Universum Newsletter | 22.09.2020

Unser Programm vom 24.09.-30.09.2020

NEU: PERSISCHSTUNDEN

tägl. 18:45 (außer Do + Mo + Mi), 16:15, Do + Mo + Mi auch 21:15

Regie: Vadim Perelman, D/RUS 2019, 127 Min., Drama, Bundesstart

Darsteller*innen: Lars Eidinger, Nahuel Pérez Biscayart u.a.

1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch (Lars Eidinger), Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen.

Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Als in der besonderen Beziehung zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommen, wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass jeder Fehltritt ihn auffliegen lassen könnte.

Inspiriert von wahren Begebenheiten, erschuf Regisseur Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) mit PERSISCHSTUNDEN ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte vom menschlichen Überlebenswillen erzählt. In den Hauptrollen beeindrucken Lars Eidinger („25 km/h“) und Nahuel Pérez Biscayart („120 BPM“), die literarische Vorlage lieferte Wolfgang Kohlhaase. Seine Weltpremiere feierte PERSISCHSTUNDEN auf der Berlinale 2020.

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SOUND ON SCREEN:

MYSTIFY - MICHAEL HUTCHENCE

Do, 24.9., 19:00

Regie: Richard Lowenstein, AUS 2019, 102 Min., OmU

Michael Hutchence, charismatischer Sänger der australischen Band INXS, gehörte zu den größten Popstars der 80er- und 90er-Jahre. Hits wie "Never Tear Us Apart", What You Need" oder "Mystify" sind immer noch Klassiker des Pop.

Regisseur Richard Lowenstein, über Jahrzehnte mit Hutchence freundschaftlich verbunden, ist es gelungen, einige der wichtigsten Personen in Michael Hutchence’ Leben zum ersten Mal für intime, persönliche Interviews vor die Kamera zu holen – u. a. geben Kylie Minogue, Helena Christensen sowie Michaels Geschwister und Bandgenossen Auskunft und teilen ihre Erinnerungen.

Zusammen mit zahlreichen, bislang unveröffentlichten Aufnahmen aus diversen Privatarchiven und natürlich Ausschnitten aus Hutchence’ Liveauftritten mit INXS ist ein facettenreiches Porträt entstanden, das der Person Michael Hutchence so nahe kommt wie noch kein Film zuvor.

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EXTRA:

CRESCENDO #makemusicnotwar

Mo, 28.09., 19:00

Regie: Dror Zahavi, DE/IT/AT 2018, 102 Min., Original (Deutsch, Arabisch, Hebräisch, Englisch) mit deutschen Untertitel

Darstelller*innen: Peter Simonischek, Bibiana Beglau, Götz Otto u.a.

Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters junger Palästinenser und Israelis gegen allen äußeren Wiederstand stattfinden.

Die Jugendlichen wollen die Friedensbemühungen, die in ihrem Mikrokosmos bereits gefruchtet haben, nicht aufgeben und sehen nach und nach im gemeinsamen Zueinanderfinden und Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror.

Freier Eintritt.

Karten an der Kinokasse erhältlich. Reservierungen über 0531 - 70 22 15 50 möglich.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Braunschweig.


EXTRA:

THE END WILL BE SPECTACULAR

Mi, 30.9., 19:00

Mit Gästen des Filmteams und Filmgespräch.

Regie: Ersin Çelik, SY/IQ/ES/FR 2019, 140 Min., OmU (kurdisch/türkisch m. dt. UT)

Darsteller*innen: Arjîn Baysal, Delîl Pîran, Cîhan Seve, Arîf Demîr, Sevda Kina u.v.a.

Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film erzählt die Geschichte des Widerstands einer Gruppe junger Menschen in Diyarbakir-Sûr gegen die Belagerung durch das türkische Militär. Das Drehbuch für den Film entstand nach Tagebüchern der Toten und Berichten der Überlebenden, von denen einige im Film mitspielen. Zilan, eine junge Frau, die im Gedenken an ihren getöteten Bruder in ihre Heimatstadt Diyarbakir zurückkehrt, schließt sich der Widerstandsgruppe an und gerät so in die brutalen Gefechte mit der türkischen Polizei und der Armee.

Eine Geschichte von Idealen, Kampf, Freundschaft, Verlusten und Aufopferung in einem hoffnungslos erscheinenden Konflikt.  THE END WILL BE SPECTACULAR zeigt authentisch und in eindrucksvoller Weise den Kampf der kurdischen Bevölkerung um Freiheit und Selbstbestimmung.

Eintritt: 12 €

 

 

Fotografie im Ausnahmezustand

Die Zerstörung und Gentrifizierung eines Weltkulturerbes

Eröffnung der Fotoausstellung:

So, 27.9., 16:00

Ort: Kinobistro Abspann           

Foto: Hinrich Schultze

In den engen Gassen der Altstadt von Diyarbakir existierte seit Tausenden von Jahren eine lebendige Nachbarschaft, wie man sie in modernen Gesellschaften nicht mehr kennt. Familientreffen, Kinderspiele, die Angebote fliegender Händler und Handwerker, gemeinsames Backen und Kochen, all das fand in der Öffentlichkeit, in der Gemeinschaft statt. 

Die Ausstellung zeigt diese Kultur, als sie noch existierte, und ihre Zerstörung durch das türkische Militär im Winter 2015/16. Monatelange Ausgangssperren und der Einsatz schwerer Waffen waren die Antwort auf die erklärte Selbstverwaltung der Bewohner*innen von Diyarbakir-Sûr.

Gewalt, Zerstörung und Enteignung zwangen die Menschen, ihre Häuser zu verlassen und zu fliehen.

Aus weiten Teilen der einst eng bebauten Altstadt von Diyarbakir, die Anfang 2015 zusammen mit den Hevsel-Gärten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden war, ist eine flache Geröllwüste geworden. Viele Menschen wurden in hochpreisige moderne Hochhäuser umgesiedelt und damit vereinzelt, ihrer Gemeinschaft und Kultur beraubt.

Der Hamburger Fotograf Hinrich Schultze, der gegen das Vergessen arbeitet, bereist Diyarbakir und die Region seit vielen Jahren und dokumentiert mit seinen Fotos den Prozess der Zerstörung  und Vertreibung.


JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES

tägl. 19:00 (So in engl. OmU), 16:30

Regie: Benedict Andrews, USA 2019, 102 Min., 2. Woche

Darsteller*innen: Kirsten Stewart, Jack O´Connell, Anthony Mackie u.a.

Sie war eine Ikone der Nouvelle Vague: Die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg (Kirsten Stewart) sorgte nicht nur durch ihre Rollen in Filmen wie „Außer Atem“, sondern auch durch ihr Engagement für die radikale Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers Ende der 1960er Jahre in ihrer Heimat für Aufsehen.

Eine Affäre mit dem schwarzen Aktivisten Hakim Jamal (Anthony Mackie) wird ihr schließlich zum Verhängnis: Sie gerät ins Visier des FBI, das Gegner des politischen Status Quo mit brutalen Methoden unter Druck setzt. Jean ahnt nicht, dass der Überwachungsspezialist Jack Solomon (Jack O’Connell) speziell auf sie angesetzt wurde….

Jean-Luc Godards bahnbrechender Film „Außer Atem“ machte Jean Seberg zu einem der Stars des Kinos der Sechzigerjahre. In seinem mitreißenden Biopic JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES wirft der australische Regisseur Benedict Andrews („Una und Ray“) ein Schlaglicht auf die turbulenteste Zeit im Leben von Jean Seberg, als das FBI alles daran setzte, die Existenz einer Schauspielerin, die sich offen zu ihrem politischen Engagement bekannte, zu zerstören.

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972 BREAKDOWNS - AUF DEM LANDWEG NACH NEW YORK

tägl. 21:15, So auch 11:15

Regie: Daniel von Rüdiger, DE 2020, 110 Min., o.A., 2. Woche

4 Ural-Motorräder – 5 Künstler - 43 000 Kilometer – 972 Breakdowns

Willkommen in unserem Beiwagen! Wir – Anne, Efy, Elisabeth, Johannes und Kaupo – manövrieren Euch auf klapprigen russischen Motorrad-Gespannen kreuz und quer durch drei Kontinente, stets Richtung Osten: durch Kasachstan, die Mongolei, den Fernen Osten Russlands, über Alaska und Kanada bis nach New York City.

Dabei werden wir in unzählige mechanische, körperliche und bürokratische Breakdowns verwickelt. Es mag absurd klingen doch nur aufgrund dieses lückenlosen Pannen-Theaters treffen wir die unterschiedlichsten Menschen rund um den Globus, mit deren Hilfe das Vorankommen bis in die entlegensten Zipfel der Welt überhaupt erst möglich ist.

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LOVE SARAH - LIEBE IST DIE WICHTIGSTE ZUTAT

tägl. 14:00

Regie: Eliza Schroeder, GB/DE 2020, 98 Min., o.A., Tragikomödie, 3. Woche

Darsteller*innen: Celia Imrie, Shannon Tarbet, Shelley Conn, Rupert Penry-Jones, Bill Paterson u.a.

Es war immer Sarahs Herzenswunsch gewesen, eine eigene Bäckerei im Londoner Stadtteil Notting Hill zu eröffnen. Als sie überraschend stirbt, ist ihre 19-jährige Tochter Clarissa fest entschlossen, den Traum ihrer Mutter wahr werden zu lassen.

Mit Charme und Überredungskunst holt sie erst Sarahs beste Freundin und schließlich auch ihre exzentrische Großmutter Mimi mit ins Boot. Geeint durch die gemeinsame Trauer stürzen sich die drei Frauen in die abenteuerliche Welt der Konfiserie. Zwischen Cremetörtchen, Himbeer-Eclairs und Schokoladenküchlein wachsen Stück für Stück neue Liebe und Hoffnung.

Mit Humor, Herz und einem bezaubernden Ensemble inszeniert die deutsche Regisseurin Eliza Schroeder in ihrer englischen Wahlheimat eine romantische Tragikomödie, die ihre Zuschauer gleichzeitig berührt und ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Zahlreiche der unwiderstehlichen kulinarischen Köstlichkeiten wurden eigens für den Film von Spitzenkoch Yotam Ottolenghi kreiert.

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DREI TAGE UND EIN LEBEN

tägl. 14:00

Regie: Nicolas Boukhrief, FR 2019, 120 Min., ab 12 J., Thriller, 4. Woche

Darsteller*innen: Sandrine Bonnaire, Pablo Pauli, Charles Berling u.a.

Als der kleine Rémi in einem Dorf in den Ardennen verschwindet, stehen alle unter Schock. Schnell ist die Rede von Kindesentführung, plötzlich steht jeder unter Verdacht, der sich anders als sonst verhält. Eine groß angelegte Suchaktion im angrenzenden Wald bleibt ergebnislos. Am dritten Tag nach Rémis Verschwinden muss die Suche wegen eines verheerenden Sturms abgebrochen werden. In diesen drei endlosen Tagen lebt Antoine mit der unerträglichen Angst, entdeckt zu werden. Er ist der Einzige, der weiß, was wirklich geschah.

15 Jahre später. Als Antoine nach seinem Studium zurückkehrt, ist das Dorf kaum verändert. Aber Waldarbeiter haben endlich begonnen, die Sturmschäden zu beseitigen. Aus Angst vor der drohenden Entdeckung fasst Antoine einen fatalen Entschluss.

Die spannende Verfilmung des Kriminalromans "Drei Tage und ein Leben" von Pierre Lemaitre.

Mit Sandrine Bonnaire, 2018 ausgezeichnet mit dem Europäischen Schauspielpreis DIE EUROPA des Internationalen filmfest Braunschweig.

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AUF DER COUCH IN TUNIS

tägl. 21:10 (außer Do + Mo + Mi), So auch 11:00

Regie: Manele Labidi, F/TN 2019, 88 Min, ab 6 J., 8. Woche

Darsteller*innen: Golshifteh Farahani, Majd Mastoura u.a.

Die Psychologin Selma (Golshifteh Farahani) hat einen riskanten Plan: Sie will in ihr Heimatland Tunesien zurückkehren, um dort eine Praxis für Psychotherapie zu eröffnen. Das Vorhaben der selbstbewussten Französin stößt erst einmal auf Skepsis und Widerstand – aber auch auf sehr großes Interesse.

Denn der Redebedarf der tunesischen Bevölkerung ist in den Jahren nach der Revolution enorm. Weil die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, empfängt Selma ihre gesprächigen Kunden auf dem Dach eines Wohnhauses in Tunis. Die Kuriositäten und bunten Charaktere der alten Heimat begegnen ihr jedoch längst nicht nur in den therapeutischen Sitzungen...

Großartig in der Hauptrolle: Golshifteh Farahani ("Paterson"). Hier geht's zum Interview mit der Regisseurin Manele Labidi.

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Liebe Filmfreundinnen und -freunde,

Kino in Corona-Zeiten funktioniert nicht ganz ohne Regeln und Hinweise, wir bitten um Beachtung und Einhaltung im Interesse aller Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. Bitte lesen Sie sich die unterstehenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen durch und bringen Sie gerne – sofern Sie Tickets an der Kinokasse kaufen und nicht online über unsere Website – den ausgefüllten Kontaktbogen mit ins Kino. Herzlichen Dank!

Unser Team wird alles dafür tun, dass Sie sich bei uns wohl und sicher fühlen.

Bis bald im Kino!

Das Universum-Team.

Reservierung/ Tickets/ Öffnungszeiten

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Die Kasse öffnet täglich 15 Minuten vor dem ersten Vorstellungsbeginn und schließt 15 Minuten nach dem letzten Vorstellungsbeginn.

 

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Abspannen im »abspann«

abspann

»abspann« -  Endlich wieder geöffnet!

Besuchen Sie Braunschweigs einziges Kino-Bistro! Ob vor, nach oder auch ohne Film – im »abspann« bieten wir Raum für Gespräche rund um das Kinoprogramm.

 

Öffnungszeiten:

tägl. ab 18:00 Uhr (Sonntag Ruhetag)

Angebot zum Film LOVE SARAH

Wer beim Film LOVE SARAH Lust auf die leckeren Kuchen bekommen hat, ist im Abspann genau richtig.

Passend zum Film bieten wir ein wechselndes Angebot an Kuchen nach Rezepten von Yotam Ottolenghi, zum Beispiel ein saftiger Orangenrührkuchen, sowie ein Gâteau au Chocolat.

Demnächst im Universum

Ab 1. Oktober: ENFANT TERRIBLE

Regie: Oskar Roehler, DE 2020, 134 Min., Drama, Bundesstart

Darsteller*innen: Oliver Masucci, Hary Prinz, Katja Riemann, Alexander Scheer, Eva Mattes, Jochen Schropp, Désirée Nick, André Hennicke u.a.

Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder 1967 die Bühne des Antiteaters in München stürmt und kurzerhand die Inszenierung an sich reißt, ahnt niemand der Anwesenden, dass dieser dreiste Typ einmal einer der bedeutendsten Filmemacher Deutschlands werden würde. Schnell schart der einnehmende wie fordernde Mann zahlreiche Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Liebhaber um sich.

Er dreht einen Film nach dem nächsten, die auf den Festivals in Berlin und Cannes für Furore sorgen. Der junge Regisseur polarisiert: beruflich wie privat. Aber die Arbeitswut, die körperliche Selbstausbeutung aller Beteiligten und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald ihren Tribut.

Der neue Film von Oskar Roehler ("Die Unberührbare", "Elementarteilchen", "Tod den Hippies! Es lebe der Punk"), mit Oliver Masucci ("Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", "Werk ohne Autor") als RWF.

ENFANT TERRIBLE wäre als einziger deutscher Film im offiziellen Programm des aufgrund von Corona abgesagten Festivals von Cannes 2020 gelaufen.


DOK AM MONTAG:

EXPERIMENT SOZIALISMUS - RÜCKKEHR NACH KUBA

Mo, 5.10., 19:00

In Anwesenheit der Regisseurin Jana Kaesdorf.

Regie: Jana Kaesdorf, D 2019, 80 Min.

Als Touristin kam Jana Kaesdorf vor Jahren das erste Mal nach Kuba und war sofort fasziniert von der Insel. Im Osten Deutschlands geboren, aber zu jung, um das Leben im so genannten „real existierenden Sozialismus“ wirklich selbst erlebt zu haben, fand sie auf der tropischen Karibikinsel Beispiele für Mangel und Schlangestehen, wie sie es nur aus Erzählungen kannte.

Ein Land der Widersprüche ist Kuba, und als solches ein stets willkommenes Sujet für Filmemacher. Das dachte sich auch Jana Kaesdorf und kam mit einem kleinen Team zurück auf die Insel, filmte ohne Drehgenehmigung im ganzen Land und formte das Material zu einem filmischen Roadmovie.

Das stilistisch ungewöhnlichste Element von „Experiment Sozialismus“ ist die fiktive Figur des Arsenios, die Erzählstimme des Films. Er ist ein Kubaner, der nach Jahren im Exil zurück in seine Heimat kehrt und beobachtet, wie sich die Insel verändert hat. Nicht der Fremde soll hier auf Kuba blicken, sondern ein Einheimischer, der zwar Jahrelang abwesend war, aber eben doch ein Insider ist.

Hier geht's zum Filmtipp von ver.di.

Der Vorverkauf hat begonnen.

In Kooperation mit Cuba Sí Braunschweig.


FILMPREMIERE:

EISENBAHN NACH JAPAN - KARL SCHAPER

Eine Entdeckungsreise in die Welt des Künstlers

Mi, 7.10., 19:00 und So, 11.10., 11:00

In Anwesenheit des Regisseurs Manfred Bannenberg

Regie: Manfred Bannenberg, DE 2020,  60 Min.

Das Atelier in Apelnstedt, bei Wolfenbüttel, ist das Zentrum, das sich öffnet und den Maler, Bildhauer, Grafiker und Objektkünstler Karl Schaper wieder in seinen Werken sichtbar werden lässt.

Der Film zeigt einen Überblick über das große Schaffen des fast vergessenen Künstlers, der in diesem Jahr 100 geworden wäre.

Zeitzeugen erinnern an ihn, seine engagierte und gesellschaftskritische Kunst, gepaart mit seiner einmaligen Art, mit Witz und Ironie.

Ein Künstler, der in seinen Werken den Bogen von der kleinen zur großen Welt, von Apelstedt bis zur Arche Noah zieht.

Karl Schaper sagte über seine Kunst: "Meine Waffe ist der Spiegel, ist die Falle, ist das sentimentale Taschentuch der Vergangenheit. Alle Waffen sind gefährlich, auch für den, der sie anwendet."

Der Vorverkauf hat begonnen.


Ab 8. Oktober: EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN

Regie: Jean-Paul Salomé, Mathieu Thouvenot, FR 2020, 104 Min., ab 12 J., Bundestart

Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt.

Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist.

Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau.


CAN'T BE SILENT: DASEIN

Mo, 12.10., 19:00

In Anwesenheit des Regisseurs Khashayar Mostafavi.

Regie: Khashayar Mostafavi, D 2017, 92 Min.

Ein Autor flieht vor den Kriegswirren in seiner Heimat mit seiner Familie nach Deutschland. Auf der gefährlichen Reise verliert er seine Frau. In einem deutschen Flüchtlingsheim angekommen, muss er durch ein Missverständnis auch noch das Sorgerecht für seine kleine Tochter abgeben, die fortan in einer deutschen Familie lebt.

Dem traumatisierten Mann macht nicht nur die Sprachbarriere und die fremde Kultur zu schaffen, er ist auch gezwungen, das Schreiben aufzugeben und sich als Putzhilfe, Bauarbeiter oder Kellner durchzuschlagen. Obwohl er die deutsche Sprache immer besser beherrscht, gelingt ihm kein echter Kontakt zu seiner Umgebung. Isolation und Depression stürzen ihn in tiefe Verzweiflung – bis er sich auf seine Stärken besinnt und sein Schicksal in die Hand nimmt.

In Kooperation mit der Refugium Flüchtlingshilfe Braunschweig e.V.


SOUND ON SCREEN:

DAS ARVO PÄRT GEFÜHL

Do, 15.10., 19:00

Regie: Paul Hegeman, NL 2019,  75 Min., OmdU, FSK ab 0 beantragt

Arvo Pärt, einer der der berühmteste Komponisten unserer Zeit, gilt wegen seiner minimalistisch, spirituellen Musik, als so etwas wie ein Einsiedler. Bei der Arbeit ist er jedoch das genaue Gegenteil, denn er verbindet seine unglaubliche Sensibilität mit Humor und Energie.

Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Cello-Oktett Amsterdam bildet das Herzstück dieses Dokumentarfilms, der ein helles Licht auf das Universum von Pärt wirft. Ein Universum, das nicht nur klassische Musikern wie Tõnu Kaljuste, Candida Thompson oder Daniel Reuss fasziniert, sondern auch Choreographen wie Jiří Kylián, Filmemacher wie Alain Gomis und junge Technomusiker wie Kara-Lis Coverdale. Sie alle sind auf der Suche nach dem Pärt-Gefühl, nach dem, was Arvo Pärts Musik so einzigartig macht.

 



DOK AM MONTAG:

OECONOMIA

Mo, 19.10., 19:00

Regie: Carmen Losmann, DE 2020, 89 Min.

Mit ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Work Hard – Play Hard“ setzte die Regisseurin Carmen Losmann sich mit den Wirkungen des modernen Human Ressource Managements auseinander.

Mit OECONOMIA, der auf der Berlinale 2020 seine Premiere feierte und von der Kritik hoch gelobt wurde, setzte sie ihre eindringlichen Recherchen zu den zerstörerischen Grundlagen unseres Wirtschaftssystems fort und öffnet den Blick jenseits der gängigen Erklärungsmuster und Dogmen auf den Nucleus eines hochexplosiven Systems: Der Schuldner als zentraler Akteur. – Ein Film von brennender Aktualität.


Ab 29. Oktober: UND MORGEN DIE GANZE WELT

Regie: Julia von Heinz, DE/FR 2020, 111 Min., ab 12 J., Bundestart

Darsteller*innnen: Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider u.a.

Luisa (Mala Emde) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen, um sich klar gegen die Faschos zu positionieren.

Schnell findet sie Anschluss beim charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen bestem Freund Lenor (Tonio Schneider): Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein erlaubtes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte…

"Der Film ist so nah an seiner hin- und hergerissenen Heldin dran, dass man ihre Gedanken und Emotionen förmlich schmecken kann" Blickpunktfilm

"Ein packender, ein schmerzlich aktueller, aber auch ein erfrischend junger Film" ZDF Heute Journal


DOK AM MONTAG:

EXHIBITION ON SCREEN: FRIDA KAHLO

Mo, 26.10., 19:00

Regie: Ali Ray, GB 2020, 90 Min.

Wer war Frida Kahlo? Jeder kennt sie, aber wer war die Frau hinter den leuchtenden Farben, den großen Brauen und den Blumenkronen?

Dieser hochinteressante Film nimmt uns mit auf eine Reise durch das Leben einer der bekanntesten weiblichen Ikonen: Frida Kahlo. Sie war eine erfolgreiche Selbstporträtmalerin, die die Leinwand als Spiegel durch alle Phasen ihres turbulenten und manchmal tragischen Lebens benutzte. Geleitet von Interviews, Kommentaren und Fridas eigenen Worten, deckt EXHIBITION ON SCREEN auf, dass es sich hierbei jedoch nicht um ein von Tragödien geprägtes Leben handelte.

Mit Schlüsselausstellungen und Interviews mit weltberühmten Kahlo-Kuratoren untersucht EXHIBITION ON SCREEN die außergewöhnliche Symbolik und die Themen auf diesen persönlichen Leinwänden, um ein tieferes Verständnis für die wahre Frida Kahlo zu finden.

Werfen Sie einen genauen und intimen Blick auf ihre Werke und entdecken Sie, wie großartig sie als Künstlerin gesehen werden kann. Dieser persönliche und intime Film, der einen Schatz an Farben und ein Fest der Lebendigkeit auf der Leinwand zeigt, bietet einen privilegierten Zugang zu ihren Werken und zeigt die Quelle ihrer emotionalen Kreativität, ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer unvergleichlichen Lust auf das Leben, Männer, Frauen, Politik und auf ihr kulturelles Erbe.

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