Universum Newsletter | 12.02.2024

NEU: RÜCKKEHR ZUM LAND DER PINGUINE

tägl. 14:00

Nach dem Riesenerfolg von DIE REISE DER PINGUINE (Oscar für den Besten Dokumentarfilm) kehrt Regisseur Luc Jacquet sehnsüchtig in die Antarktis zurück und trifft die Kaiserpinguine wieder, die ihn wie einen alten, lang vermissten Freund begrüßen. In großartigen Schwarzweißbildern voller Poesie zeigt er uns die Natur mit ihrer erstaunlich vielfältigen Tierwelt und regt zum Nachdenken an.


NEU: ALL OF US STRANGERS

tägl. 21:05 (So + Mo in engl. OmU)

In dem geheimnisvollen und bestechend schönen Festivalhit ALL OF US STRANGERS erzählt Regisseur Andrew Haigh von Adam (Andrew Scott), der in einem fast leeren Hochhaus in London lebt. Eines Nachts kommt es zu einer zufälligen Begegnung mit dem mysteriösen Nachbarn Harry (Paul Mescal), die den Rhythmus seines täglichen Lebens durchbricht.

"Eine atemberaubend schöne, tragische, metaphysische Liebesgeschichte, die sich zwischen den Lebenden und den Toten bewegt und zutiefst berührt." (programmkino.de)


EXTRA: Mi, 21.2., 19:00

NORD SHORTS - Kurzfilmprogramm

Zu Gast: Silke Merzhäuser & Julia Roesler (FREDDA MEYER)

Acht neue Kurzfilme aus Niedersachsen präsentieren die Vielfalt filmischer Produktionen aus dem Norden. Die Filme begeistern, inspirieren, machen nachdenklich, können aber auch irritieren.

Es geht um Tradition und Tabubrüche, fantastische Welten, die Probleme von Robotern im Alltag, Erinnerungen an Verluste, Auseinandersetzungen zwischen den Generationen und die erste Liebe.

Feiern im Kinobistro "Abspann"

Sie möchten das Kinobistro "Abspann" für Ihre private Feier mieten? Ob Geburtstage, Weihnachtsfeiern, Empfänge oder ähnliche Veranstaltungen - unser gemütliches Kinobistro bietet Ihnen Platz für bis zu 50 Personen. Individuelles Catering (z.B. selbstgemachte Quiches, Kuchen, Salate, Antipasti) und Filme liefern wir auf Wunsch gern dazu.

Eine beliebte Kombination für eine Feierlichkeit: Kinosaal mieten für einen Wunschfilm + Sektempfang + Catering im "Abspann".

Richten Sie Ihre Anfrage gern an:

Michael Werner: abspann@universum-filmtheater.de

Unser Programm vom 15.02.-21.02.2024

NEU:

RÜCKKEHR ZUM LAND DER PINGUINE

tägl. 14:00

Regie: Luc Jacquet, FR 2023, 83 Min., FSK 0, Dokumentarfilm | Bundesstart

Nach dem Riesenerfolg von DIE REISE DER PINGUINE (allein in Deutschland 1,5 Millionen begeisterte Zuschauer, Oscar® für den Besten Dokumentarfilm) kehrt Regisseur Luc Jacquet in die Antarktis zurück.

Die Südspitze Patagoniens ist der Startpunkt für seine Reise nach 90° Süd. Selten hat man die eisigen Küsten und die endlosen, weißen Landschaften der Antarktis so beeindruckend wie in Jacquets filmischem Reisetagebuch gesehen. Der südlichste Kontinent der Erde übe eine magnetische Anziehungskraft auf ihn aus, sagt Jacquet einmal im Film. Seine Faszination ist in jeder Einstellung spürbar.

In großartigen Schwarzweißbildern zeigt er uns die Natur mit ihrer erstaunlich vielfältigen Tierwelt. Schließlich trifft Jacquet die Kaiserpinguine wieder, die ihn wie einen alten, lang vermissten Freund begrüßen. So wird diese Reise für ihn nicht nur zu einer Rückkehr an seinen Sehnsuchtsort, sondern auch zu einer Rückkehr zum Land der Pinguine.

"Jede Einstellung seines Films ist ein Gedicht. Bilder, die man nicht so schnell vergisst, und die in Schwarzweiß auch eine Schönheit ausstrahlen, die „Rückkehr zum Land der Pinguine“ deutlich von anderen Naturfilmen abhebt." (programmkino.de)

Sprecher in der deutschen Sprachfassung ist Ronald Zehrfeld.


NEU:

ALL OF US STRANGERS

tägl. 21:05 (So + Mo in engl. OmU)

Regie: Andrew Haigh, UK 2023, 105 Min., FSK 12. Mit Andrew Scott, Paul Mescal, Jamie Bell, Claire Foy

Sich neu verlieben, durch eine Zeitschleife zurück in die eigene Kindheit der 1980er reisen und dort den längst verstorbenen Eltern begegnen. In dem geheimnisvollen und bestechend schönen Festivalhit ALL OF US STRANGERS erzählt Regisseur Andrew Haigh von Adam (Andrew Scott), der in einem fast leeren Hochhaus im London der Gegenwart lebt. Eines Nachts kommt es zu einer zufälligen Begegnung mit dem mysteriösen Nachbarn Harry (Paul Mescal), die den Rhythmus seines täglichen Lebens durchbricht.

Während sich zwischen den beiden eine Beziehung anbahnt, wird Adam von Erinnerungen aus der Vergangenheit heimgesucht. Er findet sich in dem Haus seiner Kindheit wieder, in dem seine Eltern (Claire Foy und Jamie Bell) zu leben scheinen, genau wie an dem Tag, an dem sie 30 Jahre zuvor gestorben sind.

"Das hervorragend gespielte Liebesdrama nutzt Motive des Geisterfilms, um über Verlust und eine tragische Liebe zu erzählen. Zudem spiegeln sich in den Gesprächen die gesellschaftlichen Veränderungen in der Akzeptanz von Homosexualität" (filmdienst.de)

"Eine atemberaubend schöne, tragische, metaphysische Liebesgeschichte, die sich zwischen den Lebenden und den Toten bewegt und zutiefst berührt." (programmkino.de)


EXTRA:

NORD SHORTS

Mi, 21.2., 19:00

Zu Gast: Silke Merzhäuser & Julia Roesler (FREDDA MEYER)

Das Film & Medienbüro Niedersachsen hat mit den Nord Shorts 2023 wieder eine Kurzfilmrolle für die Präsentation im Kino zusammengestellt. Die Produktionen sind nordmedia-gefördert, in den niedersächsischen Hochschulen in Hannover, Hildesheim, Braunschweig und Salzgitter entstanden und im Rahmen des cast&cut Stipendiums von der Stiftung Kulturregion Hannover und der nordmedia.

Acht neue Kurzfilme aus Niedersachsen präsentieren die Vielfalt filmischer Produktionen aus dem Norden. Die Filme begeistern, inspirieren, machen nachdenklich, können aber auch irritieren. Es geht um Tradition und Tabubrüche, fantastische Welten, die Probleme von Robotern im Alltag, Erinnerungen an Verluste, Auseinandersetzungen zwischen den Generationen und die erste Liebe.

Kurzfilmprogramm mit 8 Filmen:

EAT YOUR RICE - DE 2021, 6 Min., Regie: Raka und Dimas Suwandhi

NOCTUIDAE - DE 2021, 23 Min., Buch, Regie, Produktion, Schnitt: Alexandra Mauritz

ENJOY YOUR BREAKFAST - DE 2021, 3 Min., Animation und Regie: Danny Seggelke

TOMATOES - DE 2021, 2 Min., Regie: Takashi Kunimoto

FREDDA MEYER - DE 2021, 20 min., Regie und Produktion: werkgruppe2 - Silke Merzhäuser, Julia Roesler

LIEBER PAPA, DEINE TOCHTER - DE 2021, 17 min., Regie: Karoline Rößler

EIN ECHT DEUTSCHER AUSFLUG - DE 2021, 15 min., Regie: Dolunay Gördüm

HEY - DE 2021, 4 min., Regie: Maraia Jakimov


GELIEBTE KÖCHIN

tägl. 18:45 (außer Mo), 16:00, Di 18:45 in franz. OmU

Regie: Tran Anh Hung, FR 2023, 136 Min., FSK 6. Mit Juliette Binoche, Benoît Magimel | 2. Woche

Frankeich, Ende des 19. Jahrhunderts. Seit 20 Jahren arbeitet die außergewöhnliche Köchin Eugénie für den berühmten Gourmet Dodin. Sie kreiert mit ihm die köstlichsten Gerichte, die selbst die legendärsten Köche der Welt in Staunen versetzen.

Aus der gemeinsamen Zeit in der Küche und der Leidenschaft für das Kochen ist über die Jahre weit mehr als nur eine Liebe fürs Essen erwachsen. Doch Eugénie will ihre Freiheit nicht aufgeben und hat keinerlei Absichten Dodin zu heiraten. Also beschließt dieser, etwas zu tun, was er noch nie zuvor getan hat: für sie zu kochen.

Inmitten des hektischen Treibens einer Küche inszeniert Oscar-Nominee Tran Anh Hung („Der Duft der grünen Papaya“, „Cyclo“) eine außergewöhnliche und im wahrsten Sinne des Wortes appetitanregende Liebesgeschichte um die Kunst der Verführung und die Sinnlichkeit des Essens.

Neben der bezaubernden Juliette Binoche und dem französischen Schauspielstar Benoît Magimel beeindrucken vor allem auch die kulinarischen Kreationen – choreografiert von niemand Geringerem als Sternekoch Pierre Gagnaire. Ein wahres Kinofest für die Augen, den Gaumen und das Herz!

In Cannes wurde diese filmische Feier der Liebe und der Kulinarik mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet. GELIEBTE KÖCHIN ist der offizielle Oscar-Kandidat Frankreichs.


DIE AUSSTATTUNG DER WELT

So 11:15

Regie: Robert Bramkamp & Susanne Weirich, DE 2023, 103 Min., FSK 0, Dokumentarfilm | 2. Woche

Sie spielen in jedem Film eine entscheidende Rolle, ohne sie wären die Reisen in verschiedene Epochen und Milieus nicht möglich, trotzdem werden sie selten bewusst wahrgenommen – die vielen großen und kleinen Dinge der Ausstattung. In das Universum dieser verborgenen Welten reist der Film DIE AUSSTATTUNG DER WELT von Robert Bramkamp und Susanne Weirich.

Sie erkunden die drei großen Funden im Studio Babelsberg, im "delikatessen Requisiten Fundus Berlin" und bei "FTA Props" in Hamburg. Jeder für sich ist eine eigene Welt mit einer ganz eigenen Ordnung der jeweils bis zu 100.000 Dinge. Lampen, Tassen, Sofas, (Missions-)Spardosen, Fahnen, Spielzeugfische, Plastikblumen, Uhren und Ölgemälde entfalten ihre Vielseitigkeit, wenn sie in neue Ordnungen wechseln.

Sie werden verpackt, neu sortiert, fotografiert, „digitalisiert“ und online gestellt als Beschreibung, Suchbegriff oder Foto. Wir hören die leidenschaftlichen Berichte der Fundus-Experten über die richtige Auswahl der Requisiten und sehen die Ausflüge der Dinge in die „ausgestattete Welt“ - sie wirken mit in Filmen von „Kolberg“ bis „Großstadtrevier“, „Welt am Draht“ bis „Prüfstand 7“, „Finsterworld“ bis „Sonnenallee“, aber auch in „Verbotene Liebe“.

Gleichzeitig geht der Film der postkolonialen Geschichte der Dinge nach – verkörpert durch die BiPOC-Aktivistin Thelma Buabeng, die in die Rolle einer Doktorandin der Postcolonial Studies schlüpft, die im Fundus jobbt. Sie entdeckt einen parallelen Ding-Alltag von afrikanischen Objekten – koloniale Originale, Airport Art, rätselhafte oder rassistische Gegenstände und schließlich das Portrait einer „African Woman Holding a Clock“, das im Verlauf des Films in der Jetztzeit ankommt.


GREEN BORDER

Mo 13:00

Regie: Agnieszka Holland, PL/FR/CZ/ 2023. Mit Jalal Altawil, Maja Ostaszewska, Behi Djanati Atai | 3. Woche

Die 74-jährige polnische Regieveteranin Agnieszka Holland zeichnet in GREEN BORDER ein um Vielschichtigkeit bemühtes Bild der Zustände an der polnisch-belarussischen Grenze und geriet damit in den Fokus der PIS-Regierung, die den Film für ihre politischen Zwecke skandalisierte.

"Dreierlei Perspektiven bestimmen ihren Film: Da ist die Seite der Flüchtenden, die zuerst noch optimistisch mit dem Flugzeug in Belarussland ankommen, um dann unter zunehmend unmenschlichen Bedingungen nächtens über die Grenze nach Polen geschleust werden, von wo sie allzu gewaltbereite polnische Grenzsoldaten wieder zurück nach Belarussland drängen.

Das Hin und Her wird schnell zum Martyrium. In Parallelschnitt wechselt Holland zum Blickwinkel der polnischen Grenzsoldaten, denen eingebläut wird, dass die Flüchtenden »Waffen« seien, die vom belarussischen Präsidenten Lukaschenko in seinem Krieg gegen Westeuropa eingesetzt werden.

Zwischen diesen Extremen schaltet der Film die Perspektive der »Aktivisten«, die in partisanenhaften Aktionen versuchen, den im Wald gestrandeten Flüchtenden zu helfen. Zusammen ergeben diese drei Perspektiven einen Tanz der Verzweiflung und Ausweglosigkeit – der bei der Premiere viel Zustimmung und Applaus erntete." (Barbara Schweizerhof, epd-Film)

Spezial-Preis der Jury für Agnieszka Holland, Venedig Filmfestival 2023.

Film des Monats (2/2024) - Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Zu den Hintergründen des Films siehe Verdi publik.


THE HOLDOVERS

tägl. 18:30 (außer Mo + Mi), 15:45, So 18:30 in engl. OmU

Regie: Alexander Payne, US 2023, 133 Min., FSK 12. Mit Paul Giamatti, Da’Vine Joy Randolph, Dominic Sessa | 4. Woche

Schnee verwandelt das Schulgelände in eine malerische Winterlandschaft, und die Feiertage stehen vor der Tür – doch in Alexander Paynes THE HOLDOVERS ist am Elite-Internat Barton Academy im Dezember 1970 trotzdem nicht jeder in Weihnachtsstimmung.

Der verbitterte und wenig beliebte Professor Paul Hunham (Paul Giamatti) wurde verpflichtet, all jene Schüler zu beaufsichtigen, die nicht zu ihren Familien fahren konnten. Das passt ihm ebenso wenig wie dem klugen, aber rebellischen Angus (Dominic Sessa), der eigentlich mit seiner Mutter im Strandurlaub sein wollte.

Der Frust wird noch größer, als schließlich Angus, Paul und Köchin Mary (Da’Vine Joy Randolph) die einzigen Verbliebenen im eiskalten Schulgebäude sind. Doch mit der Zeit führen die geteilte Einsamkeit und zahlreiche skurrile Zwischenfälle dazu, dass bei dem ungleichen Trio pünktlich zum Fest der Liebe trotz allem so etwas wie eine besinnliche Stimmung aufkommt.

Eine feinsinnige Geschichte mit viel Herzenswärme, die gleichzeitig charmant, nachdenklich und sehr witzig ist. Hier geht's zu einer schönen Kritik.

Golden Globes 2024: Bester Hauptdarsteller & Beste Nebendarstellerin.


POOR THINGS

tägl. 21:15 (Fr + Mo in engl. OmU), So auch 11:00

Regie: Yorgos Lanthimos, US/IE/GB 2023, 142 Min., FSK 16. Mit Emma Stone, Willem Dafoe, Mark Ruffalo, Christopher Abbott | 5. Woche

Von Filmemacher Yorgos Lanthimos (THE LOBSTER, DOGTOOTH, THE FAVOURITE) und Produzentin Emma Stone kommt die phantastische Geschichte von Bella Baxter (Emma Stone), einer jungen Frau, die von dem ebenso brillanten wie unorthodoxen Wissenschaftler Dr. Godwin Baxter (Willem Dafoe) von den Toten zurück ins Leben geholt wird.

Unter Baxters Anleitung und Schutz ist Bella begierig, zu lernen. Sie ist hungrig auf das Leben und die Lebenserfahrung, die ihr fehlt. Mit Duncan Wedderburn (Mark Ruffalo), einem raffinierten und verrufenen Anwalt, bricht sie zu einem rasanten Abenteuer über die Kontinente auf. Sie befreit sich immer mehr von den Zwängen und Vorurteilen ihrer Zeit und wächst zunehmend in ihrer Entschlossenheit, für Gleichheit und Freiheit einzutreten.

Gewann den "Goldenen Löwen" als Bester Film beim Filmfestival in Venedig 2023.

Golden Globes 2024: Bester Film & Beste Hautdarstellerin.


PERFECT DAYS

tägl. 13:30 (außer Sa + Mo), Mo 18:45

Regie: Wim Wenders, JP 2023, 123 Min., FSK 0. Mit Koji Yakusho, Arisa Nakano | 9. Woche

Hirayama (Kōji Yakusho) reinigt öffentliche Toiletten in Tokio. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben vollauf zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat.

Die im Film als Schauplatz dienenden Toiletten sind Teil eines Projekts, bei dem japanische Stararchitekten 17 öffentliche Toiletten im Tokioter Bezirk Shibuya gestaltet haben.

PERFECT DAYS ist eine tief berührende und poetische Betrachtung über die Schönheit der alltäglichen Welt und die Einzigartigkeit eines jeden Menschen.

"Wim Wenders bester Spielfilm seit drei Jahrzehnten." (Filmstarts)

Hier geht's zur Kritik bei epd-film.

Film des Monats (12/2023) - Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Filmfestival Cannes 2023: Preis für den besten Hauptdarsteller.

Japanischer Kandidat für die Oscars 2024.


ANATOMIE EINES FALLS

Sa 13:00

Regie: Justin Triet, FR 2023, 150 Min., FSK 12. Mit Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner u.a. | 16. Woche

Sandra, eine deutsche Schriftstellerin, ihr französischer Ehemann Samuel und ihr Sohn Daniel leben in einem kleinen Ort in den französischen Alpen. An einem strahlenden Tag wird Samuel am Fuße ihres Chalets tot im Schnee gefunden.

War es Mord? Selbstmord? Oder doch nur ein tragischer Unfall? Der Polizei erscheint Samuels plötzlicher Tod verdächtig, und Sandra wird zur Hauptverdächtigen. Es folgt ein aufreibender Indizienprozess, der nach und nach nicht nur die Umstände von Samuels Tod, sondern auch Sandras und Samuels lebhafte Beziehung im Detail seziert.

Beim diesjährigen Festival von Cannes wurde Regisseurin Justin Triet – als dritte Frau in der Geschichte des Festivals – für ANATOMIE EINES FALLS mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Im Ringen um die Frage, was wirklich geschah, entspinnt Triet auf raffinierte Weise ein packendes Beziehungsdrama, das die Widersprüche im Privaten der harten Realität des Justizsystems gegenüberstellt.

Sandra Hüller glänzt erneut mit ihrem außergewöhnlichen und höchst nuancierten Spiel und wurde in Cannes von der deutschen und internationalen Presse gefeiert.

Film des Monats (11/2023) - Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Ausgezeichnet mit 5 Europäischen Filmpreisen: Bester europäischer Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Schnitt, beste Hauptdarstellerin!

Golden Globes 2024: Bester nicht-englischsprachiger Film & Bestes Drehbuch.

Vorschau

Ab 22. Februar:

MY SAILOR, MY LOVE

Es ist nie zu spät für die Liebe… und für die Wiederentdeckung der Lebensfreude.

Aus Sorge um das Wohlergehen ihres aufbrausenden Vaters Howard, eines pensionierten Kapitäns, stellt die gestresste Krankenschwester Grace die Witwe Annie als Haushälterin ein. Als Annie und Howard eine Romanze beginnen, muss sich Grace mit ihren negativen Gefühlen auseinandersetzen, die sie seit ihrer Kindheit plagen.

Alte Wunden und streng gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und bringen die Beziehung zwischen Howard und Annie in Gefahr. Kann die Liebe zwischen ihnen trotz Grace gedeihen?

MY SAILOR, MY LOVE ist ein herzerwärmendes Drama über zeitlose Liebe und Vergebung. Der Film ist eine vorwiegend finnische Produktion, Regie führte der finnische Regisseur Klaus Härö, wurde aber in englischer Sprache in der beeindruckenden Kulisse der irischen Küste der Insel Achill gedreht.

Hier geht's zur Kritik in epd Film.


EXTRA:

HURTIGRUTEN UND NORWEGEN

So, 25.2., 11:15

Eine Fahrt mit einem Schiff der Hurtigruten entlang der norwegischen Küste gilt als die schönste Seereise der Welt. Der Filmemacher Volker Wischnowski hat die Tour bei schönstem Sommerwetter in Norwegen unternommen. Und die Landschaft und das Licht in faszinierenden Filmaufnahmen festgehalten.

Entstanden ist eine Dokumentation über die Schifffahrtsroute, die nicht nur das Leben an Bord, sondern auch viele der angebotenen Ausflüge und weitere großartige norwegische Impressionen zeigt.

Der bildgewaltige Film besticht durch teils epische anmutende Sequenzen, Humor an den richtigen Stellen und den professionellen und authentischen Kommentar des Filmemachers.

Wischnowski wird seinen Film live kommentieren.


DOK am Montag:

AND THE KING SAID, WHAT A FANTASTIC MACHINE

Mo, 26.2., 19:00

Wenn unsere Selbstverliebtheit auf einen endlos freien Markt und 45 Milliarden Kameras trifft! Die Filmemacher Axel Danielson & Maximilien Van Aertryck (TEN METER TOWER, JOBS FOR ALL!) richten ihren unverfälschten Kamerablick erneut auf unsere Gesellschaft. In dem neuen Werk geht es um die Auswirkungen, die eine ungefilterte Bilder-Obsession auf unser eigenes Verhalten hat.

Von der Camera Obscura und den Brüdern Lumière bis hin zu Youtube und der Welt der sozialen Medien dokumentiert der Film, wie sich in nur 200 Jahren aus der simplen Aufnahme eines Hinterhofs eine mehrere Milliarden Euro schwere Content-Industrie entwickelt hat.

Ausschließlich zusammengesetzt aus Archivmaterial und Found Footage nutzt der Film genau das Medium, das er kritisch untersucht, für eine selbstreflexive, aber auch humorvolle Bilderreise.


EXTRA:

DEIN WEG

Mo, 26.2., 19:00

Tom Avery (Martin Sheen) ist ein erfolgreicher Augenarzt aus Kalifornien. Sein Leben abseits der Arbeit beschränkt sich auf Golfspielen im Country Club. Erst ein schicksalhafter Anruf verändert alles: Toms erwachsener Sohn Daniel (Emilio Estevez) ist auf dem Jakobsweg ums Leben gekommen. Im Gegensatz zu seinem Vater hielt es Daniel nie lange an einem Ort aus, ein Nomade, immer bereit Neues zu entdecken und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Um seinen Sohn nun auf seiner letzten Reise zurück nach Hause zu begleiten, setzt sich Tom in das nächste Flugzeug nach Frankreich, wo der Jakobsweg beginnt. Dort angekommen, steht er vor seiner bisher größten Aufgabe. Wie soll er die Trauer um seinen Sohn verkraften und warum hatte dieser mystische Ort solch eine unerklärliche Anziehungskraft auf seinen Sohn?

Tom begibt sich selbst auf die Suche nach Antworten und er ahnt auch, wo er diese finden wird: entlang des Camino. Ein Unterfangen, in das sich der Einzelgänger zunächst alleine stürzt, nur um schon bald von einer kleinen Truppe schillernder Mitpilger begleitet – und genervt – zu werden. Jeder mit einem eigenen Päckchen beladen, kämpfen sich Tom, die Kanadierin Sarah (Deborah Kara Unger), der mit seinem stetigen Übergewicht belastete Holländer Joost (Yorick Van Wageningen) und der Ire Jack (James Nesbitt) fortan durch skurrile, traurige und herzerwärmende Zeiten.

In Kooperation mit dem Projekt Braunschweiger Jakobsweg und der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem.


Ab 29. Februar:

THE ZONE OF INTEREST

Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Glazer (UNDER THE SKIN – TÖDLICHE VERFÜHRUNG, THE FALL) ließ sich für den Film von dem gleichnamigen Buch des verstorbenen Autoren Martin Amis inspirieren. Sein in deutscher Sprache gedrehter Film beleuchtet die Schrecken des Holocaust aus der Perspektive von Rudolf und Hedwig Höß, dem Kommandanten von Auschwitz und seiner Familie, die in ihrem Bilderbuchheim Mauer an Mauer mit dem Vernichtungslager ein äußerst privilegiertes Leben führen.

Rudolf Höß wird portraitiert von Christian Friedel (DAS WEISSE BAND). In der Rolle von Höß‘ Frau Hedwig brilliert Sandra Hüller (ANATOMIE EINES FALLS, TONI ERDMANN).

"Mit seinem vierten Spielfilm (Der in Cannes mit dem Großen Preis der Jury und dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet wurde) hat Jonathan Glazer einen außerordentlichen Film gedreht, formal und inhaltlich radikal, mit größter Präzision und zwei herausragender Schauspielern in den Hauptrollen. Ein Film, der gerade in Deutschland zum Pflichtprogramm werden sollte, in Schulen, aber auch darüber hinaus." (programmkino.de)


DOK am Montag:

KRAFT DER UTOPIE - LEBEN MIT LE CORBUSIER IN CHANDIGARH

Mo, 4.3., 19:00

Kurz nach der Teilung Indiens und der Befreiung aus der Kolonialherrschaft Englands soll am Fuße des Himalayas aus dem Nichts eine neue Hauptstadt für den Punjab gebaut werden. Die alte Hauptstadt Lahore war Pakistan zugeteilt worden.

Die Planstadt Chandigarh steht für die neue Demokratie, den Fortschritt und den Glauben an die Zukunft. Engagiert wurden Architekten aus dem Westen. Zuerst Albert Mayer, dann der schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier. Absichten, Visionen und Utopien kamen zusammen.

Für Le Corbusier bot Chandigarh die einmalige Gelegenheit, sein Lebenswerk zu vollenden und seine städtebaulichen Ideen umzusetzen. Seine Vision war die einer modernen, humanen und gerechten Stadt, nach dem «Mass des Menschen» erbaut, die ein kulturelles Leben und ein harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Natur ermöglichte. 

Zum 70-jährigen Bestehen der Planstadt fragen die Filmemacher, ob in Chandigarh diese Vision Realität geworden ist. Der Film begleitet Menschen auf ihren Wegen durch die Stadt und sucht Orte und Schauplätze auf, an denen sich das schillernde Zusammenspiel von altem Traum und neuem Leben, von Utopie und Alltag, von Zerfall und leiser Poesie zeigen.

Ein Zeitzeuge erinnert sich an die Gründerzeit. Die Direktorin des Le Corbusier Centers, ein Künstler, ein Schauspieler und ein Architekt erzählen vom Wagnis, sich hier niederzulassen und reflektieren ihr Leben in und mit Chandigarh. Auf Streifzügen treffen wir Bewohner:innen, die unseren Blick auf die Stadt erweitern und tauchen in das alltägliche Leben ein, welches sich die baulichen Strukturen zu eigen gemacht hat.


Ab 7. März:

DRIVE AWAY DOLLS

Der neue Film von Ethan Coen!

Der hemmungslose Freigeist Jamie (Margaret Qualley) und ihre zurückhaltende, verklemmte Freundin Marian (Geraldine Viswanathan) sind grundunterschiedlich, doch eines haben beide gemeinsam - sie sind unglücklich mit ihrem Leben und wollen dringend einmal den Kopf freibekommen.

Während Jamie einer erneuten Trennung von ihrer Freundin nachtrauert, muss Marian dringend lockerer werden. So beschließen die Freundinnen, dass die Zeit reif ist für einen Neuanfang. Kurzerhand begeben sich die beiden auf einen improvisierten Roadtrip nach Tallahassee in Florida, doch die Dinge gehen schnell schief, als sie unfreiwillig zu Schmuggler*innen von Hehlerware werden und sich die Gangster an ihre Fersen heften. Es beginnt ein aberwitziger und nervenaufreibender Roadtrip.

Der US-amerikanische Regisseur Ethan Coen machte sich gemeinsam mit seinem Bruder Joel Daniel Coen, als Regie-Duo auch bekannt als die Coen-Brüder, mit Filmen wie "The Big Lebowski" weltweit einen Namen. Für "Drive-Away Dolls" tut sich der Filmemacher mit seiner Frau Tricia Cooke zusammen, um die humorvolle amerikanische Roadmovie-Komödie auf die Leinwand zu bringen. Beide schrieben gemeinsam das Drehbuch, während Ethan Coen auf dem Regiestuhl Platz nahm.

DRIVE AWAY DOLLS glänzt mit einer namhaften Besetzung: Margaret Qualley ("Once Upon a Time... in Hollywood"), Geraldine Viswanathan ("The Broken Hearts Gallery"), Beanie Feldstein ("Booksmart"), Colman Domingo ("Fear the Walking Dead"), Bill Camp ("Vergiftete Wahrheit"), Oscar-Preisträger Matt Damon ("Good Will Hunting") und "The Last Of Us"-Star Pedro Pascal.



Ab 14. März:

MARIA MONTESSORI

Philosophin, Pädagogin, Mutter: die weltberühmte Ikone Maria Montessori lebte ein selbstbestimmtes, aber auch dramatisches Leben. Als die unverheiratete Maria Montessori 1901 die Entscheidung trifft, ihren zweijährigen Sohn Mario auf unbestimmte Zeit zu verlassen, um als moderne und freie Frau eine neue Vision von Bildung zu entwickeln, ahnt sie, dass sie eine Revolution entfachen wird.

In einem von ihr gegründeten Institut für behinderte Kinder entwickelt sie Lern-Methoden, die später Geschichte schrieben und die von einem Gedanken getrieben sind: solange man die Kinder liebt, können sie alles lernen. Nicht Disziplinierung, sondern ihre Freiheit wird zeigen, welche Schätze in den Kindern verborgen sind.

Doch ein Gehalt bekommt sie als Instituts-Leiterin selbstverständlich nicht, die Lorbeeren heimst ihr Partner Montesano ein, und es gilt, den Widerstand der männlichen Wissenschaftselite zu brechen. Einen Weg, endlich ihren Sohn zu sich zu nehmen, gibt es in dieser Welt nicht.

Maria nimmt die kleine Tina in ihr Institut auf, die Tochter der Prostituierten Lili d'Alengy. Das Mädchen blüht hier auf, und aus Maria und Lili werden schicksalhafte Verbündete. Erst dank der Prostituierten betritt Maria jene Welt, in der das Geld die Macht verteilt. Die beiden Frauen schmieden ein gemeinsames Netzwerk, das nicht nur Unabhängigkeit ermöglicht, sondern vor allem eine Pädagogik, die an die Autonomie des Geistes glaubt.

Lea Todorovs gefühlvolles Drama MARIA MONTESSORI setzt der Bildungsikone ein lange überfälliges und zutiefst bewegendes Denkmal. Mit großer visueller Eleganz zeigt sie die Namensgeberin einer der einflussreichsten pädagogischen Bewegungen in ihrer ganzen Stärke und Zerrissenheit. Das in leuchtenden Farben inszenierte Drama erzählt von einer unfassbar starken und klugen Frau, die alles will und mit ihrem eigenen Leben auch das Geschick der bürgerlichen Gesellschaft für immer verändert.


EXTRA:

DRIVE MY CAR

So, 17.3., 11:00 in jap. OmU

Yusuke Kafuku (Hidetoshi Nishijima), ein Bühnenschauspieler und Regisseur, ist glücklich verheiratet mit der Drehbuchautorin Oto (Reika Kirishima). Plötzlich stirbt Oto und hinterlässt ein Geheimnis. Zwei Jahre später erhält Kafuku, der den Verlust seiner geliebten Frau noch nicht verkraftet hat, das Angebot, bei einem Theaterfestival in Hiroshima „Onkel Wanja“ von Tschechow zu inszenieren.

Dort lernt er Misaki (Toko Miura) kennen, eine zurückhaltende junge Frau, die ihm als Chauffeurin zugewiesen wird. Während der gemeinsamen Fahrten öffnen sich Fahrerin und Fahrgast, dabei holen Kafaku die Rätsel der Vergangenheit ein, die ihn im Stillen verfolgen.

Cannes 2021: Preis für das beste Drehbuch.

Oscars 2022: Bester internationaler Film.

In Kooperation mit Deutsch-Japanische Gesellschaft e.V. Region: BS–PE–WO


DOK am Montag:

HELKE SANDER: AUFRÄUMEN

Mo, 18.3., 19:00

Helke Sander, politische Aktivistin und Filmemacherin, räumt auf, mistet aus, erinnert und positioniert sich und ihr künstlerisches Schaffen vor der Kamera. Sie ist nach wie vor ein streitbarer Geist, der provoziert − das zieht sich durch ihr Leben und auch durch diesen Film.

Als Willy Brandt zur Eröffnung der Deutschen Film- und Fernsehakademie 1966 spricht, ist Helke Sander eine der Studierenden des ersten Jahrgangs, der mit Filmen agieren und agitieren will. Sander steht spätestens seit ihrer Tomatenrede 1968 vor dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) prominent in der Öffentlichkeit und hat über Jahrzehnte ein umfassendes Œuvre geschaffen. Claudia Richarz schöpft so bei ihrer Montage des Erbes der zweiten Frauenbewegung aus einer Fülle von Archivmaterial.

Ende der 1960er-Jahren war Helke Sander mit der Gründung des »Aktionsrat zur Befreiung der Frauen« maßgeblich beteiligt am Beginn der zweiten Frauenbewegung in der BRD und an den daraus resultierenden Kämpfen und Errungenschaften. Ihr Engagement war und ist konflikt-affirmativ, nicht unbedingt grell oder laut, sondern ruhig, stark und angstfrei. Das gilt bis heute, etwa wenn sie in der ersten Szene des Films in einem Beerdigungsinstitut den Mitarbeiter dazu auffordert, proaktiv zeitgemäßere Formen von Bestattungen anzubieten.

Nur am Rande touchiert Sander in einer Rede aktuelle queer-feministische Positionen, die sie ablehnt. Hinter ihrer emanzipierten Haltung steht die kontinuierliche Aufforderung zum Tätigwerden, vermeintliche Selbstverständlichkeiten nicht hinzunehmen, Frauen-Räume zu schaffen und bei all dem − jenseits eines Szene-Konsens − auch immer auf sich selbst zu hören. (Text: Frauenfilmfest)


Ab 21. März:

GONDOLA

Eine altmodische Seilbahn mit zwei Gondeln verbindet ein Dorf in den Bergen Georgiens mit einer Kleinstadt im Tal. Als der alte Schaffner stirbt, nimmt Iva (29) seinen Platz ein, während Nino (31) schon länger dort arbeitet.

Immer dann, wenn Ivas Gondel hochfährt, fährt Ninos Gondel runter und umgekehrt. Alle halbe Stunde sehen sich die beiden auf halber Strecke. Aus anfänglich kollegialen Grüßen wird allmählich Necken. Und aus Necken wird Flirten. Sie verwandeln ihre Gondeln in romantische Flugobjekte und versuchen sich gegenseitig zu beeindrucken. Zum Ärger ihres griesgrämigen und eifersüchtigen Chefs.

Eines Abends treffen sie sich nach Dienstschluss. Doch Ninos Wunsch als Flugbegleiterin bei der georgischen Fluggesellschaft zu arbeiten, stellt die Beziehung auf eine Probe. Kann die Dorfgemeinschaft den beiden helfen ihr Glück zu finden?

Veit Helmers neuer Film GONDOLA ist eine Liebeskomödie der anderen Art. Der Film verzichtet gänzlich auf Dialoge und erzählt die Geschichte der zwei Gondelfahrerinnen durch die subtile Körpersprache der hervorragenden Hauptdarstellerinnen (Nino Soselia, Mathilde Irrmann), die sorg-fältig komponierten Bilder und das eindrucksvolle Sounddesign. Es entsteht ein poetischer Film über Sehnsucht, Liebe und Gemeinschaft, der einen von der ersten Minute an in den Bann zieht. Manchmal braucht es eben keine Worte.


Ab 21. März:

DIE UNSCHULD

Saori Mugino ist eine junge Witwe und Mutter. Ihre ganze Liebe gehört ihrem Sohn Minato. Als sich der Junge mehr und mehr zurückzuziehen beginnt, spürt sie, dass etwas nicht stimmen kann. Mit Entsetzen erfährt Saori, dass Minatos Lehrer Schuld sein soll an seinem merkwürdigen Verhalten. Aufgebracht stürmt sie in die Schule, verlangt Antworten.

Sie spürt, dass man sie hinhält, ihr nicht die ganze Wahrheit sagt. Doch sie lässt nicht locker und will der Sache auf den Grund gehen. Bis nach und nach offenbar wird, was wirklich geschah. Es verändert das Leben aller Beteiligten für immer…

Der neue Film von Hirokazu Kore-eda (SHOPLIFTERS). Mit der letzten Filmmusik des 2023 verstorbenen Komponisten Ryuichi Sakamoto.

Ausgezeichnet für das Beste Drehbuch, Cannes 2023.


Ab 28. März:

CLUB ZERO

Eine junge Lehrerin kommt an ein Internat für junge Menschen mit reichen Eltern. Hier soll sie einen Kurs für bewusste Ernährung geben. Bei den Jugendlichen kommt das gut an, denn es geht um Wichtiges, bzw. Gewichtiges und wichtig möchten sie gern alle sein: Gesundheit, Klima, Selbstfürsorge und nicht zuletzt: den Kapitalismus höchstpersönlich können sie mit individueller Ernährungstaktik in die Zange nehmen.

Im Zentrum von Frau Novaks Lehre steht der Verzicht. Je weniger man zu sich nimmt, davon sind die Jugendlichen schnell zu überzeugen, desto größer die Selbstkontrolle, desto nachhaltiger ihr Effekt auf die Umwelt. Frau Novaks Lehre spricht nicht nur den Verstand ihrer Klasse an, sondern dringt auch tief in die zarten Seelen ein.

Schnell befindet sich die Gruppe im Rausch des Fastens. Ein guter Gott ist schließlich jener, der selbst den Gesetzen der Biologie eins auswischen kann. Als bei den gut situierten und stets selbstreflektierten Eltern erste Sorgenfalten entstehen, haben sie die Macht über ihre Kinder schon längst verloren. Der Club Zero ist Wirklichkeit geworden.

Coming of(f) weight: Jessica Hausners scharfsinnige Moralsatire mit Mia Wasikowska als enigmatische Frau Novak spürt den Schmerzpunkten unserer Gegenwartsdebatten nach. Mit bösem Witz, kompositorischer Perfektion und kaltblütiger Doppelbödigkeit gelingt ihr eine sehr kurzweilige und immens unterhaltsame schwarze Komödie.


SOUND ON SCREEN SPECIAL:

OPUS - RYUICHI SAKAMOTO

Mo, 1.4., 19:00

Am 28. März 2023 verstarb der legendäre Komponist Ryuichi Sakamoto nach seinem Kampf gegen den Krebs. In den Jahren vor seinem Tod konnte Sakamoto nicht mehr live auftreten. Einzelne Konzerte, ganz zu schweigen von ausgedehnten Welttourneen, waren zu anstrengend. Trotzdem nahm Sakamoto Ende 2022 all seine Energie zusammen, um die Welt mit einem letzten Auftritt zu verlassen: einem Konzertfilm, der nur ihn und sein Klavier zeigt.

Die von Sakamoto selbst kuratierten und in der von ihm gewählten Reihenfolge aufgeführten zwanzig Stücke des Films erzählen wortlos sein Leben durch seine Musik. Die Auswahl umspannt seine gesamte Karriere, von seiner Zeit als Popstar mit dem Yellow Magic Orchestra über seine großartigen Bertolucci-Filmmusiken bis hin zur Musik seines letzten, meditativen Albums, 12.

Intim gefilmt in einem Raum, den er gut kannte, umgeben von seinen vertrautesten Mitarbeitern, offenbart Sakamoto seine Seele durch seine Musik, wohl wissend, dass dies das letzte Mal sein könnte, dass er seine Kunst präsentieren kann.

Ryuichi Sakamoto | OPUS zelebriert das Leben eines Künstlers im wahrsten Sinne des Wortes und ist der endgültige Schwanengesang des geliebten Maestros. (Text: Filmfestspiele Venedig 2023)

Mit einer Einführung von Clemens Williges, Int. filmfest Braunschweig.

In Kooperation mit der Initiative Jazz Braunschweig e.V.


Ab 4. April:

ICH CAPITANO

Seydou und Moussa leben im Senegal und teilen einen Traum: Die beiden Teenager wollen in Europa leben und als Musiker berühmt werden. Ihr Wunsch samt Aussicht auf ein besseres Leben ist so groß, dass sie eines Tages alle Warnungen in den Wind schlagen und sich voller Abenteuerlust auf den Weg nach Italien machen.

Doch ihre Reise wird nicht der Roadtrip, den sie sich vorgestellt haben. Der Weg durch die Wüste, die libyschen Gefängnisse und auch die Überquerung des Meeres stellen sich als lebensgefährlich heraus. Die beiden Freunde müssen nicht nur für ihren Traum kämpfen, sondern auch um ihr Überleben…

ICH CAPITANO begleitet die beiden Freunde Seydou (Seydou Sarr) und Moussa (Moustapha Fall) auf einer unglaublichen Odysee vom Senegal nach Europa. Inspiriert von wahren Erfahrungsberichten erzählt der preisgekrönte Regisseur Matteo Garrone (GOMORRAH, PINOCCHIO) mit epischen Bildern den Teil der Geschichte, den wir kennen sollten.

ICH CAPITANO feierte seine Weltpremiere im Rahmen der 80. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dabei mit dem Silbernen Löwen für „Beste Regie“ (Matteo Garrone) ausgezeichnet. Der Film wurde außerdem für den Europäischen Filmpreis, die Golden Globe Awards und einen Oscar nominiert.


DOK am Montag:

SQUARING THE CIRCLE - THE STORY OF HIPGNOSIS

Mo, 8.4., 19:00

Es begann mit einem Knall: Als die britische Polizei 1964 eine illegale Party in der Underground-Szene von Cambridge gewaltsam beendet, sind die beiden Kunststudenten Aubrey „Po“ Powell und Storm Thorgerson die Einzigen, die nicht die Flucht ergreifen und den Beamten die Stirn bieten. Fortan ist das Duo unzertrennlich. Gemeinsam gründen sie das Grafik-Label „Hipgnosis“ und designen die ersten Cover für die noch unbekannten Rocker von Pink Floyd.

Mit avantgardistischem Stil und dem kompromisslosen Primat der Kunst vor dem Kommerz werden Po und Storm zu Lieblingen der Bands – und zum Schrecken der Musikstudios und -produzenten. Der Erfolg aber gibt ihnen Recht. Pink Floyd werden Weltstars, ihre Cover erlangen Kultstatus. Mit dem minimalistischen Prisma auf dem Album „The Dark Side of the Moon“ (1973) kreieren die beiden das wohl berühmteste Artwork der Rockgeschichte. Schnell klopfen die größten Stars der 70er an die Türen ihres heruntergekommenen Studios im Londoner Westend. Led Zeppelin, AC/DC, Genesis, Black Sabbath und sogar Paul McCartney.

Das gleißende Licht des Ruhms zeitigt jedoch auch die Schattenseiten des Erfolgs. Kreativer Starrsinn, Drogenexzesse und gekränkte Künstler-Egos sorgen für erste Spannungen. Als mit dem Beginn der 80er Jahre der Siegeszug der CD und des Musikfernsehens beginnt, scheint die Zeit der aufwendig gestalteten Schallplattenhüllen endgültig vorbei. Doch so leicht geben sich die wohl kreativsten Cover-Artists aller Zeiten nicht geschlagen.

Der gefeierte Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn (THE AMERICAN) erweist mit seinem ersten Dokumentarfilm zwei geheimen Stars der Rockmusik die Ehre. Anhand brandneuer Interviews mit Hipgnosis-Mitbegründer Aubrey Powell sowie den Weggefährten Paul McCartney, Noel Gallagher, Peter Gabriel, Roger Waters und vielen weiteren Rockgrößen entsteht ein lebendiges, authentisches und einzigartiges Porträt zweier genialer Künstler, die die Musikgeschichte für immer veränderten.


Ab 11. April:

EIN GLÜCKSFALL

Fanny und Jean sind das perfekte Ehepaar – beide haben Erfolg im Beruf, leben in einer prächtigen Wohnung in einem exklusiven Viertel von Paris und scheinen noch genauso verliebt zu sein wie am ersten Tag. Doch als Fanny zufällig ihren ehemaligen Klassenkameraden Alain trifft, ist sie hin und weg. Bald darauf sehen sie sich wieder und kommen sich immer näher …

In seinem 50. Film EIN GLÜCKSFALL schickt Regie-Ikone Woody Allen die französischen Schauspielstars Lou de Laâge, Valérie Lemercier, Melvil Poupaud und Niels Schneider in ein höchst amüsantes Labyrinth aus Zufall und Glück. Der romantische Thriller feierte seine umjubelte Weltpremiere 2023 auf den Filmfestspielen von Venedig.


DOK am Montag:

EIN TRAUM VON REVOLUTION

Mo, 25.3., 19:00

Ein sehr persönlicher Dokumentarfilm über die sandinistische Revolution, die deutsche Nicaragua-Hilfe und die gegenwärtige Repression unter Daniel Ortega, von Regisseurin Petra Hoffmann, die selbst als Brigadistin vor Ort aktiv war.

Als vor knapp 45 Jahren die Revolution in Nicaragua siegt, beginnt die Welt zu träumen. Eine junge Generation übernimmt die Regierung in einem Land großer Utopien. Allein aus Westdeutschland kommen 15.000 „BrigadistInnen“ zum Wiederaufbau des ausgebluteten Landes: Liberale, Grüne, Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Linke und Kirchenvertreter ernten Kaffee und Baumwolle, bauen Schulen, Kindergärten und Krankenstationen. Keine Bewegung hat so viele Menschen mobilisiert.

Was ist aus den Wünschen und Träumen der Revolutionäre und ihrer Unterstützer geworden?


Ab 18. April:

EXIL DOES NOT EXIST

Takumi und seine Tochter Hana leben im Dorf Mizubiki in der Nähe von Tokio. Sie führen ein bescheidenes Leben im Einklang mit der Natur und schätzen die Abgeschiedenheit. Der Frieden wird allerdings gestört, als ein Unternehmen aus Tokio Pläne zum Bau einer Glamping-Anlage in unmittelbarer Nähe vorstellt.

Schnell wird klar, dass der Luxus-Campingplatz schwerwiegende Folgen für das ökologische Gleichgewicht der Region und das Leben der Dorfbewohner mit sich bringen wird. Um die Wogen zu glätten, schickt das Unternehmen zwei Vertreter nach Mizubiki. Doch statt in einer Lösung, mündet der Konflikt in einer Situation mit tiefgreifenden Auswirkungen – für alle.

Nach seinem Oscar-prämierten Film „Drive My Car“ gelingt Ryūsuke Hamaguchi mit EVIL DOES NOT EXIST eine poetische Parabel über die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur. Dieser subtil und präzise erzählte Film beweist erneut, dass Hamaguchi einer der spannendsten Stimmen des Independent-Kinos ist.

Der Film entstand in enger Zusammenarbeit mit der ebenfalls aus Japan stammenden Komponistin Eiko Ishibashi, die bereits für die musikalische Gestaltung von „Drive My Car“ verantwortlich zeichnete. Als Vater und Tochter stehen in EVIL DOES NOT EXIST die Newcomer Hitoshi Omika als Takumi und die 9-Jährige Ryo Nishikawa als seine Tochter Hana vor der Kamera.


DOK am Montag:

BEI UNS HEISST SIE HANKA

Mo, 22.4., 19:00

Heimat: Lausitz. Als erster Kinofilm über, von und mit Sorben begibt sich BEI UNS HEISST SIE HANKA auf einen Streifzug durch den östlichsten Rand Deutschlands. Jahrhundertelang entrechtet und schließlich als ethnische Minderheit offiziell anerkannt, suchen viele Sorbinnen und Sorben heute nach der eigenen und kollektiven Identität.

Eingebettet in die malerische Natur der Lausitz begleitet der Dokumentarfilm sorbische Existenzen im Hier und Jetzt. Von der progressiven Künstlerin über traditionsbewusste Jungbauern bis zum intellektuellen Dichter könnten die Lebensentwürfe der sorbischen Gemeinschaft unterschiedlicher nicht sein. Vereint sind sie dennoch – in Sprache, Kultur und dem Ringen um das Wiedererwachen der sorbischen Idee.

In ihrem Dokumentarfilm BEI UNS HEISST SIE HANKA begibt sich Regisseurin Grit Lemke auf die Spur ihrer sorbischen Wurzeln. Was als Suche nach Herkunft, Muttersprache und Zugehörigkeit beginnt, wird zu einem sehr persönlichen und intimen Einblick in die Traditionen, Traumata und Träume eines Volkes. Eine Reise so einzigartig, wunderschön und verwunschen wie eine Heimat, deren Täler, Wälder und Flussläufe untrennbar verbunden scheinen mit den Menschen, die diese Landschaft geprägt haben.

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201 Braunschweiger*innen sitzen schon!

Übrigens: ein tolles Weihnachtsgeschenk für Cineasten und Cineastinnen!

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