Universum Newsletter | 23.01.2023

NEU: CLOSE

tägl. 20:40 (außer Mo), 16:45, Mo 21:00 in OmU

Léo und Rémi, beide 13 Jahre alt, sind beste Freunde und stehen sich nah wie Brüder. Sie sind unzertrennlich, vertrauen sich und teilen alles miteinander. Mit dem Ende des Sommers und dem Wechsel auf eine neue Schule gerät ihre innige Verbundenheit plötzlich ins Wanken – mit tragischen Folgen... "Wunderschön und zart, ein grandioser Film über Freundschaft." (The Telegraph)

Großer Preis der Jury, Cannes 2022 und nominiert für den Oscar als "Bester Internationaler Film"!


DOK am Montag: KALLE KOSMONAUT

Mo, 30.1., 19:00

KALLE KOSMONAUT porträtiert in einer eindrucksvollen Langzeitdokumentation über 10 Jahre hinweg das Leben des jungen Kalle in einer Berliner Plattenbausiedlung und zeigt, wie soziale Ungleichheit eine Biografie bestimmen kann. Eine radikal ehrliche und gleichzeitig poetische Reflexion über Liebe, Familie, Schicksal und Schuld – getragen von der Hoffnung, dass am Ende ein besseres Leben möglich ist.

"Warmherzig, realitätsnah und klischeefrei." (Goethe-Institut)

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Richten Sie Ihre Anfrage gern an:

Michael Werner: abspann@universum-filmtheater.de

Unser Programm vom 26.01.-01.02.2023

NEU: CLOSE

tägl. 20:40 (außer Mo), 16:45, Mo 21:00 in OmU

Regie: Lukas Dhont, BE/FR/NL 2022, 105 Min., ab 12. Mit Eden Dambrine, Gustav de Waele, Émilie Dequenne, Léa Drucker u.a. | Bundesstart

Léo und Rémi, beide 13 Jahre alt, sind beste Freunde und stehen sich nah wie Brüder. Sie sind unzertrennlich, vertrauen sich und teilen alles miteinander. Mit dem Ende des Sommers und dem Wechsel auf eine neue Schule gerät ihre innige Verbundenheit plötzlich ins Wanken – mit tragischen Folgen...

CLOSE, ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2022, ist ein feinfühliges Drama über Nähe, Distanz und Entfremdung. Mit zärtlicher Präzision und einem unendlichen Verständnis für die Fragilität des Lebens an der Schwelle zum Erwachsenwerden erzählt Lukas Dhont die aufwühlende Geschichte einer intensiven Freundschaft.

Für seinen ersten Spielfilm GIRL gewann Lukas Dhont 2018 eine Camera d’Or sowie den FIPRESCI-Preis in der Kategorie Un Certain Regard beim 71. Festival de Cannes. Nach GIRL geht er mit CLOSE erneut für Belgien ins Oscar-Rennen als "Bester internationaler Film".

"Das Herz des Films ist der Darsteller des jungen Léo. Eden Dambrine verkörpert diesen Jungen mal energisch, mal sensibel und mit einer berührenden Melancholie. Mit seiner höchst authentischen, unwiderstehlichen Präsenz trägt er den Film. Auch der Rest des herausragenden Ensembles spielt dieses interfamiliäre Miteinander natürlich und als organisches Ganzes" (epd film).

"Wunderschön und zart, ein grandioser Film über Freundschaft." (The Telegraph)


DOK am Montag: KALLE KOSMONAUT

Mo, 30.1., 19:00

Regie: Tine Kugler, Günther Kurth, DE 2022, 99 Min. ab 12

"Ein dokumentarisches Pendant zu Boyhood." (Filmdienst)

Der 16-jährige Kalle streift durch eine Brachlandschaft in Berlin. Er bereut eine folgenschwere Tat, die sein Leben verändern wird. „Ich weiß nicht, wie’s angefangen hat, die ganze Geschichte mit mir”.

Kalle mit 10. Nachts allein im Kiez. Die erste Liebe. Jugendweihe. Mutproben auf den Fernwärme-Rohren der Stadt. Freundschaften und Hochzeiten. Verhandlung, Verurteilung, Knast. Die Welt draußen dreht sich weiter. Opa wünscht sich die DDR zurück. Oma besiegt die Sucht. Mama schickt zum 18. Geburtstag Raketen in die Nacht. Die Polizistin wacht über ihr Revier. Für Kalle beginnt nach dem Gefängnis eine atemlose Odyssee zurück zu sich.

KALLE KOSMONAUT porträtiert eindrucksvoll über 10 Jahre hinweg das Leben des jungen Kalle und zeigt, wie soziale Ungleichheit eine Biografie bestimmen kann. Eine radikal ehrliche und gleichzeitig poetische Reflexion über Liebe, Familie, Schicksal und Schuld – getragen von der Hoffnung, dass am Ende ein besseres Leben möglich ist. "Eine schöne Langzeitdoku. Warmherzig, realitätsnah und klischeefrei." (Goethe-Institut)

Uraufführung Berlinale 2022.


MARIA TRÄUMT - ODER: DIE KUNST DES NEUANFANGS

tägl. 18:45 (außer Mo), 14:30 (außer Sa + So), So 18:45 in OmU

Regie: Lauriane Escaffre, Yvonnick Muller, FR 2021, 93 Min., ab 6. Mit Karin Viard, Grégory Gadeboi, Philippe Uchan, Noée Abita | 2. Woche

Maria (die wie immer wunderbare Karin Viard) muss einen beruflichen Neuanfang starten. Die alte Dame, deren Haushalt sie viele Jahre geführt hat, ist verstorben und so fängt Maria als Reinigungskraft in der Pariser Académie des Beaux-Arts an. Dort öffnet sich ihr eine völlig neue Welt: die Dynamik der weltoffenen Studierenden, ihre kreativen Kunstprojekte und nicht zuletzt die Begegnung mit dem Hausmeister Hubert. Die Chemie zwischen dem brummigen Kauz und der Reinigungskraft stimmt sofort. Vielleicht liegt es an seinem Elvis-Hüftschwung, den er heimlich im Büro übt?

Begeistert lässt sich Maria aus dem Alltagstrott ihrer langjährigen Ehe holen. Sie entdeckt ihre eigene kreative Kraft und die Sehnsucht nach Neuem, die viel zu lange keinen Ausdruck gefunden haben. Zwischen ihr und Hubert entwickelt sich eine tiefe Bindung, während ihre Lebensfreude wiedererwacht. Wird Maria den Mut aufbringen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen?

MARIA TRÄUMT – ODER: DIE KUNST DES NEUANFANGS ist eine berührende und inspirierende, französische Feelgood-Komödie über Sehnsüchte, geheime Leidenschaften und neue Anfänge. Der Film überzeugt nicht nur durch die zarte Liebesgeschichte zwischen Maria und Hubert, sondern auch durch seine Bildsprache voll Poesie und Kunst, entsprechend dem Setting an der Pariser Académie des Beaux-Arts.

MARIA TRÄUMT – ODER: DIE KUNST DES NEUANFANGS feierte seine Deutschlandpremiere auf den 56. Hofer Filmtagen und wurde auf den 39. Französischen Filmtagen Tübingen | Stuttgart mit dem Publikumspreis Stuttgart sowie dem Verleihförderpreis ausgezeichnet.


AUF DER SUCHE NACH FRITZ KANN

So 11:45

Regie: Marcel Kolvenbach, DE/PL/AR 2020, 90 Min., Dokumentarfilm | 2. Woche

Ein Film über 3 Generationen Schweigen und das Erinnern heute. Marcel Kolvenbach folgt in seinem Film den Spuren des ersten Mannes seiner Großmutter: des Juden Fritz Kann. Dieser wurde 1942 – genau 9 Monate vor der Geburt des Vaters des Filmemachers – deportiert und in Izbica von den Nazis ermordet. Ist Marcel Kolvenbach der Enkel von Fritz Kann oder verdankt er seine Existenz dem Umstand, dass Fritz Kann deportiert und ermordet wurde? 

Über Fritz Kann herrschte lange Zeit Schweigen in der Familie, kein einziges Foto verriet seine Existenz. Die Frage danach, wer Fitz Kann war, beschäftigt den Regisseur, seit er vor vielen Jahren in alten Familiendokumenten auf dessen Unterschrift stieß: die letzte Lebensspur.

Die Suche nach dem Deportierten führt uns von einem ehemaligen Schlachthof in Düsseldorf auf eine Reise über Polen nach Argentinien und zurück, nach Ost-Berlin. In dieser Zeit der Suche kreuzen sich die Wege von Marcel Kolvenbach mit den Wegen anderer Suchender.

Die Choreografie der israelischen Tänzerin Reuth Shemesh schafft einen imaginären Raum, der die Lücken in der Familiengeschichte neu interpretiert und das Erinnern als ein Handeln im jetzt versteht. Schließlich trifft der Filmemacher auf Familienangehörige von Fritz Kann. Wird sich die ursprüngliche Frage seiner eigenen Herkunft mit Hilfe der Familienerzählungen der Familie von Fritz Kann beantworten lassen?

AUF DER SUCHE NACH FRITZ KANN ist ein Film über Erinnerung heute und Erinnerung als aktive Entscheidung – in Zeiten des wachsenden Antisemitismus in Europa.  


HOLY SPIDER

So 11:30

Regie: Ali Abbasi, DK/DE/FR/SE 2022, 119 Min., ab 16. Mit Zar Amir Ebrahimi, Mehdi Bajestani, Arash Ashtiani u.a. | 3. Woche

Eine Reihe von unaufgeklärten Morden an Prostituierten hält die Heilige Stadt Maschhad im Nordosten des Iran in Atem: "Spinnenmörder" nennen sie den Serienkiller, der von sich glaubt, die Arbeit Gottes zu verrichten, indem er die Straßen vom Dreck befreit.

Die Journalistin Rahimi wird von ihrer Zeitung geschickt, dem Fall nachzugehen – und bekommt als Frau in einer von Männern dominierten Welt ein Hindernis nach dem anderen in den Weg gelegt. Doch Rahimi gibt ihre Suche nach der Wahrheit nicht einfach auf. Während die Behörden tatenlos zusehen, wie der Mörder ein Opfer nach dem anderen in sein Netz lockt, kommt sie dem Täter immer näher. Entsetzt muss sie feststellen, dass er von vielen Menschen in der Stadt als Held gefeiert wird, und seine Verurteilung mehr als ungewiss scheint.

Basierend auf dem erschütternden wahren Kriminalfall des "Spinnenmörders" Saeed Hanaei, der zu Beginn der 2000er-Jahre in der Heiligen Stadt Maschhad 16 Prostituierte ermordete, realisierte der gefeierte iranischstämmige Regisseur Ali Abbasi ("Border") einen ebenso packenden wie ungewöhnlichen Thriller.

Dabei hat HOLY SPIDER weit mehr zu bieten als pure Spannung und Nervenkitzel: Mit der großartigen Zar Amir Ebrahimi in der Hauptrolle der jungen, mutigen Journalistin, und einem nicht minder fantastischen Mehdi Bajestani als einfachem Bauarbeiter auf heiliger Mission als ihren Gegenspieler, ist HOLY SPIDER ein gewagter Drahtseilakt, der ein ganz anderes Bild des Iran zeichnet, als man es bisher aus Filmen kennt.

Seine aufsehenerregende Weltpremiere feierte HOLY SPIDER bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes, wo Zar Amir Ebrahimi zur besten Schauspielerin gekürt wurde.

HOLY SPIDER ist außerdem nominiert für den Europäischen Filmpreis 2022 als bester Film.

Dänischer Oscar-Beitrag 2023.


THE BANSHEES OF INISHERIN

tägl. 21:15 (außer Di), 19:00, 14:30 (außer So), So/Mi 19:00 + Mo 21:15 in OmU

Regie: Martin McDonagh, IE/GB/US 2022, 115 Min., ab 16. Mit Colin Farrel, Brendan Gleeson, Kerry Condon, Barry Keoghan u.a. | 4. Woche

Padraic (Colin Farrell) und Colm (Brendan Gleeson) leben auf einer abgelegenen Insel an der Westküste von Irland. Sie sind schon ihr Leben lang Freunde. Der Schrecken ist groß, als Colm plötzlich beschließt, ihre Freundschaft zu beenden.

Mit der Unterstützung seiner Schwester Siobhan (Kerry Condon), die zusammen mit dem Sohn des örtlichen Polizisten Dominic (Barry Keoghan) ihre ganz eigenen Probleme in der kleinen Inselgemeinde hat, versucht der am Boden zerstörte Padraic, ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Doch Colm stellt ihm ein schockierendes Ultimatum, um seine Absicht klarzumachen. Die Ereignisse beginnen zu eskalieren und komplett aus dem Ruder zu laufen.

THE BANSHEES OF INISHERIN feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspielen Venedig und wurde mit zwei Preisen ausgezeichnet. Colin Farrell wurde für seine herausragende schauspielerische Leistung mit der Coppa Volpi als Bester Schauspieler geehrt. Regisseur und Autor Martin McDonagh  ("Brügge sehen…und sterben?", "Three Billboards outside Ebbing, Missouri") erhielt den Preis für das Beste Drehbuch.

Ausgezeichnet mit 3 Golden Globes: "Bester Film (Komödie/Musical)", "Bestes Drehbuch" und Colin Farrell als "Bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical)".

Nominiert für 9 Oscars! Darunter u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Colin Farrell), Bester Nebendarsteller (Brendan Gleeson und Barry Keoghan) und Beste Nebendarstellerin (Kerry Condon).


WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN

tägl. 16:30, Sa + So auch 14:15

Regie: Aron Lehmann, DE 2022, 109 Min, ab 12. Mit Luna Wedler, Corinna Harfouch, Karl Markovics, Rosalie Thomass, Benjamin Radjaipour, Hansi Jochmann, Peter Schneider u.a. | 5. Woche

Luise (Luna Wedler) ist bei ihrer Großmutter Selma (Corinna Harfouch) in einem abgelegenen Dorf im Westerwald aufgewachsen. Selma hat eine besondere Gabe, denn sie kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Ort. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Das ganze Dorf hält sich bereit: letzte Vorbereitungen werden getroffen, Geheimnisse enthüllt, Geständnisse gemacht, Liebe erklärt....

Aron Lehmanns ("Das schönste Mädchen der Welt", "Jagdsaison") Bestseller-Adaption WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN ist ein phantasievoller Film über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen und die Suche nach dem Sinn im Leben.

Mit "Was man von hier aus sehen kann" gelang Mariana Leky ein wahrer Überraschungshit in der deutschen Buchbranche: Der Roman erschien im Juli 2017 und wurde seither mehr als 700.000-mal verkauft und in 22 Sprachen übersetzt. 

"Die Adaption des Romans ist ausgesprochen gelungen. Ein Film, wie man ihn aus deutschen Landen selten sieht, mit einem Gespür für das Schräge, das Absurde, das völlig Entrückte, aber eben auch mit viel Gefühl." (programmkino.de)


TRIANGLE OF SADNESS

So 14:00 + Di 21:15

Regie: Ruben Östlund, SE/DE/FR/GB 2022, 147 Min., ab 12. Mit Harris Dickinson, Charlbi Dean, Woody Harrelson, Vicki Berlin, Iris Berben, Sunnyi Melles und Dolly De Leon. | 16. Woche

Die Models Carl und Yaya bewegen sich in der Welt der Mode, während sie gleichzeitig die Grenzen ihrer Beziehung ausloten. Das Paar sagt zu, als es auf eine Luxusyacht eingeladen wird, zusammen mit einer halbseidenen Bande von superreichen Passagieren.

Auf den ersten Blick scheint alles perfekt und Instagram-tauglich zu sein. Doch ein Sturm zieht auf, und das Paar findet sich auf einer einsamen Insel wieder, zusammen mit einer Gruppe von Milliardären und einer Reinigungskraft des Schiffes. Plötzlich ist die Hierarchie auf den Kopf gestellt, denn die Reinigungskraft ist die Einzige, die fischen kann.

Nach den großen Erfolgen von THE SQUARE (2017) und HÖHERE GEWALT (2014) nimmt der preisgekrönte schwedische Filmemacher Ruben Östlund in seinem satirischen Drama TRIANGLE OF SADNESS die selbstverliebte Modebranche ins Visier.

Goldene Palme in Cannes 2022.

Gilde Filmpreis 2022: Bester Film (international).

4 Auszeichnungen beim Europäischen Filmpreis 2022: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Bester Darsteller (Zlatko Buric).

Vorschau

Ab 2. Februar: DIE FRAU IM NEBEL

Achtung: Filmgespräch mit Regisseur Park Chan-wook am 2.2. im Anschluss an die 19-Uhr-Vorstellung via Live Stream im Kinosaal!

Seo-rae (Tang Wei) ist eine Frau, die gern die Kontrolle behält. Selbst als ihr Mann in den Tod stürzt, bleibt sie seltsam unberührt.

Der Kommissar Jang (Park Hae-il), vertraut mit den Abgründen der menschlichen Seele, stellt Seo-rae ins Zentrum der Untersuchung. Doch seine Faszination für diese so verletzliche wie aufregend schöne junge Frau unterwandert die Ermittlungen. Jang beobachtet Seo-rae, umkreist sie, verfolgt sie. Aus Verhören werden Gespräche, aus Verdacht wird Hoffnung. Doch die Wahrheit macht ihre eigenen Spielregeln, die Seo-rae und Jang schon bald nicht mehr unter Kontrolle haben. 

Nach PARASITE der neue Kino-Geniestreich aus Südkorea: Mit DIE FRAU IM NEBEL erfindet der vielfach preisgekrönte Kult-Regisseur Park Chan-wook (OLDBOY, DIE TASCHENDIEBIN) sein Kino völlig neu. Ein genialer Drahtseilakt zwischen mitreißendem Film Noir und melodramatischer Liebesgeschichte, von feinem Humor durchsetzt, zutiefst bewegend erzählt und bis zum Schluss hochspannend.

Eine gewaltige Kino-Erfahrung, die bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes nicht nur die Kritiker zu begeistern wusste, sondern auch völlig zu Recht mit dem Regie-Preis ausgezeichnet wurde.

"Park Chan-wooks neuestes Werk ist meisterhaft inszeniert – jedes Bild ist ein Gedicht." (Programmkino.de)

Südkoreanischer Oscar-Beitrag 2023.


DOK am Montag:

DANIEL RICHTER

Mo, 6.2., 19:00

Daniel Richter, ehemaliger Punk aus der Hausbesetzer-Szene Hamburgs, ist heute ein Star der internationalen Kunstszene. Seine Bilder werden auf der ganzen Welt gekauft, gesammelt und gehandelt. Doch im Herzen ist er ein Rebell, ein zutiefst politischer Mensch.

Der Oscar®-prämierte Regisseur Pepe Danquart ("Vor mir der Süden") ist Richter über einen Zeitraum von drei Jahren gefolgt, hat seine künstlerische Entwicklung festgehalten, mit ihm seine großen Ausstellungen in New York und Paris gefeiert und ihn in seinem Atelier beobachtet: beim Malen, beim Musik hören, beim Nachdenken. Entstanden ist ein Film über Kunst, die politisch sein will und im besten Sinne eben doch geblieben ist, was sie ist: Malerei!

Pepe Danquarts spannender Dokumentarfilm über den gefeierten Gegenwartskünstler ist weit mehr als ein klassisches Porträt oder eine Hommage an das Werk Daniel Richters und geht der Frage nach, wie politisch ein berühmter Maler in einem Umfeld des turbokapitalistischen Kunstmarkts eigentlich sein kann und wie die gesellschaftliche Verweigerung des Punks der 80er Jahre in seine heutige Malerei gelangt.


EXTRA: TIGER & DRAGON

Mi, 8.2., 18:45

400 Jahre alt ist das wertvolle Schwert, das den beiden Martial-Arts-Kriegern Li Mu Bai und Yu Shu Lien gestohlen wird. Nach einer atemberaubenden Verfolgungsjagd quer über die Dächer findet Lien heraus, wer der maskierte Dieb ist: Jen, die schöne, wilde Gouverneurs-Tochter, bewundert seit langem das freie und unabhängige Leben der Schwertkämpfer.

Mit der legendären Waffe will sich Jen ein freies Leben erkämpfen und damit einer von ihrer Familie arrangierten Zwangsheirat entgehen. Die Kampftechnik der Martial-Arts-Krieger beherrscht sie schon seit langem im Geheimen. Was Jen aber nicht weiß: ihre Lehrmeisterin Jade Fox ist eine raffinierte und langgesuchte Mörderin. Und mit dieser hat Li Mu Bai noch eine uralte Rechnung offen ...

Eine Veranstaltung der Ev. Frauenhilfe Braunschweig.

Eintritt frei!


Ab 9. Februar: DIE AUSSPRACHE

Regisseurin Sarah Polley ("An ihrer Seite", "Take This Waltz") konnte bereits mehrfach ihr Talent für hochsensible und zutiefst menschliche Geschichten unter Beweis stellen. Mit DIE AUSSPRACHE (OT: "Women Talking") hat sie nun ein emotional berührendes Drama geschaffen, das nicht nur künstlerisch überzeugt, sondern auch brandaktuelle Themen anspricht: Macht, Glaube, Liebe, Rache und Hoffnung.

Die Angehörigen einer abgeschiedenen Religionsgemeinschaft teilen nicht viel Intimes miteinander. Doch als sich die gewaltsamen Übergriffe der männlichen Gemeindemitglieder mehren, hadern die Frauen zunehmend damit, ihren Glauben mit ihrer Lebensrealität in Einklang zu bringen. Schließlich müssen sie eine mutige Entscheidung treffen: Sollen sie nichts tun, bleiben und kämpfen oder die Gemeinschaft verlassen?

DIE AUSSPRACHE basiert auf dem gleichnamigen Roman der mehrfach preisgekrönten Autorin Miriam Toews. Sarah Polley, die für ihr Debüt An ihrer Seite für einen Oscar® nominiert wurde, hat Toews Roman mit größter Intensität und Spannung auf die große Leinwand übertragen. Bereits bei ihrer Weltpremiere auf dem Telluride Film Festival konnte die von Tatsachen inspirierte Geschichte mit ihrer so klugen wie dichten Inszenierung das Publikum ebenso begeistern wie in Toronto und New York.

In den anspruchsvollen Hauptrollen beeindruckt eine hochkarätige Besetzung, darunter Rooney Mara ("Nightmare Alley"), Claire Foy ("Aufbruch zum Mond"), Jessie Buckley ("I’m Thinking of Ending Things"), Frances McDormand ("Nomadland"), Judith Ivey ("Flags of Our Fathers") sowie Ben Whishaw ("Keine Zeit zu Sterben").


DOK am Montag:

SORRY GENOSSE - Eine (fast) unglaubliche Liebesgeschichte

Mo, 13.2., 19:00

Briefe aus ihrer Jugend katapultieren Hedi und Karl-Heinz zurück in ihre Vergangenheit: Die Medizinstudentin aus der DDR und der BRD-Student lieben sich in Zeiten des Kalten Krieges.

Getrennt durch den Eisernen Vorhang wünschen sie sich nichts sehnlicher, als endlich vereint zu sein – allerdings gestaltet sich das als schwierig. Nachdem Karl-Heinz einen Einbürgerungsantrag an die DDR stellt und dieser zu Verstrickungen mit der Staatssicherheit führt, bleibt den beiden keine andere Wahl: Hedi muss aus der DDR fliehen!

Für ihre halsbrecherische Flucht tüftelt das Paar gemeinsam mit Freunden einen ‚Masterplan´aus, bei dem sie als Reisende getarnt nach Rumänien fahren. Doch bereits kurz nach dem Grenzübertritt reihen sich die unglücklichen Zufälle aneinander und die Gruppe zieht die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich. Hedis Flucht droht jeden Moment zu scheitern…

DDR-Geschichte mal anders: In Vera Brückners farbenfroher Doku erwecken Karl-Heinz und Hedi ihre unglaubliche Romanze während des Kalten Krieges erneut zum Leben – samt waghalsiger Flucht über die deutsch-deutsche Grenze, geheimen Komplizen und verblüffend hilfsbereiten Stasi-Beamten! Stets in einen lässigen Retro-Look getaucht entführt „Sorry Genosse“ auf eine charmante wie spannungsgeladene Zeitreise in die deutsche Vergangenheit.

Uraufführung Berlinale 2022.


Ab 16. Februar: FINAL CUT OF THE DEAD

Regisseur Rémi steht kurz vorm Nervenzusammenbruch. Am Set seines Low-Budget-Zombiefilms folgt eine Katastrophe der nächsten: Der männliche Hauptdarsteller ist eine Diva, die Nebendarstellerin besitzt die emotionale Reichweite von Toastbrot, der Kameramann hat Rücken und beim Tontechniker machen sich fiese Darmaktivitäten bemerkbar. Kann Rémi die Dreharbeiten retten?

Mit diesem aberwitzigen Horrorspaß lieferte der Oscar®-prämierte THE ARTIST-Regisseur Michel Hazanavicius den perfekten Eröffnungsfilm für die diesjährigen Filmfestspiele von Cannes. Die turbulente Komödie mit Romain Duris und Bérénice Bejo in den Hauptrollen ist nicht nur ein Feuerwerk origineller Ideen, sondern zugleich eine warmherzige Liebeserklärung an die Kunst des Filmemachens.

Zugegeben, den irren Einstieg muss man erst einmal verdauen, wird dann jedoch mit einem außergewöhnlichen, ständig an Fahrt aufnehmenden Kinoerlebnis voller raffinierter Twists belohnt, das die Lachmuskeln bis zur äußersten Belastungsgrenze strapaziert. Film ab!


DOK am Montag:

VOGELPERSPEKTIVEN

Mo, 20.2., 19:00

Es ist höchste Zeit: In den letzten 60 Jahren hat Deutschland fast die Hälfte seiner Vögel verloren. Trotzdem ist für uns kein Tier so allgegenwärtig. Es gibt unzählige Arten von Vögeln, überall sind sie zu finden, nicht zu überhören, auffallend – und oft auffallend schön. Sie sitzen in Hecken und Bäumen, auf Dächern und Balkonen.

Doch während der Himmel für sie keine Grenzen hat, wird ihr Lebensraum auf der Erde knapp. Vögel spüren als erste die Klimakatastrophe und zeigen uns die Defizite im Umgang mit der Natur. VOGELPERSPEKTIVEN behandelt eine hochaktuelle Thematik und zeigt, wie wichtig Vögel für die Erde, den Kreislauf der Natur und deshalb auch für die Menschheit sind.

Gerade in Zeiten des Artensterbens ist die Arbeit von Naturschutzverbänden wichtiger denn je. Jörg Adolph ("Das geheime Leben der Bäume") begleitet den Ornithologen Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern, einem der größten Naturschutzverbände Deutschlands, auf seiner Mission zur Rettung der Vögel. Der LBV steht dabei exemplarisch für die Arbeit der NGOs, die sich für die Natur und Artenvielfalt engagieren.

Ganz anders beobachtet Arnulf Conradi Vögel. Der Gründer und frühere Verleger des Berlin Verlages ist begeisterter Birdwatcher seit Kindertagen und hat 2019 den Bestseller „Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung“ veröffentlicht. Poetisch und philosophisch erzählt er in VOGELPERSPEKTIVEN von seiner Faszination für die heimische Vogelwelt.

VOGELPERSPEKTIVEN öffnet die Augen für die Schönheit der Vögel und deren Beobachtung, blickt dabei auch hinter die Kulissen der Umweltpolitik und zeigt beispielhafte Schutzprojekte. Wir machen uns auf zu einer emotionalen und inspirierenden Erkundungsreise mit atemberaubenden Bildern und erleben Arten- und Naturschutz in Aktion.


EXTRA: MRS HARRIS UND EIN KLEID VON DIOR

So, 26.2. - Matinée

Als ihr Blick auf eine exklusive Haute-Couture-Robe von Christian Dior fällt, ist es um Ada Harris geschehen. Eigentlich ist Mode nicht das Ding der verwitweten Frau, die sich im London der 1950er-Jahre als Haushaltskraft über Wasser hält. Aber so etwas Schönes hat Ada noch nie gesehen. Sie beschließt, selbst ein solches Kleid besitzen zu müssen. Auch wenn das bedeutet, dass sie noch härter arbeiten und vielleicht auch hungern und dass ein bisschen Spielglück mithelfen muss, damit sie sich ihren Traum erfüllen und die Reise nach Paris antreten kann. In der Stadt der Liebe angekommen, geht das Abenteuer erst richtig los: Ganz so einfach, wie Ada dachte, ist es nämlich gar nicht, Zugang zum Hause Dior gewährt zu bekommen …

Mit seiner 1958 veröffentlichten Novelle "Ein Kleid von Dior" gelang Paul Gallico ein zeitloser Klassiker der modernen Literatur. Regisseur Anthony Fabian ("Skin", "Louder Than Words") legt nun eine visuell berauschende, emotional berührende Version der Komödie vor, die bezaubernder nicht sein könnte.

In der Titelrolle spielt die fabelhafte Vollblutschauspielerin Lesley Manville, 2018 nominiert für einen Oscar® und einen BAFTA Award für ihren Auftritt in Der seidene Faden. An ihrer Seite sieht man u.a. Leinwandlegende Isabelle Huppert ("8 Frauen", "Elle").

Eine Veranstaltung von Zonta Club Braunschweig.


DOK am Montag:

ROSY – AUFGEBEN GILT NICHT

Mo, 27.2., 19:00

Die junge Studentin Marine Barnérias nimmt 2015 an einem Wettkampf ihrer Universität teil, als ihr plötzlich schwarz vor Augen wird. Sie misst alldem zuerst wenig Bedeutung bei, bis sie kurzfristig nahezu erblindet und einen Augenarzt aufsucht, der sie sofort und mit höchster Dringlichkeit an einen Neurologen verweist. Nach unzähligen nervenaufreibenden Untersuchungen steht die erschütternde Diagnose fest: MS - Multiple Sklerose. Mit 21 Jahren.

Marine entscheidet sich nach dem ersten Schock und durch die schwierige und undurchsichtige Informationslage für einen unkonventionellen und bewundernswerten Weg: Raus ins Leben und in die Welt. Allein unternimmt sie eine Reise, die sie um die halbe Erdkugel führt, um positive Kräfte zu sammeln und zu sich selbst zu finden.

Ein Abenteuer, das sie in drei verschiedene Länder führt: Neuseeland, um ihren Körper wiederzuentdecken, Myanmar, um sich mit ihrem Geist zu verbinden, und die Mongolei, um mit ihrer Seele wieder in Kontakt zu treten. In einem Dreivierteljahr sammelt sie unvergessliche Erfahrungen, erlebt tröstende und verändernde Begegnungen, stellt eine innige Verbindung mit der Natur her und kehrt voller Kraft, Lebensfreude und neuer Ideen zurück, um wieder zu sich selbst und in ein neues Gleichgewicht mit der Sklerose, die sie Rosy nennt, zu finden.

Mit ROSY – AUFGEBEN GILT NICHT hat Marine Barnérias, die heute erfolgreiche Bestsellerautorin ist und ein Reisemagazin im französischen Fernsehen moderiert, ein ungewöhnliches, unglaublich nahes und durchaus auch humorvolles Kinoabenteuer geschaffen.

Die Geschichte einer starken, jungen Frau ist zugleich eine mutmachende und vor Lebensfreude sprühende Darstellung über die heilende Kraft des Reisens. Marine zeigt uns, dass selbst in den schwierigsten Zeiten eines Lebens alles möglich ist und dass wir alle eine ungeahnte innere Stärke haben.


Ab 2. März: TÁR

Mit TÁR erzählt Regisseur, Autor und Produzent Todd Field die faszinierende Geschichte von Lydia Tár (Cate Blanchett), die als erste weibliche Chefdirigentin ein großes deutsches Orchester leitet.

Lydia Tár (die zweifache Oscar®-Preisträgerin Cate Blanchett) hat es geschafft. Die begnadete Dirigentin hat sich in der von Männern dominierten klassischen Musikszene durchgesetzt und befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Mit ihrem Orchester plant sie eine mit Spannung erwartete Einspielung von Gustav Mahlers Fünfter Sinfonie.

Doch während der Proben gerät die Welt der Star-Dirigentin immer mehr ins Wanken: Nicht nur die Beziehung mit ihrer Konzertmeisterin (Nina Hoss) gestaltet sich zunehmend kompliziert, auch frühere Lebensentscheidungen, Anschuldigungen und ihre eigenen Obsessionen drohen sie einzuholen. In den darauffolgenden Wochen entgleitet ihr die Kontrolle über ihr eigenes Leben immer mehr …

TÁR zeichnet das Bild einer hochkomplexen Frauenfigur und gleichzeitig ein provokatives Porträt des klassischen Musikbetriebs.

Außerdem sind in TÁR u.a. Noémie Merlant ("Porträt einer jungen Frau in Flammen"), Julian Glover ("Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück") und Mark Strong ("1917") zu sehen. Die Cellistin Sophie Kauer gibt in TÁR ihr Debüt als Schauspielerin.

Cate Blanchett wurde für ihre Rolle in TÁR mit einem Golden Globe als "Beste Hauptdarstellerin (Drama)" ausgezeichnet!

Nominiert für 6 Oscars: u.a. Bester Film und Beste Hauptdarstellerin (Cate Blanchett).


Ab 9. März: DIE FABELMANS

Steven Spielbergs Film DIE FABELMANS ist ein zutiefst persönliches Porträt einer amerikanischen Kindheit und zugleich eine cineastische Hommage an die (Familien-) Beziehungen, die das Leben und die Karriere des Filmemachers geprägt haben.

Die Leidenschaft von Sam Fabelman (Gabriel LaBelle) ist das Filmemachen – ein Interesse, das seine kunstbegeisterte Mutter Mitzi (Michelle Williams) schätzt und fördert. Sams Vater Burt (Paul Dano) hingegen, ein erfolgreicher Ingenieur, befürwortet Sams Arbeit zwar, hält sie aber für nicht mehr als ein Hobby. Doch die Faszination für bewegte Bilder lässt den jungen Sam nicht mehr los.

In immer aufwendigeren Filmproduktionen setzt der Nachwuchsregisseur seine Schwestern und Freunde in Szene. Doch als die Fabelmans umziehen und es zu Turbulenzen innerhalb der Familie kommt, muss sich Sam mehr denn je auf seine Liebe zum Kino und die Macht der Filme besinnen, um seine Träume nicht aus den Augen zu verlieren.



DOK am Montag:

EXHIBITION ON SCREEN: MARY CASSATT: PORTRÄTS MODERNER FRAUEN

Mo, 13.3., 19:00

Mit einer kurzen Einführung von Frau Dr. Sarah Babin (Ausstellungen, HAUM) zu „Frauen in der Kunst".

Anlässlich des Internationalen Frauentages (8. März).

Mary Cassatt machte Karriere mit Gemälden, die das Leben von Frauen aus ihrem näheren Umfeld darstellen. Die radikalen Bilder zeigen gebildete, weibliche und lebensechte Menschen und markierten damit eine grundlegende Wende in der künstlerischen Darstellung von Frauen.

Dieser Film präsentiert Cassatts frappierende Drucke, Pastelle und Gemälde und macht uns mit einer oft vernachlässigten Impressionistin bekannt, deren Karriere von ebenso vielen Widersprüchen bestimmt war wie die von ihr porträtierten Frauen.

Cassatt druckte, skizzierte und malte Dutzende Bilder von Müttern und Kindern, blieb jedoch selbst unverheiratet und kinderlos. Trotz ihrer klassischen Kunstausbildung beschloss sie, sich einer Gruppe radikaler französischer Künstler anzuschließen – den Impressionisten, einer Bewegung, die die Sprache der Kunst zutiefst verändern sollte.

Mit Unterstützung der weltweit angesehensten auf Cassatt spezialisierten Kuratoren und Wissenschaftler erzählt der Film die fesselnde Geschichte eines tiefen sozialen und kulturellen Wandels: die Geschichte einer Zeit, in der die Frauen für ihre Rechte kämpften und die Kunst zu einer ganz neuen Sprache fand. Mary Cassatt und die von ihr porträtierten modernen Frauen standen im Zentrum dieser Entwicklung.

In Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum.


SOUND ON SCREEN SPECIAL:

CAN AND ME

Do, 16.3., 19:00

Zu Gast: Regisseur & Produzent Michael P. Aust (ehem. Festivaldirektor Int. Filmfestival Braunschweig)

Was bedeutet Klang? Was bedeutet Stille? Ein intimer Blick in das Leben und Schaffen von Irmin Schmidt, dem Gründer der Kölner Band CAN, die Generationen von Musikern in Pop und elektronischer Musik prägte – eine Reise in eine Zeit voller musikalischer Abenteuer, Exzentrik und Visionen.

Schmidt, inzwischen 85 Jahre alt, hat sich immer wieder neu erfunden: Der Film zeigt den Weg vom klassischen Dirigenten über den Schüler von Stockhausen und Ligeti zu CAN, weiter über Filmmusik für Wim Wenders und Roland Klick, Oper bis zur elektronischen Clubmusik. Der Film enthält auch Ausschnitte aus dem Konzert von Irmin Schmidt auf dem Filmfest Braunschweig.

In Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival.


DOK am Montag:

LARS EIDINGER - SEIN ODER NICHT SEIN

Mo, 27.3., 19:00

Lars Eidinger ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Schauspieler, einer der besten unserer Zeit. Auf der Bühne überzeugt er durch seien körperliche Präsenz, sein variationsreiches Spiel und seien Emotionalität. Dadurch verleiht er seinen Charakteren Tiefe und Glaubwürdigkeit und sorgt für ausverkaufte Theater auf der ganzen Welt.

Der rastlose Star dreht Filme mit internationalen Stars wie Juliette Binoche, Isabelle Huppert und Adam Driver. Sein Leben hat er voll und ganz der Kunst verschrieben, sei es als Schauspieler, Regisseur, Fotograf oder DJ.

"In dem Film gibt der Künstler zum ersten Mal Einblick in seine Arbeitsweise. Mit seinem Kinodebüt in Maren Ades 'Alle Anderen' (2009) betrat Lars Eidinger erstmals das Licht einer breiten Öffentlichkeit – ein einzigartiger Darsteller, der von seiner Improvisationslust und Intensität lebt.

Regisseur Reiner Holzemer begleitet den 46-Jährigen dabei, wie er sich die Hauptrolle des 'Jedermann' bei den Salzburger Festspielen 2021 erarbeitet, bei Proben an der Berliner Schaubühne oder auch in Paris bei den Dreharbeiten zu der Serie 'Irma Vep' von Olivier Assayas. Es ist das eindrückliche Porträt eines Ausnahmekünstlers." (Filmfest Hamburg)

"You can´t take your eyes off him!" - Isabelle Huppert über Lars Eidinger


Ab 30. März: ORPHEA IN LOVE

Nele ist eine Träumerin. Aus ihrem tristen Alltag flüchtet sie sich immer wieder in die beseelte Welt der Oper und Musik. Fast wie unsichtbar schlägt sich die junge Frau, die eigentlich aus einem kleinen Dorf in Estland kommt, in einer deutschen Großstadt als Multijobberin durch.

Sie lebt in einer Studentinnen-WG, verdient ihr Geld in einem Call-Center und als Garderobiere an der Staatsoper. Doch sie trägt ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit mit sich, das ihr immer wieder blutige Alpträume beschert.

Als sie den Streetdancer und Kleinkriminellen Kolya kennenlernt, ist es für beide eine schicksalhafte Begegnung, das Aufeinandertreffen von Seelenverwandten. In einer Symbiose aus Gesang und Tanz nähern sie sich einander an. Doch Neles dunkle Vergangenheit steht der aufkeimenden Liebe im Wege.

Der Talentmanager Höllbach vertritt die große Operndiva Adela. Er ist ihr Ehemann, Manager, Bodyguard und größter Fan in Personalunion. Doch Adelas Karriere beginnt zu stocken, als ihr bei einer Aufführung der 'Madame Butterfly' die Stimme versagt. Da wird Höllbach auf Neles enormes Gesangstalent aufmerksam. Es scheint die große Chance für Nele zu sein.

Es musizieren Bayerisches Staatsorchester und Chor der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Antonio Fogliani, Stefan Soltesz, Ivor Bolton.

"Was anfängt wie ein klassischer Betrugsversuch, entpuppt sich als poetisches Kennenlernen zweier Filmfiguren, und das in einer traumhaften Zauberwelt zwischen Jacques Offenbach, Fred Astaire und LA LA LAND. ORPHEA IN LOVE ist eine bemerkenswerte Melange aus Elementen, die wir nicht nur aus dem Kino kennen, sondern vor allem auch aus der Oper: wo im Kino in der Regel Musical- bzw. Popsongs angestimmt werden, werden hier von den Protagonist:innen technisch höchst anspruchsvolle Arien dargeboten.

Wenn sich Oper und Kino derart umarmen, ist ein Künstler vom Range Axel Ranischs nicht fern: der 39-jährige Regisseur hat nicht nur anerkannte Kinofilme wie ICH FÜHL MICH DISCO und ALKI ALKI gedreht, sondern inszeniert auch regelmäßig für die Bühne, zuletzt Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ an der Staatsoper Stuttgart. Seinen ersten eigenen Opernabend durfte er bereits 2013 für die Bayerische Staatsoper gestalten, der er seither verbunden geblieben ist." (Filmfest München)

Zu Gast am Do, 30.3.: Regisseur Axel Ranisch und Darsteller Heiko Pinkowski.


DOK am Montag:

ANNE-SOPHIE MUTTER – VIVACE

Mo, 3.4., 19:00

Das Wunderkind wird 60! Im zarten Alter von 13 Jahren wurde Anne-Sophie Mutter von Stardirigent Herbert von Karajan entdeckt. Es folgt eine beispiellose Weltkarriere. Über sich selbst hat sie mal gesagt: „Wenn Sie mich kennenlernen wollen, müssen Sie mich auf der Bühne erleben“. Fragen nach ihrem Privatleben schätzt sie nicht. Wie porträtiert man also eine solche Ausnahmekünstlerin?

Filmemacherin Sigrid Faltin wählte den Ansatz, die Künstlerin in ungewöhnliche Gesprächssituationen zu versetzen, um über den Dialog einen Zugang zu ermöglichen. Befragt, wen sie sich als Gesprächspartner wünscht, nannte Anne-Sophie Mutter spontan: den Tennisstar Roger Federer, den New Yorker Magier Steve Cohen, ihre Musikerfreunde Daniel Barenboim, den legendären Filmkomponisten John Williams (u.a. „Star Wars“), Jörg Widmann und ihren langjährigen Pianisten Lambert Orkis, „musikalisch my best buddy“.

Im Austausch mit diesen Wegbegleitern erzählt sie, warum sie sich mit Hochleistungssportlern identifiziert, wie sie zu ihren Konzert-Roben gekommen ist, und warum sie bedauert, mit dem Klavierspielen aufgehört zu haben. Sie spricht ausführlich über den frühen Tod ihres Mannes, ihr Leben als alleinerziehende Musikerin in Einklang zu bringen.

Die vierfache Grammy®-Gewinnerin hat neben zahlreichen anderen Preisen und Auszeichnungen ein Bundesverdienstkreuz I. Klasse sowie zwei Ehrendoktortitel für ihre Leistungen erhalten. ANNE-SOPHIE MUTTER – VIVACE ist ein Dokumentarfilm, der eine der größten Musikerinnen unserer Zeit ganz privat zeigt – nicht nur als Musikerin, sondern auch als sportliche, politisch und sozial engagierte Frau. Sigrid Faltin ergänzt die Gespräche mit Archivmaterial aus fünf Jahrzehnten und erschafft so ein nahes Portrait.


DOK am Montag - "Museum meets Movie":

HUNTER FROM ELSEWHERE - A JOURNEY WITH HELEN BRITTON

Mo, 17.4., 19:00

Ein blau glänzender Vogel in einem Dornengestrüpp aus dunklem Silber, steinerne Tropfen aus einer Wolke aus Metall, eine Geisterbahn beladen mit geheimnisvollen Schätzen. Die Schmuckstücke der australischen Künstlerin Helen Britton scheinen aus den Wunderkammern der Vergangenheit aufzutauchen und sind doch moderner Avantgarde-Schmuck, der weltweit bewundert und gesammelt wird.

Aufgewachsen in Newcastle, New South Wales, einer Hochburg der Schwerindustrie, zieht es die Australierin in den 90er-Jahren nach München. Sie studiert bei Otto Künzli in der Schmuckklasse der Akademie der Bildenden Künste und entdeckt die für sie „exotische“ Welt uralter Handwerkstraditionen. 

Der Film begleitet sie auf der Suche nach edlen und alltäglichen Materialien und fast vergessenen Handwerkstechniken, zeigt ihre Begegnungen mit den letzten Trägern eines untergehenden Wissens und führt den Zuschauer von Idar-Oberstein, dem ehemaligen Zentrum des Edelsteinhandels, über die Glasbläser in Lauscha, Thüringen bis in die Schwerindustriestadt Newcastle in New South Wales/ Australien und Bangkok.

Dabei erzählt der Film nicht nur vom Prozess der Entstehung, sondern auch von der Faszination und Anziehung, die Schmuck schon immer auf uns Menschen ausübt. „What we hold in our hands are memories“.

Vier Jahre lang hat die Filmemacherin Elena Alvarez Lutz die Künstlerin begleitet. Herausgekommen ist eine poetische Spurensuche, weit über ein Portrait hinaus – ein Film über das Erzählen von Geschichten: die eigene und die der anderen.

Einführung von Dr. Martina Minning, Leitung der Abteilung Angewandte Kunst, Herzog Anton Ulrich-Museum.

In Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum.


DOK am Montag:

EXHIBITION ON SCREEN: VERMEER - DIE BLOCKBUSTER-AUSSTELLUNG

Mo, 24.4., 19:00

Mit einer kurzen Einführung von Frau Dr. Silke Gatenbröcker (Leitung Gemäldegalerie, HAUM).

Im Frühjahr 2023 öffnet das Rijksmuseum in Amsterdam seine Tore für die größte Vermeer-Ausstellung der Geschichte. Die große Retrospektive in Amsterdam präsentiert eine Reihe von Leihgaben aus aller Welt und versammelt Vermeers bekannteste Meisterwerke, darunter Mädchen mit dem Perlenohrring, Der Geograph, Dienstmagd mit Milchkrug, Straße in Delft, Briefschreiberin und Dienstmagd sowie Frau mit Waage.

Der neue Film der Reihe Exhibition on Screen lädt uns zu einer exklusiven, vom Direktor des Rijksmuseums und dem Kurator begleiteten Besichtigung der Ausstellung ein – eine wirklich einmalige Gelegenheit!

Neben dem Zusammentragen von Vermeers Werken haben das Rijksmuseum und das Mauritshuis in Den Haag seine Kunst, seine künstlerischen Entscheidungen, die Ausgangspunkte für seine Bildkompositionen und die Entstehungsgeschichte seiner Gemälde intensiv erforscht.

Taco Dibbits, Direktor des Rijksmuseums: "Wir hätten es nicht für möglich gehalten, dass sich so viele Museen bereit erklären, uns ihre Meisterwerke auszuleihen. Dies wird der letzte Blockbuster seiner Art sein..."

In Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum.

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