Dokumentarfilme im Universum

DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM ist eine Reihe des Universum Filmtheaters!

Wir zeigen aktuelle Dokumentarfilm, nach Möglichkeit mit Gästen.

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"Im Dokumentarfilm werden heute oft die spannendsten Geschichten erzählt. Die Themen und erzählerischen Formen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM stellt eine Auswahl vor, mit der wir Sie für das Format begeistern wollen - nicht nur montags." (Volker Kufahl, Geschäftsführer Universum Filmtheater)



EXHIBITION ON SCREEN: MICHELANGELO: LIEBE UND TOD

Mo, 26.6., 19:00 + So, 2.7., 11:15

AUS DER NATIONAL GALLERY LONDON

Regie: David Bickerstaff, UK 2017, 90 Min., FSK: n/a, OmU

Parallel zur großen Ausstellung in der National Gallery of London bietet dieser Dokumentarfilm einen neuen Blickwinkel auf die Biographie Michelangelos, der, zusammen mit Leonardo, zu den bedeutendsten Künstlern der Renaissance und vielleicht sogar aller Zeiten gehört. Die Dokumentation untersucht Michelangelos Beziehung zu seinen Zeitgenossen und sein immenses künstlerisches Schaffen, zu dem neben der Malerei auch Skulpturen und Architektur gehören. Dabei geht der Film auf seine unvergesslichen Kunstwerke wie die David-Skulptur, die Sixtinische Kapelle in Rom und die "Madonna Manchester" ein und eröffnet eine gänzlich neue Perspektive auf Michelangelos Schaffen.

Wiederholung am So, 2.7. um 11:15 Uhr.


TROCKENSCHWIMMEN

Mo, 3.7., 19:00 + So, 9.7., 11:15

Regie: Susanne Kim, D 2016, 77 Min., o.A.

Eine Schwimmhalle, ein Schwimmkurs: Alle Nichtschwimmer sind über 65. Zusammen gehen sie in diesem Film auf eine Reise, um die fast letzte Chance zu ergreifen, doch noch das Schwimmen zu lernen. Dem Vorhaben liegt etwas Kurioses inne. Weil man etwas erlernt, das man jetzt eigentlich nicht mehr wirklich braucht, denn das ganze Leben ist man irgendwie ohne ausgekommen. Der Traum im Wasser zu schweben, eine Kindheit fernab des Meeres, Krieg, Scham – das alles hat mit Schwimmen oder eben Nichtschwimmen zu tun.

Im Film "Trockenschwimmen" stellen sich Manfred, Monika, Karin, Erika, Eun-Sook, Sigrid und Cevat ihren Ängsten, verlieren den Boden unter den Füßen, beginnen loszulassen und schwimmen.

Wiederholung am So, 9.7. um 11:15 Uhr.


HITLERS HOLLYWOOD

Mo, 10.7., 19:00 + So, 16.7., 11:15

Regie: Rüdiger Suchsland, D 2017, 106 Min., o.A.

Was weiß das Kino, was wir nicht wissen? Über 1000 Spielfilme wurden in den Jahren 1933-1945 in Deutschland hergestellt. Bei den wenigsten handelt es sich um offene Propaganda. Aber noch weniger, der im Nationalsozialismus produzierten Filme sind harmlose Unterhaltung. Das nationalsozialistische Kino war staatlich gelenkt. Zugleich wollte es "großes Kino" sein. Eine deutsche Traumfabrik.

"Hitlers Hollywood" erzählt erstmals von der dunkelsten und dramatischsten Periode deutscher Filmgeschichte, und erinnert zum hundersten Geburtstag der Ufa an diese Filme und ihre Stars: Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Ilse Werner, Marianne Hoppe, Gustav Gründgens und viele mehr.

Die Fortsetzung der Dokumentation "Von Caligari zu Hitler".

Wiederholung am So, 16.7. um 11:15 Uhr.


CAHIER AFRICAIN

Mo, 17.7., 19:00 + So, 23.7., 11:15

Regie: Heidi Specogna, CH/D 2016, 119 Min., o.A., OmU

Am Anfang stand ein schmales Schulheft. Anstelle von Vokabeln füllten sich seine karierten Seiten mit den mutigen Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen im Oktober 2002 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war. Das Heft ist ihr selbst gefertigtes Beweisstück, um die an ihnen verübten Vergewaltigungen zur Anklage zu bringen.

"Cahier africain" ist eine Langzeitbeobachtung und begleitet seine Protagonisten aus dem Dorf PK 12 seit 2008: Amzine, eine junge muslimische Frau, hat als Folge der Vergewaltigungen ein Kind zur Welt gebracht. Der Blick auf ihre heute 12-jährige Tochter Fane erinnert sie täglich an das dem Heft anvertraute Leid. Arlette, ein christliches Mädchen, litt jahrelang an einer nicht heilen wollenden Schussverletzung am Knie. Nach einer erfolgreichen OP in Berlin hegt sie Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben. Aber inmitten der Versuche den schwierigen Alltag mit Zuversicht zu meistern - und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist - bricht in der Zentralafrikanischen Republik der nächste Krieg aus.

Wiederholung am So, 23.7., um 11:15 Uhr.


ZWISCHEN DEN STÜHLEN

Mo, 24.7., 19:00

Regie: Jakob Schmidt, D 2016, 102 Min., o.A.

Um in Deutschland Lehrer zu werden, muss nach dem theoriebeladenen Studium ordnungsgemäß das Referendariat absolviert werden. Eine Feuerprobe, welche die angehenden Lehrer in eine widersprüchliche Position bringt: Sie lehren, während sie selbst noch lernen. Sie vergeben Noten, während sie ihrerseits benotet werden. Zwischen Problemschülern, Elternabenden, Intrigen im Lehrerzimmer und Prüfungsängsten werden die Ideale der Anwärter auf eine harte Probe gestellt.

"Zwischen den Stühlen" begleitet drei von ihnen auf ihrem steinigen Weg zum Examen. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm gibt einen einfühlsamen wie humorvollen Blick hinter die Kulissen des Systems Schule und wirft dabei nicht zuletzt die Frage auf, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.


BAUER UNSER

Mo, 14.8., 19:00

Regie: Robert Schabus, A/B/F 2016, 92 Min., o.A.

"Bauer unser" zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf Bauernhöfen zugeht. Regisseur Robert Schabus bleibt in seiner Doku vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So kann und wird es nicht weitergehen. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.

"Bauer unser" ist ein sehenswerter und spannender Film. Ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als KonsumentIn das Bekenntnis abzulegen: "Bauer unser".

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.


NOMA

Mo, 11.9., 19:00

Regie: Pierre Deschamps, GB 2015, 99 Min., o.A.

"Noma" ist eine Reise durch das einzigartige kulinarische Universum von René Redzepi, dessen Kopenhagener Restaurant Noma in den letzten sechs Jahren vier Mal zum besten der Welt gekürt wurde.

Für seinen Dokumentarfilm hat Regisseur Pierre Deschamps René Redzepi drei Jahre lang auf seinem Weg begleitet, von der dritten Auszeichnung zum besten Restaurant der Welt im Jahr 2012 über einen Rückschlag, der das Noma 2013 schwer erschütterte, bis hin zurück an die gastronomische Weltspitze im Jahr 2014. Dabei lässt er berufliche Wegbegleiter wie Spitzenkoch Ferrán Adria und Noma-Mitgründer Claus Meyer genauso zu Wort kommen wie die Mitglieder des Noma-Teams und die Zulieferer, die die Küche Redzepis mit ihren einzigartigen Produkten bereichern. 

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.


WILD PLANTS

Mo, 9.10., 19:00

Regie: Nicolas Humbert, D/CH 2016, 108 Min., o.A., OmU

In "Wild Plants" begibt sich Nicolas Humbert auf eine Spurensuche, die ihn zu einigen ausgewählten Projekten und Menschen führt: Zu den "Urban Gardeners" im zusammengebrochenen Detroit, zu dem indianischen Philosophen Milo Yellow Hair auf der Reservation von Pine Ridge, zu Maurice Maggi, der seit vielen Jahren die Stadt Zürich mit seinen wilden Pflanzungen verändert und zu der innovativen Landbau-Kooperative der ‚Jardins de Cocagne’ in Genf.

Der Film spiegelt aus verschiedenen Blickwinkeln unsere Beziehung zu Natur und Wildnis. Die Verbindung des Menschen mit der Pflanzenwelt hat eine lange Geschichte. Sie führt uns sowohl zu unseren eigenen Wurzeln als auch zu neuen Lebensformen und Gestaltungsmöglichkeiten, die sich uns im Umgang mit Pflanzen offenbaren.

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.


CODE OF SURVIVAL - DIE GESCHICHTE VOM ENDE DER GENTECHNIK

Mo, 13.11., 19:00

Regie: Bertram Verhaag, D 2016, 95 Min., o.A., OmU

Vergiftete Böden, resistente Superunkräuter und verseuchtes Getreide sind das Resultat des zerstörerischen gentechnischen Anbaus, bei dem weltweit Millionen Tonnen von Glyphosat zum Einsatz kommen. Drei nachhaltige Projekte in Indien, Ägypten und Deutschland beweisen, dass es auch anders geht.

In einer eindrücklichen Montage werden die Auswirkungen des giftgestützten Anbaus mit der heilenden Kraft der ökologischen Landwirtschaft konfrontiert. Welche Methode birgt den "Code of Survival" auf unserem Planeten?

In Kooperation mit Slow Food Braunschweiger Land.