fabrikbesetzungen zu kollektiven Preissenkungen, und wie der Staat die Bewegung durch Repression und Integration konfrontierte.
Im Film werden Genoss*innen gefragt, wie man sich vorstellen kann, eine Rätemacht auf eine gesellschaftliche Ebene zu heben, ohne dabei von einem Planstaat oder Marktstrukturen zur Koordination abhängig zu werden. Es wird die Idee der Arbeitszeitrechnung besprochen, die von Rätekommunisten entwickelt wurde, und die Grundzüge einer freien kommunistischen Produktionsweise. Dabei stehen Interviews mit Arbeiter*innen aus den wesentlichen Sektoren, mit ihren Erfahrungen aus Großfabriken, der Landwirtschaft, der Energieversorgung oder dem Gesundheitswesen, im Mittelpunkt.
Wie müsste sich eine Arbeits-und Produktionsweise verändert, so dass alle Produzent*innen nicht nur formal das Recht haben, sich an Entscheidungen zu beteiligen, sondern auch das dafür notwendige Wissen besitzen?
Wenn wir davon ausgehen, dass der Kapitalismus nicht graduell oder über eine wachsende Alternativökonomie überwunden werden kann, stellt sich die Frage eines revolutionären Übergangs. Welche Rolle spielt das Militär, welche Rolle spielen organisierte Strukturen innerhalb der Klassenbewegungen? Was können wir heute tun, um sowohl die "Revolution unter Kolleg*innen als möglich erscheinen zu lassen" (U-Bahnfahrer, London), als auch organisierte Kerne strategisch zu entwickeln?
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Ab 3. September:
VATERLAND
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.
Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.
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EXTRA:
STRAFDIVISION 999
Mi, 9.9., 19:00 - Mit Gast und Gespräch
Die griechische Dokumentation STRAFDIVISION 999 beschäftigt sich mit den sogenannten 999er Strafbataillonen der Wehrmacht.
Ab 1943 wurden auch Männer zur Wehrmacht eingezogen, die als "wehrunwürdig" galten. Dazu gehörten alle diejenigen, die zu einer Haftstrafe verurteilt worden waren, darunter Zeugen Jehovas, Ärzte, die Abtreibungen vorgenommen hatten, und politische Widerständler aus den Reihen der Arbeiterbewegung. Aus diesen "Kriminellen" wurde die Strafdivision 999 gebildet, die unter anderem in Griechenland eingesetzt wurde.
Dort gelang es vielen 999ern, zu den griechischen Partisanen überzulaufen. Sie gründeten das Antifaschistische Komitee deutscher Soldaten Freies Deutschland und kämpften gemeinsam mit der Nationalen Befreiungsfront EAM gegen die deutsche Besatzung. Darunter auch der Braunschweiger Kommunist Hermann Bode.
Der Regisseur Kostas Stamatopoulos hat die weitgehend vergessene Geschichte der Überläufer aus der Wehrmacht rekonstruiert. In seiner Dokumentation kommen Partisanen der EAM und Nachkommen der Deserteure an Originalschauplätzen zu Wort.
Im Vorprogramm zeigen wir den Kurzfilm Πού είμαι – WO ICH BIN von Miriam Papastefanou.
In Kooperation mit Naturfreundejugend Ortsgruppe Braunschweig.
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CINEMA! ITALIA!
10.9.-16.9.2026
Auch dieses Jahr zeigen wir wieder eine ganze Woche lang italienische Filme: CINEMA! ITALIA!
In Kooperation mit ital-lingua und der Deutsch-italienischen Kulturgesellschaft präsentieren wir im Universum Filmtheater, für alle die, die der italienischen Sprache mächtig sind oder ihre italienischen Kenntnisse aufbessern möchten, neue italienische Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Die Filme:
IL BENE COMUNE / GUT FÜR ALLE
COME TI MUOVI, SBAGLI / IMMER VERKEHRT
GIOIA MIO / MEIN SOMMER MIT NONNA
GRUPPO DE FAMIGLIA IN UN INTERNO / GEWALT UND LEIDENSCHAFT
TRE CIOTOLE / DREI ABSCHIEDE
LA VITA GRANDI / DAS LEBEN ALS ERWACHSENE Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
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Ab 15. Oktober:
HEIMSUCHUNG
Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind. Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.
HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten. Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman.
Mit Martina Gedeck, Susanne Wolff, Lars Eidinger, Michael Maertens u.a.
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SESSELSPENDE "Besser sitzen!"
Sichern Sie sich Ihren persönlichen Kinosessel und unterstützen Sie Braunschweigs einziges Programmkino! Für einen Betrag von 250 Euro sticken wir Ihren Namen auf den Sitz Ihrer Wahl. Suchen Sie sich Ihren Sessel hier aus. Wer zuerst kommt, sitzt zuerst! Und wer zuletzt kommt, na, Sie wissen schon...
201 Braunschweiger*innen sitzen schon!
Kontakt: info@universum-filmtheater.de
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Gern können Sie Gutscheine online bestellen. Ab 10€ aufwärts (in 5er- und 10er-Schritten) ist dies möglich. Dazu einfach den gewünschten Betrag zzgl. 1,80€ auf unser Konto mit dem Verwendungszweck: "Gutschein Nachname" überweisen. Bitte geben Sie Ihre Lieferadresse an.
>> Hier geht's zum Gutscheinkauf.
Außerdem gibt's natürlich auch vorgedruckte 15€-, 20€- oder 25€-Gutscheine an der Kinokasse zu kaufen.
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SPENDEN
Universum Kinobetriebs GmbH Braunschweigische Landessparkasse
IBAN: DE68 2505 0000 0199 8887 10 BIC: NOLADE2HXXX Verwendungszweck: Spende
(leider steuerlich nicht absetzbar, da wir - zumindest bzw. nur dem Steuerrecht nach - nicht gemeinnützig sind)
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