Universum Newsletter | 27.07.2020

Unser Programm vom 30.07.-05.08.2020

NEU: MASTER CHENG IN POHJANJOKI

tägl. 21:15, 18:45 (außer Mo), 16:15

Regie: Mika Kaurismäki, FI/CN 2019, 114 Min., ab 6 J., Bundesstart

Darsteller*innen: Anna-Maija Tuokko, Chu Pak-hong, Kari Väänänen, Lucas Hsuan u.a.

Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng mit seinem Sohn in ein abgelegenes Dorf im finnischen Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand im Dorf seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche, und bald werden die an finnische Hausmannskost gewöhnten Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht.

Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, um ihm zu helfen…

Mika Kaurismäki (THE GIRL KING, MAMA AFRICA – MIRIAM MAKEBA) überrascht mit einer lakonisch-romantischen Komödie, deren Zutaten er fein ausbalanciert hat: Viel Humor, eine große Portion Warmherzigkeit, etwas Schwermut, romantische Sehnsucht und heiteres Sommerflair fügen sich zu einer filmkulinarischen Köstlichkeit, bei der finnisches Lokalkolorit auf chinesische Weisheit trifft.


DOK am Montag:

SAGAN DALJA - WEISSE FLÜGEL

Mo, 03.08., 19:00

Regie: Thomas Bartels, Gert Schröder, D 2019, 87 Min., o.A.

In Anwesenheit des Regisseurs Thomas Bartels.

SAGAN DALJA nimmt uns mit auf eine Reise durch Tuva und Burjatien. Begleitet von den treibenden Beats urbaner Trommler, dem gleichmäßigen Takt der Eisenbahnräder und dem Rhythmus mythischer Trommelrituale begegnen wir Schamanen, die ihre archaischen Zeremonien nicht nur in der endlosen Taiga Sibiriens praktizieren, sondern auch inmitten städtischer Wohnblocks.

2009 reisten Gert Schröder und Thomas Bartels für zwei Monate durch Sibirien. 10 Tage lang begleitete sie Dr. Valentina Kharitonova vom Institut für Ethnologie and Anthropologie in Moskau. Sie stellte die Verbindung her zu verschiedenen Gruppen burjatischer und tuvinischer Schamanen. Das Material, das bei diesen beeindruckenden Begegnungen aufgenommen wurde, bildet den Kern von SAGAN DALJA.


DOKU:

WIM WENDERS, DESPERADO

So, 2.8., 13:45

Regie: Eric Friedler, Andreas Frege, D 2020, 125 Min., ab 12 J., 2. Woche

„Himmel über Berlin“ und „Buena Vista Social Club“, „Paris, Texas“ und „Der Stand der Dinge“: Wim Wenders gilt als einer der Vorreiter des Neuen Deutschen Films und als einer der wichtigsten und einflussreichsten Vertreter des Kinos der Gegenwart.

Der renommierte Dokumentarfilmer Eric Friedler („It Must Schwing! The Blue Note Story“) und sein Co-Regisseur Andreas „Campino“ Frege erhielten für WIM WENDERS, DESPERADO exklusiv die Möglichkeit, Wenders zu porträtieren. Von Düsseldorf nach Paris und bis in die texanische Wüste spürt der Film ikonischen Drehorten und entscheidenden Momenten in Wenders' Schaffen als Regisseur, Produzent, Fotograf und Autor nach.

Neugierig und mit dem entdeckenden Blick des Dokumentaristen nähert sich Eric Friedler diesem großen Regisseur und seinen einzigartigen Filmen – und nimmt so auch jene mit auf die Reise, die keine ausgewiesenen Kenner der Arthouse-Filmszene sind.

Entstanden ist ein überraschender, ein spannender Film, nicht nur über die Liebe zum Kino, sondern auch über einen Künstler, der mit jedem neuen Film das Wagnis des Scheiterns eingeht: Künstlerisch, menschlich und häufig auch finanziell.


BERLIN ALEXANDERPLATZ

tägl. 19:30, 16:00

Regie: Burhan Qurbani, D 2020, 183 Min., ab 12 J., 3. Woche

Darsteller*innen: Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Joachim Król u.a.

Dies ist die Geschichte von Francis (Welket Bungué). Auf der Flucht von Afrika nach Europa kentert er und rettet sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste. Dort schwört er dem lieben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt Francis‘ Weg nach Berlin und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten.

Doch die Lebensumstände als staatenloser Flüchtling machen es ihm nicht einfach. Das Schicksal wird ihn auf eine harte Probe stellen. Dann trifft er auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft.

Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen, immer wieder widersteht er. Schließlich wird Francis von Reinhold verraten und verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Francis wird von Mieze (Jella Haase) aufgenommen und aus seiner Verzweiflung gerettet. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Seine Geschichte könnte sich nun eigentlich gut ausgehen. Doch Francis kann der Anziehung von Reinhold nicht widerstehen...

Ausgezeichnet mit 5 deutschen Filmpreisen 2020: Bester Spielfilm – Filmpreis in Silber, Beste Kamera/Bildgestaltung (Yoshi Heimrath), Beste männliche Nebenrolle (Albrecht Schuch), Beste Filmmusik (Dascha Dauenhauer), Bestes Szenenbild (Silke Buhr).

Der neue Film von Burhan Qurbani ("Wie sind jung. Wir sind stark.").

Längenzuschlag: 1€.


DOKU:

GEGEN DEN STROM - ABGETAUCHT IN VENEZUELA

Sa, 1.8., 14:00

Regie: Sobo Swobodnik, D 2019, 84 Min., 3. Woche

Darsteller*innen: Thomas Walter, Pablo Charlemoine alias Mal Élevé u.a.

Thomas Walter wird seit 25 Jahren als „linksradikaler Terrorist“ und „Mitglied einer terroristischen Vereinigung“ per Haftbefehl von der deutschen Bundesstaatsanwaltschaft gesucht. Im Frühjahr 2017 taucht er völlig unerwartet aus der Illegalität auf und beantragt in Venezuela Asyl.

Regisseur Sobo Swobodnik reist im März 2019 zu Thomas Walter in die Anden von Venezuela, um von ihm seine Geschichte im Untergrund, von der Flucht und Illegalität zu erfahren und sein derzeitiges Leben in der schwierigen Situation Venezuelas festzuhalten. Ein Film über Widerstand und politisches Engagement, Freundschaft und das richtige Leben sowie die Kraft der Musik.


UNDINE

So, 2.8., 14:00

Regie: Christian Petzold, D 2019, 90 Min., ab 12 J., 5. Woche

Darsteller*innen: Paula Beer, Franz Rogowski, Jacob Matschenz  u.a.

Undine (Paula Beer) lebt in Berlin. Ein kleines Appartment am Alexanderplatz, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) sie verlässt, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Zauber ist zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist.

Undine wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph (Franz Rogowski) und verliebt sich erneut. Aber diese Liebe will sie nicht verlieren.

Die schöne Interpretation des Meerjungfrau-Mythos' von Christian Petzold lief im Wettbewerb der Berlinale 2020. Paula Beer wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet, und Christian Petzold mit dem Preis der internationalen Filmkritik!


DIE PERFEKTE KANDIDATIN

Sa, 1.8., 13:45

Regie: Haifaa al Mansour, SA/DE 2019, 105 Min., o.A., 5.Woche

Darsteller*innen: Mila Alzahrani, Dae Al Hilali, Nora Al Awadh u.a.

Weil sie in dem Krankenhaus, in dem sie als Ärztin arbeitet, von den männlichen Patienten einfach nicht akzeptiert wird, will Maryam die Klinik verlassen und sich in Dubai in einem größeren Krankenhaus bewerben. Doch am Flughafen muss Maryam feststellen, dass ihr Vater ihre Reiseerlaubnis, ohne die Frauen in Saudi-Arabien nicht reisen dürfen, nicht verlängert hat.

Wütend marschiert Maryam ins Rathaus zu ihrem Cousin, den sie darum bitten möchte, das Dokument zu verlängern. Durch ein Missverständnis jedoch füllt Maryam eine Bewerbung als Gemeinderätin aus. Und befindet sich, ob sie es will oder nicht, ab sofort im Wahlkampf.

Die Regisseurin Haifaa al Mansour („Das Mädchen Wadjda“) erzählt in DIE PERFEKTE KANDIDATIN mit viel Feingefühl von einer Emanzipation in Saudi-Arabien.


Liebe Filmfreundinnen und -freunde,

Kino in Corona-Zeiten funktioniert nicht ganz ohne Regeln und Hinweise, wir bitten um Beachtung und Einhaltung im Interesse aller Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. Bitte lesen Sie sich die unterstehenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen durch und bringen Sie gerne – sofern Sie Tickets an der Kinokasse kaufen und nicht online über unsere Website – den ausgefüllten Kontaktbogen mit ins Kino. Herzlichen Dank!

Unser Team wird alles dafür tun, dass Sie sich bei uns wohl und sicher fühlen.

Bis bald im Kino!

Das Universum-Team.

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Die Kasse öffnet täglich 15 Minuten vor dem ersten Vorstellungsbeginn und schließt 15 Minuten nach dem letzten Vorstellungsbeginn.

 

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Demnächst im Universum

Ab 6. August:

AUF DER COUCH IN TUNIS

Regie: Manele Labidi, F/TN 2019, 88 Min, ab 6 J., Neustart

Darsteller*innen: Golshifteh Farahani, Majd Mastoura u.a.

Die Psychologin Selma (Golshifteh Farahani) hat einen wahnwitzigen Plan: Sie will in ihr Heimatland Tunesien zurückkehren, um dort eine Praxis für Psychotherapie zu eröffnen. Das Vorhaben der selbstbewussten Französin stößt erst einmal auf Skepsis und Widerstand – aber auch auf sehr großes Interesse. Denn der Redebedarf der tunesischen Bevölkerung ist in den Jahren nach der Revolution enorm. Weil die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, empfängt Selma ihre gesprächigen Kunden auf dem Dach eines Wohnhauses in Tunis.

Die Kuriositäten und bunten Charaktere der alten Heimat begegnen ihr jedoch längst nicht nur in den therapeutischen Sitzungen. Und so trifft sie unter anderem auf eine hochemotionale Beautysalon-Besitzerin mit Mutterkomplexen, einen depressiven Imam, einen Mann mit politisch-erotischen Träumen, einen mysteriösen Fremden mit freudschen Zügen, einen übermoralischen Polizisten und auf ihre feministische Nichte, der ihr Kopftuch nach einem missglückten Friseur-Besuch gerade recht kommt…


DOK am Montag: WAGENKNECHT

Mo, 10.08., 19:00

Regie: Sandra Kaudelka, DE 2020, 100 Min. o.A.

Darsteller*innen: Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine, Dietmar Fischer, Sandy Stachel, Michael Schlick u.a.

Zum Arbeitsalltag der Politikerin der Partei DIE LINKE Sahra Wagenknecht gehören Interviews und Krisen Gespräche, Pressekonferenzen und Fotoshootings. Ein Leben mit Beifall und Bewunderung, aber auch mit extremem Druck und offenen Anfeindungen.

Regisseurin Sandra Kaudelka hat die Politikerin und ihr Team über zwei Jahre ganz nah mit der Kamera begleitet. Im Frühjahr 2017 besteht noch die Möglichkeit, dass die Linke Teil der Bundesregierung werden könnte; Anfang 2019 kündigt Wagenknecht ihren Rückzug aus der Spitzenpolitik als Folge von Erschöpfung an.

 

 


Ab 13. August:

WEGE DES LEBENS - THE ROADS NOT TAKEN

Regie: Sally Potter, UK/USA/SE 2020, 85 Min., Bundesstart

Darsteller*innen: Javier Bardem, Salma Hayek, Elle Fanning u.a.

WEGE DES LEBENS folgt 24 bedeutsamen Stunden im Leben von Leo (Javier Bardem) und dessen Tochter Molly (Elle Fanning), die mit dem zunehmend kritischen mentalen Zustand ihres alleinstehenden Vaters kämpft.

Während sie sich durch einen stressigen Tag in New York City schlängeln und versuchen, den normalen Alltag zu bewältigen, verliert sich Leo immer wieder in zwei Lebensrealitäten, die er so hätte erleben können: Von der leidenschaftlichen Ehe mit seiner Jugendliebe Dolores (Salma Hayek) in Mexiko bis hin zu einem Leben in Einsamkeit auf einer abgelegenen griechischen Insel, wo das zufällige Aufeinandertreffen mit zwei jungen Touristinnen schmerzliche, unbequeme Einsichten ans Licht bringt. 

Der neue Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Sally Potter ("The Party", "Orlando") webt einen opulenten filmischen Bilderteppich, auf dem Leos parallele Lebenswelten – nur für ihn sichtbar – mehr und mehr aufgehen in Momente voller Tragik, Glück, Bedauern und Komik. Einzig seine Tochter Molly beginnt langsam, ein wenig von Leos geheimen Leben zu erahnen.

Der mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnete Javier Bardem stellt in THE ROADS NOT TAKEN seine einzigartige Wandelbarkeit unter Beweis. An seiner Seite sind Elle Fanning sowie die Oscar-nominierten Salma Hayek und Laura Linney zu sehen.


DOK am Montag: AQUARELA

Mo, 17.08., 19:00

Regie: Victor Kossakovsky, GB/DE/DK/USA  2018, 90 Min., OmdU

AQUARELA nimmt das Publikum mit auf eine ungewöhnliche filmische Reise über die atemberaubende Kraft des wertvollsten Elements der Erde: das Wasser. In poetischen, spektakulären Bildern erzählt der Film von seinem launischen Temperament und verdeutlicht einmal mehr, dass der Mensch – trotz Jahrtausende langer Präsenz – seiner rauen Energie nicht gewachsen ist.

Regisseur Viktor Kossakovsky stellt dem Publikum in brillanter kinematografischer Ästhetik und im seltenen Format von 96 Bildern pro Sekunde die vielfältigen Erscheinungsformen des Wassers vor. Dabei verliert der Film den Menschen und seine ewige Auseinandersetzung mit der ruhelosen Gewalt der Natur nie aus dem Blick.

Mit viel Feingefühl und in faszinierenden, dem Element unter Lebensgefahr für Regisseur und Crew abgerungenen Aufnahmen fängt AQUARELA Momente größter Schönheit wie auch kraftvoller Zerstörung ein - als kalbender Eisberg, als tobender Meeressturm, Tsunami oder machtvoller Wasserfall.


Ab 20. August: SCHLINGENSIEF - IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN

Regie: Bettina Böhler, D 2020, 120 Min., Dokumentarfilm

Protagonist*innen: Christoph Schlingensief, Margit Carstensen, Irm Hermann, Udo Kier, Sophie Rois, Helge Schneider, Tilda Swinton u.v.a.

Mit seinen „Heimatfilmen“, seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst hat der Regisseur Christoph Schlingensief über zwei Jahrzehnte den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland mitgeprägt.

„SCHLINGENSIEF – In das Schweigen hineinschreien“ von Bettina Böhler, eine der renommiertesten Editor*innen (Schnittmeisterinnen) Deutschlands, unternimmt als erster Film den Versuch, den Ausnahmekünstler Schlingensief, der 2010 im Alter von nur 49 Jahren verstarb, in seiner ganzen Vielseitigkeit zu dokumentieren. Böhlers Film besteht aus umfänglichem Archivmaterial aus vier Jahrzehnten: Ausschnitte aus seinen Spielfilmen, Theateraufzeichnungen, Aktionen, Fernsehproduktionen, Privataufnahmen und Auftritte in Talkshows. Böhler hat selbst einige Schlingensief-Filme geschnitten.

Erzähler ist Schlingensief selbst.


Ab 20. August: THE CLIMB

Regie: Michael Angelo Covino, USA 2019, 97 Min.

Darsteller*innen: Michael Angelo Covino, Kyle Marvin, Gayle Rankin u.a.

Kyle (Kyle Marvin) und Mike (Michael Angelo Covino) sind beste Freunde, die sich überaus nahestehen – bis Mike mit Kyles Verlobter schläft. Und das kurz vor der geplanten Hochzeit...

THE CLIMB handelt von einer turbulenten, über die Jahre anhaltenden Beziehung zweier Männer, die sich zwischen Freude, Herzschmerz, Wut und Versöhnung bewegt. Eine sehr komische, zugleich nachdenkliche Nabelschau, die von den (fehlenden) Grenzen echter Freundschaft handelt.

THE CLIMB ist ein etwas anderes Buddy-Movie und zugleich auch die Geschichte seiner beiden Drehbuchautoren und Hauptdarsteller Michael Angelo Covino und Kyle Marvin: Zwei beste Freunde im echten Leben, die aus ihrer reichen Erfahrung heraus einen bewegenden und unglaublich komischen Film geschaffen haben.


Ab 10. September: LOVE SARAH - LIEBE IST DIE WICHTIGSTE ZUTAT

Regie: Eliza Schroeder, GB/DE 2020, 98 Min., o.A., Tragikomödie, Bundesstart

Darsteller*innen: Celia Imrie, Shannon Tarbet, Shelley Conn, Rupert Penry-Jones, Bill Paterson u.a.

Es war immer Sarahs Herzenswunsch gewesen, eine eigene Bäckerei im Londoner Stadtteil Notting Hill zu eröffnen. Als sie überraschend stirbt, ist ihre 19-jährige Tochter Clarissa fest entschlossen, den Traum ihrer Mutter wahr werden zu lassen.

Mit Charme und Überredungskunst holt sie erst Sarahs beste Freundin und schließlich auch ihre exzentrische Großmutter Mimi mit ins Boot. Geeint durch die gemeinsame Trauer stürzen sich die drei Frauen in die abenteuerliche Welt der Konfiserie. Zwischen Cremetörtchen, Himbeer-Eclairs und Schokoladenküchlein wachsen Stück für Stück neue Liebe und Hoffnung.

Mit Humor, Herz und einem bezaubernden Ensemble inszeniert die deutsche Regisseurin Eliza Schroeder in ihrer englischen Wahlheimat eine romantische Tragikomödie, die ihre Zuschauer gleichzeitig berührt und ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Zahlreiche der unwiderstehlichen kulinarischen Köstlichkeiten wurden eigens für den Film von Spitzenkoch Yotam Ottolenghi kreiert.


Ab 17. September: JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES

Regie: Benedict Andrews, USA 2019, 102 Min., Bundesstart

Darsteller*innen: Kirten Stewart, Jack O´Connell, Anthony Mackie u.a.

Sie war eine Ikone der Nouvelle Vague: Die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg (Kirsten Stewart) sorgte nicht nur durch ihre Rollen in Filmen wie „Außer Atem“, sondern auch durch ihr Engagement für die radikale Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers Ende der 1960er Jahre in ihrer Heimat für Aufsehen.

Eine Affäre mit dem schwarzen Aktivisten Hakim Jamal (Anthony Mackie) wird ihr schließlich zum Verhängnis: Sie gerät ins Visier des FBI, das Gegner des politischen Status Quo mit brutalen Methoden unter Druck setzt. Jean ahnt nicht, dass der Überwachungsspezialist Jack Solomon (Jack O’Connell) speziell auf sie angesetzt wurde….

Jean-Luc Godards bahnbrechender Film „Außer Atem“ machte Jean Seberg zu einem der Stars des Kinos der Sechzigerjahre. In seinem mitreißenden Biopic JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES wirft der australische Regisseur Benedict Andrews („Una und Ray“) ein Schlaglicht auf die turbulenteste Zeit im Leben von Jean Seberg, als das FBI alles daran setzte, die Existenz einer Schauspielerin, die sich offen zu ihrem politischen Engagement bekannte, zu zerstören.


Ab 24. September: PERSISCHSTUNDEN

1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch (Lars Eidinger), Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen.

Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Als in der besonderen Beziehung zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommen, wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass jeder Fehltritt ihn auffliegen lassen könnte.

Inspiriert von wahren Begebenheiten, erschuf Regisseur Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) mit PERSISCHSTUNDEN ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte vom menschlichen Überlebenswillen erzählt. In den Hauptrollen beeindrucken Lars Eidinger („25 km/h“) und Nahuel Pérez Biscayart („120 BPM“), die literarische Vorlage lieferte Wolfgang Kohlhaase. Seine Weltpremiere feierte PERSISCHSTUNDEN auf der Berlinale 2020.


Ab 1. Oktober: ENFANT TERRIBLE

Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder 1967 die Bühne des Antiteaters in München stürmt und kurzerhand die Inszenierung an sich reißt, ahnt niemand der Anwesenden, dass dieser dreiste Typ einmal einer der bedeutendsten Filmemacher Deutschlands werden würde. Schnell schart der einnehmende wie fordernde Mann zahlreiche Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Liebhaber um sich.

Er dreht einen Film nach dem nächsten, die auf den Festivals in Berlin und Cannes für Furore sorgen. Der junge Regisseur polarisiert: beruflich wie privat. Aber die Arbeitswut, die körperliche Selbstausbeutung aller Beteiligten und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald ihren Tribut.

Der neue Film von Oskar Roehler ("Die Unberührbare", "Elementarteilchen", "Tod den Hippies! Es lebe der Punk"), mit Oliver Masucci ("Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", "Werk ohne Autor") als RWF.

ENFANT TERRIBLE wäre als einziger deutscher Film im offiziellen Programm des aufgrund von Corona abgesagten Festivals von Cannes 2020 gelaufen.

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