Dokumentarfilme im Universum

DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM ist eine Reihe des Universum Filmtheaters!

Wir zeigen aktuelle Dokumentarfilm, nach Möglichkeit mit Gästen.

Jetzt erhältlich: Die DOK-Abo-Card 10 Filme für 70 € (nur gültig für DOK-Filme) -
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"Im Dokumentarfilm werden heute oft die spannendsten Geschichten erzählt. Die Themen und erzählerischen Formen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM stellt eine Auswahl vor, mit der wir Sie für das Format begeistern wollen - nicht nur montags." (Volker Kufahl, Geschäftsführer Universum Filmtheater)



1917 - DER WAHRE OKTOBER

Mo, 23.10., 19:00

Regie: Katrin Rothe, D/CH 2017, 90 Min., o.A.

St. Petersburg 1917. Die Weltkriegsfront rückt täglich näher, man hungert, bangt,wütet. Im Februar wird der Zar gestürzt. Auch viele Künstler sind euphorisch:Revolution! Freiheit! Endlich Frieden? Nein. Ab Oktober herrschen allein dieBolschewiki. Was taten Dichter, Denker, Avantgardisten wie Maxim Gorki und Kasimir Malewitsch während dieser radikalen Gewaltenwechsel? "1917 – Der wahre Oktober" ist eine filmkünstlerische Neuerzählung derRussischen Revolutionmit animierten Legetrickfiguren.

Basierend auf Recherchen in teils bisher unbekanntem Quellmaterial, in Tagebüchern und Berichten, unternimmt die zweifache Grimme-Preisträgerin Katrin Rothe eine multiperspektivische Befragung dessen, was heute weithin als "Oktoberrevolution" bekannt ist.

Wiederholung am Sonntag, 29.10., um 11:15 Uhr.


DO NOT RESIST - POLICE 3.0

Mo, 30.10., 19:00

Regie: Craig Atkinson, USA 2016, 72 Min., ab 12 J.

Der packende Doku-Thriller enthüllt die rasante Militarisierung der US-Polizei und gibt einen schockierenden Ausblick auf die Zukunft der Polizeiarbeit unter der globalen Terrorgefahr. Regisseur Craig Atkinson begleitet SWAT-Spezialeinheiten auf ihren adrenalingeladenen Einsätzen, gerät mit der Kamera zwischen die Fronten der Ausschreitungen in Ferguson und dringt bis tief in die Überwachungszentralen vor, die an Science-Fiction-Filme erinnern.

Dabei entsteht das alarmierende Bild einer sich im Wandel befindenden Weltmacht, die umstrittene Technologien wie Predictive Policing Algorithmen, kriegsbewährte Taktiken und extreme Überwachungs-methoden gegen ihre eigenen Bürger einsetzt. Ein aufrüttelnder Film, der eine düstere Zukunft erahnen lässt.

Wiederholung am Sonntag, 5.11., um 11:15 Uhr.


UNTITLED

Mo, 6.11., 19:00

Regie: Michael Glawogger, Monika Willi, A/D 2017, 105 Min., ab 12 J.

Am 3. Dezember 2013 brach Michael Glawogger auf, um "Untitled" zu drehen, einen Dokumentarfilm, der Glawoggers bisher radikalstem Konzept folgen sollte. Geplant war eine Reise um die Welt, die ein Jahr dauern und durch nichts unterbrochen werden sollte. Glawogger, ein herausragender Dokumentarfilmer ("Workingman’s death", "Megacities"),wollte die Welt einfangen, wie sie war, ohne Erwartung, ohne filternde Brille.

Mehr als zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger im April 2014 realisierteseine Schnittmeisterin Monika Willi einen Film aus jenem Material, das während der 4 Monate und 19 Tage dauernden Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist. Eine Reise durch die Weltmit unglaublichem Bildmaterial, kongenial vertont, um zuzuhören, zu beobachten und zu erleben – mit aufmerksamen Augen, mutig und offen.

Wiederholung am Sonntag, 12.11. um 11:15 Uhr


CODE OF SURVIVAL - DIE GESCHICHTE VOM ENDE DER GENTECHNIK

Mo, 13.11., 19:00

Regie: Bertram Verhaag, D 2016, 95 Min., o.A., OmU

Vergiftete Böden, resistente Superunkräuter und verseuchtes Getreide sind das Resultat des zerstörerischen gentechnischen Anbaus, bei dem weltweit Millionen Tonnen von Glyphosat zum Einsatz kommen. Drei nachhaltige Projekte in Indien, Ägypten und Deutschland beweisen, dass es auch anders geht.

In einer eindrücklichen Montage werden die Auswirkungen des giftgestützten Anbaus mit der heilenden Kraft der ökologischen Landwirtschaft konfrontiert. Welche Methode birgt den "Code of Survival" auf unserem Planeten?

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.

Wiederholung am Sonntag, 19.11., um 11:15 Uhr.


BRUDER JAKOB

Mo, 20.11., 19:00

Regie: Elí Roland Sachs, D 2016, 92 Min., FSK: n/a, OmU

Was geschieht, wenn der geliebte kleine Bruder plötzlich zum Salafi wird? Wenn er nur noch Allah im Sinn hat? Regisseur Elí Roland Sachs will den radikalen Geisteswandel seines Bruders Jakob verstehen und macht sich mit der Kamera auf die Suche nach brüderlicher Verbundenheit. Er begleitet seinen Bruder in die Moschee, führt Gespräche mit seinem Imam und seiner ebenfalls konvertierten Schwägerin. Entstanden ist ein persönliches Porträt eines Menschen, der sich auf eine Reise begibt. Eine Reise, die ein klares und doch fernes Ziel hat: die Wahrheit. "Bin ich bereit, in dem Gläubigen an erster Stelle einen Menschen zu sehen?" (Eli Roland Sachs). Ausgezeichnet auf dem Münchner Dokumentarfilmfestival 2017.

Wiederholung am Sonntag, 26.11. um 11:15 Uhr.


OHNE DIESE WELT

Mo, 27.11., 19:00

Regie: Nora Fingscheidt, D 2016, 115 Min., FSK: n/a

In einer vergessenen Region Argentiniens leben etwa 800 deutschstämmige Mennoniten freiwillig wie im 18. Jahrhundert. Statt Autos benutzen sie Pferdekutschen. Auch Stromanschlüsse, Telefone oder Radios sind ihnen durch die Religion verboten. Vor 20 Jahren kamen sie aus Mexiko hierher, um ein frommes Leben vor Gott zu führen und sich von "der Welt" möglichst fernzuhalten. Doch dem Einfluss des argentinischen Nachbardorfs können sich die mennonitischen Jugendlichen nur schwer entziehen.

"Ohne diese Welt" zeichnet ein behutsames Portrait einer Kolonie zwischen Abschottung und Wandel.Die 1983 geborene Nora Fingscheidt verbrachte ihre Schulzeit in Braunschweig und Argentinien. Noch nie wurde einer Filmmacherin ein so intimer Einblick in die Welt der Mennoniten erlaubt. Nora Fingscheidt wurde für "Ohne diese Welt" mehrfach ausgezeichnet.

Wiederholung am Sonntag, 3.12., um 11:15 Uhr.


DIE GUTEN FEINDE – MEIN VATER, DIE ROTE KAPELLE UND ICH

Mo, 4.12., 19:00

Regie: Christian Weisenborn, D 2017, 93 Min., ab 12 J.

Günther Weisenborn, Schriftsteller und Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle, entkommt der Hinrichtung durch die Nazis nur knapp. 59 seiner Mitstreiter werden hingegen 1942 hingerichtet. Bis zu seinem Tod 1969 versucht Weisenborn zusammen mit Adolf Grimme, die zu Tode verurteilten Freunde zu rehabilitieren – vergeblich. Erst 2009 werden die Urteile gegen die Rote Kapelle offiziell aufgehoben.

Der Filmemacher Christian Weisenborn erzählt in "Die guten Feinde" das dramatische Leben seines Vaters. Entstanden ist dabei das Porträt einer Gruppe von Freunden, die das Leben liebten und sich in den dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte entschieden, ihrem Gewissen zu folgen und mutig gegen das Unrecht der Nazis aufzubegehren.

Wiederholung am Sonntag, 10.12., um 11:15 Uhr.


THE UNCERTAINTY HAS SETTLED

Mo, 11.12., 19:00

Regie: MarijnPoels, D 2017, 92 Min., o.A.

Nach acht Jahre andauernden Reisen und Recherchen in Krisengebieten beschließt der linke Journalist und Filmemacher Marijn Poels, in den Bergen Österreichs eine Auszeit zu nehmen. Dort wird er auf die aktuelle Situation der europäischen Landwirtschaft aufmerksam.

Die Bauern sind aufgrund der gut subventionierten Energiepolitik zum Teil zum Energieanbieter geworden. Monokulturen verbreiten sich, und einige wertvolle Nahrungsmittel sind praktisch ausgestorben. Der Klimawandel ist mittlerweile zu einem Schwerpunkt der Weltpolitik und vor allem der Wirtschaft geworden. Marijn Poels sieht sich im Laufe seiner Recherchen gezwungen, seine eigene politische Ideologie zu hinterfragen: Machen wir das Richtige?

Wiederholung am Sonntag, 17.12. um 11:15 Uhr.


66 KINOS

Mo, 18.12., 19:00 - Zu Gast: Regisseur Philipp Hartmann

Regie: Philipp Hartmann, D 2016, 98 Min., FSK: n/a

"66 Kinos" portraitiert einige von den 66 deutschen Filmtheatern, die Philipp Hartmann 2014/15 im Rahmen der Kinotournee seines Films "Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe" besuchte, und lässt dabei das vielschichtige Bild einer äußerst lebendigen und zugleich in diversen Umbrüchen befindlichen Kinolandschaft entstehen.

Die kaleidoskopartig konstruierte Betrachtung ganz unterschiedlicher Orte, mit ihren jeweiligen Architekturen und alltäglichen Arbeitsabläufen sowie der Menschen, die hinter diesen Kinos stehen, verdichtet sich zu einem Panorama der deutschen Kinolandschaft in ihrer ganzen Bandbreite – zwischen Filmclubs, kommunalen Kinos, Programmkinos und Multiplex-Palästen. Der Film wurde u.a. im Universum Filmtheater gedreht.