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QU*ERSCHNITT - Queeres Filmfest

Qu*erschnitt – Ein kleines, queeres Filmfestival

Zum ersten Mal präsentieren wir ein kleines, queeres Filmfestival. Anknüpfend an die im Rahmen des Filmfests stattgefundene queere Filmreihe der vergangenen Jahre zeigen wir auch in diesem Jahr wieder Filme, die sich außerhalb der heterosexuellen Normalität und Normativität bewegen. In der Zeit vom 12. bis zum 18. November 2020 präsentieren wir fünf Filme, von denen jeder die Chance hat, den mit 2.500 € dotierten Queeren Filmpreis Niedersachsen zu gewinnen. Zusammen mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen wird dieser Preis erstmalig als Publikumspreis verliehen, so dass die Zuschauenden selbst ihren Favoriten bestimmen können.

Film ist ein Medium, welches in der Lage ist, gleichermaßen zu informieren, zu lehren, zu empören, zu erregen und natürlich zu unterhalten. Dieses Medium schafft es, wie kein anderes, viele Menschen zusammenzubringen.

Wir möchten dazu beitragen, dass alternative Lebensentwürfe als lebendige und gleichberechtigte Sicht- und Lebensweisen in der Gegenwart wahrgenommen werden. Mit dem Festival plädieren wir für Vielfalt und Akzeptanz und verschaffen ihnen Sichtbarkeit durch Präsenz auf der Kinoleinwand.

Qu*erschnitt ist eine Kooperation zwischen dem Universum Filmtheater und dem Verein für sexuelle Emanzipation e.V. (VSE). Das Festival wird gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen“.


Das Programm:

Eröffnungfilm:

KISS ME KOSHER

Do, 12.11., 19:00

Regie: Shirel Peleg, DE 2020, 106 Min., ab 12 J.

Darsteller*innen: Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli, Juliane Köhler u.a.

Die quirlige jüdische Großmutter Berta und ihre nicht weniger leidenschaftliche Enkelin Shira streiten inniglich über die Liebe und darüber, was Frau darf und was nicht. Vor allem als sich ihre geliebte Enkeltochter ausgerechnet für Maria, eine Deutsche, entscheidet. Die beiden jungen Frauen machen richtig ernst – sie wollen heiraten. Das Chaos ist perfekt als die Eltern von Maria aus Deutschland auf die Mischpoke in Jerusalem treffen. So unterschiedlich beide Familien sind, so einig sind sich alle in einem Punkt: Die Hochzeit muss geplant werden!

Nur eine versucht mit allen Mitteln diesen Bund des Lebens zu verhindern – Berta. Für sie ist eine Ehe zwischen einer Israelin und einer Deutschen ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl auch sie mit dem Palästinenser Ibrahim ein recht unkonventionelles Liebesglück gefunden hat, das sie im Gegensatz zur lebensfrohen Enkeltochter vor der Familie verheimlicht. Aber wie lange kann das noch so gutgehen?

Am Ende der turbulenten Familienfehde wird geheiratet – so wie es sich für jede romantische Komödie gehört – wer aber am Ende wen kriegt, das wird sich zeigen! Ein witziger, temporeicher Culture-Clash über Liebe, Vorurteile und verrückte Familien.

 

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UFERFRAUEN -LESBISCHES L(I)EBEN IN DER DDR

Die Regisseurin Barbara Wallbraun ist anwesend.

Fr, 13.11., 18:30

Regie: Barbara Wallbraun, DE 2019, 121 Min., ab 12 J.

Wie lebte es sich als lesbische Frau in der DDR? UFERFRAUEN begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben:

Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt.

Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz.

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PORT AUTHORITY

Sa, 14.11, 19:00

Regie: Danielle Lessovitz, USA 2019, 106 Min., ab 12 J.

Darsteller*innen: Fionn Whitehead, Leyna Bloom, McCaul Lombardi, Louisa Krause u.a.

Auf den Treppen zum New Yorker Busbahnhof Port Authority tanzen Wye und ihre Geschwister Vogue. Paul ist gerade in New York gestrandet und beobachtet die junge Frau. Magisch angezogen von ihrer Schönheit und Eleganz, wagt er den ersten Schritt. Und Wye nimmt ihn mit: in die Ballroom-Community und zu ihrer queeren Wahlfamilie, ihrem House. Als Paul realisiert, dass Wye trans ist, muss er seine eigenen Vorstellungen von Identität und Geschlecht hinterfragen – und eine Entscheidung treffen.

Danielle Lessovitz’ Liebesdrama mit Shootingstar Fionn Whitehead und Queer-Ikone Leyna Bloom wurde u.a. von Martin Scorsese produziert und feierte in Cannes Premiere. Nach „Paris Is Burning“ und „Pose“ ist „Port Authority“ in der Gegenwart der queeren Subkultur New Yorks angekommen.

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NEUBAU

So, 15.11., 19:00

Zu Gast: Autor und Hauptdarsteller Tucké Royale

Regie: Johannes M. Schmit, DE 2020, 81 Min., ab 16 J.

Darsteller*innen: Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling, Minh Duc Pham u.a.

Sommer in der Brandenburger Provinz. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm immer häufiger eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie, die ihn aus seiner Einsamkeit befreit.

Als er sich  in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.

Wo möchte ich leben – und wie? Mit diesen existentiellen Fragen beschäftigen sich Autor/ Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit in ihrem Debütfilm aus der Sicht eines jungen queeren Mannes in der Uckermark. Und beantworten sie mit einem dezidiert nicht-normativen Lebensentwurf, in dem die Befreiung aus konservativen Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterzugehörigkeit ebenso eine Rolle spielen wie Commitment und gegenseitige Fürsorge.

Im Januar 2020 feierte NEUBAU seine Uraufführung im Spielfilm-Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Dort wurde er als Bester Spielfilm ausgezeichnet und dabei von der Jury besonders für seine „Kraft, Empathie zu erzeugen“ gelobt. Tucké Royale erhielt zudem für sein Buch und Schauspiel den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.

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MATTHIAS & MAXIME

Di, 17.11., 19:00

Regie: Xavier Dolan, CA 2019, 119 Min., FSK: ab 12 J. beantragt

Darsteller*innen: Gabriel D'Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey u.a.

Matthias und Maxime sind schon seit ihrer Kindheit beste Freunde und können sich gar nicht vorstellen, plötzlich getrennte Wege zu gehen. Doch das Erwachsenwerden bedeutet Veränderung, und so zieht es Maxime für längere Zeit nach Australien.

In den Tagen vor seiner Abreise ziehen die beiden im Kreis ihrer Freunde von einer Party zur nächsten. Als eine ihrer Freundinnen, eine Filmstudentin, für ihren neuesten Kurzfilm noch zwei Schauspieler sucht, werden Matthias und Maxime kurzerhand und nicht ganz gegen ihren Willen engagiert. Der Knackpunkt des Ganzen? Die beiden Freunde müssen sich vor der Kamera küssen und dies bringt plötzlich alles ins Wanken.

Ungeahnte und unterdrückte Gefühle erwachen, die die beiden vor Entscheidungen und Herausforderungen stellen, die unüberwindbar scheinen. Denn während Matthias sich krampfhaft gegen seine Gefühle zu wehren versucht, wächst in Maxime mehr und mehr der Wunsch, Matthias noch näher zu kommen, bevor sie der Ozean endgültig trennt. Gibt es für die beiden doch noch ein Happy End?

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PREISVERLEIHUNG QUEERER FILMPREIS NIEDERSACHSEN
und Aufführung des Publikumsgewinners

Mi, 18.11., 18:30

Der Eintritt beträgt für alle Veranstaltungen jeweils 8,50€.

Tickets

 

 

 

QUEERES FILMFEST - QU*ERSCHNITT Flyer vom 12.11. - 18.11.20

Hier können Sie sich den Flyer inklusive Programm runterladen.