Universum Newsletter | 13.10.2020

Unser Programm vom 15.10.-21.10.2020

NEU:

OECONOMIA

tägl. 18:45

Regie: Carmen Losmann, DE 2020, 90 Min., o.A., Bundesstart

Mit ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Work Hard – Play Hard“ setzte die Regisseurin Carmen Losmann sich mit den Wirkungen des modernen Human Ressource Managements auseinander.

Es ist eine scheinbar einfache Frage, die den Grundstein dieses Dokumentarfilms bildet und deren Beantwortung selbst Ökonomen vor Schwierigkeiten stellt: „Woher kommt das Geld eigentlich?“

Mit OECONOMIA, der auf der Berlinale 2020 seine Premiere feierte und von der Kritik hoch gelobt wurde, setzt Carmen Losmann ihre eindringlichen Recherchen zu den zerstörerischen Grundlagen unseres Wirtschaftssystems fort und öffnet den Blick jenseits der gängigen Erklärungsmuster und Dogmen auf den Nucleus eines hochexplosiven Systems: Der Schuldner als zentraler Akteur. – Ein Film von brennender Aktualität.

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NEU: I AM GRETA

Fr - So 20:45, Fr - Mi auch 14:30

Ein DOKUMENTARFILM über einen Teenager, der die Welt verändert: Greta Thunberg

Regie: Nathan Grossman, SWE / D / USA / GB 2020, 101 Min., o.A., mit António Guterres, Arnold Schwarzenegger u.a.

I AM GRETA erzählt die Geschichte von Greta Thunberg, die mit 15 Jahren anfing, freitags nicht mehr in die Schule zu gehen, sondern vor dem schwedischen Parlamentsgebäude, neben sich ein selbstgemaltes Plakat, zu streiken. In der Folge wurde sie zur Ikone einer globalen Jugendbewegung zur Eindämmung des Klimawandels und zur Rettung des Planeten.

Der Dokumentarfilm setzt mit Greta Thunbergs Solostreiks im August 2018 ein, zeigt die Entwicklung der „Fridays For Future“-Initiativen, ihre stetig größer werdende Popularität und ihren atemberaubenden Segeltörn zum UNO-Klimagipfel in New York im Herbst 2019.

I AM GRETA feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival Venedig im September.

Am Fr, 20:45 mit Aktivist*innen von FRIDAYS FOR FUTURE.

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SOUND ON SCREEN:

DAS ARVO PÄRT GEFÜHL

Do, 15.10., 19:00

Regie: Paul Hegeman, NL 2019,  78 Min., OmdU, o.A.

Arvo Pärt, einer der der berühmteste Komponisten unserer Zeit, gilt wegen seiner minimalistisch, spirituellen Musik, als so etwas wie ein Einsiedler. Bei der Arbeit ist er jedoch das genaue Gegenteil, denn er verbindet seine unglaubliche Sensibilität mit Humor und Energie.

Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Cello-Oktett Amsterdam bildet das Herzstück dieses Dokumentarfilms, der ein helles Licht auf das Universum von Pärt wirft. Ein Universum, das nicht nur klassische Musiker wie Tõnu Kaljuste, Candida Thompson oder Daniel Reuss fasziniert, sondern auch Choreographen wie Jiří Kylián, Filmemacher wie Alain Gomis und junge Technomusiker wie Kara-Lis Coverdale. Sie alle sind auf der Suche nach dem Pärt-Gefühl, nach dem, was Arvo Pärts Musik so einzigartig macht.



EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN

tägl. 19:00 (außer Do), 16:45, 14:00, Mo 19:00 in franz. OmU

Regie: Jean-Paul Salomé, Mathieu Thouvenot, FR 2020, 104 Min., ab 12 J., 2. Woche

Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt.

Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist.

Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau.

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EISENBAHN NACH JAPAN - KARL SCHAPER

Eine Entdeckungsreise in die Welt des Künstlers

Do 15:00, So 11:00 + 13:00, Mi 20:45

Regie: Manfred Bannenberg, DE 2020, 60 Min., 3. Woche

Das Atelier in Apelnstedt, bei Wolfenbüttel, ist das Zentrum, das sich öffnet und den Maler, Bildhauer, Grafiker und Objektkünstler Karl Schaper wieder in seinen Werken sichtbar werden lässt.

Der Film zeigt einen Überblick über das große Schaffen des fast vergessenen Künstlers, der in diesem Jahr 100 geworden wäre. Zeitzeugen erinnern an ihn, seine engagierte und gesellschaftskritische Kunst, gepaart mit seiner einmaligen Art, mit Witz und Ironie.

Ein Künstler, der in seinen Werken den Bogen von der kleinen zur großen Welt, von Apelstedt bis zur Arche Noah zieht. Karl Schaper sagte über seine Kunst: "Meine Waffe ist der Spiegel, ist die Falle, ist das sentimentale Taschentuch der Vergangenheit. Alle Waffen sind gefährlich, auch für den, der sie anwendet."

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ENFANT TERRIBLE

Do + Di 20:45

Regie: Oskar Roehler, DE 2020, 134 Min., Drama, 3. Woche

Darsteller*innen: Oliver Masucci, Hary Prinz, Katja Riemann, Alexander Scheer, Eva Mattes, Jochen Schropp, Désirée Nick, André Hennicke u.a.

Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder 1967 die Bühne des Antiteaters in München stürmt und kurzerhand die Inszenierung an sich reißt, ahnt niemand der Anwesenden, dass dieser dreiste Typ einmal einer der bedeutendsten Filmemacher Deutschlands werden würde. Schnell schart der einnehmende wie fordernde Mann zahlreiche Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Liebhaber um sich.

Er dreht einen Film nach dem nächsten, die auf den Festivals in Berlin und Cannes für Furore sorgen. Der junge Regisseur polarisiert: beruflich wie privat. Aber die Arbeitswut, die körperliche Selbstausbeutung aller Beteiligten und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald ihren Tribut.

Der neue Film von Oskar Roehler ("Die Unberührbare", "Elementarteilchen", "Tod den Hippies! Es lebe der Punk"), mit Oliver Masucci ("Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", "Werk ohne Autor") als RWF.

ENFANT TERRIBLE wäre als einziger deutscher Film im offiziellen Programm des aufgrund von Corona abgesagten Festivals von Cannes 2020 gelaufen.

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PERSISCHSTUNDEN

tägl. 16:15, Mo auch 20:45

Regie: Vadim Perelman, D/RUS 2019, 127 Min., Drama, 4. Woche

Darsteller*innen: Lars Eidinger, Nahuel Pérez Biscayart u.a.

1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch (Lars Eidinger), Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen.

Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Und jeder Fehler kann ihn sein Leben kosten...

Inspiriert von wahren Begebenheiten, erschuf Regisseur Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) mit PERSISCHSTUNDEN ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte vom menschlichen Überlebenswillen erzählt. In den Hauptrollen beeindrucken Lars Eidinger („25 km/h“) und Nahuel Pérez Biscayart („120 BPM“), die literarische Vorlage lieferte Wolfgang Kohlhaase. Seine Weltpremiere feierte PERSISCHSTUNDEN auf der Berlinale 2020.

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972 BREAKDOWNS - AUF DEM LANDWEG NACH NEW YORK

tägl. 21:10

Regie: Daniel von Rüdiger, DE 2020, 110 Min., o.A., 5. Woche

4 Ural-Motorräder – 5 Künstler - 43 000 Kilometer – 972 Breakdowns

Willkommen in unserem Beiwagen! Wir – Anne, Efy, Elisabeth, Johannes und Kaupo – manövrieren Euch auf klapprigen russischen Motorrad-Gespannen kreuz und quer durch drei Kontinente, stets Richtung Osten: durch Kasachstan, die Mongolei, den Fernen Osten Russlands, über Alaska und Kanada bis nach New York City.

Dabei werden wir in unzählige mechanische, körperliche und bürokratische Breakdowns verwickelt. Es mag absurd klingen doch nur aufgrund dieses lückenlosen Pannen-Theaters treffen wir die unterschiedlichsten Menschen rund um den Globus, mit deren Hilfe das Vorankommen bis in die entlegensten Zipfel der Welt überhaupt erst möglich ist.

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Liebe Filmfreundinnen und -freunde,

Kino in Corona-Zeiten funktioniert nicht ganz ohne Regeln und Hinweise, wir bitten um Beachtung und Einhaltung im Interesse aller Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. Bitte lesen Sie sich die unterstehenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen durch und bringen Sie gerne – sofern Sie Tickets an der Kinokasse kaufen und nicht online über unsere Website – den ausgefüllten Kontaktbogen mit ins Kino. Herzlichen Dank!

Unser Team wird alles dafür tun, dass Sie sich bei uns wohl und sicher fühlen.

Bis bald im Kino!

Das Universum-Team.

Reservierung/ Tickets/ Öffnungszeiten

Reservierungen sind online über Programm auf unserer Homepage oder per Telefon über unsere Kassenhotline 0531 70 22 15 50 möglich. Der Ticketkauf ist sowohl online über unsere Homepage als auch vor Ort an der Kinokasse möglich.

Kassen-Öffnungszeiten:

Die Kasse öffnet täglich 15 Minuten vor dem ersten Vorstellungsbeginn und schließt 15 Minuten nach dem letzten Vorstellungsbeginn.

 

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Abspannen im »abspann«

abspann

»abspann« -  Endlich wieder geöffnet!

Besuchen Sie Braunschweigs einziges Kino-Bistro! Ob vor, nach oder auch ohne Film – im »abspann« bieten wir Raum für Gespräche rund um das Kinoprogramm.

 

Öffnungszeiten:

tägl. ab 18:00 Uhr

(Sonntag Ruhetag)

 

 

Fotoausstellung im abspann:

"Fotografie im Ausnahmezustand: Die Zerstörung und Gentrifizierung eines Weltkulturerbes." Fotos von Hinrich Schultze.

Eintritt frei

Demnächst im Universum

Ab 22. Oktober: CORTEX

Buch & Regie: Moritz Bleibtreu, DE 2020,  96 Min., ab 16 J., Bundestart

Darsteller*innen: Moritz Bleibtreu, Jannis Niewöhner, Nadja Uhl, Anna Bederke, Wotan Wilke Möhring u.a.

Zwei Männer, zwei Leben, eine schicksalhafte Begegnung: Hagen (Moritz Bleibtreu) plagen unkontrollierte Schlafphasen, in denen er zwischen Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann.

Die angeschlagene Beziehung zu seiner Frau Karoline (Nadja Uhl) leidet darunter mit jedem Tag mehr. Ihr Seitensprung mit dem Kleinkriminellen Niko (Jannis Niewöhner) setzt jedoch eine verstörende Verkettung der Geschehnisse in Gang, die das Leben beider Männer drastisch verändert. Ein nicht enden wollender Albtraum zwischen Wirklichkeit und Traum beginnt...

Moritz Bleibtreus Regiedebüt feierte seine Premiere beim Filmfest Hamburg im September.


DOK AM MONTAG:

EXHIBITION ON SCREEN: FRIDA KAHLO

Mo, 26.10., 19:00

Regie: Ali Ray, GB 2020, 90 Min.

Wer war Frida Kahlo? Jeder kennt ihren Namen, aber wer war die Frau hinter den leuchtenden Farben, den großen Brauen und den Blumenkronen?

Dieser hochinteressante Film nimmt uns mit auf eine Reise durch das Leben einer der bekanntesten weiblichen Ikonen: Frida Kahlo. Sie war eine erfolgreiche Selbstporträtmalerin, die die Leinwand als Spiegel durch alle Phasen ihres turbulenten und manchmal tragischen Lebens benutzte.

Anhand von wichtigen Ausstellungen und Interviews mit weltberühmten Kahlo-Kuratoren untersucht EXHIBITION ON SCREEN die außergewöhnliche Symbolik und die Themen ihrer Bilder, um ein tieferes Verständnis für die Künstlerin zu finden.

Der persönliche und intime Film, der einen Schatz an Farben und ein Fest der Lebendigkeit auf der Leinwand zeigt, bietet einen privilegierten Zugang zu den Werken Frida Kahlos und zeigt die Quelle ihrer emotionalen Kreativität, ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer unvergleichlichen Lust auf das Leben.


Wunschfilm:

HAROLD UND MAUDE

Mi, 28.10., 19:00

Regie: Hal Ashby, USA 1971, 91 Min., ab 6 J., dt.

Der Film ist Kult, die Story über eines der ungleichsten Filmpaare weltberühmt. Harold und Maude widerlegen alles, was man je über Filmpaare gesehen oder gewusst hat. Bud Cort ist Harold, ein junger, wohlstandsübersättigter Mann mit einer morbiden Faszination für den Tod. Ruth Gordon ist Maude, eine wundervolle alte Exzentrikerin, die allem im Leben etwas Positives abgewinnt und es in vollen Zügen genießt.

Hollywood-Legende Hal Ashby ("Coming Home, Being There", "Das letzte Kommando") führte die Regie nach Colin Higgins´erstem Drehbuch. Cat Stevens komponierte die Musik für diesen liebenswerten Film voll abgründiger Komik, der beweist, dass Liebe keine Grenzen kennt. Ein absoluter Klassiker, den wir mit  einer digitalisierten Kinokopie der Paramount (nicht DVD, nicht Bluray) aufführen!

Gewonnen hat: Bernd Kakoschke, der den Film persönlich vorstellen wird!


Ab 29. Oktober: UND MORGEN DIE GANZE WELT

Regie: Julia von Heinz, DE/FR 2020, 111 Min., ab 12 J., Bundestart

Darsteller*innnen: Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider u.a.

Luisa (Mala Emde) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen, um sich klar gegen die Faschos zu positionieren.

Schnell findet sie Anschluss beim charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen bestem Freund Lenor (Tonio Schneider): Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein erlaubtes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte…

UND MORGEN DIE GANZE WELT von Julia von Heinz ("Ich bin dann mal weg") feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfest Venedig im September.

"Der Film ist so nah an seiner hin- und hergerissenen Heldin dran, dass man ihre Gedanken und Emotionen förmlich schmecken kann" Blickpunktfilm

"Ein packender, ein schmerzlich aktueller, aber auch ein erfrischend junger Film" ZDF Heute Journal


MIDNIGHTSPECIAL zu HALLOWEEN:

ZOMBIE - DAWN OF THE DEAD

Sa, 31.10., 23:30

Regie: George A. Romero, IT/USA 1978,  120 Min., FSK 18 (keine Jugendfreigabe), OmU

Darsteller*innen: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger u.a.

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück…

Eine mysteriöse Seuche vernichtet fast restlos die Menschheit, aber die Toten finden keine Ruhe. Als blutrünstige Zombies kommen sie zurück und jagen die wenigen Lebenden, getrieben vom Hunger nach Menschenfleisch. Einer kleinen Gruppe von Überlebenden gelingt es, sich in einem Einkaufszentrum zu verbarrikadieren. Doch während sich draußen die toten Horden versammeln, braut sich im Einkaufsparadies ein klaustrophobischer Alptraum zusammen.

ZOMBIE - DAWN OF THE DEAD ist der ultimative Zombie-Film! Das Meisterwerk von George A. Romero (DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN) gehört zu den berühmtesten und besten Horrorfilmen der Kinogeschichte. 

In der unveröffentlichten Schnittfassung von Dario Argento. Mit Einführung von Clemens Williges, Filmfest Braunschweig.

Eintritt 10€.

Der Vorverkauf läuft!


DOK AM MONTAG:

REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT

Mo, 2.11., 19:00

In Anwesenheit der Regisseurin Yulia Lokshina.

Regie: Yulia Lokshina, D 2020, 96 Min.

In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen des größten deutschen Schweineschlachtbetriebs ums Überleben, und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Bertolt-Brecht-Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“, das sich schon 1931 mit Marktmacht und Monopolbildung und der Ausbeutung und Aussperrung von Arbeiter*innen beschäftigte – und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.

Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland. Ein Film über den Zustand der Arbeit und Fragen der Moral, wo offene Landes- und Marktgrenzen für die einen Gefahr und für die anderen Kapital bedeuten.

Ausgezeichnet als Bester Dokumentarfilm, Festival Max-Ophüls-Preis 2020, Saarbrücken.


Ab 5. November: DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT 

Regie: Mohammad Rasoulof, DE/CZ/IR 2020, 150 Min., Bundesstart

Darsteller*innnen: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar u.a.

Heshmat ist ein vorbildlicher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? - Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? - Javad besucht seine Freundin Nana, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch dieser Tag hält für beide noch eine andere Überraschung bereit. - Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als ihn seine Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.

DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT erzählt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen. Sie werfen die Fragen auf, wie integer ein Mensch in totaliären Systemen bleiben kann, welche moralische Schuld er ertragen kann, ohne zu zerbrechen, und zu welchem Preis es gelingt, die individuelle Freiheit zu bewahren.

Ausgezeichnet mit dem "Goldenen Bären" bei der Berlinale 2020!


EUROPEAN ART CINEMA DAY:

ÜBER DIE UNENDLICHKEIT

So, 8.11.

Regie: Roy Andersson, SWE/D/NO 2019, 78 Min., ab 12 J.

Mit seinem neuen Film ÜBER DIE UNENDLICHKEIT fügt der vielfach ausgezeichnete Regisseur Roy Andersson seinem Werk ein neues Meisterwerk hinzu, ein filmisches Nachdenken über das menschliche Leben in all seiner Schönheit und Grausamkeit, seiner Pracht und seiner Einfachheit.

In ÜBER DIE UNENDLICHKEIT nimmt uns ein unverzagter Erzähler an die Hand und lässt uns traumgleich umherschweifen. Scheinbar nichtige Augenblicke verdichten sich zu intensiven Zeit-Bildern und stehen auf Augenhöhe mit historischen Ereignissen: Ein Liebespaar schwebt über dem kriegszerstörten Köln; auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag muss ein Vater mitten in einem Wolkenbruch seiner Tochter die Schuhe binden; junge Mädchen beginnen einen Tanz vor einem Café, und eine geschlagene Armee marschiert mutlos zu einem Gefangenenlager.

ÜBER DIE UNENDLICHKEIT ist sowohl Ode als auch Klage, ein Kaleidoskop all dessen, was ewig menschlich ist, eine unendliche Geschichte über die Verletzlichkeit unserer Existenz, und damit ein europäischer Film, der ausgezeichnet zum EUROPEAN ART CINEMA DAY am 8.11. paßt.


DOK AM MONTAG:

ONE WORD

Mo, 9.11., 19:00

Regie: Viviana Uriona, DE/MH 2020, 83 Min.

Die Republik der Marschallinseln ist ein Inselstaat in der Nähe des Äquators im Pazifik. Die meisten Teile des Landes ragen weniger als 1,8 Meter aus dem Wasser. Doch der Meeresspiegel steigt an. Was würden Sie tun, wenn es Ihr Zuhause wäre, das auf dem Spiel steht? Und was würden Sie denen sagen, welche die Bedrohung verursachen? Kann es überhaupt Hoffnung geben? Die Antwort auf diese Frage ist fast so offensichtlich wie erstaunlich.

ONE WORD ist eine partizipative Dokumentation über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Republik der Marshallinseln und ihre Bevölkerung. Der Film wurde unter starker Einbeziehung der Marshallesen in neunmonatigen Filmworkshops entwickelt und gedreht. Der Film wird nur von den Stimmen der Protagonisten erzählt.


CINEMATHEK by daumenkino:

AUTOBAHN

Mi, 11.11., 19:00

In Anwesenheit des Regisseurs Daniel Abma.

Regie: Daniel Abma, D 2019, 89 Min, o.A.

Bad Oeynhausen in Nordrhein Westfalen ist als traditionsreicher Kurort tatsächlich international bekannt – doch weniger wegen der Thermalquellen. Bad Oeynhausen liegt auf der alten Handelsroute von Amsterdam über Berlin nach Warschau, die auch heute noch als eine der Hauptverkehrsadern Europas fungiert. Ausgerechnet hier im Kurort fehlt seit 40 Jahren ein kleines Stückchen Autobahn.

Blumenhändler aus den Niederlanden, Handwerker aus Polen und deutsche Nordseetouristen – insgesamt 25.000 LKWs und PKWs pro Tag schieben sich mit 50kmh durch die Stadt und halten an der Bad Oeynhausener Ampel – die einzige zwischen Warschau und Amsterdam. Kilometerlanger Stau ist der Normalzustand. Umfahren? Unmöglich! Hier muss man durch….

AUTOBAHN ist ein Portrait über Deutschland, über "den kleinen Mann", der sich fügen muss, über Bürokratie, über Großbauprojekte, die sich verzögern, über Politik, und vor allem: ein Film über ganz normales Leben.

Studenten der HBK zahlen nur 5,50€.

In Kooperation mit der Cinemathek by daumenkino.


Que*rschnitt – Ein kleines, queeres Filmfestival

12.-18. November

Zum ersten Mal präsentieren wir ein kleines, queeres Filmfestival. Anknüpfend an die im Rahmen des Filmfests stattgefundene queere Filmreihe der vergangenen Jahre zeigen wir auch in diesem Jahr wieder Filme, die sich außerhalb der heterosexuellen Normalität und Normativität bewegen. In der Zeit vom 12. bis zum 18. November 2020 präsentieren wir fünf Filme, von denen jeder die Chance hat, den mit 2.500 € dotierten Queeren Filmpreis Niedersachsen zu gewinnen. Zusammen mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen wird dieser Preis erstmalig als Publikumspreis verliehen, so dass die Zuschauenden selbst ihren Favoriten bestimmen können.

Film ist ein Medium, welches in der Lage ist, gleichermaßen zu informieren, zu lehren, zu empören, zu erregen und natürlich zu unterhalten. Dieses Medium schafft es, wie kein anderes, viele Menschen zusammenzubringen. Wir möchten dazu beitragen, dass alternative Lebensentwürfe als lebendige und gleichberechtigte Sicht- und Lebensweisen in der Gegenwart wahrgenommen werden. Mit dem Festival plädieren wir für Vielfalt und Akzeptanz und verschaffen ihnen Sichtbarkeit durch Präsenz auf der Kinoleinwand.

Que*rschnitt ist eine Kooperation zwischen dem Universum Filmtheater und dem Verein für sexuelle Emanzipation e.V. (VSE).  Das Festival wird gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen“. (Vorstand des VSE)

Das Programm:

  • Do, 12.11., 19:00 - Eröffnung: KISS ME KOSHER
  • Fr, 13.11., 18:30 - UFERFRAUEN - LESBISCHES L(I)EBEN IN DER DDR - mit Regisseurin Barbara Wallbraun
  • Sa, 14.11., 19:00 - PORT AUTHORITY
  • So, 15.11., 19:00 - NEUBAU - mit Autor und Hauptdarsteller Tucké Royale
  • Di, 17.11., 19:00 - MATTHIAS & MAXIME
  • Mi, 18.11., 18:30 - PREISVERLEIHUNG QUEERER FILMPREIS
    und Aufführung des Publikumsgewinners

>>Hier gibt es den zum Flyer mit Programm zum Download.


DOK AM MONTAG:

SOMMERKRIEG

Mo, 16.11., 19:00

Regie: Moritz Schulz, D 2019, 80 Min.

In der Ukraine herrscht Bürgerkrieg. In einem paramilitärischen Ausbildungscamp des faschistischen Asow Regiments lernen die beiden zwölfjährigen Kinder Jasmin und Jastrip, ihr Land zu ehren und zu verteidigen. Sie sollen eine neue Klasse junger PatriotInnen bilden und die Ukraine der Zukunft begründen. Doch wie wirken sich der militärische Drill, die Erziehung zum Hass und die nationalistische Indoktrination auf die Teilnehmer*innen aus? Und was wird aus Jasmin und Jastrip, wenn sie das Lager verlassen?

Der Regisseur Moritz Schulz wuchs in Berlin auf, bevor er in Freiburg Geschichte, Politik und Islamwissenschaften studierte. Er arbeitete als Autor für verschiedene Produktionsfirmen. SOMMERKRIEG ist sein zweiter Film an der Filmakademie Baden-Württemberg.


SOUND ON SCREEN SPECIAL:

JIMIS LAST BLUES

Mit Vortrag von Autor Frank Schäfer: "Jimi plays Fehmarn"

Fr, 13.11., 21:00

Regie: Rasmus Gerlach, D 2020, 98 Min.

Vom 4. bis zum 6. September 1970 fand auf der schleswig-holsteinischen Ostseeinsel Fehmarn mit dem Love-and-Peace-Festival eines der ersten Open-Air-Rockfestivals auf deutschem Boden statt. Headliner war Jimi Hendrix, der hier am Abschlusstag den vorletzten Auftritt seines Lebens hinlegte und nur zwölf Tage später in London starb.

Von dem Auftritt, aber auch vom gesamten Festival gibt es Amateur-Aufnahmen aus dem Publikum. Diese audiovisuellen Schätze zu heben, das hat sich eine Gruppe von Filmemachern zur Aufgabe gemacht: Seit über 10 Jahren wird fortlaufend gesammelt, geprüft, digitalisiert, interviewt. 2010 kam dabei zum ersten Mal ein Film heraus „Jimi – Das Fehmarn-Festival“.

Weil aber immer wieder neue Bilder vom Ereignis auftauchen und sich immer wieder Leute melden und sagen, sie seien dabei gewesen, wächst der Film seitdem einfach weiter. Deshalb gibt es nun den neuen Film "JIMIS LAST BLUES", der  erstmals das Konzert selbst anhand von Amateur-Filmen auf Super 8, Normal 8 und 16mm S/W zeigt.


Ab 19. November: SAG DU ES MIR

Regie: Michael Fetter Nathansky, DE 2019, 104 Min. ab 12 J.

Darsteller*innnen: Gisa Flake, Christina Große, Marc Ben Puch u.a.

Moni (38) muss in ihrem Leben nichts erfinden. Das Leben selbst hat ihr eine Aufgabe gestellt: Sie muss ihrer Schwester Silke (34) helfen, die von einem Fremden von einer Brücke herunter gestoßen wurde. Da Silke den Sturz überlebt hat und die Polizei davon ausgeht, es habe sich bei dem Angreifer nur um einen Betrunkenen gehalten, wird der Zwischenfall schnell als geklärt abgestempelt.

Aber Moni glaubt nicht an Zufälle, und so macht sie sich auf die Suche nach dem Täter. Doch ihre Schwester darf davon nichts erfahren, denn Silke würde sich von Moni niemals helfen lassen. Schließlich wurde Silke über Jahre hinweg immer wieder von ihrer großen Schwester enttäuscht und ist nicht bereit, sie wieder in ihr Leben zu lassen. Doch der Täter lässt die beiden nicht in Ruhe.

Ein dramaturgischer Tanz in drei Episoden über Opfer, Täter und die Wahrheit zwischen den Lügen.

Mit Gisa Flake als Silke.



Ab 19. November: ROSAS HOCHZEIT – LA BODA DE ROSA

Regie: Icíar Bollaín, ES 2020, 100 Min., Bundesstart

Darsteller*innnen: Candela Peña, Sergi López, Nathalie Poza u.a.

Der Box-Office-Hit in Spanien – nach „El Olivo“ und „Yuli“ der neue Film von Iciar Bollain: Die Geschichte einer Befreiung, eine dramatische Komödie, mit einem herausragenden Ensemble, allen voran die umwerfende Candela Peña in der Titelrolle!


SOUND ON SCREEN:

WE ALMOST LOST BOCHUM

Fr, 20.11., 19:00

Regie: Julian Brimmers & Benjamin Westerman, DE 2019, 100 Min., ab 6 J.

WE ALMOST LOST BOCHUM erzählt von RAG (Ruhrpott AG), einer der wichtigsten Rap Crews der 90er Jahre mit einer bewegenden Geschichte über Freundschaft, Leben und Tod. Und das Ruhrgebiet.

Obwohl nie im Mainstream angekommen, haben RAG Spuren hinterlassen: Jan Delay, Kool Savas, Curse, Die Kassierer und die Stieber Twins erzählen in WE ALMOST LOST BOCHUM, wie sehr RAG sie damals und heute inspiriert haben.

20 Jahre nach Veröffentlichung ihres Klassikers "Unter Tage" ziehen sie Bilanz. Mit nur zwei LPs haben die Rapper Aphroe, Pahel und Galla sowie DJ/Produzent Mr. Wiz dem großen Deutschrap-Boom Ende der 90er ihren Stempel aufgedrückt. Zwei Jahrzehnte später begleitet der Film die ehemaligen Mitglieder vom tiefsten Ruhrgebiet bis nach Washington D.C., dokumentiert ihre ersten Konzerte nach 15 Jahren Bühnenabstinenz und beleuchtet den tragischen Tod des RAG-Mitglieds Galla.

WE ALMOST LOST BOCHUM ist ein Denkmal für RAG und beleuchtet die erste echte Hochphase des deutschen HipHop.

Mit Musik von LUCRECIA DALT, DERADOORIAN, CLAUDE SPEEED, HADE, MILAN W, LOCAL STANDARD TIME, HODINI und DWFL.

Der Vorverkauf hat begonnen! >>Tickets


CAN'T BE SILENT: THE REMAINS

Mo, 23.11., 19:00

Regie: Nathalie Borgers, D 2019, 89 Min.

Auf ihrer Überfahrt nach Europa haben in den letzten 25 Jahren mehr als 30.000 Menschen im Mittelmeer den Tod gefunden – diesen kalten Zahlen stellt Nathalie Borgers mit dem Dokumentarfilm THE REMAINS ihren Blick auf unmittelbar Betroffene und deren Schicksale entgegen. Der Film geht in subtiler Weise den sichtbaren und unsichtbaren Spuren nach, die die Flüchtlingsbewegung bei den Überlebenden, aber auch bei denen, die sich an die Seite der Flüchtenden stellten, hinterlassen haben. 

Sie erzählt auf zwei parallel geführten Erzählebenen: die eine Erzählung führt nach Lesbos, jener ägäischen Insel, auf der viele Geflüchtete auf ihrem Weg nach Europa gelandet sind. Sie lässt beeindruckende Menschen zu Wort kommen, die sich in ihrer täglichen Arbeit extremen Notlagen und dem Tod stellen müssen.

Die zweite Erzählung führt nach Wien, zu dem aus Syrien geflüchteten Farzat Jamil; er hat Asylstatus erlangt und kann am Wiener Flughafen auch den Vater und drei Schwestern wieder in die Arme nehmen. Diese hochemotionale Wiedervereinigung erschließt jedoch auch den Preis, den Farzats Familie für das Leben in Europa bezahlt hat.

In Kooperation mit der Refugium Flüchtlingshilfe Braunschweig e.V..

Mit Unterstützung der Eintracht Braunschweig Stiftung und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

 

 

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