Dokumentarfilme im Universum

DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM ist eine Reihe des Universum Filmtheaters!

Wir zeigen aktuelle Dokumentarfilm, nach Möglichkeit mit Gästen.

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"Im Dokumentarfilm werden heute oft die spannendsten Geschichten erzählt. Die Themen und erzählerischen Formen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM stellt eine Auswahl vor, mit der wir Sie für das Format begeistern wollen - nicht nur montags." (Volker Kufahl, Geschäftsführer Universum Filmtheater)



IMMER NOCH EINE UNBEQUEME WAHRHEIT: UNSERE ZEIT LÄUFT

So, 17.9., 11:00

Mi, 20.9., 19:00

Regie: Bonni Cohen, Jon Shenk, USA 2017, 90 Min., FSK: n/a

Der ehemalige US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat Al Gore kämpft weiter gegen die Zerstörung unseres Planeten und warnt vor den drohenden Folgen der globalen Erwärmung. Elf Jahre nach „Eine unbequeme Wahrheit“ bereist Gore die Welt, um zu dokumentieren, was sich seitdem geändert hat – im positiven wie im negativen Sinne: Auf der einen Seite steht das bahnbrechende Klimaabkommen von Paris und die umweltfreundliche Technologie, auf die viele Länder in den letzten Jahren umgestiegen sind, auf der anderen Seite sind die globalen Veränderungen durch den Klimawandel jedoch noch stärker geworden…

Wiederholung am Sonntag, 24.9., um 11:00 Uhr.


ROBERT DOISNEAU - DAS AUGE VON PARIS

Mo, 18.9., 19:00

Regie: Clémentine Deroudille, F 2016, 77 Min., FSK: n/a

Ein intimes Porträt des Fotografen Robert Doisneaus und seiner Arbeit – die so eng mit seinem Leben verwoben war, dass er sein leidenschaftliches Künstlersein als Quelle seines Glücks verstand. Die Regisseurin Clémentine Deroudille ist eine Enkelin vonDoisneau, der Film hat daher einen sehr privaten und familiären Zugang zu bisher unveröffentlichten Materialien aus dem Nachlass. Daneben stehen Interviews mit Doisneau, seinen Freunden und Kollegen und natürlich sein Werk.

Seinem Werk entsprechend aber ist Clémentine Deroudilles Film nicht nur ein Film über Robert Doisneau geworden, sondern auch ein Film über Doisneaus wichtigste Sujets, Paris und seine Menschen.

Wiederholung am Sonntag, 24.9., um 11:15 Uhr.


GAZA SURF CLUB

Mo, 25.9., 19:00

Regie: Philip Gnadt, Mickey Yamine, D 2016, 87 Min., o.A., OmU

Eine junge Generation, die in Gaza zwischen Israel und Ägypten gefangen ist und von der Hamas regiert wird, zieht es zu den Stränden. Sie hat genug von Besetzung, Krieg und religiösem Fanatismus und ihre ganz eigene Art des Protests gefunden: Surfen. Der Gazastreifen ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten mit einem Hafen, in dem keine Schiffe mehr anlegen und einem Flughafen, der nicht mehr angeflogen wird.

Mit ihren Surfbrettern schaffen sich die Surfer ein kleines Stück Freiheit, zwischen dem Strand und der von den Israelis kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze. Der Film zeigt die Träume und Hoffnungen der Jugendlichen dieser Grenzregion, in der die ältere Generation jegliche Hoffnung aufgegeben hat.

Wiederholung am Sonntag, 1.10. um 11:15 Uhr.


SCHULE, SCHULE - DIE ZEIT NACH BERG FIDEL

Mo, 2.10., 19:00

Regie: Hella Wenders, D 2017, 90 Min., FSK: n/a

David, Jakob, Anita und Samira haben an der inklusiven Grundschule "Berg Fidel" in altersgemischten Klassen gelernt. Die eine oder andere Beeinträchtigung spielte dabei keine große Rolle. Nach der vierten Klasse mussten sie sich trennen und auf unterschiedliche weiterführende Schulen wechseln.

Während David in seiner Freizeit eigene Lieder komponiert, hat sein Bruder Jakob bereits die erste Freundin. Und Anita muss rund um die Uhr um ihren Schulabschluss kämpfen, während Samira sich fragt, ob sie wohl am nächsten Tag noch in ihrer Clique willkommen ist. Der Film zeigt, wie die Kinder lernen, mit Leistungsdruck, wechselnden Gemütszuständen und der Suche nach Anerkennung in ihrem Alltag zurechtzukommen.

Wiederholung am Sonntag, 8.10. um 11:15 Uhr.


WILD PLANTS

Mo, 9.10., 19:00

Regie: Nicolas Humbert, D/CH 2016, 108 Min., o.A., OmU

In "Wild Plants" begibt sich Nicolas Humbert auf eine Spurensuche, die ihn zu einigen ausgewählten Projekten und Menschen führt: Zu den "Urban Gardeners" im zusammengebrochenen Detroit, zu dem indianischen Philosophen Milo Yellow Hair auf der Reservation von Pine Ridge, zu Maurice Maggi, der seit vielen Jahren die Stadt Zürich mit seinen wilden Pflanzungen verändert und zu der innovativen Landbau-Kooperative der ‚Jardins de Cocagne’ in Genf.

Der Film spiegelt aus verschiedenen Blickwinkeln unsere Beziehung zu Natur und Wildnis. Die Verbindung des Menschen mit der Pflanzenwelt hat eine lange Geschichte. Sie führt uns sowohl zu unseren eigenen Wurzeln als auch zu neuen Lebensformen und Gestaltungsmöglichkeiten, die sich uns im Umgang mit Pflanzen offenbaren.

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.

Wiederholung am Sonntag, 15.10., um 11:15 Uhr.


DAVID LYNCH - THE ART LIFE

Mo, 16.10., 19:00

Regie: Jon Nguyen, Rick Barnes, Olivia Neergaard-Holm, USA 2016, 90 Min., o.A., OmU

"David Lynch: The Art Life" ist ein intimes Portrait der Kindheit und Jugend eines der bedeutendsten und rätselhaftesten Regisseure des gegenwärtigen Kinos. Die Dokumentation beleuchtet Lynchs frühes Kunstschaffen, seine ersten filmischen Arbeiten und die dunklen Seiten seiner einzigartigen Welt.

Hoch oben in den Hollywood Hills gewährt David Lynch einen Einblick in seine Residenz, sein Atelier unddie Geschichten der Vergangenheit. Rätselhafte Gestalten tauchen auf, verschwinden und werden Teil seiner künstlerischen Arbeit. Lynch spricht offen über Ängste, Missverständnisse, Kämpfe, die er durchlebt und überwunden hat,über die Dämonen seiner Kindheit sowie die zahlreichen Menschen, die ihn geprägt haben.


1917 - DER WAHRE OKTOBER

Mo, 23.10., 19:00

Regie: Katrin Rothe, D/CH 2017, 90 Min., o.A.

St. Petersburg 1917. Die Weltkriegsfront rückt täglich näher, man hungert, bangt,wütet. Im Februar wird der Zar gestürzt. Auch viele Künstler sind euphorisch:Revolution! Freiheit! Endlich Frieden? Nein. Ab Oktober herrschen allein dieBolschewiki. Was taten Dichter, Denker, Avantgardisten wie Maxim Gorki und Kasimir Malewitsch während dieser radikalen Gewaltenwechsel? "1917 – Der wahre Oktober" ist eine filmkünstlerische Neuerzählung derRussischen Revolutionmit animierten Legetrickfiguren.

Basierend auf Recherchen in teils bisher unbekanntem Quellmaterial, in Tagebüchern und Berichten, unternimmt die zweifache Grimme-Preisträgerin Katrin Rothe eine multiperspektivische Befragung dessen, was heute weithin als "Oktoberrevolution" bekannt ist.

Wiederholung am Sonntag, 29.10., um 11:15 Uhr.


DO NOT RESIST - POLICE 3.0

Mo, 30.10., 19:00

Regie: Craig Atkinson, USA 2016, 72 Min., ab 12 J.

Der packende Doku-Thriller enthüllt die rasante Militarisierung der US-Polizei und gibt einen schockierenden Ausblick auf die Zukunft der Polizeiarbeit unter der globalen Terrorgefahr. Regisseur Craig Atkinson begleitet SWAT-Spezialeinheiten auf ihren adrenalingeladenen Einsätzen, gerät mit der Kamera zwischen die Fronten der Ausschreitungen in Ferguson und dringt bis tief in die Überwachungszentralen vor, die an Science-Fiction-Filme erinnern.

Dabei entsteht das alarmierende Bild einer sich im Wandel befindenden Weltmacht, die umstrittene Technologien wie Predictive Policing Algorithmen, kriegsbewährte Taktiken und extreme Überwachungs-methoden gegen ihre eigenen Bürger einsetzt. Ein aufrüttelnder Film, der eine düstere Zukunft erahnen lässt.

Wiederholung am Sonntag, 5.11., um 11:15 Uhr.


UNTITLED

Mo, 6.11., 19:00

Regie: Michael Glawogger, Monika Willi, A/D 2017, 105 Min., ab 12 J.

Am 3. Dezember 2013 brach Michael Glawogger auf, um "Untitled" zu drehen, einen Dokumentarfilm, der Glawoggers bisher radikalstem Konzept folgen sollte. Geplant war eine Reise um die Welt, die ein Jahr dauern und durch nichts unterbrochen werden sollte. Glawogger, ein herausragender Dokumentarfilmer ("Workingman’s death", "Megacities"),wollte die Welt einfangen, wie sie war, ohne Erwartung, ohne filternde Brille.

Mehr als zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger im April 2014 realisierteseine Schnittmeisterin Monika Willi einen Film aus jenem Material, das während der 4 Monate und 19 Tage dauernden Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist. Eine Reise durch die Weltmit unglaublichem Bildmaterial, kongenial vertont, um zuzuhören, zu beobachten und zu erleben – mit aufmerksamen Augen, mutig und offen.

Wiederholung am Sonntag, 12.11. um 11:15 Uhr


CODE OF SURVIVAL - DIE GESCHICHTE VOM ENDE DER GENTECHNIK

Mo, 13.11., 19:00

Regie: Bertram Verhaag, D 2016, 95 Min., o.A., OmU

Vergiftete Böden, resistente Superunkräuter und verseuchtes Getreide sind das Resultat des zerstörerischen gentechnischen Anbaus, bei dem weltweit Millionen Tonnen von Glyphosat zum Einsatz kommen. Drei nachhaltige Projekte in Indien, Ägypten und Deutschland beweisen, dass es auch anders geht.

In einer eindrücklichen Montage werden die Auswirkungen des giftgestützten Anbaus mit der heilenden Kraft der ökologischen Landwirtschaft konfrontiert. Welche Methode birgt den "Code of Survival" auf unserem Planeten?

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.

Wiederholung am Sonntag, 19.11., um 11:15 Uhr.


BRUDER JAKOB

Mo, 20.11., 19:00

Regie: Elí Roland Sachs, D 2016, 92 Min., FSK: n/a, OmU

Was geschieht, wenn der geliebte kleine Bruder plötzlich zum Salafi wird? Wenn er nur noch Allah im Sinn hat? Regisseur Elí Roland Sachs will den radikalen Geisteswandel seines Bruders Jakob verstehen und macht sich mit der Kamera auf die Suche nach brüderlicher Verbundenheit. Er begleitet seinen Bruder in die Moschee, führt Gespräche mit seinem Imam und seiner ebenfalls konvertierten Schwägerin. Entstanden ist ein persönliches Porträt eines Menschen, der sich auf eine Reise begibt. Eine Reise, die ein klares und doch fernes Ziel hat: die Wahrheit. "Bin ich bereit, in dem Gläubigen an erster Stelle einen Menschen zu sehen?" (Eli Roland Sachs). Ausgezeichnet auf dem Münchner Dokumentarfilmfestival 2017.

Wiederholung am Sonntag, 26.11. um 11:15 Uhr.


OHNE DIESE WELT

Mo, 27.11., 19:00

Regie: Nora Fingscheidt, D 2016, 115 Min., FSK: n/a

In einer vergessenen Region Argentiniens leben etwa 800 deutschstämmige Mennoniten freiwillig wie im 18. Jahrhundert. Statt Autos benutzen sie Pferdekutschen. Auch Stromanschlüsse, Telefone oder Radios sind ihnen durch die Religion verboten. Vor 20 Jahren kamen sie aus Mexiko hierher, um ein frommes Leben vor Gott zu führen und sich von "der Welt" möglichst fernzuhalten. Doch dem Einfluss des argentinischen Nachbardorfs können sich die mennonitischen Jugendlichen nur schwer entziehen.

"Ohne diese Welt" zeichnet ein behutsames Portrait einer Kolonie zwischen Abschottung und Wandel.Die 1983 geborene Nora Fingscheidt verbrachte ihre Schulzeit in Braunschweig und Argentinien. Noch nie wurde einer Filmmacherin ein so intimer Einblick in die Welt der Mennoniten erlaubt. Nora Fingscheidt wurde für "Ohne diese Welt" mehrfach ausgezeichnet.

Wiederholung am Sonntag, 3.12., um 11:15 Uhr.


DIE GUTEN FEINDE – MEIN VATER, DIE ROTE KAPELLE UND ICH

Mo, 4.12., 19:00

Regie: Christian Weisenborn, D 2017, 93 Min., ab 12 J.

Günther Weisenborn, Schriftsteller und Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle, entkommt der Hinrichtung durch die Nazis nur knapp. 59 seiner Mitstreiter werden hingegen 1942 hingerichtet. Bis zu seinem Tod 1969 versucht Weisenborn zusammen mit Adolf Grimme, die zu Tode verurteilten Freunde zu rehabilitieren – vergeblich. Erst 2009 werden die Urteile gegen die Rote Kapelle offiziell aufgehoben.

Der Filmemacher Christian Weisenborn erzählt in "Die guten Feinde" das dramatische Leben seines Vaters. Entstanden ist dabei das Porträt einer Gruppe von Freunden, die das Leben liebten und sich in den dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte entschieden, ihrem Gewissen zu folgen und mutig gegen das Unrecht der Nazis aufzubegehren.

Wiederholung am Sonntag, 10.12., um 11:15 Uhr.


THE UNCERTAINTY HAS SETTLED

Mo, 11.12., 19:00

Regie: MarijnPoels, D 2017, 92 Min., o.A.

Nach acht Jahre andauernden Reisen und Recherchen in Krisengebieten beschließt der linke Journalist und Filmemacher Marijn Poels, in den Bergen Österreichs eine Auszeit zu nehmen. Dort wird er auf die aktuelle Situation der europäischen Landwirtschaft aufmerksam.

Die Bauern sind aufgrund der gut subventionierten Energiepolitik zum Teil zum Energieanbieter geworden. Monokulturen verbreiten sich, und einige wertvolle Nahrungsmittel sind praktisch ausgestorben. Der Klimawandel ist mittlerweile zu einem Schwerpunkt der Weltpolitik und vor allem der Wirtschaft geworden. Marijn Poels sieht sich im Laufe seiner Recherchen gezwungen, seine eigene politische Ideologie zu hinterfragen: Machen wir das Richtige?

Wiederholung am Sonntag, 17.12. um 11:15 Uhr.


66 KINOS

Mo, 18.12., 19:00 - Zu Gast: Regisseur Philipp Hartmann

Regie: Philipp Hartmann, D 2016, 98 Min., FSK: n/a

"66 Kinos" portraitiert einige von den 66 deutschen Filmtheatern, die Philipp Hartmann 2014/15 im Rahmen der Kinotournee seines Films "Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe" besuchte, und lässt dabei das vielschichtige Bild einer äußerst lebendigen und zugleich in diversen Umbrüchen befindlichen Kinolandschaft entstehen.

Die kaleidoskopartig konstruierte Betrachtung ganz unterschiedlicher Orte, mit ihren jeweiligen Architekturen und alltäglichen Arbeitsabläufen sowie der Menschen, die hinter diesen Kinos stehen, verdichtet sich zu einem Panorama der deutschen Kinolandschaft in ihrer ganzen Bandbreite – zwischen Filmclubs, kommunalen Kinos, Programmkinos und Multiplex-Palästen. Der Film wurde u.a. im Universum Filmtheater gedreht.