Dokumentarfilme im Universum

DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM ist eine Reihe des Universum Filmtheaters!

Wir zeigen aktuelle Dokumentarfilm, nach Möglichkeit mit Gästen.

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"Im Dokumentarfilm werden heute oft die spannendsten Geschichten erzählt. Die Themen und erzählerischen Formen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM stellt eine Auswahl vor, mit der wir Sie für das Format begeistern wollen - nicht nur montags." (Volker Kufahl, Geschäftsführer Universum Filmtheater)



LES SAUTEURS - THOSE WHO JUMP

Mo, 24.4., 19:00 + So, 30.4., 11:15

Regie: Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé, DK 2016, 79 Min., ab 12 J., OmU

Vom Berg Gurugu blickt man auf die spanische Enklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Afrika und die Europäische Union werden hier durch eine hochgesicherte Grenzanlage, bestehend aus drei Zäunen, voneinander getrennt. In den Wäldern des Bergausläufers leben Geflüchtete, die versuchen, diese direkte Landgrenze zwischen Marokko und Spanien zu überqueren. So auch der Malier Abou Bakar Sidibé, der zugleich Protagonist und Dokumentierender in „Les Sauteurs“ ist. Nach 14 Monaten im informellen Camp und mehreren gescheiterten Versuchen, das Zaunsystem zu überwinden, beginnt Abou zu filmen – Unermüdlich dokumentiert er seine Lebensrealität am Rande einer abgeschotteten EU.

Wiederholung am So, 30.4. um 11:15 Uhr.


WHERE TO, MISS?

Mo, 1.5., 19:00 + So, 7.5., 11:15

Regie: Manuela Bastian, D 2015, 83 Min., ab 12 J., OmU

Die junge Inderin Devki will sehnlichst ihren Führerschein machen und Taxifahrerin werden. Devki bewirbt sich bei der Initiative "Women on Wheels". Hier werden Frauen zu Taxifahrerinnen ausgebildet, damit sie finanziell unabhängig werden und andere Frauen sicher nach Hause bringen können. Doch in Devkis Familie herrscht kein Verständnis für ihre Zukunftspläne. In Indien heißt es: Eine Frau gehört zuerst ihrem Vater, dann ihrem Ehemann und zuletzt ihrem Sohn. Regisseurin Manuela Bastian begleitet Devki durch diese drei Lebensphasen als Tochter, Ehefrau und Mutter. Sie zeigt eindrücklich, in welchen Konflikt eine Frau in Indien gerät, wenn sie aus den traditionellen Rollenvorgaben ausbrechen will… Ausgezeichnet mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016

Wiederholung am So, 7.5. um 11:15 Uhr.


ERZÄHL ES NIEMANDEM!

Mo, 8.5., 19:00 Zu Gast: Regisseur Klaus Martens + So, 14.5., 11:15

Regie: Klaus Martens, D 2016, 90 Min., o.A., OmU

Im April 1942 begegnet die 19jährige Lillian einem deutschen Soldaten aus Wuppertal. Helmut ist augenblicklich in Lillian verliebt, und Lillian geht es ebenso. Die Liebe eines norwegischen Mädchens zu einem deutschen Soldaten gilt als Verrat. Doch Helmut hat ein Geheimnis: Er ist selbst Jude und tarnt sich nur als Deutscher. Nach dem Abzug der Deutschen bleibt Lillian zurück in Norwegen und macht sich schließlich auf nach Deutschland, um Helmut zu suchen. Im Sommer 2009 sitzt Lillian Crott mit der Urne ihres Mannes im Flugzeug nach Narvik. Sie will ein Versprechen einlösen: Wer überlebt, wird den anderen dort begraben, wo sie sich zum ersten Mal begegnet sind. Der Film begleitet sie bei dieser Reise und erzählt die abenteuerliche Geschichte von Lillian Berthung und Helmut Crott. Der Film entstand nach dem gleichnamigen Bestseller-Sachbuch von Randi Crott und Lilian Berthung Crott.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost e.V.

Wiederholung am So, 14.5. um 11:15 Uhr.


PETER HANDKE - BIN IM WALD. KANN SEIN, DASS ICH MICH VERSPÄTE

Mo, 15.5., 19:00 + So, 21.5., 11:15

Regie: Corinna Belz, D 2016, 89 Min., o.A.

Peter Handke ist einer der bekanntesten zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren. Der österreichische Schriftsteller veröffentlicht seit Ende der 1960er Jahre seine oftmals radikalen und unbequemen Texte. Darin beschäftigt er sich unter anderem mit der Entfremdung des Menschen von der Welt, in der er lebt. In ihrem Dokumentarfilm besucht die Filmemacherin Corinna Belz den berühmten Künstler, der zurückgezogen in Frankreich auf dem Lande lebt, in seinem Zuhause. Entstanden ist ein Film über das Schreiben, über die Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihre Verwandlung in Kunst – und über die die große, unverzichtbare Frage, die uns Peter Handke eindringlich stellt: " Wie soll man leben?" Prädikat: Besonders Wertvoll.

Wiederholung am So, 21.5. um 11:15 Uhr.


VIOLENTLY HAPPY

Mo, 22.5., 19:00 + So, 28.5., 11:15

Regie: Paola Calvo, D 2016, 92 Min., ab 18 J.

Ein von Licht durchfluteter, 500 Quadratmeter großer Raum. Die Schwelle 7, das Wohnzimmer des Tänzers und Choreographen Felix Ruckert. Er trifft hier auf Mara Morgen, eine gesellschaftsorientierte Kulturarbeiterin. Gemeinsam experimentieren die beiden mit dem, was heimlich geträumt und öffentlich erlaubt ist, tauchen ein in ein Spiel zwischen Tanz, Meditation, Schmerz und Sex. Ein intimer, reflektierter Gang entlang der Grenze und darüber hinaus, fließend begleitet vom Blick der Kamera. Paola Calvos Dokumentarfilm „Violently Happy“ zeigt die Welt des BDSM auf ganz neue Weise.

Wiederholung am So, 28.5. um 11:15 Uhr.


EXHIBITION ON SCREEN: THE ARTIST'S GARDEN: AMERICAN IMPRESSIONISM

Mo, 29.5., 19:00 + So, 4.6., 11:15

AUS DER PENNSYLVANIA ACADEMY OF THE FINE ARTS  

Regie: David Bickerstaff, UK 2016, 87 Min., FSK: n/a, OmU

Nach "Den modernen Garten malen: Monet bis Matisse" folgt ein neuer Dokumentarfilm über den amerikanischen Impressionismus mit großartigen Bilden in der Filmreihe "Exhibition on Screen". Den Ausgangspunkt des Films bildet die erfolgreiche Ausstellung "The Artist's Garden: American Impressionism and the Garden Movement" der Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia. 

Der amerikanische Impressionismus war in seinen Anfängen inspiriert von französischen Künstlern wie Renoir und Monet, schlug jedoch schnell seinen eigenen Weg ein, der in seinem über dreißigjährigen Bestehen sowohl Aufschluss über die Entwicklung Amerikas als Nation, als auch über eine weithin beliebte Kunstrichtung gibt. Die Geschichte des amerikanischen Impressionismus ist eng verknüpft mit der Liebe zu Gärten und dem Wunsch die Natur in einer Nation, die vom rasanten Fortschritt geprägt ist, zu konservieren und zu erhalten. Mit Aufnahmen aus prunkvollen Gärten in Amerika, Großbritannien und Frankreich ist dieser Film ein wahrer Augenschmaus für Kunstliebhaber.

Wiederholung am So, 4.6. um 11:15 Uhr.


KOMMEN RÜHRGERÄTE IN DEN HIMMEL?

Mo, 5.6., 19:00 + So, 11.6., 11:15

Regie: Reinhard Günzler, D 2015, 101 Min., o.A.

Nachdem Carmens nagelneuer Mixer bei dem Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Flohmarkt ein Rührgerät aus alten Zeiten. In grellem Orange ist es deutlich älter als sie selbst und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28 – ein Gerät, das einst in jedem DDR-Haushalt vorhanden war. Carmen begibt sich auf eine Reise zu den Spuren des RG 28 und trifft dabei ehemalige Mitarbeiter des Herstellerwerks, glückliche Besitzer des Geräts, aber auch Soziologinnen, Sammlern und Kunstprofessoren. Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Ein langes Leben.

Wiederholung am So, 11.6. um 11:15 Uhr.


AKT - VIER LEBEN EIN AKT

Mo, 12.6., 19:00 + So, 18.6., 11:15

Regie: Mario Schneider, D 2015, 105 Min., kJ 

Mario Schneider portraitiert in „AKT“ vier verschiedene Personen, die zumindest eines verbindet: Sie sind Aktmodelle und stellen ihre Körper in den Dienst der Kunst. Sie tauchen aus der Schnelllebigkeit unserer Welt ab und nackt in der Mitte eines stillen Raumes wieder auf, in einer Pose verharrend, für Minuten und Stunden. In „AKT“ begegnen wir vier Menschen nicht nur als lebende Skulpturen, sondern als agierende Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Und am Ende stellen wir fest: Nacktsein heißt nicht bloß unbekleidet zu sein, denn Blöße gibt man sich (und gegenüber anderen) nicht nur dann, wenn man unverhüllt ist.

Wiederholung am So, 18.6. um 11:15 Uhr.


ORIGINAL COPY - VERRÜCKT NACH KINO

Mi, 19.6., 19:00 - Zu Gast: Regisseur Georg Heinzen

Regie: Florian Heinzen-Ziob, Georg Heinzen, D 2015, 95 Min., ab 6 J., OmU

Das Kino „Alfred Talkies“ im Herzen Mumbais ist aus der Zeit gefallen. In dem alten Hindi-Filmpalast rattern immer noch 35mm-Kopien durch die museumsreifen Projektoren. Billige B-Pictures, in denen viel geprügelt und noch mehr geschossen wird. Ein sinkendes Schiff, auf Kurs gehalten von einer unerschrockenen Crew: Der distinguierten Chefin, die das Kino eigentlich nicht übernehmen sollte, weil sie eine Frau ist. Dem peniblen Manager, der genau weiß, was sein Publikum will. Und dem kettenrauchenden Filmplakatmaler, der im Stil alter Meister hinter der Kinoleinwand sein Atelier betreibt. Eine Mischung aus Künstler, Guru, Komödiant und Philosoph. Hier gewinnt am Ende immer noch das Gute, und die Schönheit triumphiert über das Chaos.
Doch das „Alfred Talkies“ ist bedroht. Filmposter werden heute auf Plastik gedruckt, luxuriöse Apartmenthochhäuser vertreiben die Zuschauer. Ein aussichtsloser Kampf, aber kein Grund aufzugeben. So ist das „Alfred Talkies“ einer der letzten Orte, wo wir noch träumen können. Echtes Kino.

Wiederholung am So, 25.6. um 11:15 Uhr.


EXHIBITION ON SCREEN: MICHELANGELO: LIEBE UND TOD

Mo, 26.6., 19:00 + So, 2.7., 11:15

AUS DER NATIONAL GALLERY LONDON

Regie: David Bickerstaff, UK 2017, 90 Min., FSK: n/a, OmU

Parallel zur großen Ausstellung in der National Gallery of London bietet dieser Dokumentarfilm einen neuen Blickwinkel auf die Biographie Michelangelos, der, zusammen mit Leonardo, zu den bedeutendsten Künstlern der Renaissance und vielleicht sogar aller Zeiten gehört. Die Dokumentation untersucht Michelangelos Beziehung zu seinen Zeitgenossen und sein immenses künstlerisches Schaffen, zu dem neben der Malerei auch Skulpturen und Architektur gehören. Dabei geht der Film auf seine unvergesslichen Kunstwerke wie die David-Skulptur, die Sixtinische Kapelle in Rom und die "Madonna Manchester" ein und eröffnet eine gänzlich neue Perspektive auf Michelangelos Schaffen.

Wiederholung am So, 2.7. um 11:15 Uhr.


TROCKENSCHWIMMEN

Mo, 3.7., 19:00 + So, 9.7., 11:15

Regie: Susanne Kim, D 2016, 77 Min., o.A.

Eine Schwimmhalle, ein Schwimmkurs: Alle Nichtschwimmer sind über 65. Zusammen gehen sie in diesem Film auf eine Reise, um die fast letzte Chance zu ergreifen, doch noch das Schwimmen zu lernen. Dem Vorhaben liegt etwas Kurioses inne. Weil man etwas erlernt, das man jetzt eigentlich nicht mehr wirklich braucht, denn das ganze Leben ist man irgendwie ohne ausgekommen. Der Traum im Wasser zu schweben, eine Kindheit fernab des Meeres, Krieg, Scham – das alles hat mit Schwimmen oder eben Nichtschwimmen zu tun.

Im Film "Trockenschwimmen" stellen sich Manfred, Monika, Karin, Erika, Eun-Sook, Sigrid und Cevat ihren Ängsten, verlieren den Boden unter den Füßen, beginnen loszulassen und schwimmen.

Wiederholung am So, 9.7. um 11:15 Uhr.


HITLERS HOLLYWOOD

Mo, 10.7., 19:00 + So, 16.7., 11:15

Regie: Rüdiger Suchsland, D 2017, 106 Min., o.A.

Was weiß das Kino, was wir nicht wissen? Über 1000 Spielfilme wurden in den Jahren 1933-1945 in Deutschland hergestellt. Bei den wenigsten handelt es sich um offene Propaganda. Aber noch weniger, der im Nationalsozialismus produzierten Filme sind harmlose Unterhaltung. Das nationalsozialistische Kino war staatlich gelenkt. Zugleich wollte es "großes Kino" sein. Eine deutsche Traumfabrik.

"Hitlers Hollywood" erzählt erstmals von der dunkelsten und dramatischsten Periode deutscher Filmgeschichte, und erinnert zum hundersten Geburtstag der Ufa an diese Filme und ihre Stars: Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Ilse Werner, Marianne Hoppe, Gustav Gründgens und viele mehr.

Die Fortsetzung der Dokumentation "Von Caligari zu Hitler".

Wiederholung am So, 16.7. um 11:15 Uhr.


CAHIER AFRICAIN

Mo, 17.7., 19:00 + So, 23.7., 11:15

Regie: Heidi Specogna, CH/D 2016, 119 Min., o.A., OmU

Am Anfang stand ein schmales Schulheft. Anstelle von Vokabeln füllten sich seine karierten Seiten mit den mutigen Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen im Oktober 2002 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war. Das Heft ist ihr selbst gefertigtes Beweisstück, um die an ihnen verübten Vergewaltigungen zur Anklage zu bringen.

"Cahier africain" ist eine Langzeitbeobachtung und begleitet seine Protagonisten aus dem Dorf PK 12 seit 2008: Amzine, eine junge muslimische Frau, hat als Folge der Vergewaltigungen ein Kind zur Welt gebracht. Der Blick auf ihre heute 12-jährige Tochter Fane erinnert sie täglich an das dem Heft anvertraute Leid. Arlette, ein christliches Mädchen, litt jahrelang an einer nicht heilen wollenden Schussverletzung am Knie. Nach einer erfolgreichen OP in Berlin hegt sie Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben. Aber inmitten der Versuche den schwierigen Alltag mit Zuversicht zu meistern - und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist - bricht in der Zentralafrikanischen Republik der nächste Krieg aus.

Wiederholung am So, 23.7., um 11:15 Uhr.