Universum Newsletter | 01.09.2026
 

NEU: VATERLAND

tägl. 20:45 (außer Mi; Mo 21:00), 18:45 (außer Mo), 16:45, 14:45

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern.

In VATERLAND stellt Oscar-Gewinner Paweł Pawlikowski (IDA, COLD WAR - BREITENGRAD DER LIEBE) die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenden Kalten Krieges. Ausgezeichnet für die Beste Regie, Cannes 2026.


EXTRA: THEATER UNSER

Mo, 7.9., 19:00 - Eintritt frei!

„Theater UNSER“ ist ein Dokumentarfilm über Menschen, die in dem Land ihrer Emigration Theater machen. Der Film nimmt die Theaterprojekte des OFF Theater ZIGARRE in Braunschweig unter die Lupe. Das Theater wurde von der polnischstämmigen Sophie Delest gegründet und arbeitet eng mit dem KULT Theater Braunschweig zusammen.

Begleitendes Programm: Eine kurze Performance der Regisseurin Agata Lewandowski und Sophie Delest. Anschließendes Publikumsgespräch. Zu Gast: Jarosław Cymerman, der stellvertretende Leiter des wichtigsten Theaterinstituts Polens, dem Polnischen Theaterinstituts Warschau.


EXTRA: STRAFDIVISION 999

Mi, 9.9., 19:00 - Mit Gast und Gespräch

Die griechische Dokumentation beschäftigt sich mit den sogenannten 999er Strafbataillonen der Wehrmacht, die aus eingezogenen “Kriminellen” gebildet und unter anderem in Griechenland eingesetzt wurden. Dort gelang es vielen 999ern, zu den griechischen Partisanen überzulaufen. 

Der Regisseur Kostas Stamatopoulos hat die weitgehend vergessene Geschichte der Überläufer aus der Wehrmacht rekonstruiert. Es kommen Partisanen der Nationalen Befreiungsfront EAM und Nachkommen der Deserteure an Originalschauplätzen zu Wort.

Eine Veranstaltung der Naturfreundejugend Ortsgruppe Braunschweig.

Das Universum nimmt am Cineville-Abo teil!

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Bei Cineville schließen sich die unabhängigen Kinos Deutschlands zusammen, um ein gemeinsames Abonnement zu ermöglichen, die Arthouse-Filmtheater, Programmkinos, Filmkunstkinos, Traditionshäuser und Ihr Lieblingskino um die Ecke - auch das Universum Filmtheater Braunschweig.

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Kinobistro "Abspann" für Veranstaltungen mieten

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Eine beliebte Kombination für eine Feierlichkeit: Kinosaal mieten für einen Wunschfilm + Sektempfang + Catering im "Abspann".

Richten Sie Ihre Anfrage gern an:

Michael Werner: abspann@universum-filmtheater.de

 

Unser Programm vom 03.09.-09.09.2026

NEU:

VATERLAND

tägl. 20:45 (außer Mi; Mo 21:00), 18:45 (außer Mo), 16:45, 14:45

Regie: Paweł Pawlikowski, DE/PL/IT/FR 2026, 82 Min., FSK 0. Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl u.a.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. 

Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. 

Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.

Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.


EXTRA:

THEATER UNSER

Mo, 7.9., 19:00 - Eintritt frei!

Regie: Agata Lewandowski & Dariusz Jarmuła, PL/DE 2026, 48 Min., poln. OmU

„Theater UNSER“ ist ein Dokumentarfilm über Menschen, die in dem Land ihrer Emigration Theater machen. An Orten, an denen zahlreiche Bühnen existieren, suchen sie ihren eigenen Ausdrucksraum und geben den Ungehörten eine Stimme. Leidenschaft, Entschlossenheit und das Bedürfnis, aus ihrer Sicht relevante Themen anzusprechen, sind dabei wichtiger als das Budget.

Der Film nimmt die Theaterprojekte des OFF Theater ZIGARRE in Braunschweig unter die Lupe. Das Theater wurde von der polnischstämmigen Sophie Delest gegründet und arbeitet eng mit dem KULT Theater Braunschweig zusammen. Die Dokumentation zeigt, wie Bürger*innen der Stadt zu Mitgestalter*innen werden – von der ersten Konzeption über partizipative Workshops bis hin zur finalen Inszenierung. 

Ist das Migrantentheater ein Vorreiter einer neuen Form der Bühnenkunst? Was bedeutet es, Schauspieler*in in einem Migrantentheater zu sein? Werden Migrationserfahrungen in verschiedenen Ländern und sogar auf verschiedenen Kontinenten ähnlich wahrgenommen? Was kann das zeitgenössische Theater in Polen vom polnischen Migrantentheater in Deutschland lernen?

Begleitendes Programm: Eine kurze Performance der Regisseurin Agata Lewandowski und Sophie Delest, Leiterin des OFF Theater ZIGARRE. Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zu einem gemeinsamen Austausch ein. Zu den Ehrengästen zählt unter anderem Jarosław Cymerman, der stellvertretende Leiter des wichtigsten Theaterinstituts Polens, dem Polnischen Theaterinstituts Warschau.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg finanziert und wird von der LEB Braunschweig unterstützt.


EXTRA:

STRAFDIVISION 999

Mi, 9.9., 19:00 in OmU - Mit Gast und Gespräch

Regie: Kostas Stamatopoulos, GR 2026, 91 Min., Dokumentarfilm

Die griechische Dokumentation STRAFDIVISION 999 beschäftigt sich mit den sogenannten 999er Strafbataillonen der Wehrmacht.

Ab 1943 wurden auch Männer zur Wehrmacht eingezogen, die als "wehrunwürdig" galten. Dazu gehörten alle diejenigen, die zu einer Haftstrafe verurteilt worden waren, darunter Zeugen Jehovas, Ärzte, die Abtreibungen vorgenommen hatten, und politische Widerständler aus den Reihen der Arbeiterbewegung. Aus diesen "Kriminellen" wurde die Strafdivision 999 gebildet, die unter anderem in Griechenland eingesetzt wurde. 

Dort gelang es vielen 999ern, zu den griechischen Partisanen überzulaufen. Sie gründeten das Antifaschistische Komitee deutscher Soldaten Freies Deutschland und kämpften gemeinsam mit der Nationalen Befreiungsfront EAM gegen die deutsche Besatzung. Darunter auch der Braunschweiger Kommunist Hermann Bode.

Der Regisseur Kostas Stamatopoulos hat die weitgehend vergessene Geschichte der Überläufer aus der Wehrmacht rekonstruiert. In seiner Dokumentation kommen Partisanen der EAM und Nachkommen der Deserteure an Originalschauplätzen zu Wort.

Im Vorprogramm zeigen wir den Kurzfilm Πού είμαι – WO ICH BIN von Miriam Papastefanou.

Eine Veranstaltung der Naturfreundejugend Ortsgruppe Braunschweig.


STAATSSCHUTZ

Do – So 21:00

Regie: Faraz Shariat, DE 2025, 114 Min. FSK 12. Mit Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Sebastian Urzendowsky, Alev Irmak u.a. | 2. Woche

Mit staatlichen Mitteln und staatlicher Autorität – so will die junge Staatsanwältin Seyo Kim rechter Gewalt in Ostdeutschland entgegentreten. Als sie selbst ins Visier gerät und einen rassistischen Anschlag überlebt, entscheidet sie sich, entgegen der ausdrücklichen Weisung ihrer Behörde und unter Gefahr für ihr Leben, in eigener Sache zu ermitteln. 

Es gelingt Seyo, einen der Täter vor Gericht zu bringen. Mit Nachdruck geht sie daran, ihn als Teil eines rechten Netzwerks zu enttarnen. Sie gräbt tief in den Archiven ihrer Behörde, rollt lange abgeurteilte „Einzelfälle“ wieder auf und lässt scheinbar harmlose Zeugen ins Messer laufen, die sich nicht nur mit dem Anschlag auf ihre Person in Verbindung bringen lassen. 

Die deutsche Staatsanwaltschaft umweht der Mythos, die „objektivste Behörde der Welt“ zu sein. Doch während ihres Gerichtsprozesses erlebt Seyo am eigenen Leib, was es bedeutet, den Kampf für Gerechtigkeit in einem Staat zu führen, der mit zweierlei Maß misst und rechte Gewalt nicht nur verharmlost, sondern mitunter sogar deckt. (Text: Berlinale)

Weltpremiere bei der Berlinale 2026 - ausgezeichnet u.a. mit dem “Heiner-Carow-Preis”, dem Panorama-Publikumspreis. Weitere Auszeichnungen auf zahlreichen Filmfestivals, u.a. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern, Filmfest Emden-Norderney.


SPAZIERGANG NACH SYRAKUS

tägl. 19:00 (außer Mo + Mi), 17:00, 15:00, Mo + Mi auch 21:00

Regie: Lars Jessen, DE 2026, 98 Min., FSK 6. Mit Charly Hübner, Lina Beckmann u.a. | 3. Woche

Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982, und Paul lebt in der DDR. 

Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt! 

Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt einen verwegenen Plan …

Regisseur Lars Jessen (MITTAGSSTUNDE) erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren. 

Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius (erschienen im Rowohlt Verlag), der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.


TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA

Di 21:00 in engl. OmU

Regie: Jane Schoenbrun, US/CA 2026, 112 Min., FSK 16. Mit Hannah Einbinder, Gillian Anderson u.a. | 3. Woche

Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbasis wird das Slasher-Franchise “Camp Miasma” einer ambitionierten jungen Regisseurin zur Wiederbelebung überlassen. Als sie den einstigen Star der Originalfilme besucht, eine mittlerweile zurückgezogen lebende Schauspielerin, die von Geheimnissen umgeben ist, geraten die beiden Frauen in eine blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.

Mit einem Remake der besonderen Art kehrt Jane Schoenbrun (I SAW THE TV GLOW) zurück und zerlegt Slasher-Klischees mit surrealer, campiger Unbekümmertheit. Die frischgebackenen „Scream Queens" Hannah Einbinder und Gillian Anderson verleihen dieser visionären Demontage von Filmnostalgie Witz, Tiefgang und Sinnlichkeit. 

Ausgezeichnet mit der Queeren Palme, Filmfestival Cannes 2026.

Schoenbrun gelingt es wie wenigen Filmschaffenden, einen eigenen ästhetischen Stil, Narration und eine irritierende Atmosphäre zu kreieren. Man muss nicht jede der zahllosen popkulturellen Referenzen sofort erkennen oder diesen Stil mögen, aber was Schoenbrun gelingt, ist ziemlich einzigartig, faszinierend, unangestrengt – und kompromisslos queer.” (epd-film.de)

„Der erste wahrhaft feministische Slasher.” (Filmstarts.de) 

„Ein Instant-Klassiker unter den Midnight Movies.” (Deadline)


HIDDENSEE

So 11:15 + Mo 18:30

Regie: Annekatrin Hendel, DE 2026, 119 Min., FKS 0, Dokumentarfilm | 3. Woche

Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. 

Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart. 

In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die preisgekrönte Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen. HIDDENSEE ist ein gleichsam poetisches wie beunruhigendes Kinoerlebnis voller visueller und erzählerischer Kraft.


IM SPIEGEL MEINER MUTTER

So 13:05

Regie: Jutta Brückner, DE 2026, 95 Min., FSK 12. Mit Corinna Harfouch, Carla Juri und Hildegard Schmahl | 4. Woche

IM SPIEGEL MEINER MUTTER, glänzend besetzt mit den Schauspielerinnen Corinna Harfouch, Carla Juri und Hildegard Schmahl, ist der erste Kinofilm der renommierten Autorin, Regisseurin und Produzentin Jutta Brückner nach fast 20 Jahren. Der Film feierte seine Weltpremiere beim Filmfest München 2026.

Die erfolgreiche Archäologin und Universitätsprofessorin Ursula Scheuner (Corinna Harfouch) macht bei Ausgrabungen im Moor einen sensationellen Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter (Hildegard Schmahl) verarbeiten. 

Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu verschwimmen. Gefangen in einem Labyrinth aus Verlust und Trauer muss Ursula schnell einen Weg hinausfinden. Doch als ihre neue Assistentin Mel (Carla Juri) andeutet, sehr viel mehr über Ursulas Lebensgeschichte zu wissen, droht ein lange verborgenes Familiengeheimnis an die Oberfläche zu gelangen.

Der Film erzählt eine Erinnerung. Die Hauptfigur, gespielt von Corinna Harfouch, erinnert sich ein paar Tage nach dem Tod ihrer Mutter an die Zeit, die sie mit ihrer Mutter erlebt hat. Ich habe mich bemüht, eine Form zu finden, wie man Erinnerungen erzählen kann. Ich glaube, dass Menschen ständig mit ihren Erinnerungen konfrontiert werden, ganz besonders, wenn es um so etwas Heftiges geht, wie den Verlust der Mutter.“ (Jutta Brückner)

Es ist die unsentimentale Genauigkeit, mit der die Regisseurin und ihre Darstellerin Corinna Harfouch diese Situation zwischen Lebenskampf, Überforderung und Einsamkeit, zwischen Zukunftsangst, Gegenwartsstress und Vergangenheitstrauma gestalten, die auf der realistischen Ebene vielen Menschen eigene Erfahrungen oder soziale Beobachtungen widerspiegeln mag. <…> Ein Film, der auf so eindringliche wie zurückhaltende Weise berührt.” (epd-film)


WAS HABEN WIR GELACHT

So 11:00

Regie: Eva Müller & Isabel Schneider, DE 2026, 96 Min., FSK 12, Dokumentarfilm | 7. Woche

WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die jüngere Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens erstmals aus weiblicher Perspektive. 

Sie zeigt, welches Frauenbild in den Shows der 90er- und 00er-Jahre geprägt wurde: Witze auf Kosten von Frauen, schwierige Talkshow-Auftritte und der harte Kampf „lustiger Frauen“ um Sichtbarkeit neben den großen Showmastern. Eine ganze Generation wurde von Harald Schmidt, Thomas Gottschalk, Rudi Carrell, Stefan Raab u.a. humortechnisch sozialisiert. 

Der Film fragt: Worüber haben wir gelacht– und worüber nicht? Und was hat Humor mit Gleichberechtigung zu tun? Darauf antworten Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins.

Eine erhellende Auseinandersetzung mit einem wenig ruhmreichen Stück Fernsehgeschichte.” (filmdienst.de)

Hier geht's zur Rezension in der taz.

Vorschau

CINEMA! ITALIA!

10.9.-16.9.2026

Auch dieses Jahr zeigen wir wieder eine ganze Woche lang italienische Filme:
CINEMA! ITALIA!

In Kooperation mit ital-lingua und der Deutsch-italienischen Kulturgesellschaft präsentieren wir im Universum Filmtheater, für alle die, die der italienischen Sprache mächtig sind oder ihre italienischen Kenntnisse aufbessern möchten, neue italienische Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Zur Eröffnung am 10.9. mit COME TI MUOVI, SBAGLI / IMMER VERKEHRT spendieren wir allen Gästen ein Glas Limoncello Spritz, solange der Vorrat reicht!

 

Die Filme:

IL BENE COMUNE / GUT FÜR ALLE

Fr, 11.9., 19:00 & So, 13.9., 11:00

In den Bergen des südlichen Apennins steht der älteste Baum Europas, eine über 1200 Jahre alte Loricato-Kiefer. Eine ungewöhnliche Wandergruppe macht sich auf den Weg zu diesem einzigartigen Naturdenkmal… Regisseur Rocco Papaleo schickt sein bunt gemischtes Figuren-Ensemble auf eine ebenso unterhaltsame wie abenteuerliche Reise.

 

COME TI MUOVI, SBAGLI / IMMER VERKEHRT

Do, 10.9., 19:00 (ERÖFFNUNG) & Di, 15.9., 16:30

Der 75-jährige Gianni genießt seinen komfortablen Ruhestand. Doch das Dolce vita des ehemaligen Lehrers wird abrupt gestört, als plötzlich seine Tochter Sofia vor der Tür steht… Eine neue charmante und leichtfüßige Komödie von und mit Gianni Di Gregorio, dem ungewöhnlichsten Multitalent des italienischen Kinos.

 

GIOIA MIO / MEIN SOMMER MIT NONNA

Sa, 12.9., 16:30 & Di, 15.9., 19:00

Der neunjährige Nico wird von seinen Eltern aus Norditalien für einen Monat nach Sizilien zu seiner Großtante Gela geschickt. Die Tante wirkt uralt und keineswegs freundlich. Aber irgendwie müssen Nico und Gela eine gemeinsame Sprache finden… 

Mit warmherziger Erzählweise und sicherer Balance von Witz und Drama wird Margherita Spampinatos GIOIA MIO zum berührenden Filmerlebnis. Die 82jährige Aurora Quattrocchi wurde beim Festival von Locarno als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

 

GRUPPO DI FAMIGLIA IN UN INTERNO / GEWALT UND LEIDENSCHAFT

Mo, 14.9., 18:45 & Mi, 16.9., 16:30

Zum 50. Todestag von Luchino Visconti: In seinem preisgekrönten Alterswerk widmet sich Visconti abermals der Vergänglichkeit, der Schönheit und dem Verlangen, inszeniert meisterhaft den Zusammenprall gegensätzlicher Milieus. 

In den Hauptrollen brillieren Burt Lancaster (DER LEOPARD), Silvana Mangano (TOD IN VENEDIG) und Viscontis eigene Entdeckung Helmut Berger (DIE VERDAMMTEN, LUDWID II) als scheinbar skrupelloser Gigolo mit verborgenen Seiten.

 

TRE CIOTOLE / DREI ABSCHIEDE

Fr, 11.9., 21:00 & So, 13.9., 18:45

Am Anfang und am Schluss ziehen Stare in wirbelnden Schwärmen über den Himmel von Rom. Dazwischen entfaltet sich eine ungewöhnliche und ergreifende Liebes- und Trennungsgeschichte mit vielen überraschenden Wendungen, brillant gespielt von Alba Rohrwacher und Elio Germano

Der erste italienische Film der katalanischen Regisseurin Isabel Coixet ist nebenbei auch ein schönes Porträt von Rom abseits der Touristenpfade. Großes Kino!

 

LA VITA GRANDI / DAS LEBEN ALS ERWACHSENE

Sa, 12.9., 19:00 & Mo, 14.9., 16:30

Irene wird von ihrer überforderten Mutter überredet, in ihre Heimatstadt Rimini zurückzukehren und sich um Omar, ihren 40-jährigen autistischen Bruder, zu kümmern. Sowohl für Irene als auch für Omar wird ihr Zusammensein zu einem Crashkurs in Sachen Erwachsen-Werden… 

A VITA GRANDI ist der kluge, überraschend humorvolle und emotionale Debütfilm von Greta Scarano. Eine echte Entdeckung ist Yuri Tuci, selber autistisch, in der Rolle des Omar. 


SOUND ON SCREEN SPECIAL:

OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER

Sa, 12.9., 21:00 & So, 13.9., 11:15 (beide engl. OmU)

Der Vorverkauf hat begonnen!

OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER erzählt die Geschichte der legendären und einflussreichen britischen Rockband mit ungefilterten Einblicken und bislang unbekannten Momenten. 

Der Film feiert seine Weltpremiere bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Er basiert auf einer Idee des für den BAFTA und Oscar® nominierten Autors, Produzenten und Regisseurs Steven Knight (PEAKY BLINDERS) und wurde von Dylan Southern und Will Lovelace (SHUT UP AND PLAY THE HITS, MEET ME IN THE BATHROOM) inszeniert

OASIS - DON'T LOOK BACK IN ANGER dokumentiert die triumphale Reunion Tour von Liam und Noel Gallagher: „Oasis Live ‘25“ – eines der mit größter Spannung erwarteten Rock-’n’-Roll-Comebacks unserer Zeit. Der Film ist eine unverfälscht mitreißende Schilderung des größten Musikereignisses des Jahres 2025 und fängt die Erlebnisse und Emotionen der Band sowie ihrer Fans auf der ganzen Welt ein. 

Die einzigartige Perspektive umfasst Einblicke in Proben, Backstage- und Bühnengeschehen sowie die ersten gemeinsamen Interviews mit Noel und Liam seit über 20 Jahren. 

Neben der ausverkauften Welttournee der Band beleuchtet der Film auch die tiefgreifende emotionale Wirkung dieses phänomenalen globalen Kulturereignisses und was ihre Musik für das Publikum und Generationen weltweit bedeutet.

In Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival.


Ab 17. September:

GENTLE MONSTER

Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich? 

Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst. In einer prägnanten Nebenrolle ist übrigens Catherine Deneuve zu sehen.

“'Gentle Monster' von Marie Kreutzer mit Léa Seydoux und Jella Haase in den Hauprollen ist ein Erlebnis, weil er ein Reizthema bei den Hörnern packt und bei aller berechtigter Wut umsichtig und empathisch bleibt.” (spot media)

Hier geht's zur ausführlichen Besprechung.


DOK am Montag:

SALZ UND WASSER

Mo, 21.9., 19:00

Meter um Meter beißt sich der Forschungseisbrecher Polarstern durch das massive Eis der Ostantarktis. An Bord befinden sich die Schiffsbesatzung und die Wissenschaftler:innen, die hier in dieser schon fast unwirklichen Welt der Antarktis ihrer Arbeit nachgehen. Sie untersuchen die Zukunft des mächtigen Antarktischen Zirkumpolarstroms. 

Denn sollte sich dieser aufgrund der globalen Erwärmung südwärts verlagern, bringt er warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis. Sollte die Ostantarktis komplett schmelzen, wäre ein globaler Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern die Folge. Der Schlüssel der wissenschaftlichen Arbeit liegt aber auch in der Erfahrung und dem Fachwissen der Schiffsbesatzung. Ohne sie wäre Forschung unter diesen extremen Bedingungen nicht möglich. 

Mit ihrem persönlichen Blick ermöglicht die Filmemacherin Ines Reinisch an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern ein Verständnis dafür, was eine Expedition wirklich bedeutet: ein hohes Maß an persönlichem Einsatz, Geduld, Mut, Verzicht und ein starkes Bewusstsein für die Verantwortung, die auf der Schiffscrew und der Wissenschaft liegt. 

Die begleitete Polarstern-Expedition wurde ausgerichtet vom Alfred-Wegener-Institut und dem GEOMAR.


EXTRA:

WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST?

Mi, 23.9., 19:00

Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild. 

Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich Schauspielerin Katharina Stark auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Von Worpswede bis Paris folgt sie den Stationen eines außergewöhnlichen Lebens und begegnet den Menschen, die Paula Modersohn-Beckers Leben geprägt haben – darunter Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Clara Rilke Westhoff und Rainer Maria Rilke.

Je tiefer sie in das Leben der Malerin, ihre Bilder und ihre Gedanken eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus der künstlerischen Recherche wird eine Annäherung an eine Frau, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellte und kompromisslos ihren eigenen Weg ging.

Der Film ist keine klassische Künstlerbiografie und kein Museumsfilm. Er ist eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen – und die doch dieselben Fragen nach Freiheit, Identität und Selbstbestimmung bewegen.

In Kooperation mit dem Freundeskreis Bildender Künstler in Braunschweig e.V.


Ab 24. September:

VON SCHAM UND GELD

Hatixhe und Shaban bewirtschaften einen kleinen Hof im ländlichen Kosovo. Sie haben drei Töchter und leben in einer Großfamilie. Durch den Verrat des Bruders verlieren sie über Nacht ihre Existenzgrundlage. Es bleibt nur der Weg in die Hauptstadt. In Pristina nimmt Hatixhes wohlhabende Schwester die Familie auf. Was wie Hilfe aussieht, entpuppt sich als stille Demütigung.
 
"Alles hat seinen Platz, auch jeder Mensch", erklärt der reiche Schwager. Mag sein, aber um den zu finden, brauchen Hatixhe und Shaban erstmal einen Vorschuss — für die drückenden Schuhe der Tochter, für die Medikamente der Mutter, die sie sonst halbieren muss. Erst dann beginnt die Suche nach diesem Platz: im Nachtclub, den sie putzen und dafür kaum bezahlt werden; auf dem Arbeiterstrich, wo sich Shaban als Tagelöhner anbietet; in der Pflege des Schwiegervaters, der langsam vor sich hin stirbt. Leicht zu finden ist dieser Platz nicht. Vielleicht als Sicherheitsmann einer Gated Community?
 
VON SCHAM UND GELD zeigt, dass in einer Welt, in der Geld die Macht bestimmt, das Menschsein zum teuersten Gut wird.

Ausgezeichnet mit dem Grand Jury Prize, Sundance Film Festival 2026.


EXTRA:

DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN

Do, 24.9., 19:45

Im Anschluss: live Q&A mit UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese und Regisseur Christophe Cotteret im Livestream.

2025 feierte die UNO ihr 80-jähriges Bestehen – doch statt Jubel herrscht Ernüchterung. Seit Oktober 2023 war die internationale Gemeinschaft außerstande, den von Israel verübten Massakern an palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza Einhalt zu gebieten. Der Krieg glich und gleicht nach wie vor einer Bankrotterklärung des Völkerrechts, von Deutschland tatkräftig unterstützt im Namen einer “Staatsräson”.

80 Jahre nach ihrer Gründung im Zeichen des „Nie wieder“ stehen die grundlegenden Prinzipien der Weltorganisation auf dem Spiel. Die „palästinensische Frage“ – der am häufigsten behandelte Konflikt in der Geschichte der UNO – bleibt unlösbar und schürt weiter Spannungen in einer der explosivsten Regionen der Welt. 

UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bezeichnete die Gewalt in Gaza bereits im März 2024 als Völkermord und setzte sich damit Sanktionen, Repressionen und Denunziationen durch die USA, aber auch hierzulande aus. 

DISUNITED NATIONS - DIE UNO UND DER NAHE OSTEN führt von New York über Genf bis in den Nahen Osten und dokumentiert die humanitären und politischen Abgründe einer Region am Rande der Katastrophe – und einer Weltorganisation in ihrer tiefsten Krise.


DOK am Montag: 

WISE WOMEN - FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN

Mo, 28.9., 18:30 - Mit Filmgespräch

Der Vorverkauf hat begonnen!

In WISE WOMEN begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes.

Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess. Ob im modernen Krankenhaus, im selbstorganisierten Geburtshaus oder unter einfacheren Bedingungen in ländlichen Regionen: Die Hebammen bewegen sich zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, denn eine Geburt folgt keinem Drehplan.

Frauengesundheit, das wird in diesem Film schnell deutlich, folgt immer wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. WISE WOMEN zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für eine sichere Geburt sein können.

Der Dokumentarfilm begreift Geburt als Grenzerfahrung und findet dabei intime, kraftvolle Bilder für den Beginn des Lebens, der einer Naturgewalt gleicht. Er würdigt jene Frauen, die diesen Moment begleiten und damit die Zukunft buchstäblich in ihren Händen tragen.


Ab 1. Oktober:

DIGGER

Der mächtigste Mann der Welt begibt sich auf eine verzweifelte Mission, um zu beweisen, dass er der Retter der Menschheit ist, bevor die von ihm ausgelöste Katastrophe alles zerstört. 

Tom Cruise spielt die Titelrolle an der Seite des Oscar®-Preisträgers Riz Ahmed, John Goodman, der Oscar®-Nominierten Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg und des Oscar®-Nominierten Jesse Plemons. Robert John Burke, Emma D’Arcy, Burn Gorman und Sophie Wilde sind ebenfalls mit von der Partie.

Der neue Film von Regisseur Alejandro González Iñárritu (BIRDMAN, THE REVENANT).


Ab 8. Oktober:

ALTE LIEBE

Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes. 

Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch. 

Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.

Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.

Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Nach den Publikumserfolgen und vielfach ausgezeichneten Filmen GUNDERMANN, RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH und IN LIEBE, EURE HILDE ist ALTE LIEBE ihre neunte gemeinsame Arbeit. Eine berührende und zugleich heitere Paargeschichte voller Wortwitz, leiser Melancholie und zärtlicher Momente. 

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, der im August 2026 im Hanser Verlag neu aufgelegt wird, erzählen sie über zwei Menschen, die nach vier Jahrzehnten Jahren Ehe entdecken, dass es für Veränderungen nie zu spät ist.


EXTRA: 

MEETING THE BUDDHA

Sa, 10.10., 11:00 - Vorverkauf läuft!

MEETING THE BUDDHA entfaltet das außergewöhnliche Leben und das zeitlose Vermächtnis des 16. Karmapa, Rangjung Rigpe Dorje – dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie. 

Der Dokumentarfilm nimmt mit auf eine emotionale Reise: Er schildert die unbeschwerten frühen Jahre des Meisters in Tibet, die Bewahrung seiner jahrhundertealten Linie im indischen Exil und sein Ziel, die Weisheit des Ostens für die westliche Welt zugänglich zu machen. 

Der Wendepunkt dieser Entwicklung war das Jahr 1969, als der wilde, unangepasste Hippie aus Dänemark Ole Nydahl und seine Frau Hannah im Himalaya auf den 16. Karmapa trafen. Schon als kleines Kind hatte Ole den Wunsch verkündet, einmal der „dänische Meister des Geistes“ zu werden. Diese tief gehende Begegnung verändert das Leben von Ole und Hannah radikal. 

Aus dieser engen Schüler-Lehrer-Verbindung entstand die Grundlage für ihre zukünftige Arbeit: Dem Wunsch ihres Lehrers folgend, reisen Lama Ole und Hannah fortan rund um die Welt. 

Sie haben über Jahrzehnte hinweg weltweit tausende Menschen berührt, den Buddhismus zu praktizieren, und im Namen von Karmapa weltweit Meditationszentren gegründet. So bleibt diese uralte Übertragung bis heute lebendig.


Ab 15. Oktober:

HEIMSUCHUNG 

Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind. 

Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.

HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten. 

Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman DIE BLECHTROMMEL mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman, diesmal von Jenny Erpenbeck aus dem Jahr 2007.

Mit Martina Gedeck, Susanne Wolff, Lars Eidinger, Michael Maertens u.a.


Ab 22. Oktober:

DIE ANDERE SEITE

Die Ärztin Hanna (Nina Hoss) hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist. 

Als sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Hanna nimmt sich ihrer an, gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint.

Mit DIE ANDERE SEITE liefert Mariko Minoguchi nach ihrem gefeierten Spielfilmdebüt MEIN ENDE. DEIN ANFANG. ihre zweite Kino-Regiearbeit ab. Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen. 

In der Rolle der Hanna, die aus ihrem Leben gerissen wurde und nun in der alpinen Natur auf sich allein gestellt ist, begeistert Nina Hoss (TÁR, HEDDA, BARBARA) einmal mehr mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance.


Ab 29. Obtober:

DIE BLUTGRÄFIN

Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire. 

Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“. 

Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.

Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: DIE BLUTGRÄFIN von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist die Mutter aller Kinofeste, ein groteskes Gelage grandioser Grandes Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind. Neben Isabelle Huppert spielen zu Höchstform auf: Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Conchita Wurst, Karl Markovics und viele mehr. Ein exzellentes, spielfreudiges Ensemble in einer federleichten Vampirkomödie, die schon jetzt unsterblich ist.


Ab 5. November:

GEISTER

Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) sind 20, als sie sich auf einer Abiparty begegnen – ein Blick, der alles verändert. Doch noch in derselben Nacht stirbt Farasha. Auf der verzweifelten Suche, Kontakt zu Faris aufzunehmen, findet Farasha einen Weg: sie kann ihn treffen, jedoch nur in seinen Träumen und nur für 40 Nächte. So wächst ihre Liebe, bis zur letzten Nacht.

Der neue Film von Fatih Akin (AMRUM, AUS DEM NICHTS, GEGEN DIE WAND).



Ab 16. November:

WILD HORSE NINE

Kurz vor dem Militär-Putsch in Chile im Jahr 1973 werden die CIA-Agenten Chris (John Malkovich) und Lee (Sam Rockwell) von ihrem Büroleiter MJ (Steve Buscemi) von Santiago auf die Osterinsel entsandt. Vor dem Hintergrund der ikonischen Skulpturen der Insel ringen die langjährigen Partner mit ihrer dunklen Vergangenheit und aktuellen Verschwörungen.

Dabei droht Chris’ neu gefundene Freundschaft mit zwei rebellischen Studentinnen (Mariana di Girolamo und Ailín Salas) die Reise aller in dieses abgelegene Paradies völlig aus dem Ruder laufen zu lassen.

Der neue Film von Martin McDonough (THE BANSHEES OF INISHERIN, THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI).


DOK am Montag: 

LEICA - EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN

Mo, 23.11., 19:00

Vor gut 100 Jahren erfindet LEICA die Kleinbildkamera und verändert damit die Geschichte der Fotografie für immer. Fotografen können nun ihre Kamera mitnehmen und das Geschehen um sie herum dokumentieren. Die Geburtsstunde der Street Photography, Reportage und des Fotojournalismus.

LEICA – EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN beleuchtet diesen Wandel der globalen visuellen Kultur und lädt uns ein, 100 Jahre Dokumentarfotografie zu erkunden – mit Werken renommierter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb sowie zeitgenössischer Künstler wie JR, Greg Williams und Ragnar Axelsson und Hunderten von Bildern ihrer bahnbrechenden Arbeiten.

In Kooperation mit dem Museum für Photographie Braunschweig.

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SESSELSPENDE "Besser sitzen!"

Sichern Sie sich Ihren persönlichen Kinosessel und unterstützen Sie Braunschweigs einziges Programmkino! Für einen Betrag von 250 Euro sticken wir Ihren Namen auf den Sitz Ihrer Wahl. Suchen Sie sich Ihren Sessel hier aus. Wer zuerst kommt, sitzt zuerst! Und wer zuletzt kommt, na, Sie wissen schon...

201 Braunschweiger*innen sitzen schon!

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